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Malta · Mittelmeer

Tauchen Sliema: Stadtbasis für Wracks und Felsbögen

Die Um El Faroud liegt auf 36 Metern, während Cirkewwa Right Arch, TUG2 und die Felswände von Gozo ganz unterschiedliche Tauchgänge eröffnen.

Was dieses Reiseziel besonders macht

  • Um El Faroud als tiefes künstliches Riff
  • Cirkewwa Right Arch mit Lichtspielen bei 7 bis 18 Metern
  • TUG2-Wrack in geschützter Lage nahe dem Ufer
  • Inland Sea Gozo mit Tunnel und Außenwänden bis 55 Meter
  • Große Barrakudas, Muränen und Zackenbarsche an den Felsformationen
  • Ruhigere See und weniger Andrang im Mai, Juni, September und Oktober
  • Stadtlage mit Promenade und Fährverbindung nach La Valletta

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Überblick

Die Um El Faroud macht deutlich, wofür Sliema als Tauchbasis steht: nicht für einen einzigen Hausriffgang, sondern für Ausfahrten zu Wracks, Felsformationen und Buchten im Zentrum und Norden Maltas. Die ehemalige Tankerstruktur ruht auf 36 Metern und ist zu einem künstlichen Riff geworden. Cirkewwa Right Arch beginnt bereits auf 7 Metern, während das Inland Sea auf Gozo durch einen Unterwassertunnel mit dem offenen Meer verbunden ist. An Land bleibt Sliema eine dichte Stadt mit Promenade, Fähranlegern und kurzen Wegen zu den Tauchbasen.

Tauchen vor Ort

Unter Wasser wechseln künstliche Wracks und natürlicher Fels unmittelbar miteinander ab. Die Um El Faroud reicht von etwa 18 bis 36 Metern und richtet sich vor allem an erfahrene Taucher, die das Wrack auch im Inneren erkunden möchten. Am Cirkewwa Right Arch führt der Tauchgang durch einen eingestürzten Höhlenbereich mit einem Bogen, der zwischen 7 und 18 Metern liegt und markante Lichtspiele erzeugt. TUG2 liegt nur wenige Meter vom Ufer entfernt, ist vor Wind und Strömung vergleichsweise geschützt und bleibt mit 5 bis 22 Metern auch für Open-Water-Taucher zugänglich. Die Strömung ist insgesamt wechselhaft und hängt vom gewählten Sektor und der Ausrichtung des Platzes ab. Für die weiter entfernten Ziele sind Bootsausfahrten die übliche Lösung. Am TUG2-Wrack werden Sichtweiten von 20 bis 30 Metern genannt; allgemein sollte die Sicht jedoch nicht als das ganze Jahr gleichbleibend eingeplant werden.

Drei unverzichtbare Tauchgänge

Die Unterwasserwelt

An den Wracks und Felsformationen begegnen den Tauchern Große Barrakudas, Riffbarsche, Muränen und Zackenbarsche. Auch Bernsteinmakrelen können über den künstlichen Strukturen erscheinen, während Drachenköpfe gut zwischen Fels und Bewuchs zu entdecken sind. Nacktkiemer und Kraken belohnen den aufmerksamen Blick in Spalten, an Wrackteilen und entlang der ruhigeren Felsbereiche. Die Um El Faroud verbindet dabei große, klar erkennbare Strukturen mit einer Umgebung, die von Meerestieren als künstliches Riff genutzt wird. Am Cirkewwa Right Arch liegt der Reiz stärker im Wechsel aus Felsbogen, Licht und dem Leben in den geschützten Bereichen. Einen eigenen Kalender für einzelne Arten gibt es für Sliema nicht; die verlässlichste saisonale Aussage betrifft daher die Bedingungen von Mai bis Oktober, nicht das sichere Auftreten einer bestimmten Tierart.

