Tauchsafaris · Indonesien
Moana – persönliche Phinisi-Tauchsafari in Komodo
Was dieses Schiff einzigartig macht
- Traditionelle indonesische Phinisi mit Platz für kleine Gruppen und persönlicher Betreuung.
- Drei Tauch- und Schnorchelguides teilen die Gruppen passend zu Erfahrung und Interessen auf.
- Die Route verbindet Strömungstauchgänge, Korallengärten, Großfisch und Makroleben an mehr als 50 möglichen Tauchplätzen.
- Fünf klimatisierte Kabinen mit eigenem Bad, dazu viel gemeinsamer Platz an Deck.
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Die Einladung
Die Moana passt zu Tauchern, die Komodo nicht als Wettlauf zu den berühmtesten Namen erleben wollen. Hier geht es um kleine Gruppen, lokale Kenntnis und die Freiheit, einen Tauchplatz nach Strömung, Wetter und Erfahrung der Gäste auszuwählen. Drei Guides für höchstens zehn Gäste machen dabei einen echten Unterschied: Ein Paar muss nicht automatisch mit einer großen Gruppe ins Wasser, und ein Schnorchler bleibt nicht zurück, während die Taucher abtauchen. Unter Wasser reicht die Spannweite von ruhigen, flachen Riffen bis zu Kanälen und strömungsreichen Pinnacles mit Haien, Mantas und großen Fischschwärmen. Darüber liegt das Leben auf einer traditionellen Phinisi: gemeinsames Essen, Schatten an Deck, kurze Wege zum Wasser und eine Crew, die den Ablauf im Blick behält. Wer eine Suite mit viel Rückzug sucht, findet passendere Schiffe. Wer tauchen und Komodo mit einer kleinen, gut betreuten Gruppe erleben möchte, sollte sich die Moana ansehen.
An Bord gehen
Beim Ankommen wirkt die Moana nicht wie ein schwimmendes Hotel, sondern wie ein traditionelles Arbeits- und Reiseschiff, das für Tauchgänge eingerichtet wurde. Die Phinisi verbindet ihren klassischen indonesischen Charakter mit einem eigenen Tauchdeck, Tenderbooten und Gemeinschaftsflächen, in denen sich der Bordalltag abspielt. Der entscheidende Eindruck entsteht nicht durch große private Räume, sondern durch die überschaubare Gruppe: Nach kurzer Zeit kennt man die anderen Gäste, ihre Kameras und ihre bevorzugten Tauchprofile. Auf dem Deck ist Platz zum Essen, Sitzen und Ausrüsten, ohne dass der Ablauf unnötig kompliziert wird. Der klimatisierte Salon bietet einen kühleren Rückzugsort, wenn Sonne und Salz irgendwann genug sind. Die Moana ist seit 2004 unterwegs. Das spricht für ein Schiff mit Geschichte und laufender Praxis, nicht für eine frisch inszenierte Yacht. Ihre Stärke liegt darin, dass die Wege an Bord funktionieren und die Aufmerksamkeit bei den Tauchern bleibt.
Die Stimmung an Bord
An Bord entsteht die Stimmung nicht durch Animation, sondern durch Nähe. Zehn Gäste, drei Guides und eine Crew, die den Tag praktisch begleitet, bilden schnell eine kleine Gemeinschaft. Die Guides teilen die Gruppen, helfen beim Übergang von Deck zu Beiboot und bleiben auch nach dem Tauchgang ansprechbar. Die übrige Crew hält Essen, Kabinen, Boote und die gemeinsamen Bereiche in Gang, ohne ständig im Mittelpunkt zu stehen. Passagiere beschreiben die Atmosphäre als ungezwungen, fröhlich und positiv; besonders häufig bleiben ihnen die Hilfsbereitschaft und das Essen im Gedächtnis. Abends sitzt man am Tisch, im Salon oder draußen unter gedämpftem Licht. Ein dezentes Soundsystem kann dabei laufen, muss aber keinen Abend bestimmen. Das Schiff ist klein genug, dass man nicht anonym bleibt. Wer lieber für sich bleibt, findet Rückzug in der Kabine oder am Bug, aber keine große private Lounge. Die Moana lebt vom gemeinsamen Raum.
Die Tauchplätze
Die sechstägige Best-of-Komodo-Reise startet und endet in Labuan Bajo und umfasst fünf Nächte. Die genaue Auswahl bleibt den Bedingungen vorbehalten, doch die möglichen Plätze zeigen, wie breit die Route angelegt ist. Batu Bolong ist eine kleine, korallenüberzogene Felsnadel bis -40 m, an der Riffhaie, Napoleons und große Stachelmakrelen durch die Riffwelt ziehen. Castle Rock und Crystal Rock reichen bis -30 m und verbinden nährstoffreiche Strömungen mit Haien, Barrakudas, Fischschwärmen und bei Crystal Rock auch Mantas. Siaba Besar bleibt mit -18 m flacher und ruhiger; dort lohnt der Blick nach winzigen Tieren und Schildkröten. Cannibal Rock fällt bis -30 m ab und verbindet große Jäger mit Nacktschnecken, Froschfischen und Bambushaien. Tatawa Besar erreicht -25 m, Sebayur Kecil und Tatawa Kecil -25 m beziehungsweise -30 m. Golden Passage ist eine Drift durch einen schmalen Kanal bis -30 m. Manta Alley liegt bei -20 m, Siaba Kecil, Pengah Kecil und China Shop ergänzen die Route mit Strömung, Korallengärten und Makro. Wainilu bleibt der Platz für kleine, skurrile Funde.

