Tauchsafaris · Mexiko
Rocio del Mar – ein Arbeitsschiff für lange Tage im Wasser
Was dieses Schiff einzigartig macht
- Die Rocio del Mar verbindet frisch renovierte Bereiche mit der gewachsenen Geschichte eines Schiffs, das seit 2008 unterwegs ist.
- Sie fährt ganzjährig drei Routen durch die Sea of Cortez, darunter die 8-Tage-Safari zu den Midriff Islands und 13-tägige Explore-Baja-Fahrten.
- Zwei Beiboote bringen die Taucher zu den Plätzen und nehmen sie dort wieder auf, wo sie auftauchen.
- Die Küche, die Tauchplätze und die Crew werden besonders stark bewertet.
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Die Einladung
Die Rocio del Mar ist kein schwimmendes Boutique-Hotel, sondern ein Schiff, das seine Stärke dort zeigt, wo die Reise zählt: auf dem Tauchdeck, in den Pangas und an den abgelegenen Felsen der Sea of Cortez. An Bord sucht man junge Kalifornische Seelöwen, künstliche Riffe voller Leben, Mobula-Rochen und die kleinen Tiere, die zwischen Gorgonien und Korallenköpfen sitzen. Dazu kommt eine Crew, die dieses Schiff kennt, seit es gebaut wurde, und die Taucher nicht einfach nach dem Tauchgang absetzt, sondern sie sichtbar gern wieder an Bord empfängt. Wer eine Safari mit viel Wasserzeit, guter Küche und weniger Hochglanz als Charakter sucht, findet hier einen passenden Ausgangspunkt für Baja.
An Bord gehen
Beim Ankommen wirkt die Rocio del Mar wie ein Schiff mit Vergangenheit, nicht wie ein Neubau aus dem Katalog. Das Holz im Steuerhaus stammt aus der langen Geschichte des Schiffs; Julio hat es beim Bau bearbeitet und viele Rollen an Bord übernommen. 2025 wurde die Rocio del Mar renoviert, ohne dass sie dadurch ihren Arbeitscharakter verloren hätte. Vom Kai aus sieht man ein großes, solides Safari-Schiff mit mehreren Ebenen, auf denen sich die Wege schnell einprägen: Salon, Kabine, Sonnendeck, Tauchbereich. Nach kurzer Zeit weiß man, wo die nassen Sachen hingehören und an welcher Stelle die Crew die zurückkehrenden Taucher erwartet. Das ist kein Schiff, das Distanz schafft. Es nimmt die Gruppe rasch in seinen Ablauf auf.
Die Stimmung an Bord
Die Stimmung an Bord lebt weniger von Animation als von den Menschen, die den Ablauf tragen. Julio ist seit der Bauzeit dabei und hat vom Pangafahrer bis zum Kapitän fast jede Aufgabe an Bord übernommen. Nestor empfängt die Taucher nach ihren Tauchgängen und freut sich über die Gesichter und Geschichten, die mit ihnen zurückkommen. Axel, der Divemaster, arbeitet gern mit Tauchern aller Erfahrungsstufen und zeigt ihnen die Unterwasserwelt, ohne aus einem Briefing eine Prüfung zu machen. Solche Begegnungen prägen eine Woche stärker als ein geplantes Abendprogramm. Nach dem Essen bleibt Zeit für Gespräche, Bilder und gelegentliche Unterhaltung im Salon. Die Crew spricht Englisch und Spanisch; ihre Verbundenheit mit dem Schiff ist spürbar.
Die Tauchplätze
Die Midriff-Islands-Route startet und endet in Puerto Peñasco und dauert 8 Tage mit 7 Nächten. Auf der Sea of Cortez stehen Plätze wie Los Islotes auf dem Plan, wo junge Kalifornische Seelöwen zwischen bizarren Felsen auftauchen können. Swanee Reef bleibt mit maximal -11 m flach und verbindet Korallenköpfe, Gorgonien und gelegentliche Seelöwen mit guten Bedingungen für genaue Beobachtungen. Die Salvatierra liegt als 1976 gesunkenes Frachtschiff im San-Lorenzo-Kanal und reicht bis maximal -18 m; die Fang Ming mit der Lapas 03 liegt als künstliches Riff bis maximal -21 m. La Reynita und San Rafaelito führen bis maximal -30 m, Punta Lobos bis maximal -27 m. Die 13-tägige Explore-Baja-Route verbindet Puerto Peñasco und San José del Cabo. Im Süden warten Neptune’s Finger bis maximal -40 m, La Reyna bis maximal -25 m und Pelican Rock bis maximal -27 m, jeweils mit Wänden, Sandfällen, Riffen oder Großfischen als Grund für den Tauchgang.
