
Tamarind Divers Lembongan
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1,6 km entfernt Luftlinie
Indonesien · Asien
Steilwände bis 180 Meter, Mantarochen in flachen Buchten, Mondfische an strömungsreichen Riffen zwischen Lembongan, Ceningan und Penida
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An der Ceningan Wall fällt der Fels unter Wasser bis zu 180 Meter ab; an anderer Stelle gleiten Mantarochen durch eine flache, planktonreiche Bucht. Nusa Lembongan ist eine Inselbasis für Bootstauchgänge rund um Lembongan, Ceningan und Nusa Penida. Das Spektrum reicht von geschützten Riffabschnitten und Makrobeobachtung bis zu Steilwänden, Drift-Tauchgängen und Begegnungen mit pelagischen Tieren. Wer an Land wohnen und die Ausfahrten dem Wetter anpassen möchte, findet hier eine gut organisierbare Alternative zur Tauchsafari.
Unter Wasser wechseln sanft abfallende Korallenriffe, Wände, Schluchten und offene Strömungsstrecken rasch miteinander. An Ceningan Wall beginnt der Tauchgang flach, während die Wand weit unter die Sporttauchgrenze abfällt; die tieferen Abschnitte verlangen jedoch konsequente Tiefen- und Gasplanung. Gamat Bay verbindet lebendige Korallenstrukturen mit Makroleben und einer Drift entlang des Riffs. Buyuk und Mangrove bieten mehr Riffkontakt, können aber ebenfalls deutliche Strömung führen. Die Strömung ist im Gebiet variabel: von schwach und ruhig bis stark oder unberechenbar, teils mit Auf- und Abwärtsbewegungen. Die Sicht reicht je nach Site, Plankton, Dünung und Wellengang von eher eingeschränkt bis sehr gut; an einzelnen Plätzen werden etwa fünf bis dreißig Meter genannt. Getaucht wird überwiegend vom Boot aus, meist als Drift- oder Wandtauchgang.
Mantarochen lassen sich an Manta Bay ganzjährig beobachten, oft dicht unter der Oberfläche. Die planktonreiche Bucht erklärt zugleich, warum die Sicht dort zeitweise deutlich schlechter ausfallen kann. Der Mondfisch, Mola mola, gehört in die Monate Juli bis Oktober und bleibt trotz dieser Saison eine wetter- und bedingungsabhängige Begegnung. An den Riffen von Buyuk, Mangrove Point und Gamat Bay stehen Meeresschildkröten, Riffische, Muränen und Nacktkiemer im Vordergrund. Je nach Strömung und Abschnitt kommen Adlerrochen, Riffhaie, Weißspitzen-Riffhaie, Seeschlangen, Große Barrakudas und Stachelmakrelen hinzu. Auch Drachenköpfe, Anglerfische und Wimpelfische passen zum kleineren, genaueren Blick. Fuchshaie werden in der regionalen Siteauswahl ebenfalls genannt, sind aber kein verlässlicher Reisegrund.
Die regenärmste Phase liegt von Mai bis November; für regelmäßige Bootsausfahrten und meist ruhigere Seeverhältnisse gilt die trockene Zeit von April bis Oktober als günstiger. Besonders zwischen Juni und Oktober verbessern sich häufig die Sichtbedingungen, wobei Plankton, Dünung und Strömung weiterhin für deutliche Unterschiede zwischen den Sites sorgen. Januar und Februar sind wegen der feuchteren, wind- und wellenreicheren Monsunphase weniger geeignet. Wer gezielt Mondfische sehen möchte, legt den Aufenthalt in Juli bis Oktober und plant einen zusätzlichen Reservetag ein. Für die Tauchgänge reicht oft ein 3-Millimeter-Anzug, eine etwas wärmere Ausrüstung kann bei langen oder tiefen Strömungstauchgängen angenehmer sein.
Einige ruhige, flache Ausfahrten eignen sich auch für Einsteiger, sofern Strömung und Wellengang moderat bleiben. Das eigentliche Profil der Region richtet sich jedoch an Taucher, die vom Boot aus sicher abtauchen, ihre Tarierung in der Drift beherrschen und eine Boje kontrolliert einsetzen können. Für Gamat Bay, Ceningan Wall, Suana oder Malibu Point sind Advanced- beziehungsweise vergleichbare CMAS/VDST-Erfahrung und Praxis mit Strömungstauchgängen sinnvoll. Ein Drift-Brevet und Nitrox sind nützlich, aber kein Ersatz für Routine im offenen Wasser.
Von Frankfurt, München oder Düsseldorf führt die Reise zunächst nach Bali. Der übliche Weiterweg ist die Schnellbootverbindung ab Sanur nach Nusa Lembongan; die Überfahrt dauert meist etwa dreißig bis fünfundvierzig Minuten und hängt vom Anbieter sowie vom Seegang ab. Damit ist die Anreise strukturell an eine Seepassage gebunden. Für die gesamte Reise ab Europa sollten ungefähr achtzehn bis vierundzwanzig Stunden eingeplant werden, normalerweise mit mindestens einem Umstieg vor der Bootsverbindung. Gepäck, spätes Ankommen und knappe Anschlüsse können den Übergang erschweren. Auf der Insel liegen viele Unterkünfte und Tauchbasen so, dass Wege zu Fuß, mit dem Scooter oder über einen kurzen lokalen Transfer möglich sind.
Die Strömungsrichtung und der geplante Ausstieg sind hier wichtiger als die pauschale Einstufung eines Tauchplatzes. Vor jeder Ausfahrt sollte geklärt sein, ob sie nach Lembongan, Ceningan oder Penida führt, denn schon die kurze Distanz zwischen den Inseln kann die Bedingungen deutlich verändern. Für stark frequentierte Plätze lohnt sich die erste Ausfahrt des Tages: Weniger Boote erleichtern den Blick auf flache Riffbereiche und Tiere. Wer wegen des Mondfischs anreist, hält mindestens einen Reservetag frei; Juli bis Oktober verbessert die Chancen, garantiert aber keine Begegnung. Eine 3-Millimeter-Kombination ist der Ausgangspunkt, eine zusätzliche Wärmeschicht kann bei langen oder tiefen Drifts sinnvoll sein. Nitrox passt zu mehreren Bootstagen mit wiederholten Profilen. Wer ausschließlich vom Strand aus tauchen möchte, plant am Charakter der Destination vorbei: Die Ausfahrten sind normalerweise bootbasiert. Im Schutzgebiet gelten zudem klare Grundregeln: nicht ankern, weder Riff noch Tiere berühren.
Für Nusa Lembongan passen vier bis sieben Tage an Land. So lassen sich mehrere Bootstage mit einer Wetterreserve verbinden und Riff-, Strömungs- sowie Makrotauchgänge sinnvoll kombinieren, ohne jeden Tag erzwingen zu müssen. Die Insel eignet sich auch für Nichttaucher: Küstenwege, Aussichtspunkte, Mangroven, kurze Bootsausflüge nach Nusa Ceningan und Strandtage bieten ein eigenes Programm. Eine ruhige Landtagspause vor dem Rückflug lässt sich problemlos einplanen. Eine Tauchsafari ist hier nicht das passende Organisationsmodell.
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