Tauchsafaris · Costa Rica
Okeanos Aggressor II – der solide Weg zu Cocos Island
Was dieses Schiff einzigartig macht
- Die Okeanos Aggressor II fährt ganzjährig nach Cocos Island.
- Das Schiff ist speziell für Tauchreisen gebaut und bietet ein schattiges Tauchdeck mit Plattform und Beibooten.
- Alle Kabinen haben ein eigenes Bad, eine Dusche und eine Klimaanlage.
- Die Crew wird besonders für ihren Service, die Tauchorganisation und den Umgang mit besonderen Ernährungswünschen geschätzt.
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Die Einladung
Die Okeanos Aggressor II ist für Taucher interessant, die Cocos Island nicht als kurzen Ausflug, sondern als ganze Reise erleben wollen. Der Weg von Costa Rica zur Insel ist lang, doch genau dafür ist ein Tauchsafarischiff da: Es bringt die Tauchgruppe dorthin, wo Hammerhaie, Weißspitzenriffhaie, Mantas, Thunfische und mit etwas Glück Walhaie auftauchen können. Dieses Schiff verbindet die zweckmäßige Seite einer Tauchsafari mit dem Komfort, den man nach mehreren Tauchgängen am Tag zu schätzen lernt. Die Crew wird deutlich besser bewertet als das Schiff selbst. Das spricht für ein Schiff, das nicht mehr ganz frisch wirkt, aber von Menschen getragen wird, die ihren Beruf beherrschen. Wer vor allem eine makellose Yacht sucht, findet andere Optionen. Wer eine verlässliche Basis für Cocos Island und eine starke Crew sucht, findet hier den wichtigeren Teil der Reise.
An Bord gehen
Beim Ankommen wirkt die Okeanos Aggressor II wie ein Arbeitsschiff, das seinen Zweck kennt. Der Rumpf ist auf lange Überfahrten und Stabilität ausgelegt, nicht auf die glatte Anmutung eines schwimmenden Designhotels. Innen geht es vom Salon zu den Kabinen und weiter zum Tauchbereich ohne unnötige Wege. Der Salon ist klimatisiert; draußen gibt es einen schattigen Bereich, eine Terrasse und Platz zum Sitzen. Nach dem ersten Rundgang versteht man, warum der Schiffswert in den Bewertungen hinter Crew, Essen und Tauchen zurückbleibt: Hier zählt die Funktion mehr als der Eindruck einer neuen Yacht. Dafür ist das Schiff als Tauchplattform durchdacht. Persönlicher Stauraum für die Tauchausrüstung, ein eigener Kamerabereich und die Nähe zum Wasser nehmen der Reise viel von der üblichen Logistik.
Die Stimmung an Bord
Die Stimmung an Bord lebt weniger von der Einrichtung als von der Crew. Die englischsprachigen Mitarbeiter halten Briefings, helfen beim Anlegen und achten darauf, dass auch bei wiederholten Tauchgängen nichts unnötig kompliziert wird. Reisende berichten von einer sehr gastfreundlichen Mannschaft und davon, dass sich Gäste aus Costa Rica und andere Passagiere schnell willkommen fühlen. Das passt zu den Bewertungen: Die Crew liegt deutlich vor dem Schiff, die Verpflegung sogar noch höher. Abends bleibt die Gruppe meist zusammen. Man sitzt nach dem Essen im Salon oder draußen, spricht über die Sichtungen und schaut Bilder an, bevor der nächste Tauchgang wieder das Thema vorgibt. Wer eine Reise sucht, bei der die Crew den Ton setzt und nicht bloß Kabinen übergibt, ist hier richtig. Englisch sollte für Briefings und Gespräche ausreichen.
Die, die euch ins Wasser bringen
Die Tauchcrew führt vor jedem Tauchgang ein ausführliches Briefing durch. Sie erklärt den Platz und die Bedingungen, gibt Hinweise zu Sehenswürdigkeiten und kann Gruppen unter Wasser bei der Orientierung oder beim Finden bestimmter Punkte unterstützen. Ein Mitarbeiter kann bei Tauchgängen direkt vom Schiff aus im Wasser sein und beim Fotografieren oder bei der Suche nach Kleintieren helfen; die Tauchgänge werden aber nicht direkt beaufsichtigt. Getaucht wird im Buddy-Team aus zwei oder drei Personen, nicht allein. Wenn ein Beiboot eingesetzt wird, begleitet ein Mitarbeiter die jeweilige Gruppe und hilft dabei, dass sie zusammenbleibt. Sauerstoff, Erste-Hilfe-Sets, Funk, Satellitentelefone, Ortungssender, Rettungsmittel und Feuerlöschtechnik gehören zur Sicherheitsausstattung. Die Crew spricht Englisch. Angaben zu Qualifikationen, einer vorgeschriebenen Mindestzahl an Tauchgängen oder einem Defibrillator liegen für dieses Schiff nicht vor.
