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Tauchsafaris · Ecuador

Nortada – kleines Schiff, große pelagische Tauchplätze

Was dieses Schiff einzigartig macht

  • Die Nortada fährt mit acht Gästen zu Wolf Island und Darwin Island, wo Hammerhaie und saisonal Walhaie zu den Höhepunkten gehören.
  • Zwei aufblasbare Beiboote bringen die Tauchgruppen versetzt zu den Plätzen und nehmen sie dort wieder auf, wo sie auftauchen.
  • Das Schiff wurde 1986 gebaut und 2014 renoviert; sein Fiberglasrumpf wurde für den Taucheinsatz umgebaut.
  • An Bord gibt es vier klimatisierte Twin-Kabinen mit eigenem Bad sowie ein Tauchdeck mit Kamera- und Rebreather-Station.

Die Einladung

Die Nortada ist für Taucher interessant, die nicht möglichst viele Menschen, sondern möglichst viel Zeit im Wasser suchen. Die regulären Reisen sind auf acht Gäste ausgelegt und führen zu Wolf Island und Darwin Island, den abgelegenen Plätzen im Nordwesten des Archipels. Dort geht es um Schulen von Hammerhaien, Galapagoshaie und, je nach Saison und Begegnung, Walhaie. Zwei Beiboote teilen die Gruppen auf und machen den Zugang zu den Tauchplätzen beweglicher. Wer an Bord geht, sucht keinen schwimmenden Ferienkomplex, sondern eine kleine, auf das Tauchen zugeschnittene Plattform für bis zu vier Tauchgänge am Tag. Die Nortada passt besonders zu Tauchern mit mindestens 50 Tauchgängen und AOWD oder gleichwertiger Ausbildung, die starke Strömung, längere Überfahrten und wechselnde Bedingungen nicht mit einem Anfängerprogramm verwechseln.

An Bord gehen

Beim Ankommen wirkt die Nortada eher wie ein Arbeitsboot für eine abgelegene Tauchroute als wie ein poliertes Kreuzfahrtschiff. Der Fiberglasrumpf wurde für den Taucheinsatz umgebaut; die Renovierung von 2014 liegt sichtbar hinter dem Schiff, ohne seine Aufgabe zu verschleiern. Man bewegt sich zwischen Salon, Außenbereich und Tauchplattform mit kurzen Wegen, und genau das zählt nach dem ersten Sprung ins Wasser mehr als eine große Lobby. Auf dem Hauptdeck liegen Salon, Essbereich und die Verbindung zum Tauchdeck dicht beieinander. Oben wartet ein Sonnendeck, unten die Kabinen. Die Nortada ist klein genug, dass die Gruppe nicht auseinanderläuft, aber kein Schiff für Menschen mit eingeschränkter Mobilität. Nachts begleitet der Generator den Bordbetrieb, und auf See bleibt die Bewegung des Rumpfs Teil der Reise.

Die Stimmung an Bord

Die Nortada lebt von einer kleinen Gruppe. Die reguläre Belegung mit acht Gästen schafft die Nähe, bei der man nach dem ersten Tag weiß, wer welche Kamera trägt, wer früh ins Wasser will und wer beim Abendessen noch über den letzten Tauchgang spricht. Für Sondercharter kann das Schiff bis zu zwölf Gäste aufnehmen; dann verändert sich der Charakter spürbar. Sechs Crewmitglieder und zwei Guides kümmern sich um den Betrieb und die Tauchgänge. Die Bordsprache ist Englisch. Abends gibt es keinen großen Unterhaltungsapparat, sondern den Salon, die Bar und Gespräche über Hammerhaie, Strömung und die nächste Überfahrt. Das passt zu dieser Reise. Die Crew arbeitet dort am besten, wo sie den Ablauf ruhig hält und die Gruppe so organisiert, dass vier Tauchgänge nicht in Hektik ausarten.

Die Tauchplätze

Die Route beginnt bei Baltra und führt nach einem Checktauchgang bei Carrión Point oder im Nordosten von Baltra über Cousin Rock nach Wolf Island. Carrión Point und Baltra NE sind keine Trophäenplätze, sondern der vernünftige Anfang: Hier werden Ausrüstung und Verfahren geprüft. Cousin Rock liegt auf vulkanischem Tuff und bringt den ersten echten Einblick in die zentralen Inseln. Danach folgen auf Wolf Island Shark Bay Point, El Derrumbe, La Ventana Islet und La Banana. Bis zu vier Tauchgänge am Tag verteilen sich auf diese Plätze; dazu kann ein Nachttauchgang an Tag drei oder fünf kommen. Nach der Fahrt über Nacht liegt Darwin vor dem Bug. El Arenal und El Arco gehören dort zum Programm, mit bis zu vier Tauchgängen. Auf dem Rückweg geht es erneut nach Wolf, anschließend über eine längere Überfahrt nach Cape Douglas und weiter nach Vicente Roca Point. Die Plätze bei Cape Marshall und Roca Blanca schließen die Tauchroute ab, bevor die Reise an Land ausklingt.