Was man unter Wasser trifft
Auf dieser Route begegnet man an vielen Plätzen Zackenbarschen, Meeresschildkröten, Rochen, Muränen, Kraken und Schnappern. Auch Weißspitzen-Riffhaie und Hummer gehören zum möglichen Bild, ebenso Kaiserfische und Schwärme kleinerer Fische. Der Reiz liegt in den Orten, an denen etwas Bestimmtes hinzukommt: Am Salvatierra Wreck kann Barrakuda zwischen dem künstlichen Riff auftauchen, an der Isla Ballena sind Delfine verzeichnet. Swanee Reef ist der einzige genannte Platz für Grüne Meeresschildkröten und Blennies. El Bajo bringt die Möglichkeit auf Bullenhai und Thunfisch sowie Schwärme von Großaugen-Stachelmakrelen. An der Fang Ming wachsen Hart- und Weichkorallen. La Reyna ist der Platz für Grüne Muränen und mögliche Pazifische Riesenmantas; an Punta Lobos können im späten Frühjahr Mobula-Rochen zusammenkommen. Pelican Rock und Neptune’s Finger sind wegen ihrer Sandfälle besondere Ziele.
Die, die euch ins Wasser bringen
Die Tauchorganisation wird von Divemastern und einer Crew getragen, die den Ablauf dieser Fahrten kennt. Axel arbeitet als Divemaster an Bord und legt Wert darauf, Tauchern mit unterschiedlichen Erfahrungen die Unterwasserwelt näherzubringen. Die Crew spricht Englisch und Spanisch. Kapitän Nestor hat seine nautische Ausbildung in Mazatlán abgeschlossen und die Lizenz für Schiffe bis 3.000 Bruttoregistertonnen; die Rocio del Mar liegt deutlich darunter. Für Notfälle sind Sauerstoff, Erste-Hilfe-Sets, Rettungsmittel, Funk, Ortungstechnik und ein ausgebildetes Erste-Hilfe-Team vorhanden. Ein festes Verhältnis von Guide zu Tauchern, eine vorgeschriebene Mindestzahl an Tauchgängen oder konkrete Ausbildungsangebote werden nicht beschrieben. Wer spezielle Betreuung braucht, sollte das vor der Buchung klären.
Das Tauchdeck und die Ausrüstung
Das Tauchdeck ist überdacht und auf wiederholte Tauchgänge ausgelegt. Es gibt eine Plattform zum Einstieg, Spülbecken für die Ausrüstung und einen getrennten Spülbereich für Kameras. DIN-Adapter sind vorhanden. Nitrox ist verfügbar; die Nutzung ist eine optionale Leistung. Auch Sidemount-Tauchen mit einer Flasche ist möglich. Mietausrüstung kann an Bord gebucht werden, konkrete Marken oder ein vollständiges Verleihsortiment sind nicht angegeben. Nach dem Tauchgang stehen warme Duschen und Außenduschen bereit. Zwei Beiboote mit Yamaha-75-PS-Motoren bringen die Gruppen zu den Tauchplätzen und holen sie dort wieder ab, wo sie auftauchen. Der Einstieg ins Wasser erfolgt von der Tauchplattform oder über die Beiboote, je nach Platz und Bedingungen.
Zwischen zwei Tauchgängen
Zwischen den Tauchgängen verteilt sich das Leben über mehrere Rückzugsorte. Der schattige Tauchbereich schützt vor der Sonne, während das Sonnendeck, die Terrasse und das Beobachtungsdeck mehr Raum für Wind und Weitblick geben. Im Innen-Salon ist Platz für eine Pause mit Buch, Gespräch oder Bildbearbeitung; für Kameras gibt es einen eigenen Bereich und ein separates Spülbecken. Wer nach der Rückkehr nicht sofort essen oder schlafen will, kann mit einem Kajak an Land gehen, sofern die Route und die Bedingungen es erlauben. Die Fahrzeit gehört ebenfalls zur Reise: Dann liegt die Ausrüstung bereit, die Kameras trocknen, und der Blick wandert über eine Küste, die nicht wie ein Tagesausflug erreichbar ist.
