Amerika
Mexiko: Zwei Meere, Cenoten und wechselnde Tauchzeiten
Mexiko spannt den Bogen von den Wüsten der Baja California und der Seelöwenwelt von Espíritu Santo bis zu Maya-Stätten und Cenoten im Yucatán.
Was dieses Land einzigartig macht
- Juli bis September verbindet die Karibikseite besonders gut
- Cozumel steht für Bootstauchgänge an driftenden Riffen
- La Paz öffnet den Zugang zu Espíritu Santo
- Cenoten bei Tulum führen in die Unterwelt des Yucatán
- Seelöwen und Mobulas prägen die Baja California
- Cochinita pibil gehört auf jede Yucatán-Reise
- Puerto Vallarta verbindet Pazifikküste und Isla Marietas
Für Untertitel auf Deutsch: starten Sie zuerst das Videoklicken Sie dann auf das Zahnradoben rechts im Video, wählen Sie „Untertitel“, dann „Automatisch übersetzen“ und schließlich „Deutsch“.
Dieses Land für Taucher
Mexiko ist für Taucher kein einzelnes Küstenziel, sondern ein Wechsel zwischen Karibik, Pazifik, meridionaler Baja California und Cenoten im Landesinneren. Cozumel und die Riviera Maya stehen den Wüstenlandschaften der Baja California und der kühleren, großtierbetonten Welt der mer de Cortez gegenüber. Puerto Vallarta bildet nochmals einen eigenen Pazifikbaustein. Gemeinsam ist den Regionen die starke Abhängigkeit von Bootsausfahrten, Strömung und Saisonplanung; zugleich reicht das Spektrum von gemischten Tauchprofilen für alle Niveaus bis zur erfahrenen Reise nach Socorro.
Wie sich das Land gliedert
Die Karibikseite bildet im Norden eine zusammenhängende Reisezone: Cozumel, Playa del Carmen, Puerto Aventuras, Puerto Morelos und Tulum lassen sich entlang der Riviera Maya verbinden. Ihre gemeinsame Hauptsaison liegt von Juli bis September; einzelne Orte reichen bis Oktober oder November. Cenoten und Riffausfahrten gehören hier in dieselbe Reiseplanung, während Cozumel als Insel einen eigenen Bootstag verlangt. Im Westen liegen Cabo San Lucas, La Paz, die mer de Cortez und San José del Cabo. Diese Baja-California-Gruppe ist geografisch verbunden, saisonal aber nicht einheitlich: La Paz öffnet bereits im Juni, die mer de Cortez ab April, und San José del Cabo übernimmt von November bis April. Puerto Vallarta steht als kompakter Pazifikbaustein von Juni bis November daneben. Mahahual ist die südliche Karibik-Option mit Banco Chinchorro und verlangt wegen der Distanz mehr Zeit als die Riviera Maya. Socorro richtet sich an erfahrene Taucher und an eine eigene Tauchsafari.
Die Tauchgebiete

Cabo San Lucas →
2 Tauchplätze

Cozumel →
34 Tauchplätze

La Paz →
2 Tauchplätze

Mahahual →
1 Tauchplatz

Meer von Cortez →
9 Tauchplätze

Playa del Carmen →
21 Tauchplätze

Puerto Aventuras →
1 Tauchplatz

Puerto Morelos →
4 Tauchplätze

Puerto Vallarta →
2 Tauchplätze

San José del Cabo →
7 Tauchplätze

Socorro →
5 Tauchplätze

Tulum →
9 Tauchplätze
Tauchbasen
Hotels
Tauchsafaris

Nautilus Belle Amie
Abfahrt ab Cabo San Lucas Marina
★ 9,3/10 (194 Bewertungen)
ab 267 €/Tag
Dieses Boot entdecken →

Valentina
Abfahrt ab La Paz Marina
★ 9,1/10 (122 Bewertungen)
ab 373 €/Tag
Dieses Boot entdecken →

Rocio del Mar
Abfahrt ab Puerto Penasco
★ 9,1/10 (49 Bewertungen)
ab 326 €/Tag
Dieses Boot entdecken →

