
Dive Passion Mauritius
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weniger als 1 km entfernt Luftlinie
Mauritius · Indischer Ozean
Korallenwände, Gorgonien bis 33 Meter und der strömungsreiche Belle-Mare Pass prägen die Bootstauchgänge vor der Ostküste von Mauritius.
Die Belle Mare Lagoon zeigt bereits, worum es an dieser Küste geht: ein Acropora-Korallenplateau in geschütztem, flachem Wasser. Von Belle Mare aus führen Bootsausfahrten zu Riffhängen, Wänden und Passagen der mauritischen Ostküste. Am Long Cliff folgt der Blick einer Korallenwand, im Sea Fan Forest stehen große Gorgonien, und der Belle-Mare Pass bringt Strömung und pelagische Begegnungen ins Spiel. Belle Mare ist deshalb vor allem eine balneare Basis für einen Aufenthalt an Land, nicht der Ausgangspunkt einer Tauchsafari.
Die Tauchgänge verteilen sich auf Korallenlabyrinthe, Wände, Riffgärten und Strömungspassagen. Am Canyon führen die Formationen durch verschiedene Ebenen bis etwa 30 Meter; am Castle wechseln weißer Sand, Korallenfelder und geschützte Durchgänge. Long Cliff fällt als Wand zwischen 17 und 27 Metern ab. Anspruchsvoller wird der Belle-Mare Pass: Dort kann die Strömung stark und schnell laufen, sodass der Tauchgang als Drift durch den Kanal geplant wird. Andere Plätze wie Japanese Garden sind in der Regel strömungsarm, während am Sea Fan Valley ebenfalls entspannte Strömungstauchgänge möglich sind. Die Sicht reicht am Pass je nach Bedingungen von 10 bis 30 Metern, am Canyon werden 20 bis 25 Meter angegeben. Getaucht wird überwiegend vom Boot aus, in Tagesausfahrten mit flexiblen Abfahrtszeiten, wenn Wind oder Dünung die Planung verändern.
An den Riffen begegnen dem Taucher Tropische Riffische und Tropische Fische zwischen Korallenfeldern, Sandflächen und Wandstrukturen. Falterfisch, Drückerfisch und Zackenbarsch gehören zu den Beobachtungen, nach denen sich der genaue Blick in den Riffgärten lohnt. Am Belle-Mare Pass kommt Bewegung ins Bild: Adlerrochen können durch den Kanal ziehen, dazu Schwarzband-Königsfische, Großaugen-Stachelmakrelen und möglicherweise der Barrakuda LEON. Sea Fan Valley und Sea Fan Forest verbinden die Gorgonienlandschaft mit der Möglichkeit, pelagische Arten und Hummer zu sehen. Kleine Schildkröten werden am Castle zwischen den Korallenfeldern beschrieben. Für die Auswahl der Tage sind vor allem die gemessene Saison und die jeweils fahrbare See entscheidend; ein fester Kalender für einzelne Arten gehört nicht zur Planung dieser Küste.
Als beste Tauchzeit gilt der Zeitraum von Dezember bis Mai. In diesen Monaten lässt sich die Planung besonders gut auf die Tauchbedingungen und die saisonale Ausrichtung der Ausfahrten abstimmen. Von Mai bis Oktober fallen die Niederschläge am geringsten aus, was für einen Landaufenthalt und Ausflüge ein zusätzlicher Vorteil sein kann. Der Mai ist damit ein sinnvoller Übergangsmonat, während sich die konkrete Bootstauglichkeit weiterhin nach Wind, Dünung und Strömung richtet. Wer möglichst viel unter Wasser unterbringen möchte, sollte die Ausfahrten nicht eng an einzelne Tage binden, sondern mehrere wetterabhängige Möglichkeiten im Reiseplan lassen.
Belle Mare richtet sich an Taucher aller Ausbildungsstufen. Anfänger finden in der Belle Mare Lagoon ruhiges, flaches Wasser; auch Castle, Canyon und Japanese Garden sind für unterschiedliche Erfahrungsstände zugänglich. Für den Belle-Mare Pass sollte Erfahrung mit Strömungstauchgängen vorhanden sein, da der Kanal schnell und kräftig durchströmt werden kann. Sea Fan Forest reicht bis 33 Meter und ist für erfahrene Taucher gedacht. Ein Nitrox-Brevet ist nützlich, aber nicht grundsätzlich erforderlich, besonders bei mehreren aufeinanderfolgenden Bootstagen.
Von Frankfurt, München oder Düsseldorf führt die Anreise zunächst per Linien- oder Ferienflug nach Mauritius; genannt werden unter anderem Air Mauritius, Emirates, Air France, British Airways und Condor. Für Belle Mare ist keine Fährüberfahrt und kein Inlandsflug erforderlich. Nach der Landung geht es auf der Straße an die Ostküste. Die Tauchbasen werden vom Hotel aus meist zu Fuß erreicht, wenn die Unterkunft direkt danebenliegt; andernfalls übernehmen Taxi oder ein vom Tauchbetrieb organisierter Transfer den kurzen Zubringer. Da die Boote von der Küste ablegen und Wind, Dünung sowie der Zustand des Meeres die Ausfahrt beeinflussen können, sollte der Transfer zur Basis nicht zu knapp geplant werden. Die Abfahrtszeit kann sich je nach Standort und gewähltem Tauchplatz unterscheiden.
Die ersten Tauchtage sollten möglichst früh im Aufenthalt liegen. Muss eine Bootsausfahrt wegen Wind oder Dünung verschoben werden, bleibt so Spielraum für einen neuen Termin. Für eine volle Woche empfiehlt es sich außerdem, nicht jede Ausfahrt auf denselben Wochentag oder dasselbe Zeitfenster zu legen: Die Tagesboote lassen sich eher an die Seelage und die verfügbare Belegung anpassen, wenn nicht alles vorab starr verkettet ist. Belle Mare sollte als Landaufenthalt mit Tagesausfahrten geplant werden, nicht als Ersatz für eine Tauchsafari. Wer mehrere Tage hintereinander taucht, kann Nitrox für die wiederholten Freiwasserprofile einplanen, sofern das Brevet vorhanden ist. Bei der Auswahl der Tauchplätze sollte die eigene Strömungserfahrung den Ausschlag geben: Der Belle-Mare Pass ist kein beliebiger Riffstopp, sondern ein schneller Kanal. Für ruhigeres Eingewöhnen bieten sich zunächst Belle Mare Lagoon oder Japanese Garden an; für die tieferen Gorgonienplätze gehört ausreichende Tiefenreserve in die Planung.
Für Belle Mare passen sieben bis zehn Tage Aufenthalt an Land. Die Tauchgänge werden auf einzelne Bootstage verteilt, da sich die Ausfahrten nach Wind, Dünung und Strömung richten. Dazwischen bleiben Strand- und Lagunentage oder Ausflüge über die Insel. Das macht die Küste auch für nicht tauchende Begleiter geeignet. Am Ende des Aufenthalts lassen sich Landaktivitäten ohne Tauchprofil einplanen, bevor der Rückflug ansteht.
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