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Karibik

Amerikanische Jungferninseln: St Croix zwischen Riff, Geschichte und Küche

St Croix verbindet Frederiksted Pier, dänische Zuckerzeit in Christiansted und crucianische Küche zu einer eigenständigen Tauchreise innerhalb der Karibik.

Was dieses Land einzigartig macht

  • Frederiksted Pier an der historischen Westküste
  • Cane Bay Wall an St Croix’ Nordküste
  • Butler Bay Shipwrecks bei Frederiksted
  • Christiansted und sein kolonialer Boardwalk
  • Callaloo und Pot fish and fungi
  • Crucian Christmas Festival im Dezember
  • Buck Island Reef National Monument per Boot

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Dieses Land für Taucher

Für Taucher ist St Croix eine eigenständige Basis der Amerikanischen Jungferninseln, nicht bloß ein Anhängsel von St Thomas oder St John. Die größere Insel verbindet Riffwände, ein Feld von Schiffswracks und einen ungewöhnlichen Stadt-Tauchplatz rund um Frederiksted Pier. An Land prägen Christiansted und Frederiksted die Geschichte mit dänischen Festungen und ehemaligen Zuckergebäuden. Gemeinsam ist den Tauchgebieten die überschaubare Inselstruktur: Sie können die Westküste, die Nordküste und die Ausfahrten von Christiansted in einer Reise miteinander verbinden, ohne ständig die Insel wechseln zu müssen.

Wie sich das Land gliedert

St Croix lässt sich für die Reiseplanung in eine westliche, eine nordöstliche und eine dazwischenliegende Nordküste lesen. Frederiksted und die Westküste stehen für den historischen Hafen, Frederiksted Pier und die Ausfahrten zu den Butler Bay Shipwrecks. Christiansted und die Nordostküste verbinden koloniales Stadtleben mit Bootstouren zum Buck Island Reef National Monument und zu Long Reef. Die Nordküste rund um Salt River Bay und Cane Bay ist stärker auf Tauch- und Wassersport ausgerichtet; dort liegen Cane Bay Wall und Salt River Canyon. Der East End setzt dem eine trockenere, weniger bebaute Landschaft mit kleinen Buchten und Produzentenmarkt entgegen und eignet sich besonders für einen Ausflugstag. Weil nur St Croix als Tauchregion der Inselgruppe geführt wird, wählen Sie hier keine konkurrierenden Inselbasen, sondern den passenden Inselabschnitt: Frederiksted für Westküste und Wracks, Christiansted für Geschichte und Bootsausfahrten, die Nordküste für Riffwand und Canyon.

Die Tauchgebiete

Tauchbasen

Hotels

Wann und wohin, Monat für Monat

St Croix ist ganzjährig als Tauchziel eingeordnet. Im Januar, Februar und März ebenso wie im April, Mai und Juni bleibt die Insel die passende Wahl; das gilt unverändert für Juli, August, September, Oktober, November und Dezember. Eine gegenläufige Saison zwischen verschiedenen Küsten gibt es hier nicht, sodass die Monatswahl nicht davon abhängt, ob eine Seite gerade öffnet und eine andere schließt. Entscheidend ist stattdessen, welchen Inselcharakter Sie mit Ihrer Reise verbinden möchten. Für die Westküste liegt Frederiksted mit Frederiksted Pier und dem Zugang zu den Butler Bay Shipwrecks nahe. Für historische Besichtigungen und Ausfahrten auf der Nordostseite bietet sich Christiansted an. Salt River Bay und Cane Bay führen in den nordischen Tauchabschnitt. Im Dezember und bis Anfang Januar kommt mit dem Crucian Christmas Festival ein besonderer kultureller Schwerpunkt hinzu, vor allem in Frederiksted.