Batu Bolong →
Max. Tiefe · 40 m

Castle Rock →
Max. Tiefe · 30 m

Crystal Rock →
Max. Tiefe · 30 m

Siaba Besar →
Max. Tiefe · 18 m

Cannibal Rock →
Max. Tiefe · 30 m

Tatawa Besar →
Max. Tiefe · 25 m

Sebayur Kecil →
Max. Tiefe · 25 m

Tatawa Kecil →
Max. Tiefe · 30 m

Golden Passage →
Max. Tiefe · 30 m

Manta Alley →
Max. Tiefe · 20 m

Siaba Kecil →
Max. Tiefe · 30 m

Pengah Kecil →
Max. Tiefe · 25 m

China Shop →

Wainilu →
Was man unter Wasser trifft
Auf dieser Route gehört das Großtier nicht nur zu einem einzelnen Höhepunkt. Mantas und Adlerrochen sind an vielen der aufgeführten Plätze verzeichnet, ebenso Meeresschildkröten, Nacktschnecken und Riffhaie. Barrakudas, Napoleons, große Stachelmakrelen und Weichkorallen tauchen an mehreren Stellen auf und geben auch einem Tauchgang ohne spektakulären Einzelmoment Substanz. Die Strömung erklärt, warum manche Plätze so reich wirken: Sie bringt an Castle Rock, Crystal Rock, Golden Passage und Siaba Kecil Nahrung und Bewegung an die Riffe. Für eine gezielte Begegnung lohnt Golden Passage mit Leopardhaien und Ammenhaien; an Cannibal Rock können Bambushaie auftauchen. Siaba Besar ist der Platz für Geisterpfeifenfische und Einhornfische, Sebayur Kecil für Clownfische und Feilenfische. An Tatawa Besar ist der Drückerfisch nur dort in dieser Route verzeichnet, an Siaba Kecil Hummer und Kaiserfische. Wainilu richtet den Blick auf Nacktschnecken, Froschfische, Seepferdchen, flamboyant Sepien und Harlekingarnelen. Nichts davon ist eine Zusage für jeden Tauchgang. Es ist der Grund, warum man genau hinschaut.
Die, die euch ins Wasser bringen
Drei feste Tauch- und Schnorchelguides betreuen höchstens zehn Gäste. Der europäische Cruise Director spricht Deutsch, Englisch und Indonesisch; die Crew arbeitet außerdem auf Englisch und Indonesisch. Die lokalen Guides kennen Komodo seit vielen Jahren und passen Einstieg, Route und Gruppeneinteilung an die Bedingungen und das Können an. Voraussetzung für das Tauchen ist mindestens Open Water oder eine gleichwertige Qualifikation. Für tiefere Plätze wird Advanced empfohlen, aber viele Tauchgänge liegen innerhalb der üblichen Freizeittauchgrenzen. Die Briefings erklären Strömung, Einstieg, Richtung und Rückkehr, bevor die Gruppe ins Beiboot steigt. Bei Bedarf können Taucher getrennt geführt werden, statt alle auf dasselbe Tempo zu zwingen. Riffhaken stehen zur Verfügung, wenn sie am jeweiligen Platz sinnvoll sind. Für Notfälle sind Sauerstoff, Erste-Hilfe-Sets, Funk, GPS, Sonar, Feuerlöscher und Rettungsmittel an Bord. Ausbildungen werden nicht angeboten.
Das Tauchdeck und die Ausrüstung