Ein Tag an Bord
Ein Tag beginnt mit dem ersten Briefing und dem ersten Tauchgang, nicht mit einem langen Frühstück am Kai. Danach folgt die erste große Mahlzeit, während die Crew Flaschen, Beiboote und Deck für den nächsten Einstieg vorbereitet. Zwischen den Tauchgängen wechseln sich Essen, Duschen, Schlafen, Kamerapflege und Zeit auf dem schattigen Deck ab. Wenn das Schiff den Platz wechselt, wird aus der Pause eine Fahrt durch die Sea of Cortez. Später folgen weitere Tauchgänge; je nach Route und Bedingungen kann auch ein Nachttauchgang dazugehören. Das Abendessen bringt die Gruppe wieder an einen Tisch, bevor sich der Tag in Kabinen, Salon und Deck verliert. Die Reihenfolge bleibt klar: Briefing, Wasser, Rückkehr, Essen, kurze Erholung, wieder Wasser.
Was man an Bord isst
Die Bordküche ist ein wesentlicher Teil dieser Safari. Der Tag beginnt mit einem kontinentalen Frühstück; nach dem ersten Tauchgang folgt ein vollständiges Frühstück. Später kommen hausgemachte Suppe, ein warmes angerichtetes Mittagessen und kräftige Snacks wie Ceviche, schokoladenüberzogene Erdbeeren oder hausgemachte Donuts auf den Tisch. Das Abendessen besteht aus drei Gängen mit Salat, Hauptgericht und Dessert. Joshua kocht gern italienisch und Desserts, Jorge bringt Erfahrung aus guten Hotels und Restaurants in Mexiko sowie eine Vorliebe für asiatische Küche, Sushi und gegrilltes Fleisch mit. Dazu kommen lokale und westliche Gerichte, vegetarische und vegane Optionen, alkoholfreie Getränke und Wein zum Abendessen. Nach mehreren Tauchgängen ist das kein Nebenthema: Eine verlässliche Mahlzeit hält den Tag zusammen.
Die Nächte auf See
Die zehn Kabinen sind klimatisiert und haben ein eigenes Bad; einige bieten Meerblick. Damit bleibt die Nacht privat, während der Salon und die Decks den gemeinsamen Teil der Reise tragen. Wer nach dem letzten Tauchgang duscht, kann sich in den klimatisierten Innenbereich zurückziehen oder auf dem geschützten Sonnendeck bleiben. Eine Bibliothek, ein Innen-Salon und ein Beobachtungsdeck geben der Nacht mehr Möglichkeiten als nur Schlafen. Vieles spielt sich trotzdem draußen ab: ein Gespräch nach dem Essen, das Sortieren der letzten Bilder oder der Blick auf das Wasser, bevor die Müdigkeit gewinnt. Internet ist an Bord gegen Aufpreis verfügbar. Die Kabinen sind Nichtraucherbereiche.
Kabinen
Was man vor dem Einsteigen wissen sollte
Die Midriff-Islands-Fahrten beginnen und enden in Puerto Peñasco. Die Explore-Baja-Fahrten verbinden Puerto Peñasco mit San José del Cabo oder fahren in die Gegenrichtung; sie dauern 13 Tage mit 12 Nächten. Flughafentransfers sind nicht als inklusive Leistung aufgeführt, daher sollte die Anreise zum jeweiligen Kai separat geplant werden. Eine Ankunft am Vortag nimmt Druck aus der Einschiffung.
Decksplan
- Baujahr
- 2008
- Jahr der Renovierung
- 2025
- Länge
- 34 m
- Breite
- 8 m
- Maximale Passagierzahl
- 20
- Anzahl Kabinen
- 10
- Anzahl Badezimmer
- 12
- Motoren
- 2 × Perkins
- Reisegeschwindigkeit
- 10 Knoten
- Beiboote
- 2 × Yamaha 75 PS
- Webseite
- mexicoliveaboards.com ↗
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