Das Tauchdeck und die Ausrüstung
Das Tauchdeck ist auf viele Wiederholungs-Tauchgänge ausgelegt. Zur Verfügung stehen Flaschen mit achtzig Kubikfuß, wahlweise mit K-Ventil oder DIN-Anschluss; auch größere Flaschen beziehungsweise fünfzehn Liter können auf Anfrage gemietet werden, die Verfügbarkeit ist jedoch nicht garantiert. Nitrox ist verfügbar, für zertifizierte Nitrox-Taucher als zweiunddreißigprozentige Mischung; die Nutzung ist kostenpflichtig. Die Füllstation mischt nicht automatisch nach Wunsch, sondern arbeitet mit dieser festen Mischung. Das Schiff bietet Gewichte und Gurte, getrennte Spülbecken für Kameras, einen eigenen Kamerabereich, Ladestationen, einen schattigen Tauchplatz und eine Plattform zum Einstieg. Beiboote bringen die Taucher zu den Plätzen und nehmen sie an der Oberfläche wieder auf. Sidemount ist mit einer einzelnen Flasche möglich. Scooter und Rebreather werden nicht unterstützt; Leihmaterial ist optional und ohne festgelegte Marke angegeben.
Zwischen zwei Tauchgängen
Zwischen den Tauchgängen verteilt sich das Leben auf den schattigen Außenbereich, das Sonnendeck und den klimatisierten Salon. Wer nicht schlafen will, sitzt mit einem Getränk im Schatten, lädt Kameras, sortiert Bilder oder blättert in einem Buch zur Fischbestimmung. Auf den Liegen und Stühlen des Sonnendecks findet jeder einen Platz für die lange Pause nach dem Essen. Während der Fahrt verschwindet das Tauchdeck aus dem Mittelpunkt; dann wird aus dem Schiff für eine Weile ein Beobachtungsplatz für den Pazifik. Abends stehen je nach Gruppe Filme, Spiele, Präsentationen zur Fischbestimmung oder gemeinsames Betrachten der Aufnahmen auf dem Programm. Viel mehr muss eine Tauchsafari nicht anbieten. Nach einem Tag im Wasser ist eine Bank im Schatten oft wertvoller als jedes weitere Unterhaltungsangebot.
Was man an Bord isst
Die Bordküche ist ein wichtiger Teil dieser Reise. Morgens stehen frisches Obst, warme Speisen, Müsli und Säfte bereit; mittags folgen Suppe, selbst gebackenes Brot, Salat, Sandwiches oder ein warmes Gericht. Das Abendessen wird vom Koch zubereitet und bringt Salat, Gemüse, Fisch, Fleisch oder Geflügel sowie ein Dessert auf den Tisch. Dazu kommen westliche und lokale Gerichte, Buffets, alkoholfreie Getränke und Wein zum Abendessen. Besondere Ernährungswünsche werden berücksichtigt, und gerade dafür bekommt die Küche viel Anerkennung. Nach mehreren Tauchgängen ist Essen an Bord keine Nebensache. Es ist der Moment, in dem die Gruppe wieder zusammenkommt, jemand den größten Hai des Tages beschreibt und der Koch bereits den nächsten Teller aus der Kombüse trägt.
Die Nächte auf See
Die Nächte auf der Okeanos Aggressor II sind ruhig genug zum Ausschlafen, aber nicht lautlos. Auf See bleiben Motor, Wasser und die Bewegungen des Rumpfs Teil der Umgebung. Die Kabinen liegen je nach Kategorie im oberen Bereich oder weiter unten und haben ein eigenes Bad mit Dusche, Klimaanlage und Stauraum. Die Deluxe-Kabinen bieten ein Doppelbett unten und eine Einzelkoje darüber; die Master-Kabine hat ein Queen-Bett. Die Suiten sind deutlich großzügiger und haben ein Fenster, Holzdetails sowie ein eigenes kleines Kühlsystem für Getränke. Die meisten Nächte verbringt man nach dem letzten Tauchgang ohnehin nicht lange im Bett: Ein kurzer Blick auf die Bilder des Tages, eine Dusche, dann fällt die Müdigkeit schnell über die Koje. Für die fensterlose Kabine sollte man wissen, dass sie eher Rückzugsort als Aussichtspunkt ist.
Deluxe-Kabinen
Master-Kabine
Suite #2
Suite #11
Was man vor dem Einsteigen wissen sollte
Die Cocos-Island-Abenteuer beginnen und enden in Puntarenas. Ein Hoteltransfer ist eingeschlossen; ein Transfer vom Flughafen kann optional organisiert werden. Da der genaue Ablauf je nach Charter variiert, sollte die Anreise nicht auf den letzten Anschluss abgestimmt werden. Die Ankunft am Vortag wird empfohlen.
Decksplan
- Länge
- 36,6 m
- Breite
- 8,2 m
- Maximale Passagierzahl
- 22
- Anzahl Kabinen
- 11
- Anzahl Badezimmer
- 12
- Webseite
- aggressor.com ↗
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