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Indonesien · Asien

Tauchen Bali: Epave, Schwarzsand und Strömungen auf engem Raum

Vor Tulamben liegt die korallenbewachsene USAT Liberty, vor Nusa Penida ziehen Mantarochen vorbei; dazwischen wechseln schwarze Sandhänge, Steilwände und Strömungstauchgänge.

Was dieses Reiseziel besonders macht

  • USAT Liberty, ein korallenbewachsenes Wrack bis 30 Meter
  • Manta Point mit Mantarochen vor den Klippen Nusa Penidas
  • Crystal Bay mit Mondfisch und unberechenbaren Strömungen
  • Schwarze Sandhänge rund um Amed für Nacktkiemer und Garnelen
  • Blue Lagoon mit Überhängen und Makrofauna bis 26 Meter
  • Batu Kelebit mit Pinakeln und Tiefen bis 60 Meter
  • November und Dezember mit der ruhigsten See

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Überblick

Die USAT Liberty liegt bei Tulamben vom flachen Wasser bis in 30 Meter Tiefe und ist vollständig mit Korallen bewachsen. Bali verbindet dieses Wrack mit schwarzen Sandhängen bei Amed, Korallengärten, Steilwänden und Strömungsplätzen rund um Nusa Penida. Je nach gewählter Basis geht es vom bequemen Einstieg ins Riff bis zum anspruchsvollen Tauchgang an einem Felsen. Dadurch lässt sich ein Aufenthalt an Land nach Erfahrung, Interessen und gewünschtem Tagesrhythmus zusammenstellen.

Tauchen vor Ort

Unter Wasser wechseln vulkanische Küstenlinien, sanft abfallende Riffe, Korallengärten, Überhänge und steile Wände. Im Coral Garden von Tulamben führen die flachen Bereiche bis in größere Tiefen; an der USAT Liberty lässt sich der bewachsene Rumpf in verschiedenen Tiefen umrunden. Die Blue Lagoon bietet sandige Hänge und geschützte Nischen, während Batu Kelebit mit Pinakeln und einem Plateau bis 60 Meter reicht. Bei Crystal Bay, Toyapakeh, Gili Tepekong und Gili Biaha können die Strömungen stark und unberechenbar werden. Abwärtsströmungen und Gezeitenwechsel verlangen dort eine genaue Planung. Andere Plätze wie Kubu Reefs oder Bias Tugel sind deutlich ruhiger. Getaucht wird überwiegend von Land aus oder mit kleinen Booten; die Ausfahrten starten von mehreren Küstenorten und lassen sich dadurch mit Wrack-, Riff-, Makro- und Driftprofilen kombinieren.

Drei unverzichtbare Tauchgänge

Die Unterwasserwelt

Bali spricht sowohl Liebhaber kleiner Tiere als auch Freunde von Fischschwärmen und Großfischen an. Auf dem schwarzen Sand und in den Riffspalten bei Amed und Tulamben liegen die Chancen auf Nacktkiemer, Garnelen und Sepien; zwischen den Korallen stehen Fahnenbarsche, Füsilierfische und andere Riffische. An den Außenriffen kommen Riffhaie, Stachelmakrelen, Thunfische und Große Barrakudas vor, jedoch nicht verlässlich bei jedem Tauchgang. Manta Point wird ganzjährig von Mantarochen zur Reinigung aufgesucht, wobei Wellengang den Zugang erschweren kann. Mondfische werden an Nusa Penida und den vorgelagerten Felsen als saisonale Begegnung beschrieben. Ihre Sichtung hängt stark von Abschnitt, Strömung und Tagesbedingungen ab; auch Meeresschildkröten gehören zur möglichen Riffbegegnung.