Mögliche Begegnungen unter Wasser

Beste Reisezeit

Die gemessene günstige Zeit reicht von Mai bis Oktober, wobei die See in diesem Zeitraum am ruhigsten ist. Für einen sorgfältig geplanten Tauchurlaub bieten sich besonders Mai, Juni, September und Oktober an: Im Frühjahr ist das Wasser nach der kühleren Jahreszeit wieder angenehmer, und im Herbst bleibt die Saison nutzbar, während der sommerliche Andrang nachlässt. Die geringsten Niederschläge fallen von Juni bis September. Januar und Februar sind für einen reinen Tauchurlaub weniger naheliegend, weil die Bedingungen wechselhafter und die See weniger zuverlässig ruhig sind. Wer mehrere Bootstage plant, sollte trotzdem einen Reservetag einbauen, denn die Ausfahrten hängen vom jeweiligen Seegang ab.

Erforderliches Niveau

Sliema eignet sich für alle Ausbildungsstufen, wenn der Tauchplatz passend ausgewählt wird. Cirkewwa Right Arch und TUG2 bieten überschaubare Tiefen; TUG2 bleibt mit leichtem Strom und geschützter Lage besonders unkompliziert. Für die Um El Faroud sind wegen der Tiefe von bis zu 36 Metern, möglicher Wrackpenetration und des Dekompressionsprofils Advanced- und Wreck-Erfahrung sinnvoll. Das Inland Sea auf Gozo führt im Tunnel bis etwa 25 Meter; für die tieferen Außenwände bis 55 Meter ist technische Ausbildung erforderlich. Nitrox kann je nach Programm nützlich sein.

Vor Ort

Die Anreise beginnt mit einem Flug nach Malta, etwa ab Frankfurt, München oder Düsseldorf. Vom Flughafen geht es auf dem Landweg weiter nach Sliema, per Taxi, Bus oder Mietwagen. Eine Fährfahrt ist für die Ankunft in der Zone nicht erforderlich; Sliema liegt auf der Hauptinsel und ist über das Straßennetz erreichbar. Für die Strecke sollte dennoch Zeit eingeplant werden, da der Verkehr im Ballungsraum die Weiterfahrt verlängern kann. Vor Ort liegen viele Unterkünfte nur einen kurzen Fußweg oder eine kurze Bus- beziehungsweise Taxifahrt von den Tauchbasen an der Uferpromenade entfernt. Wer mehrere Bootstage hintereinander plant, fährt am besten nicht täglich aus einer weit entfernten Unterkunft an, sondern hält die Wege zwischen Schlafplatz, Basis und Anleger kurz.

Tipps von Ortskundigen

Sliema sollte als logistischer Ausgangspunkt verstanden werden, nicht als abgeschiedenes Dorf mit einem einzigen Strandplatz. Die Starts und Rückkehrten sind praktisch, finden aber in einem dicht bebauten Umfeld mit mehr Oberflächenverkehr statt als in abgelegenen Buchten. Für Wracks wie die Um El Faroud oder für das Inland Sea auf Gozo sollte die passende Bootsausfahrt vorab in die Planung aufgenommen werden; die interessantesten Ziele liegen nicht automatisch direkt vor der Unterkunft. TUG2 ist eine sinnvolle Ausweichidee, wenn stärkere Westwinde andere Pläne erschweren, denn das Wrack liegt geschützt und weist meist nur leichte Strömung auf. Ein Tag ohne festen Tauchplan ist in einem vier- bis sechstägigen Aufenthalt vernünftig, damit Seegang nicht die gesamte Abfolge zerstört. Wer mit Nichttauchern reist, sollte die städtische Umgebung bewusst einplanen: Promenade, Fähre und La Valletta sind ein echter Tagesplan, ersetzen aber kein Resortprogramm am Meer. Auch die Verkehrszeiten gehören in die Tagesplanung, besonders wenn ein Boot früh erreicht werden muss.

Den Aufenthalt planen

Ein Aufenthalt von vier bis sechs Tagen lässt Raum für mehrere Bootsausfahrten in unterschiedliche Sektoren und für mindestens einen halben Reservetag. Die Unterkunft liegt idealerweise in Gehweite zu einer Tauchbasis oder mit kurzer Bus- beziehungsweise Taxiverbindung zur Promenade. Zwischen den Tauchgängen lässt sich Sliema ohne lange Transfers erkunden. Für einen tauchenden und einen nichttauchenden Reisepartner funktioniert die Kombination aus Tauchtagen, einem Ausflug nach La Valletta per Fähre und einem freien Tag besonders gut.

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