Was man unter Wasser trifft

Auf Wolf Island und am Darwin Arch sucht man vor allem Begegnungen mit großen, beweglichen Tieren: Schulen von Hammerhaien, Galapagoshaie, Delfine, Schildkröten, Adlerrochen und dichte Fischschwärme gehören zu dem Schauspiel, das die Route trägt. Walhaie können saisonal dazukommen, besonders Darwin macht diese Hoffnung zum Grund für die lange Anfahrt. Bei Wolf führen die Tauchgänge außerdem durch Erosion entstandene Höhlen und Tunnel. Weiter südlich verändert sich die Szenerie: Bei Cape Douglas und Vicente Roca Point können flugunfähige Kormorane, Galapagos-Pinguine und Meerechsen unter Wasser auftauchen; bei Cape Douglas werden auch Rotlippenfledermausfische, Hornhaie und Mola-Mola genannt. Keine dieser Begegnungen lässt sich bestellen. Gerade deshalb fährt man zu den abgelegenen Inseln: Strömung, Jahreszeit und Verhalten der Tiere entscheiden, was sich vor dem Tauchplatz zeigt.

Die, die euch ins Wasser bringen

Die Guides arbeiten in einem Verhältnis von etwa acht bis zwölf Tauchern pro Guide; die reguläre Belegung mit acht Gästen macht die Betreuung persönlicher. An Bord wird Englisch gesprochen. Voraussetzung sind mindestens 50 Tauchgänge und AOWD oder eine gleichwertige Zertifizierung. Vor dem ersten eigentlichen Tauchprogramm werden Verfahren, Ausrüstung und Sicherheitsabläufe besprochen; die Einstiegsplätze bei Carrión Point oder im Nordosten von Baltra dienen ausdrücklich als Checktauchgänge. Dort können die Abläufe geprüft und angepasst werden, bevor die Route nach Wolf und Darwin führt. Die Sicherheitsausstattung umfasst unter anderem Sauerstoff, Rettungsinseln, Funk, EPIRB, Notfallausrüstung und Erste-Hilfe-Ausrüstung. Die Guides bringen die Gruppen mit den Beibooten zum Platz und koordinieren die Rückkehr. Eine private Führung kann organisiert werden, gehört aber nicht automatisch zur Reise.

Das Tauchdeck und die Ausrüstung

Am Tauchdeck beginnt der Tag mit 12-Liter-Aluminiumflaschen und persönlichem Stauraum für die Ausrüstung. DIN-Adapter sind vorhanden; gefüllt wird mit zwei Nuvair-Kompressoren. Nitrox kommt über eine Membrananlage an Bord und ist verfügbar, aber nicht automatisch Teil der Reise. Ausrüstung und 15-Liter-Flaschen können gemietet werden. Für Kameras gibt es eine eigene Station, separate Spülmöglichkeiten und eine Rebreather-Spülung. Nach dem Tauchgang wartet eine warme Außendusche, bevor man sich in den Salon oder auf das Deck zurückzieht. Zwei aufblasbare Nautica-Beiboote mit 25-PS-Außenbordmotoren bringen die Taucher versetzt zum Platz. Das ist der praktische Vorteil dieser Anordnung: Nicht alle müssen gleichzeitig vom gleichen Punkt ins Wasser, und die Beiboote können die Gruppen dort aufnehmen, wo sie auftauchen. Technisches Tauchen und Rebreather werden unterstützt.

Zwischen zwei Tauchgängen

Zwischen den Tauchgängen verteilt man sich auf das Sonnendeck, den offenen Salon oder den klimatisierten Innenbereich. Die Pausen sind nicht mit Programm gefüllt. Man legt die Ausrüstung zum Trocknen, sitzt mit einem Kaffee im Schatten, lädt an der vorgesehenen Station Kameras und verfolgt die nächste Überfahrt vom Deck aus. Auf der Fahrt von Wolf Island nach Darwin wird aus der kurzen Pause ein längerer Abschnitt auf See; später führt die Route wieder zurück in Richtung Wolf und weiter zu Cape Douglas und Vicente Roca Point. An Tagen mit Landbesuchen verschiebt sich der Blick vom Tauchdeck auf die Inseln, etwa beim Fausto-Llerena-Zuchtzentrum oder bei Los Gemelos. Wer einen Nachmittag ohne Tauchgang erwischt, kann deshalb einfach draußen bleiben und die vulkanische Landschaft vorbeiziehen lassen.