Mögliche Begegnungen unter Wasser

Beste Reisezeit

Die ruhigste See wird in den Messungen für November und Dezember ausgewiesen. Diese Monate sind daher besonders sinnvoll, wenn neben der Unterwasserwelt auch der Bootsweg zu Nusa Penida oder zu vorgelagerten Felsen möglichst entspannt bleiben soll. Die niederschlagsärmere Phase reicht von Mai bis November und kann die Reiseplanung an Land erleichtern. Für Bali insgesamt gibt es jedoch keinen Monat, der an jeder Küste dieselben Bedingungen garantiert: Sichtweite, Wind, Küstenabfluss und Strömung unterscheiden sich deutlich zwischen Tulamben, Amed, Padang Bai und Nusa Penida. Wer vor allem ruhige Rifftauchgänge sucht, plant flexibler als jemand, der gezielt Strömungsplätze oder Mantarochen ansteuert.

Erforderliches Niveau

Viele Plätze eignen sich für Open-Water-Taucher, darunter die USAT Liberty, Blue Lagoon, Kubu Reefs und der Coral Garden von Tulamben. Für Crystal Bay wird mindestens Advanced Open Water und Erfahrung mit 25 geloggten Tauchgängen empfohlen; Toyapakeh verlangt wegen möglicher starker Strömung ebenfalls eine solide Praxis. Gili Biaha und der Canyon von Gili Tepekong richten sich an Fortgeschrittene. Ein Advanced-Brevet ist für tiefe oder driftende Tauchgänge nützlich, Nitrox erleichtert mehrere Tauchtage mit vielen Ausfahrten.

Vor Ort

Die Anreise beginnt für deutsche Reisende mit einem internationalen Flug ab Frankfurt, München oder Düsseldorf zum Flughafen Denpasar. Von dort geht es auf der Straße weiter; gerade Tulamben, Amed, Pemuteran und andere Küstenorte im Norden und Nordosten liegen mehrere Stunden entfernt. Diese Transfers sollten bei der Buchung der Unterkunft berücksichtigt werden, denn tägliche Rückfahrten aus dem Süden kosten Zeit und Energie. Wer nach Nusa Penida möchte, organisiert den Übergang als eigene Etappe oder über eine Ausfahrt von der Region Sanur. Vor Ort sind die Wege in dicht bebauten Strandbereichen teilweise zu Fuß möglich. Für abgelegene Einstiege, Ausrüstungsfahrten und den Wechsel zwischen Tauchgebieten sind Taxi oder ein organisierter Transfer zweckmäßiger.

Tipps von Ortskundigen

Die Basis entscheidet in Bali über den Tagesrhythmus. Tulamben passt zur USAT Liberty und zu kurzen Wegen ins Wasser, Amed verbindet Riff und Makro, Pemuteran liegt für den Nordwesten günstig, während Sanur und Nusa Penida den Zugang zu Mantarochen und Driftplätzen erleichtern. Ein täglicher Transfer vom Süden zu den östlichen Küstenorten macht aus einem Tauchtag schnell eine lange Straßenetappe; besser ist es, nach Regionen umzuziehen. An bekannten Plätzen lohnt der frühe Start, bevor die Tagesausfahrten eintreffen. Die Liberty sollte nicht das einzige Ziel bleiben: Der schwarze Sand bei Amed und im Nordosten prägt Balis Makroprofil ebenso stark. Eine eigene Lampe hilft beim Absuchen von Spalten und Überhängen, zumal die Leihausrüstung nicht überall gleich ausgestattet ist. Crystal Bay, Toyapakeh und die Felsen bei Padang Bai werden nicht nach dem Muster ruhiger Rifftauchgänge geplant: Strömung und Gezeiten können den Charakter desselben Platzes deutlich verändern. Ankerregeln beachten, nichts berühren oder sammeln.

Den Aufenthalt planen

Für sieben bis zehn Tage bietet sich ein Aufenthalt in zwei oder drei Küstenbereichen an, statt alle Tauchgänge von einem weit entfernten Hotel aus zu organisieren. So lassen sich Tulamben oder Amed mit Padang Bai und, bei passenden Bedingungen, Nusa Penida verbinden. Ein tauchfreier Tag kann Tempeln, Dörfern, einer leichten Wanderung, Strand oder Schnorcheln gelten. In den letzten 24 Stunden vor dem Rückflug sollte eine ruhige Aktivität an Land auf dem Programm stehen, keine anstrengende Tour.

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Bewertungen erhoben von Viator und Tripadvisor.

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