
Cabrits Dive Centre
★ 4,8/5 (101 Bewertungen)
1,4 km entfernt Luftlinie
Dominica · Karibik
Vulkanische Gase, die Nadina L. und steil abfallende Riffwände prägen die Bootstauchgänge vor Portsmouth bis in 36 Meter Tiefe.
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Vor Portsmouth beginnt der Tauchtag meist im Boot, nicht am Badestrand. Von der Prince Rupert Bay führen die Ausfahrten zu Riffwänden, Felsformationen, Höhlen und einem künstlich versenkten Wrack. Die Prince Rupert Bay Volcano Site bringt vulkanische Gase, sprudelnden Sand und Schwefelablagerungen in 35 Meter Tiefe zusammen. Wer mehrere Tauchtage plant, erlebt eine kleine karibische Stadt als Ausgangspunkt und stellt die Tauchplatzwahl jeweils auf Wetter, Wellengang und den Schutz der Nordwestküste ein.
Unter Wasser wechseln flache Plateaus, steile Wände, große korallenbewachsene Felsen und vulkanisch geprägte Böden. Am Sunshine Reef beginnt der Tauchgang auf einem sandigen Plateau mit Korallenköpfen, Schwämmen und Seefedern, bevor die Wand auf mehr als 30 Meter abfällt. Shark’s Mouth eignet sich für einen ruhigen Drift an einer Wand bis 36 Meter, während One Finger Rock vom flacheren Plateau zum tiefen Abhang führt. Toucari Caves bringt Bögen und eine zugängliche Grotte in die Route. Die Strömung bleibt häufig leicht, ist aber variabel und an Point Break durch die Begegnung von Atlantik und Karibischem Meer anspruchsvoller. Sicht und Bedingungen hängen von Wetter, Wellengang und Gezeiten ab. Die Ausfahrten werden deshalb vor Ort zusammengestellt.
An den Riffen vor Portsmouth stehen weniger einzelne Großtiere als die Verbindung aus Relief und regelmäßigem Riffleben im Vordergrund. Zwischen Hart- und Weichkorallen, Schwämmen und Seefedern ziehen Schnapper über Plateaus und Wände. An der Cannon Site liegt die Nadina L.; dort können Rochen, Stechrochen und Kaiserfische den Wracktauchgang begleiten. Five Finger Rock ist für Flecken-Adlerrochen bekannt, während an Heavenly Cove Barrakudas und Stechrochen vorkommen. Auch Langusten gehören zur erwartbaren Begegnung. Die genannten Arten sind keiner bestimmten Jahreszeit zugeordnet. Wer Tiere sucht, sollte deshalb langsam über Sandflächen, an Felsfüßen und entlang der Korallenstrukturen tauchen, statt nur dem Wandverlauf zu folgen.
Portsmouth sollte nicht nach einem starren Monatskalender geplant werden. Die Tauchplatzwahl richtet sich an der Nordwestküste nach Wetter, Wellengang, Gezeiten und dem jeweils geschützten Bereich der Bucht. Für eine Reise mit mehreren Tauchtagen ist daher ein Zeitraum von fünf bis sieben Tagen sinnvoll: Fällt eine Ausfahrt wegen der Bedingungen anders aus, bleiben genügend Möglichkeiten für eine neue Kombination aus Wand, Wrack, Höhle oder vulkanischem Relief. Frühzeitige Abfahrten und flexible Tagesplanung helfen außerdem, die Ausfahrten an die lokale Seelage anzupassen. Die Affinität zu ruhigen oder anspruchsvolleren Plätzen entscheidet sich erst vor Ort.
Diese Küste ist Sargassum-Anlandungen ausgesetzt, deren Ausmaß von Jahr zu Jahr stark schwankt. Mehr dazu im Kasten „Sargassum-Warnung“ auf dieser Seite.
Portsmouth spricht Taucher aller Erfahrungsstufen an, sofern die Tauchplatzwahl zum Brevet und zur aktuellen Erfahrung passt. Cannon Site, Rose Garden, Douglas Bay Point oder Heavenly Cove bieten Tiefen für Open-Water-Taucher. Für die tieferen Bereiche am Featherquill Reef sowie für die Prince Rupert Bay Volcano Site sind Advanced-Brevet oder entsprechende Erfahrung sinnvoll. Point Break verlangt wegen der besonderen Strömungsverhältnisse ein fortgeschrittenes Niveau. Nitrox kann bei wiederholten Bootstauchgängen praktisch sein.
Aus Frankfurt, München oder Düsseldorf führt die Reise zunächst nach Dominica zum Douglas–Charles Airport. Portsmouth liegt anschließend an der Nordwestküste und wird über die Straße erreicht; ein internationaler Fährweg gehört nicht zur üblichen Anreise. Da Portsmouth kein eigener internationaler Luftverkehrsknoten ist, sollte die Reise mit mindestens einer Umsteigeverbindung in der Karibik oder in Nordamerika geplant werden. Als mögliche Fluggesellschaften nennt das Dossier Air France, British Airways und Virgin Atlantic. Nach der Ankunft geht es auf dem Landweg weiter in die Stadt. Vor Ort liegen Unterkunft, Tauchbasis und Bootsausfahrt im beziehungsweise nahe dem Ortsbereich; die tägliche Logistik bleibt dadurch auf kurze lokale Wege konzentriert.
Portsmouth funktioniert am besten, wenn die Unterkunft nach dem Weg zur Bootsausfahrt und nicht nach einer möglichst langen Strandfront ausgesucht wird. Die Tauchgänge starten aus dem Orts- und Buchtbereich; wer einen Resortablauf mit Shore-Diving direkt vor der Tür erwartet, plant an der eigentlichen Struktur vorbei. Für mehrere Tage sollte die Ausrüstung vollständig zusammengestellt werden. Eine gut sitzende persönliche Maske und ein eigener Tauchcomputer sind besonders sinnvoll, weil die Auswahl an Ersatz- und Leihequipment auf einer kleinen Insel begrenzt sein kann. Frühere Abfahrten und kleinere Boote schaffen eher Ruhe als ein bestimmter Reisemonat, denn die Auslastung hängt vor allem vom Tagesplan der örtlichen Anbieter ab. Die Tauchplatzwahl sollte flexibel bleiben: Point Break und andere exponiertere Bereiche passen nicht automatisch zu jeder Seelage. Für umweltbewusstes Tauchen gelten vor Ort konsequent Nichtberühren, nichts sammeln und kein Ankern.
Für Portsmouth passt ein landbasierter Aufenthalt von fünf bis sieben Tagen. Mehrere aufeinanderfolgende Bootstauchtage lassen sich mit wechselnden Riffen, Wänden, Höhlen und dem Wrack der Nadina L. verbinden. Ein Tag ohne Tauchen bleibt für Portsmouth und die Nordwestküste frei; auch eine ruhigere Inselrundfahrt lässt sich dann einplanen. Der letzte Tag sollte ohne anstrengende Wasseraktivitäten bleiben, damit die Rückreise nicht unmittelbar auf einen belastenden Ausflug folgt.
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