Isle of Man · Vereinigtes Königreich · Atlantik
Max. Tiefe · 40 mBooroo, Isle of Man: Riff-Tauchgang am Trinkenden Drachen
Tauche ein in die lebendige Unterwasserwelt der Booroo, wo kelpbedeckte Untiefen auf tiefe Felsformationen treffen und die Strömung das Riff zum Leben erweckt.
Was diesen Tauchplatz besonders macht
- Beeindruckende Felsformationen und Unterwasserklippen
- Maximale Tiefe von 40 Metern mit vielfältiger Topographie
- Reicher Bewuchs aus Hydroiden, Weichkorallen und Anemonen
- Begegnungen mit Seeaalen, Krabben und Langusten
- Regelmäßige Besuche von neugierigen Grauen Seehunden
- Schwärme von Kugelfischen, Kabeljau und Köhler
- Labyrinth aus Schluchten und Felsspalten
- Faszinierende Juwelenanemonen und Totenmannsfinger
Booroo der Tauchplatz im Überblick
Booroo, lokal auch als 'The Drinking Dragon' oder 'Burroo' bekannt, markiert die südliche Spitze der Calf of Man und ist eine unverwechselbare Felsformation über und unter Wasser. Der Tauchplatz beginnt in geringer Tiefe mit von Kelp bewachsenen Bereichen, die schnell in steile Unterwasserwände übergehen. Diese Klippen erreichen an ihrer südlichen Flanke etwa 15 Meter und bieten einen dramatischen Übergang in tiefere Zonen. Die besondere Form des Felsens über Wasser erinnert an einen trinkenden Drachen, was dem Platz seinen Beinamen gab und schon vor dem Abtauchen eine Ahnung von der besonderen Topographie vermittelt, die dich unter Wasser erwartet.
Das Tauchprofil am Booroo ist vielfältig und fordert den Taucher heraus, die verschiedenen Tiefenzonen zu erkunden. Von den flachen Kelpbetten geht es über die steilen Klippen hinab in eine Felslandschaft, die von massiven Grundfelsen und zahlreichen Felsbrocken geprägt ist. Diese felsige Neigung erstreckt sich kontinuierlich bis in Tiefen von etwa 40 Metern, wobei sie sich nach Süden und Westen erstreckt. Das Gelände formt ein komplexes Labyrinth aus Schluchten, Nischen und Spalten, die alle darauf warten, erkundet zu werden und eine Fülle von Verstecken für marine Lebewesen bieten.
Eine Besonderheit des Booroo ist die außergewöhnlich reiche Bewuchs der Felsen. Hydroiden, darunter auch der oaten-pipe hydroid, bedecken praktisch jede freie Oberfläche. Du findest hier üppige Kolonien von Totenmannsfingern (Alcyonium digitatum), prächtige Prachtanemonen (Actinia equina) und Dahlenanemonen (Urticina felina), die den Felsen in leuchtenden Farben schmücken. Juwelenanemonen (Corynactis viridis) bilden teppichartige Überzüge und tragen zur visuellen Dichte und Vielfalt bei, die diesen Tauchplatz zu einem der farbenfrohsten in der Region macht.
Die marine Fauna am Booroo ist ebenso vielfältig und aktiv. Neben den festgewachsenen Lebewesen sind die Felsformationen ein Rückzugsort für Jakobsmuscheln (Pecten maximus), verschiedene Krabbenarten, darunter die Samtkrabbe (Necora puber), und Langusten (Palinurus elephas). In den Spalten und Nischen lauern Seeaale (Conger conger), während Blennies (Lipophrys pholis) die Felsen bewohnen. Du kannst auch Kugelfische (Tetraodontidae), Kabeljau (Gadus morhua) und Köhler (Pollachius virens) in Schwärmen beobachten, die oft den Platz frequentieren. Meeräschen (Mugilidae) und kleine Katzenhaie (Scyliorhinus canicula) ergänzen das Bild des Riffs.
Neben den am Riff beheimateten Arten ist der Booroo auch ein Ort, an dem man auf größere Besucher treffen kann. Graue Seehunde (Halichoerus grypus) sind regelmäßige Gäste und zeigen oft eine neugierige Seite, wenn sie Taucher beobachten oder sogar spielerisch näherkommen. Ihre Anwesenheit verstärkt das Gefühl, in einer wirklich lebendigen und dynamischen Unterwasserwelt zu tauchen. Die Begegnungen mit diesen Meeressäugern sind immer Höhepunkte, die in Erinnerung bleiben und den Tauchgang um eine besondere Dimension erweitern.
Die Strömungsverhältnisse am Booroo sind variabel und erfordern Aufmerksamkeit. Aufgrund seiner exponierten Lage an der südlichen Spitze der Calf of Man können hier starke Gezeitenströmungen auftreten. Die Bedingungen ändern sich maßgeblich mit dem Gezeitenstand und den aktuellen Wetterbedingungen. Es ist entscheidend, sich vor dem Tauchgang genau über die Gezeiten und Strömungsprognosen zu informieren und den Tauchgang entsprechend zu planen. Ein Tauchgang am Booroo ist kein ruhiger Drifttauchgang, sondern erfordert das Bewusstsein für potenziell kräftige Strömungen, die ein erfahrenes Taucherteam voraussetzen.
Der Zugang zum Booroo erfolgt typischerweise per Boot, wobei Taucher in der Nähe der 'Booroo' oder 'Drinking Dragon'-Felsformation abgesetzt werden. Von der Oberfläche aus tauchst du entlang des Felsens ab, um die umliegenden Riffe, Schluchten und Klippen zu erkunden. Diese Art des Tauchgangs, bei dem man sich vom Felsen ins Tiefe vortastet, erlaubt es, die verschiedenen Facetten des Platzes schrittweise zu entdecken und sich an die wechselnden Bedingungen anzupassen. Die Planung und Durchführung erfordert Präzision und Teamarbeit, um das Beste aus diesem vielseitigen Tauchplatz herauszuholen.
Tauchen in Booroo: die Unterwasserwelt
Tauchbedingungen
Die Tauchtiefe am Booroo erstreckt sich von flachen 5 Metern bis in eine maximale Tiefe von 40 Metern. Dieser Tauchplatz ist für Fortgeschrittene mit Erfahrung in Gezeitenströmungen und den Anforderungen des Tauchens in kalten Gewässern Großbritanniens konzipiert. Die Strömung kann aufgrund der exponierten Lage an der Südspitze der Calf of Man stark sein und variiert mit den Gezeiten und Wetterbedingungen. Eine sorgfältige Planung ist unerlässlich, um die Strömung zu berücksichtigen und einen sicheren Tauchgang zu gewährleisten.




