Tauchsafaris · Ecuador
Humboldt Explorer – Galapagos im Rhythmus der Tauchgänge
Was dieses Schiff einzigartig macht
- Die Humboldt Explorer fährt acht Tage und sieben Nächte ab und zurück nach Baltra und nimmt bis zu sechzehn Gäste mit.
- Das große, beschattete Tauchdeck führt über zwei Beiboote direkt zu den Tauchplätzen.
- Alle Kabinen haben Klimaanlage und eigenes Bad; die unteren Kabinen liegen am Unterdeck und haben Bullaugen.
- Nitrox ist an Bord verfügbar, DIN-Adapter sind vorhanden und Kameras werden getrennt vom übrigen Tauchmaterial gespült.
- Zwei Landausflüge führen zu Riesenschildkröten und endemischen Vögeln.
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Die Einladung
Die Humboldt Explorer ist für Taucher gebaut, die Galapagos nicht aus einem Hotel heraus ansehen wollen. Man lebt dort, wo die Tage beginnen: am Tauchdeck, zwischen Briefing, Beiboot und dem kurzen Moment, in dem die Insel hinter dem Horizont verschwindet. Darwin und Wolf gehören zu einer Route, für die viele Taucher vor allem wegen der Hammerhaie und Schildkröten an Bord gehen. Dazu kommen zwei Landausflüge, die den Blick über die Wasserlinie hinausführen. Das Schiff verbindet eine überschaubare Gruppe mit einem Tauchbetrieb, der auf abgelegene Inseln zugeschnitten ist. Wer abends lieber auf dem Wasser sitzt als in einem großen Resort, morgens den Kompressor hört und tagsüber möglichst viel Zeit im Meer verbringen möchte, sucht hier an der richtigen Stelle.
An Bord gehen
Beim Ankommen wirkt die Humboldt Explorer wie ein Arbeitsboot, das seine Aufgabe kennt. Sie ist kein schwimmendes Designhotel, sondern ein klar auf Tauchreisen ausgerichtetes Schiff mit breitem Achterdeck, Beibooten und viel sichtbarer Infrastruktur für den nächsten Einstieg. Innen führt der Weg ohne Umwege vom Salon zu den Kabinen und weiter nach achtern; niemand muss sich erst durch eine Hotelanlage orientieren. Der Motor gehört akustisch zum Leben an Bord, besonders wenn das Schiff zwischen den Inseln unterwegs ist. Dafür liegt der Tauchbetrieb direkt vor der Tür. Die Humboldt Explorer wurde renoviert und bleibt in ihrer Anmutung ein Schiff, auf dem gearbeitet wird: ordentlich, zweckmäßig und auf viele Stunden im Wasser vorbereitet.
Die Stimmung an Bord
An Bord bildet sich schnell eine kleine Tauchgemeinschaft, weil dieselben Gesichter beim Frühstück, am Tauchdeck und im Beiboot wieder auftauchen. Die Gruppe ist groß genug für unterschiedliche Erfahrung, aber überschaubar genug, dass man nach wenigen Tagen weiß, wer auf Haie wartet, wer jede Nacktschnecke fotografiert und wer nach dem Tauchgang zuerst Kaffee braucht. Die Crew hält den Ablauf zusammen, ohne sich in den Vordergrund zu schieben: Sie bewegt Flaschen, fährt die Beiboote, sorgt für Essen und bringt die Gäste dorthin zurück, wo sie auftauchen. Englisch und Spanisch werden an Bord gesprochen. Die Bewertungen zeigen ein klares Bild: Die Crew, das Essen und das Tauchen werden etwas stärker erlebt als das Schiff selbst. Das ist eine faire Einordnung für ein zweckmäßiges Tauchschiff, dessen Stärke im Betrieb liegt.