Das Tauchdeck ist als Arbeitsbereich gedacht: schattiger Platz zum Anlegen, eine Plattform für den Einstieg, getrennte Spülbecken und Außenduschen für den ersten Salzfilm nach dem Tauchgang. DIN-Adapter sind vorhanden. Die Ausrüstung kann an Bord gemietet werden; wer eigenes Material mitbringt, findet Ladestationen und einen getrennten Spülbereich für Kameras. Auch Sidemount-Tauchen ist vorgesehen. Drei fünf Meter lange Fiberglas-Beiboote mit Yamaha-Motoren bringen die Tauchgruppen zu den Plätzen und holen sie nach dem Auftauchen wieder ab. Das ist in Komodo wichtiger als ein hübscher Zugang am Heck, weil die Boote den Einstieg und die Rückkehr an wechselnden Stellen übernehmen. Sauerstoff, Erste-Hilfe-Sets und die übliche Navigations- und Sicherheitsausrüstung sind an Bord. Nitrox, Flaschengrößen, Flaschenmaterial und eine eigene Fülltechnik werden nicht beschrieben. Wer darauf angewiesen ist, sollte diese Punkte vor der Buchung klären.
Zwischen zwei Tauchgängen
Zwischen den Tauchgängen verteilt sich das Leben auf wenige, gut nutzbare Orte. Im überdachten Bereich findet man Schatten für die erste Tasse Tee, das Trocknen der Haut und die Gespräche über den letzten Tauchgang. Wer Sonne möchte, geht nach oben zum Mast; wer Ruhe sucht, zieht sich an den Bug zurück oder in den klimatisierten Salon. Dort gibt es eine Bibliothek, Ladestationen und einen Platz für Foto- und Videoarbeit. Während der Fahrt verändert sich der Blick: trockene Inselhänge, Buchten und Strände ziehen vorbei, statt dass zwischen zwei Tauchgängen nur dieselbe Reling zu sehen ist. An manchen Nachmittagen steht ein Strandspaziergang, eine kleine Wanderung oder Stand-up-Paddling auf dem Programm. Es gibt auch Pausen ohne festen Programmpunkt. Das ist wichtig. Vier Tauchgänge an einem vollen Tag brauchen nicht noch mehr Beschäftigung, sondern einen Platz, an dem man einfach sitzen kann.
Ein Tag an Bord
Ein voller Tag beginnt mit Kaffee und einem kleinen Frühstück, bevor das erste Briefing und der frühe Tauchgang anstehen. Danach wartet ein zweites Frühstück, dann folgt der nächste Tauchgang am späten Vormittag, meist um etwa 10:30 Uhr. Nach dem Mittagessen geht es am Nachmittag ein weiteres Mal ins Wasser. Wer noch möchte und die Bedingungen passen, kann am Abend einen Nachttauchgang machen; er wird angeboten, aber nicht erzwungen. Dazwischen bleibt Zeit zum Trocknen, Essen, Fotografieren, Lesen oder für eine Fahrt zum nächsten Platz. Schnorchler werden parallel mit einem eigenen Guide und Beiboot zu passenden Stellen gebracht. Der letzte Tauchtag ist meist kürzer und lässt Raum für die Wanderung zu den Komodowaranen. Am Ankunftstag beginnt das Tauchen mit einem Check-Tauchgang und kann mit einem Nachttauchgang enden. So entsteht kein starrer Stundenplan, sondern ein voller Tag, dessen Reihenfolge sich an Licht, Bedingungen und Gruppe orientiert.
