
Bigorno Diving Center
★ 5/5 (548 Bewertungen)
1,4 km entfernt Luftlinie
Mauritius · Indischer Ozean
Korallengärten, das Stella-Maru-Wrack und dunkle Pinakel prägen die Tauchgänge vor Trou aux Biches, von flachen Riffen bis zu anspruchsvollen Tiefen.
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Vor Trou aux Biches liegen Korallengärten, vulkanische Strukturen und das absichtlich versenkte Stella-Maru-Wrack dicht genug für wiederholte Bootstauchgänge während eines Aufenthalts. Die Küstenortschaft an der Nordwestküste von Mauritius ist dabei weniger ein einzelner spektakulärer Tauchplatz als eine praktische Basis für unterschiedliche Riffe, Steilwände und einige Wracks. Getaucht wird überwiegend vom Boot aus; an Land bleibt der Aufenthalt unkompliziert und lässt sich mit Strandtagen oder Ausflügen verbinden.
Die Tauchplätze wechseln zwischen flachen Riffen, Felsblöcken, Kanälen, kleinen Wänden und markanten Unterwasserpinakeln. Im Coral Garden reichen die Tiefen bis 19 Meter, im Aquarium of Grand Baie liegen sie nur zwischen 10 und 14 Metern. Das Stella-Maru-Wrack sitzt bis 24 Meter tief und ist von einem künstlichen Riff umgeben. Caravelle führt über ein Nordplateau von 13 bis 30 Metern, während Corsair Wall bis 60 Meter abfällt und nur für entsprechend ausgebildete, erfahrene Taucher vorgesehen ist. Strömungen sind je nach Platz unterschiedlich und können bei Caravelle, Hidden Reef und Corsair Wall deutlich werden. Die Sicht wird an mehreren Plätzen als gut bis außergewöhnlich beschrieben. Wer Strömungstauchgänge mag, kann an Caravelle mit der Strömung ziehende Barrakudas und Stachelmakrelen beobachten; ruhigere Profile bieten etwa Pyramid Reef, Moray Reef oder Water Lily Reef.
Die Riffe vor Trou aux Biches zeigen typische Bewohner tropischer Korallenlandschaften: Falterfische, Doktorfische, Kaiserfische, Lippfische, Anemonenfische, Muränen und Rotfeuerfische gehören zum erwartbaren Bild. Am Coral Garden macht der seltene Blatt-Geisterpfeifenfisch den Blick ins Detail besonders lohnend; Water Lily Reef ist mit Nacktkiemern und bunten Riffbarschen für Unterwasserfotografie geeignet. In Batfish Alley sammeln sich Fledermausfische in einem felsigen Kanal, während Caravelle Schwärme von Barrakudas und Stachelmakrelen an die Strömung bringt. An Corsair Wall können Thunfische, Stachelmakrelen, Adlerrochen und Haie erscheinen. The 3 Anchors wird außerdem mit Grünen Meeresschildkröten verbunden. Viele dieser Plätze sind ganzjährig beschrieben; Batfish Alley ist wetterabhängig und wird besonders von Oktober bis April angefahren.
Für die Nordwestküste werden Dezember bis Mai als beste Tauchperiode genannt. In diesen Monaten liegen die Bedingungen für die dortigen Bootsausfahrten häufig günstig, und die tropische Unterwasserwelt lässt sich an Riffen, Wrack und Felsformationen gut miteinander verbinden. Mai bis November bringt zugleich die geringsten Regenmengen und kann für einen Aufenthalt an Land angenehm sein. Die genaue Auswahl der Tauchplätze bleibt dennoch vom Wetter und von der Strömung abhängig: Der exponierte Batfish Alley wird nur bei passenden Bedingungen angefahren, während geschütztere Riffe ganzjährig im Programm bleiben können. Für eine Reise im deutschen Winter spricht daher die Tauchsaison, für den europäischen Sommer die trockenere Zeit an Land.
Trou aux Biches richtet sich an alle Erfahrungsstufen, sofern der jeweilige Tauchplatz zum Ausbildungsstand passt. Für flache Riffe wie Aquarium of Grand Baie, Moray Reef oder Pyramid Reef genügt eine normale Sporttauchqualifikation; auch Wiedereinsteiger finden dort überschaubare Tiefen. Strömungserfahrung ist für Caravelle und Hidden Reef wichtig. Für tiefere Abschnitte von Caravelle ist ein Advanced Open Water Diver beziehungsweise eine vergleichbare weiterführende Ausbildung sinnvoll. Corsair Wall erreicht 60 Meter und gehört mit der genannten CMAS-P3- oder PADI-Tec-Diver-Anforderung ausschließlich in erfahrene Hände.
Von Frankfurt, München oder Düsseldorf aus wird Trou aux Biches als Küstenort auf Mauritius angesteuert. Die Zone ist keine abgelegene Inselbasis, sondern ein Standort an der Nordwestküste, von dem die Tauchboote zu den Plätzen der Umgebung auslaufen. Die konkrete Flugverbindung und mögliche Umstiege sollten deshalb vor der Buchung mit dem Reiseplan abgeglichen werden; eine dauerhaft festgelegte Verbindung speziell nach Trou aux Biches ist nicht Teil des Ortskonzepts. Vor Ort liegen Unterkünfte und Tauchbasen an der Küste meist so, dass kurze Wege zu Fuß möglich sind. Je nach Lage kommen Taxi oder eine Abholung in der näheren Umgebung hinzu. Wer morgens wiederholt zum Boot fährt, spart mit einer Unterkunft nahe dem Ufer unnötige Transfers.
Trou aux Biches sollte als Basis für Bootstauchgänge geplant werden, nicht als reines Hausriffziel. Ein Tagesplan, der nur kurze Wege vom Hotel zum Strand voraussetzt, kann sonst an der eigentlichen Ausfahrt vorbeigehen. Für Abwechslung sorgen Programme, die neben Korallenriffen auch das Stella-Maru-Wrack und markante Strukturen wie Caravelle oder Corsair Wall einbeziehen. Anfänger und Wiedereinsteiger können die flacheren Plätze einplanen, während Strömungserfahrung für Caravelle und Hidden Reef entscheidend ist. Corsair Wall gehört nicht in einen gewöhnlichen Urlaubstauchgang: Die Tiefe von 60 Metern verlangt die ausdrücklich genannte technische oder sehr fortgeschrittene Qualifikation. Für Batfish Alley sollte ein wettergeeigneter Ausweichplan vorhanden sein, da der exponierte Platz nur von Oktober bis April und bei guten Bedingungen beschrieben wird. Wer fotografieren möchte, findet im Coral Garden und am Water Lily Reef passende Motive; für historische Details lohnt sich The 3 Anchors. Eine Unterkunft am Littoral reduziert die morgendlichen Wege spürbar.
Für Trou aux Biches passen fünf bis sieben Tage mit wiederholten Bootsausfahrten. Die Tauchgänge können dabei zwischen flachen Riffen, Wrack und strömungsbeeinflussten Strukturen wechseln, ohne dass ein Liveaboard nötig wäre. Ein tauchfreier Tag lässt sich am Strand oder am Lagunenufer verbringen. Auch Begleitpersonen finden an der Küste passende Aktivitäten. Vor einem Rückflug bietet sich ein ruhiger Tag an Land an, statt den gesamten Aufenthalt mit Ausfahrten zu verdichten.
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