
The Craft House
★★★★
★ 9,7/10 (204 Bewertungen)
130 km entfernt Luftlinie
Cornwall · Vereinigtes Königreich · Atlantik
Max. Tiefe · 25 mErkunde ausgedehnte Kelpwälder und graniten Strukturen in einem geschützten Hafenbecken.
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Die Lamorna Cove liegt in Cornwall und zeichnet sich durch eine markante Topographie aus, die zwischen dem ruhigen Hafenbecken und den exponierteren Riffen direkt vor der Küste variiert. Im Inneren des Hafens findest du ein flaches Plateau mit Sand- und Kiesbänken, das von massiven, mit Kelp bewachsenen Granitblöcken flankiert wird. Dieses geschützte Gebiet bietet eine ideale Umgebung, um die Struktur des Meeresbodens ohne große Beeinflussung durch die Wellen zu erkunden. Von hier aus führt der Weg zu den tieferen Riffstrukturen, die für ihre biologische Vielfalt bekannt sind.
Wenn du den geschützten Bereich des Hafens verlässt und dich den äußeren Riffstrukturen näherst, verändert sich das Tauchprofil deutlich. Die Granitfelsen und Felsrücken erstrecken sich in Richtung der tieferen Zonen, wobei die Strukturen teilweise auf bis zu 25 Meter abfallen. In diesen tieferen Abschnitten findest du sandige Kanäle, die sich zwischen den Felsformationen hindurchziehen und den Bewohnern der Kelpwälder lebensnotwendige Rückzugsräume bieten. Diese Mischung aus Fels, Sand und dichter Vegetation schafft ein komplexes Relief für technisch versierte Taucher.
Das Herzstück der Lamorna Cove ist zweifellos der ausgedehnte Kelpwald, der unmittelbar vor der Hafenmauer beginnt. Die Algen bilden ein dichtes, vertikales Dach, das das einfallende Licht filtert und ein völlig anderes Lichtambiente schafft als im offenen Wasser. In diesen Wäldern ist das Leben extrem dicht; die Strukturen bieten unzählige Verstecke für verschiedene Meeresbewohner. Das Tauchen in diesen Wäldern erfordert eine präzise Tarierung, um die empfindlichen Algenstrukturen nicht zu beschädigen.
In den Kelpwäldern und entlang der Granitwände triffst du auf eine spezialisierte Fauna, die typisch für die gemäßigten Gewässer Cornwalls ist. Du wirst regelmäßig auf Tintenfische (Sepia) und Schwanzflossen-Fische (Syngnathidae) stoßen, die sich perfekt an ihre Umgebung angepasst haben. Auch Seesterne und Anemonen sind an den Felsflächen häufig zu finden. Die Dichte des Lebens in diesen Strukturen macht den Platz besonders attraktiv für Fotografen und Beobachter der marinen Fauna.
Die Bedingungen in der Cove ändern sich stark mit dem Gezeitenwechsel und der Meeresbewegung. Während das Innere des Hafens meist ruhig bleibt, können die äußeren Riffe und Schluchten durch Gezeitenströmungen und den Wellengang merkbar bewegt werden. Diese Dynamik ist typisch für die exponiertere Küstenlinie Cornwalls und macht das Planen der Tauchzeit wichtig. Besonders bei Ebbe oder bei stärkerem Wellengang ist die Strömung an den äußeren Riffkanten spürbar.
Ein besonderes Merkmal von Lamorna Cove ist die Eignung für Nachttauchgänge, besonders im späten Sommer. Wenn das Licht schwindet, verändert sich die Aktivität der Tiere im Kelpwald massiv. Viele der dort lebenden Arten ziehen sich bei Dunkelheit in die schützenden Strukturen der Algen zurück, was eine völlig neue Perspektive auf das Ökosystem ermöglicht. Die flachen Bereiche des Kelpwaldes sind für solche Tauchgänge ideal geeignet.
Der Zugang zu diesem Tauchplatz ist sehr unkompliziert und kann direkt vom Land aus erfolgen. Ein schornsteinartiger Einstieg über die Slipanlage oder den kleinen Kieselstrand im Inneren des Hafens ist möglich. Die Infrastruktur vor Ort, wie der Parkplatz am Hafen, macht die Logistik für Shore-Diver sehr einfach. Alternativ nutzen lokale Boote den Hafen als Ausgangspunkt, um die tieferen Riffstrukturen und Schluchten wie Logan’s Gully anzusteuern.
Das Profil reicht von 0 bis 25 Meter Tiefe. Der Platz ist ab Open Water Diver zugänglich, wobei für die tieferen und exponierteren Riffstrukturen ein Advanced Level empfohlen wird. In der geschützten Bucht herrscht kaum Strömung, während an den äußeren Riffen bei Gezeitenwechsel mit Strömung zu rechnen ist. Die Sichtweite liegt zwischen 8 und 12 Metern. Die beste Reisezeit für Tauchgänge ist von spätem Frühjahr bis Frühherbst.