Unterwasserwelt, Küste für Küste

Die deutlichste Verbindung zwischen Meeresschutz und Tierwelt liegt im Südwesten von St Croix. Sandy Point National Wildlife Refuge schützt eine lange Sandküste, an der Lederschildkröten ihre Nester anlegen; der öffentliche Zugang ist deshalb begrenzt. Dieses Schutzgebiet verändert die Routenplanung: Ein Besuch ist kein beliebiger Strandstopp, sondern folgt den Vorgaben zum Schutz der Nistplätze. Auch Buck Island Reef National Monument steht für einen streng geschützten marinen Raum, den Sie von Christiansted aus per Boot erreichen. Dort bestimmen Schutzregeln den Umgang mit Riff und Strand. Für die Tauchreise bedeutet das: Tierbeobachtung und Naturschutz sind auf St Croix eng mit der Wahl der Ausflüge verbunden, besonders wenn Sie Westküste und Nordostküste miteinander kombinieren.

Zwischen den Gebieten reisen

Auf St Croix bleiben die Wege zwischen den Küsten überschaubar; je nach Verkehr dauert die Fahrt über die Insel etwa eine bis anderthalb Stunden. Dadurch lässt sich eine zweiwöchige Reise sinnvoll teilen: zunächst Frederiksted für Frederiksted Pier, die Butler Bay Shipwrecks und Sandy Point, anschließend Christiansted oder die Nordküste für Buck Island Reef National Monument, Salt River Bay und Cane Bay. Ein Mietwagen ist dafür besonders praktisch, weil die Tauchplätze entlang der Nord- und Westküste verteilt liegen und der öffentliche Verkehr aus gemeinsam genutzten Taxis sowie wenigen, touristisch wenig dokumentierten Bussen besteht. Zwischen St Croix und den Nachbarinseln kommt dagegen ein eigener Reisetagteil hinzu: Der schnelle Fährtransfer nach St Thomas dauert ungefähr zwei bis zweieinhalb Stunden, mit Formalitäten und Überfahrt insgesamt etwa einen halben Tag. Kurze Linienflüge verbinden die Inseln ebenfalls.

Maske abnehmen

St Croix zeigt seine Geschichte besonders klar in Christiansted und Frederiksted. In Christiansted bewahren das Christiansted National Historic Site, Fort Christiansværn und die alten Zuckergebäude die dänische Kolonialzeit; am Boardwalk liegen Galerien, Restaurants, Bars und Bootsanleger. Frederiksted verbindet den kleinen Hafen mit Fort Frederik, Märkten und der historischen Jetty. Auf dem Teller stehen Callaloo, Pot fish and fungi, Conch fritters, Pates und Roti. Restaurants an den Uferpromenaden von Christiansted und Frederiksted servieren diese Küche ebenso wie Marktstände und Food Fairs. Auf dem East End Farmers' and Artisan's Market finden Sie Brunch, landwirtschaftliche Produkte und Handwerk. Im Dezember bis Anfang Januar verändert das Crucian Christmas Festival Frederiksted: Carnival Village, Musik, Umzüge und crucianische Gerichte prägen mehrere Wochen. Dazu kommen lokale Rhum-Cocktails, Sorrel drink und frische Säfte auf Märkten und Festen.

Was überall in diesem Land gilt

Auf St Croix gehören wiederholte Riff- und Wracktauchgänge zum praktischen Reiseablauf; Nitrox kann deshalb die Zeit im Wasser über mehrere Tauchtage hinweg sinnvoll unterstützen. Besonders bei Ausfahrten zu Riff- und Wrackserien sollte die Gasplanung zum vorgesehenen Profil passen. In geschützten Bereichen wie Buck Island Reef National Monument und Salt River Bay gelten die Regeln nicht nur an Land. Das Briefing erklärt, wo kein Kontakt zum Riff erlaubt ist und welche Bereiche nicht betreten oder berührt werden dürfen. Eine saubere Tarierung ist an den empfindlichen Strukturen ebenso wichtig wie die Beachtung von Anker- und Schutzvorgaben. Auf diese Weise bleibt der Unterschied zwischen Frederiksted Pier, Cane Bay Wall und den geschützten Naturgebieten auch organisatorisch sichtbar.

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