Ein Tag an Bord

Der erste Tag beginnt mit der Ankunft in Puerto Ayora, dem Mittagessen an Bord und einer Schnorcheltour in der Bucht von Santa Cruz am frühen Nachmittag. Danach folgen Begrüßung, Abendessen und das Briefing zu Tauch- und Sicherheitsabläufen; in der Nacht fährt die Nortada Richtung Carrión Point. Am nächsten Morgen steht der erste Checktauchgang an, meist früh, danach Frühstück und die Weiterfahrt nach Cousin Rock. Auf Wolf und Darwin liegt der Schwerpunkt auf bis zu vier Tauchgängen: einer vor dem Frühstück, weitere rund um Mittag und Nachmittag. Die Mahlzeiten werden um diese Abfolge gelegt, nicht umgekehrt. Ein optionaler Nachttauchgang kann an Tag drei oder fünf stattfinden. Zwischen Wolf und Darwin fährt das Schiff über Nacht; auf dem Rückweg nach Wolf und weiter zu Cape Douglas werden die längeren Passagen zu Ruhezeiten. Am letzten Tag folgen ein Landbesuch und die Abreise.

Was man an Bord isst

Gegessen wird in Buffetform, mit westlichen und lokalen Gerichten. Vegetarische Ernährung und andere Einschränkungen können berücksichtigt werden. Wasser, Kaffee, Tee und Säfte stehen bereit; Softdrinks, Snacks über den Tag sowie alkoholische Getränke ergänzen die Mahlzeiten. Der Ablauf richtet sich nach dem Tauchen: Nach einem frühen Tauchgang kommt das Frühstück, später folgen Mittag- und Abendessen zwischen den weiteren Abstiegen. Das Buffet passt zu einer Woche mit bis zu vier Tauchgängen, weil niemand auf einen festen Restauranttermin warten muss. Man nimmt sich, was gerade in den Körper gehört, bleibt noch kurz mit der Gruppe am Tisch und geht danach wieder an Deck. Die Küche muss auf einem solchen Schiff vor allem verlässlich sein. Das ist sie hier in der Form eines unkomplizierten Bordessens.

Die Nächte auf See

Die vier Twin-Kabinen liegen auf dem Unterdeck und haben Klimaanlage, eigenes Bad, Handtücher sowie Stauraum in Schließfächern und Schubladen. Geschlafen wird in zwei unteren Einzelkojen; eine zusätzliche obere Koje gehört zur Kabinenaufteilung. Das ist praktisch eingerichtet, nicht großzügig. Wer morgens zum ersten Briefing aufsteht, ist schnell draußen am Tauchdeck, wer sich zurückzieht, bekommt eine abgeschlossene kleine Kabine statt eines Hotelzimmers. Der Salon ist klimatisiert, doch die Nächte spielen sich nicht nur drinnen ab: Nach einer Überfahrt kann der offene Bereich auf dem Oberdeck der angenehmere Ort sein. WLAN gibt es nicht. Dafür bleibt die Aufmerksamkeit dort, wo sie auf einer Galapagos-Safari hingehört: bei der See, dem nächsten Tauchgang und dem Geräusch des Schiffs unter der Koje.

Zweibettkabine

Was man vor dem Einsteigen wissen sollte

Die verzeichneten Reisen starten und enden bei Baltra; der Einstieg selbst wird im Ablauf über den Passagierpier in Puerto Ayora beschrieben. Transfers von und zu Flughafen oder Pier sind nicht automatisch eingeschlossen und werden separat organisiert. Wer nach Galapagos fliegt, sollte einen Tag vorher anreisen, damit eine verspätete Ankunft nicht den Einstieg und die erste Schnorcheltour gefährdet. Die konkreten Transferdetails erhält man vor der Abfahrt.

Baujahr
1986
Jahr der Renovierung
2014
Länge
25,9 m
Breite
5,4 m
Maximale Passagierzahl
12
Anzahl Kabinen
4
Motoren
2 Cummins 6CTA8,3 m 255 PS / 190 kW
Beiboote
0,7 m Nautica-Außenbordmotoren mit 25 PS
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Hallo, ich bin Marina, die KI-Assistentin von DivingDeal.com. Ich beantworte alles zu Hotels, Tauchschulen und Tauchsafaris.

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