Nautilus Under Sea
Abfahrt ab Cabo San Lucas Marina
★ 9/10 (62 Bewertungen)
ab 254 €/Tag
Dieses Boot entdecken →
Wann und wohin, Monat für Monat
Von Januar bis März konzentriert sich die Tauchreise auf San José del Cabo. Im April überschneidet es sich mit der mer de Cortez; im Mai bleibt dort die westliche Option. Im Juni kommen La Paz und Puerto Vallarta hinzu. Juli, August und September sind die breitesten Monate: Dann öffnen sich gleichzeitig die Karibikregion von Cozumel bis Tulum, Mahahual, die mer de Cortez, La Paz, Cabo San Lucas und Puerto Vallarta. Im Oktober endet die Saison in Cozumel, während Mahahual, die Riviera Maya, die Baja-Region und Puerto Vallarta weiterlaufen. Im November bleiben Cabo San Lucas, La Paz, Puerto Aventuras und Puerto Vallarta geöffnet, zugleich beginnt San José del Cabo. Dezember gehört wieder San José del Cabo. Der Grund für diese Gegenläufigkeit liegt in den unterschiedlichen Meeresräumen: Während die südliche Baja-Saison den Winter trägt, liegt das gemeinsame Fenster der Karibik im Hochsommer.
Unterwasserwelt, Küste für Küste
Die Fauna verteilt sich in Mexiko deutlich nach Seeseite. Auf der Karibikroute zwischen Cozumel und Tulum begegnen Ihnen typische Riffbewohner wie Barrakudas, Muränen, Papageienfische, Trompetenfische und Rochen; auch Riffhaie, Ammenhaie und Bullenhaie gehören zu den dort genannten Begegnungen. Die Baja California und die mer de Cortez setzen einen anderen Akzent: Gartenaale, Froschfische, grüne und Zebra-Muränen, Mobulas, Kuhnasenrochen sowie Kalifornische Seelöwen prägen diese Reiseentscheidung. Riffhaie mit weißen Spitzen werden ebenfalls für diese Westseite genannt. Wer gezielt Großtiere und Seelöwen sucht, plant daher eher La Paz, die mer de Cortez oder die Baja-Routen als eine reine Karibikreise. Eine landesweit gemeinsame Leitfauna steht dagegen nicht im Vordergrund.
Zwischen den Gebieten reisen
Innerhalb der Riviera Maya lassen sich mehrere Basen sinnvoll verbinden. Cozumel und Playa del Carmen liegen nur 20 Kilometer auseinander, die Überfahrt erfolgt jedoch ausschließlich mit der Passagierfähre und dauert etwa 45 Minuten. Von Playa del Carmen führen kurze Landstrecken weiter nach Puerto Aventuras, Puerto Morelos und Tulum; dadurch können Rifftage und Cenoten in einer Reise zusammenpassen. Mahahual liegt dagegen 168 Kilometer von Tulum entfernt und mehr als 200 Kilometer von den zentralen Riviera-Maya-Basen. Es ist deshalb kein beiläufiger Abstecher, sondern ein eigener Reiseabschnitt. In der Baja California liegen La Paz und die mer de Cortez sehr nah beieinander, Cabo San Lucas und San José del Cabo 31 Kilometer voneinander entfernt. Puerto Vallarta ist mit mehr als 500 Kilometern klar davon getrennt. Für Socorro ist die Tauchsafari ab Cabo San Lucas oder benachbarten Häfen die logische Verbindung.
Maske abnehmen
Mexiko zeigt sich außerhalb des Wassers als Wechsel von Wüste, Kolonialstädten, Maya-Erbe und karibischer Küste. In der Baja California führen Ausflüge von La Paz zum Parque Nacional Archipiélago de Espíritu Santo mit Los Islotes und weiter zum Cabo Pulmo National Park. Der Malecón von La Paz eignet sich für einen halben Tag zwischen Cafés, Skulpturen und Hafen. Auf der Riviera Maya verbinden sich die Zona Arqueológica de Tulum, Cobá, Chichén Itzá und die Ruta de los Cenotes; Mérida und Valladolid geben der Reise koloniale und yucatekische Konturen. Puerto Vallarta ergänzt dies mit Centro de Puerto Vallarta, Malecón und Isla Marietas. Auf den Teller gehören dort, je nach Region, cochinita pibil, sopa de lima, panuchos und salbutes. In La Paz essen Sie chocolate clams und Mariscos de La Paz, in Mahahual Ceviche. Dazu passen aguas frescas, eine Michelada oder Xtabentún. Ende Oktober und am 2. November prägt Día de Muertos das öffentliche Leben.
Was überall in diesem Land gilt
In den mexikanischen Tauchregionen verdienen Strömung und Orientierung mehr Aufmerksamkeit, als es die Nähe der Basen vermuten lässt: Fragen Sie vor dem Einstieg, ob ein Tauchgang als Strömungstauchgang oder an einer Leine geplant ist. Besonders an Archipelen und in Parks gelten klare Abstandsregeln zum Grund und zum Riff. Bei mehreren aufeinanderfolgenden Bootstagen kann Nitrox die Wiederholungsprofile entlasten, vor allem an Cozumels Drift-Riffen. Planen Sie außerdem einen Reservetag ein, weil wechselnde Seebedingungen die Ausfahrten beeinflussen können. Für Reisende mit nicht tauchendem Partner ist eine Unterkunft am Malecón oder nahe dem Hafen praktisch: Während Sie auf dem Wasser sind, bleiben Restaurants, Promenaden und Stadtbesichtigungen erreichbar.








