
Sayulita Entourage
★ 4,9/5 (437 Bewertungen)
29 km entfernt Luftlinie
Mexiko · Amerika
Vulkanische Bögen, tiefe Felswände bis 45 Meter, Grotten und gelegentliche Mantarochen prägen die Bootstauchgänge vor Puerto Vallarta und in der Bucht.
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Los Arcos mit seinen vulkanischen Bögen, Grotten und dunklen Felswänden zeigt, worum es beim Tauchen vor Puerto Vallarta geht: um markantes Gestein, Bootsausfahrten und wechselnde Tiefen statt um ein ausgedehntes, flaches Korallenriff. Die Stadt an der Bahía de Banderas dient als feste Basis für Tauchtage an der Küste und bei den vorgelagerten Inseln. Für Begleitpersonen bleibt Puerto Vallarta zugleich ein eigenständiger Urlaubsort mit Uferpromenade, Stränden, Restaurants und Ausflügen an Land.
Unter Wasser dominieren vulkanische Felsformationen. Bei Los Arcos führen Bögen, Grotten und Steilwände von etwa 9 bis 45 Metern; die flacheren Bereiche sind meist ruhig und für verschiedene Erfahrungsstufen geeignet. Wer tiefer in Wände und Canyons geht, sollte mit mehr als 24 Metern vertraut sein. El Morro wirkt mit seinen Pinnacles und Höhlenformationen noch ausgesetzter: Dort liegen die Tauchgänge zwischen 18 und 36 Metern, und die Strömung kann deutlich stärker werden. An den übrigen Küsten- und Inselplätzen wird die Strömung überwiegend als leicht beschrieben. Die Sicht schwankt stark mit den Bedingungen; an Los Arcos liegen typische Werte bei 6 bis 15 Metern, an El Morro zwischen 7 und 30 Metern. Getaucht wird vor allem vom Boot aus, als Tagesausfahrt ab Hafen oder Marina.
An den Felsformationen leben Nacktkiemer, Papageifische, Falterfische und Kugelfische. Los Arcos verbindet diese Rifffischfauna mit engen Durchgängen, Felsbögen und gelegentlichen Begegnungen mit Mantarochen und Meeresschildkröten. Mantarochen treten vor allem im Winter und Frühjahr auf, bleiben jedoch eine gelegentliche Begegnung und keine feste Zusage für jeden Tauchtag. Auch pelagische Meeressäuger können dann in der Bucht und bei den benachbarten Inseln beobachtet werden. Mola mola und Walhaie gehören dagegen zu den seltenen Erscheinungen. Der Reiz liegt deshalb weniger in einer garantierten Großtierbeobachtung als im Wechsel zwischen Felsrelief, Riffbewohnern und saisonalen Besuchern.
Für die Reiseplanung bieten sich besonders November bis Mai an. In dieser Zeit ist die Trockenzeit ausgeprägter, und die Bedingungen für Bootsausfahrten sind im Allgemeinen verlässlicher. Die Messreihe weist zugleich Juni bis November als günstige Unterwasserperiode aus; das spricht für ein mögliches Sichtfenster, nicht automatisch für die angenehmste gesamte Reisezeit. Juli bis September sind wegen Hitze, Regen und saisonal unruhigerem Wasser die weniger planbare Wahl. Im Winter und Frühjahr steigt außerdem die Chance auf Mantarochen und vorbeiziehende Meeressäuger. Ein Aufenthalt in der Hauptsaison sollte wegen der stärker belegten Boote und gefragten Abfahrtszeiten früh organisiert werden.
Diese Küste ist Sargassum-Anlandungen ausgesetzt, deren Ausmaß von Jahr zu Jahr stark schwankt.
Puerto Vallarta eignet sich grundsätzlich für alle Ausbildungsstufen. Los Arcos bietet flachere, ruhige Abschnitte, während die tieferen Wände und Canyons ab etwa 24 Metern mehr Erfahrung verlangen. El Morro setzt mit 18 bis 36 Metern, möglichen stärkeren Strömungen und anspruchsvoller Tarierung klare Grenzen. Für deutsche Verbandsbrevetierte ist ein Advanced-Niveau sinnvoll, wenn mehrere tiefere oder weiter entfernte Ausfahrten geplant sind. Nitrox erleichtert bei aufeinanderfolgenden Bootstagen die Tauchgangsplanung, ersetzt aber nicht die nötige Sicherheit im Umgang mit Tiefe, Strömung und Felsrelief.
Aus Frankfurt, München oder Düsseldorf führt die Anreise per Flug zum internationalen Flughafen von Puerto Vallarta. Die Tauchgänge beginnen anschließend nicht an einer abgelegenen Insel, sondern am Küstenabschnitt, im Hafen oder an einer Marina der Stadt. Entscheidend ist daher weniger ein zusätzlicher Inlandstransfer als die Abstimmung mit den Abfahrtszeiten des lokalen Bootsverkehrs. Wer Inselplätze wie die Marietas-Inseln einplant, sollte Puerto Vallarta bereits am Vortag erreichen und die Ausfahrt nicht an einen knappen Ankunftstag hängen. Liegt die Unterkunft nahe Malecón, Hafen oder Marina, sind viele Wege zu Fuß möglich; andernfalls genügt meist ein kurzes Taxi oder ein organisierter Transfer.
Puerto Vallarta belohnt eine saubere Tagesplanung. Für die Marietas-Inseln sollte die Unterkunft bereits am Vorabend in Puerto Vallarta liegen, denn eine lange Anfahrt am Morgen verkürzt die nutzbare Boots- und Wetterreserve. Die Ausfahrten zu den Inseln gehören in den geschützten Bereich des Nationalparks; deshalb ist vor der Buchung zu prüfen, ob der jeweilige Ausflug tatsächlich mit einer zugelassenen Genehmigung arbeitet. Zugang, Tageskontingente und Parkregeln sind dort Teil der praktischen Planung, nicht bloß Verwaltung. Früh am Tag sind die Chancen auf ruhigeres Wasser und weniger aufgewirbelte Partikel meist besser. Bei der Ausrüstung zählen hier vor allem eine gut sitzende Maske und ein eigener Computer; kleine persönliche Teile sind bei Bootsausflügen nicht immer ebenso selbstverständlich verfügbar wie die schwere Leihausrüstung. Wer ein karibisches Riff mit gleichförmiger Strömung erwartet, sollte umdenken: Los Arcos und El Morro verlangen Aufmerksamkeit für Fels, Tiefe und Tarierung.
Für Puerto Vallarta passt ein Aufenthalt von vier bis sieben Tagen. So lassen sich mehrere Bootstage einplanen, ohne den gesamten Urlaub von der Tauchbarkeit abhängig zu machen. Ein Tag ohne Flaschen ist sinnvoll, falls die See eine Ausfahrt verhindert; zugleich bietet die Stadt genug Programm für diesen Puffer. Die Lage nahe Malecón oder Hafen erleichtert den Start am Morgen und lässt Begleitpersonen während der Tauchzeit an Promenade, Strand und in der Stadt unabhängig unterwegs sein.
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Der letzte Tag bleibt trocken: In den 18-24 Stunden vor dem Flug wird nicht getaucht der ideale Moment, das Reiseziel von einer anderen Seite zu entdecken.
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