CMASNero-Sport Diving Center, Zakynthos, Griechenland
★ 5/5 (580 Bewertungen)
4,1 km entfernt Luftlinie
Griechenland · Mittelmeer
Blaue Höhlen, Keri Caves, Felsriffe bis vierzig Meter und Caretta caretta prägen Zakynthos zwischen Küstentopografie und streng geschützten Meeresbereichen.
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Die Blaue Höhlen und die Keri Caves zeigen, wofür Zakynthos unter Wasser steht: Küstenlandschaften aus Felswänden, Tunneln, Kavernen und kleinen Grotten. Dazu kommen Riffe wie Barakuda, das bis auf vierzig Meter abfällt. Die Insel ist keine klassische Safari-Destination, sondern ein Standort für tägliche Bootsausfahrten entlang der Küste. Besonders prägend ist der Nationalpark von Zakynthos mit seinen Schutzregeln und der saisonalen Präsenz der Caretta caretta.
Getaucht wird überwiegend vom Boot aus an felsigen Küstenabschnitten, Wänden, Arches, Canyons und Höhlensystemen. Die Tiefen reichen je nach Platz vom flacheren Faros bis auf vierzig Meter an Barakuda und den Blue Caves. Faros eignet sich mit seinen Tunneln und der großen Kaverne bereits ab Open Water; an den Keri Caves führen tiefere und komplexere Passagen bis auf dreissig Meter. Die Strömung ist wechselhaft. An Barakuda kann sie von leicht bis sehr stark und unvorhersehbar werden, während sie an den Blue Caves meist schwach bleibt. Die Sicht schwankt deutlich mit den Bedingungen: An einzelnen Plätzen werden etwa fünf bis dreissig oder fünfzehn bis dreissig Meter genannt. Gerade in Höhlen und Kavernen verändert der Seegang den Zugang; dort entscheidet nicht nur die Tiefe, sondern auch die Tagesform des Meeres.
Die auffälligste saisonale Begegnung ist die Unechte Karettschildkröte Caretta caretta, die von Mai bis Oktober im Umfeld der Insel und des Nationalparks eine Rolle spielt. Im felsigen Gelände gehören außerdem Zackenbarsche und andere mediterrane Felsenfische zum typischen Bild. Von Frühjahr bis Herbst können gelegentlich Rochen und kleinere küstennahe Schwarmfische auftauchen. An den Keri Caves wird zudem auf Mittelmeer-Mönchsrobben hingewiesen, während die Höhlen selbst mit ihrer Makrofauna und dem wechselnden Licht den eigentlichen Beobachtungsraum bilden. Am Barakuda-Riff können Barrakudas im tieferen Bereich stehen, besonders dort, wo die Strömung stärker anliegt. Die Tierbeobachtung bleibt dabei an die jeweiligen Bereiche und Bedingungen gebunden; im Nationalpark hat störungsfreies Verhalten Vorrang vor einer möglichst nahen Begegnung.
Die gemessene günstige Phase reicht von April bis Oktober; in diesem Zeitraum ist die See im Mittel am ruhigsten. Für einen Tauchurlaub bieten sich besonders Mai, Juni, September und Oktober an. Dann lassen sich die sommerliche biologische Aktivität und eine geringere Belastung durch den starken Hochsaisonbetrieb besser verbinden. Die regenärmste Zeit reicht von März bis August, während die wärmere Jahreszeit mehr Aktivität an der Küste erwarten lässt. November bis Februar sind für einen gezielt geplanten Tauchaufenthalt weniger passend, weil die Bedingungen frischer und wechselhafter sind. Wer im Frühjahr oder Herbst reist, sollte dennoch Reservetage einplanen: Bootsausfahrten und der Zugang zu einzelnen Küstenabschnitten hängen von Seegang und örtlichen Schutzvorgaben ab.
Zakynthos richtet sich an Freizeittaucher verschiedener Ausbildungsstufen. Faros ist ab Open Water zugänglich; für die tieferen und komplexeren Bereiche der Keri Caves sowie für die Blue Caves ist Advanced-Erfahrung sinnvoll beziehungsweise vorausgesetzt. Am Barakuda-Riff sollte Erfahrung mit Strömung vorhanden sein, da die Bedingungen dort deutlich umschlagen können. Ein Advanced-Brevet erweitert die Möglichkeiten, Nitrox ist bei mehreren Tauchtagen hintereinander nützlich. Für Höhlenpassagen und enge Tunnel zählt zudem die praktische Erfahrung, nicht nur der Eintrag im Brevet.
Von Frankfurt, München oder Düsseldorf führt der Weg entweder per Flug direkt auf die Insel oder mit einer Kombination aus Flug und anschließendem Fährweg über den Peloponnes. Die Fährvariante macht den Reiseablauf stärker von Anschlüssen und Fahrplänen abhängig; auch bei einer direkten Flugverbindung bleibt die Insel-Logistik für die Tauchgänge bestehen. Die Ausfahrten starten lokal von Häfen auf Zakynthos, eine weitere lange Überfahrt zwischen Inseln ist nicht Teil des üblichen Formats. Vor allem in der Hochsaison sollten die einzelnen Abschnitte und die Weiterfahrt zur Unterkunft frühzeitig aufeinander abgestimmt werden. Vor Ort liegen Basen typischerweise in touristischen und hafennahen Bereichen; je nach Unterkunft sind Hafen und Zentrum zu Fuß, per Taxi oder mit einer lokalen Shuttle-Lösung erreichbar.
Die erste organisatorische Entscheidung betrifft den Nationalpark: Vor der Buchung sollte geklärt werden, in welchen zugelassenen Bereichen getaucht wird, wie das Boot mit dem Ankern umgeht und welche Regeln für die Annäherung an empfindliche Zonen gelten. Das ist in Zakynthos wichtiger als ein möglichst ambitioniertes Tiefenprogramm. Die ersten Ausfahrten der Woche zu legen, schafft Reserve, falls Seegang oder Parkvorgaben einen Termin verschieben. Eine zu dichte Planung nimmt der Insel diese Flexibilität. Wer Faros, Blue Caves oder Keri Caves ansteuert, sollte außerdem nicht automatisch dieselben Bedingungen erwarten; Höhlenzugänge können sich mit Seegang und Bootsverkehr verändern. Maske und eigene, gut passende Nasstauchanzug bringen außerhalb der Hauptsaison spürbaren Komfort. Ein Aufenthalt nur für tiefe oder technische Tauchgänge führt eher an der Eigenart der Insel vorbei. Sinnvoller ist ein Plan mit einem freien Tag für Küste, Aussichtspunkte oder eine leichte Wanderung. Vor dem Rückflug sollte dieser Tag so liegen, dass mindestens vierundzwanzig Stunden ohne intensive Belastung bleiben.
Vier bis sieben Tage passen gut zum Charakter der Insel. In dieser Zeit lassen sich mehrere Bootstage mit einem Wetterpuffer und mindestens einem tauchfreien Tag verbinden. Die Unterkunft liegt am besten in Hafennähe oder in einer Baderegion, die auch für Nichttaucher etwas bietet. Während die Taucher zu Küstenreliefs und Höhlen ausfahren, können Begleitpersonen Strände, Buchten und Aussichtspunkte nutzen. Zakynthos funktioniert deshalb besonders stimmig als gemeinsamer Inselurlaub mit wiederkehrenden Tagesausfahrten.
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