Bezz Diving Malta
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Malta · Mittelmeer
Double Arch mit seinen Felsbögen, die P31 auf 18 Metern und kurze Ausfahrten nach Comino prägen Mellieha als vielseitige Basis im Norden Maltas.
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Mellieha ist keine reine Tauchbasis an einem einzigen Hausriff, sondern ein gut gelegener Ausgangspunkt für den Norden Maltas. Von hier lassen sich Küstentauchgänge in Mellieha Bay mit kurzen Bootsausfahrten nach Cirkewwa und Comino verbinden. Unter Wasser wechseln sich Felswände, Bögen, Höhlen, kleine Wracks und künstliche Strukturen ab. Double Arch spricht mit seinen markanten Durchbrüchen eher erfahrene Taucher an, während die P31 auf 18 Metern einen unkomplizierten Zugang zur Wracktaucherei bietet.
Das Tauchprofil ist mediterran und felsgeprägt: Statt eines zusammenhängenden Riffs erwarten den Taucher einzelne Plätze mit Wänden, Überhängen, Grotten und natürlichen Bögen. Bei Double Arch führen die beiden Felsbögen von etwa 18 bis in rund 36 Meter; der Platz verlangt deshalb eine saubere Tiefenplanung, während tiefer liegende Abschnitte entsprechend ausgebildeten technischen Tauchern vorbehalten bleiben. Die P31 liegt vor Comino in 18 Metern und besitzt gut zugängliche Durchgänge und Räume. Die Strömung bleibt dort meist moderat, insgesamt ist sie je nach Standort und Seegang jedoch wechselhaft. Mellieha verbindet Einstiege vom Ufer mit kurzen Bootstouren. Die Sicht kann durch bewegte See, Bootsverkehr und aufgewirbeltes Sediment in den Buchten beeinflusst werden. Wer eng am Fels taucht, profitiert deutlich von sicherer Tarierung und kontrolliertem Flossenschlag.
Die Begegnungen unter Wasser entstehen vor allem an den felsigen Strukturen: An den Wänden, unter den Bögen und in den Eingängen der Grotten findet das marine Leben geschützte Stellen. Auch die P31 bietet mit ihren Öffnungen, Durchgängen und Innenräumen ein anderes Beobachtungsfeld als ein offener Felsgrund. Wer langsam am Relief entlangtaucht, nimmt mehr wahr als bei einem schnellen Abtauchen zum nächsten Wegpunkt. Die Jahreszeit beeinflusst hier vor allem die Bedingungen für die Beobachtung: Von Mai bis Oktober ist das Meer meist ruhiger, während die Sicht in den Buchten nach stärkerem Wellengang durch Sediment leiden kann. Die Auswahl der Plätze entscheidet daher stärker über die Unterwasserbeobachtung als ein festes saisonales Artenfenster.
Für ruhige See und kurze Ausfahrten bietet sich der Zeitraum von Mai bis Oktober an. In diesen Monaten lassen sich die Küstenplätze, Comino und Cirkewwa leichter miteinander verbinden; auch der Zugang zu Felsbögen und Grotten hängt weniger häufig an unruhigen Bedingungen. Von Juni bis Oktober fällt zudem der geringste Niederschlag an. April sowie September und Oktober eignen sich als Übergangsmonate, wenn ein Aufenthalt nicht ausschließlich auf Bootstagen beruhen soll. Eine starre beste Woche gibt es nicht: Für Double Arch zählt die Seelage, für die P31 die Möglichkeit, die Wrackpassagen bei moderater Strömung in Ruhe zu erkunden.
Mellieha spricht Einsteiger ebenso an wie erfahrene Taucher, sofern der jeweilige Platz zum Ausbildungsstand passt. Für die P31 genügt ein solides Brevetniveau; die geringe Tiefe und die gut zugänglichen Bereiche machen das Wrack überschaubar. Double Arch verlangt dagegen Erfahrung mit Tiefe, Relief und möglicher Höhlenumgebung. Advanced Open Water oder ein vergleichbares CMAS-/VDST-Niveau ist dafür sinnvoll, bei tieferen Abschnitten zusätzlich eine entsprechende Deep- oder technische Qualifikation. Gute Tarierung ist wichtiger als ein möglichst hoher Brevetstatus.
Von Frankfurt, München oder Düsseldorf führt die Anreise zunächst per Flug nach Malta. Anschließend geht es auf der Straße in den Norden der Insel nach Mellieha; je nach Verbindung kann der Flug direkt oder mit Umstieg erfolgen. Eine Seepassage ist für Mellieha selbst nicht erforderlich. Wer nach Comino oder zu bestimmten Plätzen bei Cirkewwa möchte, organisiert die anschließende kurze Bootsfahrt über den örtlichen Tauchbetrieb. Küstentauchgänge werden vom Ufer aus vorbereitet. Unterkunft und Tauchbasis liegen je nach Wahl in Mellieha oder der näheren Umgebung; die Wege lassen sich zu Fuß, mit Taxi oder per lokalem Transfer bewältigen. Die Abfahrten sollten deshalb jeweils nach dem konkreten Tauchplatz geplant werden.
Mellieha sollte als Ausgangspunkt für mehrere Teilgebiete geplant werden, nicht als Versprechen eines einzigen durchgehenden Hausriffs. Für jeden Tauchtag ist zuerst zu klären, ob der Einstieg am Ufer oder die Bootsfahrt nach Comino beziehungsweise Cirkewwa vorgesehen ist. Die bekannten nördlichen Plätze werden an ruhigen Tagen besonders stark angefahren; frühe Ausfahrten vermeiden unnötige Wartezeiten und viele gleichzeitig eintreffende Gruppen. Wer dem Bootsandrang ausweichen möchte, hält sich einen Tag für einen weniger stark frequentierten Küstentauchgang bei Mellieha Bay frei. Double Arch sollte nicht als gewöhnlicher Fototauchgang behandelt werden: Die Tiefe und die Nähe zu Bögen und Höhleneingängen verlangen eine präzise Tarierung. Die P31 passt besser in einen entspannten Wracktag und lässt sich auf 18 Metern auch als Wiederholungstauchgang einplanen. Nitrox ist bei mehreren moderaten Tauchgängen praktisch. Wer ein großes, zusammenhängendes Riff erwartet, wird die kleinteilige Felslandschaft falsch einschätzen.
Für vier bis sieben Tage lässt sich Mellieha sinnvoll einteilen: zunächst Küstentauchgänge in Mellieha Bay, danach Bootstage zu Comino und Cirkewwa. Ein ruhiger Tag als Reserve ist hilfreich, falls Seegang eine Ausfahrt zu Double Arch erschwert. Die P31 kann einen überschaubaren Wracktag ergänzen. Außerhalb des Wassers bleiben Strände, Küstenwege, Aussichtspunkte, Comino-Ausflüge und historische Orte im Norden Maltas erreichbar. Dadurch eignet sich die Basis auch für nicht tauchende Begleiter.
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