
Escuela de Buceo Sea Pride
★ 4,8/5 (1.683 Bewertungen)
98 km entfernt Luftlinie
Kolumbien · Amerika
Korallengärten in acht bis zwölf Metern, eine senkrechte Riffwand bis 25 Meter, Schildkröten und Adlerrochen: San Andrés verbindet einfache Bootstauchgänge mit karibischem Inselrhythmus.
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San Andrés ist eine Insel für Taucher, die kurze Wege und wiederholte Bootsausfahrten schätzen. Die Tauchplätze liegen an den Riffen rund um die Insel und benachbarten Inselchen; an Land bleibt die Organisation überschaubar. Felipe’s Place zeigt den Charakter der Region besonders anschaulich: Der Tauchgang beginnt in farbigen Korallengärten zwischen acht und zwölf Metern und führt anschließend an einer senkrechten Riffwand bis auf 25 Meter. Dazu kommen Strandtage und Ausflüge für nicht tauchende Begleiter.
Unter Wasser wechseln flache Korallengärten mit abfallenden Riffwänden. Bei Felipe’s Place beginnt die Route im Bereich von acht bis zwölf Metern, bevor das Riff senkrecht bis auf 25 Meter abfällt. Im flacheren Abschnitt bleibt Zeit, die Korallenstrukturen und die Fischschwärme in Ruhe abzusuchen; an der Wand verändert sich vor allem der Blick in die Tiefe. Die Strömung ist dort leicht und normalerweise gut kontrollierbar. Insgesamt bleibt das Tauchen überwiegend freizeitorientiert, mit Bootsausfahrten zu den Riffen rund um die Insel. Die Strömungsverhältnisse können jedoch wechseln, und windigere Tage können einzelne Ausfahrten oder die Wahl des Tauchplatzes beeinflussen. Nitrox und ein Advanced-Brevet sind nützlich, aber technische oder besonders tiefe Profile prägen San Andrés nicht. Wer sauber tariert und sich auf wechselnde Bedingungen einstellt, findet hier ein unkompliziertes Revier für mehrere Tauchgänge während eines Inselaufenthalts.
An Felipe’s Place sorgen die Korallengärten für einen abwechslungsreichen Blick auf eine reiche Fischvielfalt. Im flacheren Bereich zwischen acht und zwölf Metern lassen sich die Strukturen langsam absuchen, während an der Riffwand bis 25 Meter der Blick stärker in das Blau hinausgeht. Schildkröten und Adlerrochen gehören zu den Begegnungen, auf die sich Taucher dort einstellen können. Eine feste Saison für einzelne Tierarten lässt sich für San Andrés nicht ableiten. Die ruhigere See von August bis November erleichtert jedoch längere, entspannte Beobachtungen und macht auch den Übergang vom Korallengarten zur Wand komfortabler. Wer vor allem Tiere sehen möchte, sollte deshalb nicht nur auf die maximale Tiefe achten, sondern die flachen Abschnitte mit ausreichend Zeit betauchen.
Für die Tauchplanung sprechen zwei unterschiedliche Zeitfenster: Von August bis November ist die See nach den vorliegenden Messungen am ruhigsten, und diese Monate gelten zugleich als beste Periode für die Tauchgänge. Von Dezember bis Mai fällt dagegen am wenigsten Regen. Wer möglichst ruhige Bootsausfahrten und einen entspannten Einstieg in die Riffgärten sucht, orientiert sich daher an August bis November. Wer trockeneres Wetter an Land höher bewertet, kann Dezember bis Mai in Betracht ziehen. Wind und Seegang können die Tagesplanung dennoch beeinflussen; ein freier Reservetag ist sinnvoller als ein eng getakteter Reiseplan.
Diese Küste ist Sargassum-Anlandungen ausgesetzt, deren Ausmaß von Jahr zu Jahr stark schwankt. Mehr dazu im Kasten „Sargassum“ auf dieser Seite.
San Andrés richtet sich vor allem an Anfänger und erfahrene Freizeittaucher. Felipe’s Place ist ab Open Water Diver betauchbar, wobei etwas Routine bei Tarierung und Bootstauchgängen hilfreich ist. Ein Advanced-Brevet erweitert den Spielraum für die Riffwand bis 25 Meter; Nitrox kann bei mehreren Ausfahrten an aufeinanderfolgenden Tagen praktisch sein. Technische Erfahrung oder Spezialbrevets sind für das typische Tauchprofil der Insel nicht erforderlich.
Von Frankfurt, München oder Düsseldorf führt die Anreise zunächst per Langstreckenflug nach Kolumbien und anschließend mit einem Inlandsflug weiter zur Insel San Andrés. Eine regelmäßige Fährverbindung vom kolumbianischen Festland gibt es für die übliche touristische Anreise nicht; der letzte Abschnitt ist daher vom Flugplan abhängig. Bei der Planung sollte ausreichend Spielraum für die Umsteigeverbindung eingeplant werden, da die Insel weniger dicht angebunden ist als die großen Festlanddrehkreuze. Auf San Andrés liegen die Unterkünfte und die Abfahrtsstellen der Tauchboote meist in kurzer Entfernung. Je nach Lage lässt sich der Weg zu Fuß zurücklegen oder mit einem kurzen Taxi fahren.
Die Reise sollte als Aufenthalt mit täglichen Bootsausfahrten geplant werden, nicht als Ausgangspunkt für weit entfernte Tauchgebiete. Vor der Buchung lohnt es sich zu klären, ob die vorgesehenen Ausfahrten tatsächlich die Riffe unmittelbar um San Andrés und die Bereiche der Seaflower-Biosphärenreserve einbeziehen. Die dort geltenden Regeln gehören ins Briefing; im Schutzgebiet sind kontrollierte Tarierung und Abstand zum Grund besonders wichtig. Frühe Ausfahrten sind sinnvoll, wenn sie angeboten werden, weil die küstennahen Plätze später stärker mit anderen Freizeitbooten geteilt werden können. Für windige oder unruhigere Tage sollte der Reiseplan beweglich bleiben. Wer bei Leihmaterial genaue Komfortansprüche hat, nimmt die persönliche Grundausrüstung besser mit, da die Auswahl auf Inseln schwankender sein kann. Ein Aufenthalt nur für technische oder sehr tiefe Tauchgänge wäre eine falsche Erwartung. Ebenso sollte niemand mit einer prägenden Liveaboard-Struktur rechnen: Der passende Rhythmus ist die Kombination aus Landhotel, Tagesbooten und einem freien Reservetag.
Fünf bis sieben Tage geben genügend Spielraum, um mehrere Bootsausfahrten mit einem Ruhetag oder einer wetterbedingten Verschiebung zu verbinden. Die Tauchgänge lassen sich mit Strandtagen, Schnorchelausflügen und Spaziergängen an der Küste kombinieren. Ein Tag mit ruhigen Aktivitäten vor dem Rückflug hält den Reiseablauf entspannt. Für nicht tauchende Begleiter bietet die Insel ein eigenständiges Bade- und Ausflugsprogramm.
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