Was man an Bord isst
Die Bordküche arbeitet mit frischen, lokal bezogenen Zutaten und einem deutlichen indonesischen Schwerpunkt. Dazu kommen westliche Gerichte, vegetarische und vegane Optionen sowie Mahlzeiten vom Buffet oder à la carte. Der Tag beginnt mit einem ersten Frühstück vor der Aktivität und einem zweiten nach dem frühen Tauchgang oder Schnorcheln. Das ist kein Luxusdetail, sondern sinnvoll, wenn der Körper nach dem ersten Sprung ins Wasser wieder Energie braucht. Frische Salate, Obst, Snacks, Smoothies und aromatisiertes Wasser stehen über den Tag bereit. Gegessen wird serviert und oft gemeinsam am großen Tisch an Deck, mit Blick auf die wechselnde Küste. Nach einem weiteren Tauchgang folgt das Mittagessen, später eine weitere Mahlzeit und am Abend das Dinner. Bei vier Tauchgängen würde niemand von einer Küche profitieren, die nur hübsch klingt. Hier ist Essen Teil der Tauchlogistik: frisch, reichlich und ohne unnötige Förmlichkeit.
Die Nächte auf See
Die fünf Kabinen liegen auf dem unteren Deck und sind mit Bullaugen, Klimaanlage und eigenem Bad ausgestattet. Sie sind zum Schlafen und Erholen gedacht, nicht als private Wohnlandschaft für einen ganzen Nachmittag. Genau deshalb verlagert sich das Leben nach draußen: in den Schattenbereich, an den Esstisch oder an den Bug, wo der Blick über die Inseln frei wird. Der Salon nimmt auf, wenn die Luft gekühlt werden soll oder eine Kamera am Ladeplatz Aufmerksamkeit braucht. Abends sorgt indirektes Licht dafür, dass das Schiff ruhig bleibt, statt wie ein heller Aufenthaltsraum zu wirken. Wer mag, kann den Außenbereich zum Schlafen unter dem Sternenhimmel nutzen. Für eine Tauchsafari zählt vor allem, ob man nach mehreren Tauchgängen gut zur Ruhe kommt. Die Kabinen bieten dafür den nötigen privaten Raum. Die eigentliche Weite liegt an Deck.
Doppelkabinen
Zweibettkabinen
Was man vor dem Einsteigen wissen sollte
Die Reise startet und endet in Labuan Bajo. Flughafentransfers sowie Transfers vom Hotel sind eingeschlossen; die Organisation wird vor der Abfahrt mit den Gästen abgestimmt. Für die Anreise ist ein Tag Reserve vorher sinnvoll, damit ein verspäteter Flug nicht direkt den Einstieg belastet. Die konkreten Flugempfehlungen sollten vor der Buchung geprüft werden.
- Baujahr
- 2004
- Länge
- 30 m
- Breite
- 6,5 m
- Maximale Passagierzahl
- 10
- Anzahl Kabinen
- 5
- Anzahl Badezimmer
- 6
- Motoren
- Mitshubishi 8-Zylinder 270 PS Diesel
- Reisegeschwindigkeit
- 7 Knoten
- Beiboote
- 3 × 5 m GFK-Boote mit Yamaha 40 PS und 25 PS
- Webseite
- moanacruising.com ↗
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