Die Tauchplätze
Die Humboldt Explorer fährt die Route Central Archipelago, Darwin and Wolf Islands mit Start und Rückkehr in Baltra. Die Reise dauert acht Tage und sieben Nächte. Konkrete Tauchplatz-Steckbriefe mit Namen, Tiefen und einzelnen Besonderheiten liegen für diese Route nicht vor; deshalb werden hier weder Tiefen noch vermeintliche Lieblingsplätze ergänzt.
Die, die euch ins Wasser bringen
Zwei Guides begleiten den Tauchbetrieb an Bord. Die Crew spricht Englisch und Spanisch, sodass Briefings und Absprachen in diesen Sprachen möglich sind. Die Organisation läuft über das Tauchdeck und die Beiboote: Ausrüstung vorbereiten, einsteigen, am Platz abgesetzt werden und nach dem Auftauchen wieder aufgenommen werden. Das ist besonders bei Inseln wichtig, an denen Strömung und Entfernung den Ablauf bestimmen. Sauerstoff, Erste-Hilfe-Kits, Rettungswesten und Rettungsinseln sind an Bord. Ein Defibrillator oder ein technisches Rückrufsystem wird nicht genannt. Ebenso sind konkrete Qualifikationen der Guides, Gruppengrößen und eine vorgeschriebene Mindestzahl geloggter Tauchgänge nicht angegeben. Wer nach Galapagos fährt, sollte deshalb vor der Buchung klären, ob das eigene Erfahrungsniveau zur geplanten Route und zum persönlichen Umgang mit Strömung und Großfisch passt.
Das Tauchdeck und die Ausrüstung
Das Tauchdeck ist groß, beschattet und als Arbeitsfläche für eine volle Tauchwoche gedacht. Einzelne Ablageplätze, eine Ladestation und ein großer Kameratisch helfen dabei, dass nicht jede Flasche, jeder Regler und jedes Gehäuse im Weg liegt. Für Kameras und Tauchmaterial gibt es getrennte Spülbecken. DIN-Adapter sind vorhanden. Nitrox wird an Bord angeboten, ist jedoch eine zusätzliche Leistung; auch Leihequipment kann gebucht werden. Die Tauchgänge beginnen von der Plattform aus, von der die Gäste in zwei robuste Schlauchboote steigen. Diese bringen die Taucher zum Platz und nehmen sie nach dem Auftauchen wieder auf, statt dass das Hauptschiff jeden Einstieg direkt über dem Riff ausführen muss. Sauerstoff und Erste-Hilfe-Ausrüstung gehören zur Sicherheitsausstattung. Angaben zu Flaschenvolumen und -material liegen nicht vor.
Zwischen zwei Tauchgängen
Zwischen den Tauchgängen verteilt sich das Leben auf den schattigen Bereich des Tauchdecks, den klimatisierten Salon und die Terrasse. Wer die Ausrüstung abgelegt hat, findet dort Platz für ein Gespräch, ein Buch oder die erste Sichtung am Kameratisch. Die getrennte Spülmöglichkeit für Kameras hält wenigstens einen Teil der Unordnung aus dem normalen Ablauf heraus. Auf den Fahrten zwischen den Inseln wird aus der Pause eine längere Seestrecke: draußen sitzen, den Horizont beobachten oder sich im Salon zurückziehen. Der Whirlpool und die Sitzplätze auf dem Sonnendeck sind keine Attraktionen, die den Tauchbetrieb ersetzen. Sie geben den Stunden dazwischen einen Ort, an dem man nicht sofort wieder etwas erledigen muss.
Ein Tag an Bord
Der Tag beginnt früh, damit der erste Tauchgang nicht in die Wärme und das Licht des späteren Vormittags fällt. Auf dem Tauchdeck folgt ein Briefing auf das Anlegen der Ausrüstung und den Transfer ins Beiboot. Nach dem Tauchgang kommen die Taucher zurück, spülen Kameras und Material, essen eine Kleinigkeit und lassen den Körper bis zum nächsten Briefing zur Ruhe kommen. Die Mahlzeiten schieben sich zwischen die Tauchgänge, nicht umgekehrt. Während der Fahrt zwischen den Inseln wird aus dem kurzen Oberflächenintervall eine längere Pause im Salon, auf der Terrasse oder im Schatten. Am Abend bleibt Zeit für das Essen, die Auswertung der Bilder und die Gespräche über das, was unter Wasser knapp außerhalb des Blickfelds geblieben ist. Die genaue Zahl und Uhrzeit der Tauchgänge richtet sich nach Route und Bedingungen.
Was man an Bord isst
Die Küche serviert Vollpension mit lokalen Einflüssen, Snacks über den Tag und Abendessen à la carte. Nach dem Tauchgang steht etwas bereit, bevor der nächste Einstieg ansteht; die Mahlzeiten liegen nicht als starre Unterbrechung im Tag, sondern fangen den Rhythmus zwischen Wasser und Ruhe auf. Zum Abendessen gibt es Wein, alkoholfreie Getränke sind inklusive, Bier und weitere Weine sind an Bord erhältlich. Nach mehreren Tauchgängen ist der Esstisch kein Nebenschauplatz. Dort werden die Sichtungen verglichen, Kameras weitergereicht und die nächste Briefing-Frage geklärt. Die Bordküche muss dabei nicht spektakulär auftreten. Sie muss zuverlässig satt machen, rechtzeitig bereitstehen und auch dann noch funktionieren, wenn die Gruppe vom letzten Tauchgang müde zurückkommt.
Die Nächte auf See
Die Nächte verbringen die Gäste in klimatisierten Kabinen mit eigenem Bad und Dusche. Auf dem Hauptdeck liegen Kabinen mit größeren Fenstern; die Kabinen am Unterdeck haben Bullaugen und sind für alle passend, die zwischen den Tauchgängen vor allem Ruhe suchen. Das Licht bleibt funktional, der Raum ist sauber genutzt, und vom Bett aus erinnert das Schiff daran, dass es weiterfährt: Wasser am Rumpf, Maschinen während der Fahrt, Schritte auf dem Deck darüber. Wer mit offener Tür schlafen möchte, wird die Klimaanlage nicht brauchen; wer empfindlich auf Wärme oder feuchte Ausrüstung reagiert, wird sie schätzen. Für eine Woche mit mehreren Tauchgängen zählt weniger die Größe der Kabine als ein trockener Rückzugsort, ein eigenes Bad und die Möglichkeit, die Tür zu schließen.
Kabinen, Hauptdeck
Kabinen, Unterdeck
Was man vor dem Einsteigen wissen sollte
Die Reise beginnt und endet in Baltra. Ein Flughafentransfer kann als zusätzliche Leistung organisiert werden; ob er für die eigene Buchung vorgesehen ist, sollte vor der Anreise geklärt werden. Wer von außerhalb anreist, sollte einen Tag vorher auf den Galapagos-Inseln eintreffen, damit ein verspäteter Flug nicht den Einstieg gefährdet.
Was das Schiff für den Ozean tut
Die Humboldt Explorer ist Mitglied des Green-Fins-Programms und als nachhaltiges Tauchschiff zertifiziert. Damit verpflichtet sie sich zu einem festgelegten Verhaltenskodex und zu regelmäßigen Bewertungen der Umweltleistung im Tauchbetrieb. Weitere konkrete Maßnahmen zu Energie, Abwasser, Plastik oder zum Ankern werden nicht beschrieben.
- Baujahr
- 2009
- Länge
- 34 m
- Breite
- 6,5 m
- Maximale Passagierzahl
- 16
- Anzahl Kabinen
- 8
- Anzahl Badezimmer
- 8
- Motoren
- Detroit Diesel 6V92 350 PS
- Beiboote
- 2 × Festrumpfschlauchboote
- Webseite
- explorerventures.com ↗
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