Mittelmeer
Malta: zwischen Festungen, Fähren und Höhlentauchgängen
Malta verbindet die Festungen von La Valette mit den Höhlen von Gozo, kurzen Fährwegen nach Comino und einer eigenständigen Küche aus Fenkata und Pastizzi.
Was dieses Land einzigartig macht
- Gozo zwischen MV Karwela und ländlicher Citadelle
- Mai bis Oktober als gemeinsame Tauchzeit der Hauptgebiete
- La Valette und die Festungen der Drei Städte
- Fenkata, Pastizzi und Kinnie in maltesischen Trattorien
- Mdina und Rabat abseits der urbanen Küste
- Cirkewwa als Knotenpunkt für Gozo und Comino
- Gozo, Malta und Comino auf engem Raum verbunden
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Dieses Land für Taucher
Malta ist für Taucher ein kompakter Mittelmeerarchipel mit drei bewohnten Inseln und ungewöhnlich kurzen Wegen zwischen unterschiedlichen Ausgangspunkten. Malta, Gozo und Comino verbinden vom Ufer erreichbare Tauchgänge mit Bootsausfahrten, Wracks mit Grotten und natürlichen Bögen. Genau diese Mischung unterscheidet die Reise von einem reinen Riffaufenthalt. Gozo bringt mit der MV Karwela die Wrackseite und mit Billinghurst Cave die Höhlenwelt zusammen; an Cirkewwa steht dagegen die P29 Patrol Boat als eigener Anker. Die Gebiete richten sich an alle Ausbildungsstufen, verlangen bei Überhängen und Wracks aber eine passende Tarierung und klare Planung.
Wie sich das Land gliedert
Der Norden der Hauptinsel bildet die praktische Tauchachse: Mellieha und Cirkewwa liegen nahe am Fährknoten, Qawra ergänzt sie als gut erreichbarer Ausgangspunkt an der Küste. Diese Gruppe passt zu Reisenden, die mehrere Einstiege verbinden und zugleich Comino oder Gozo einplanen möchten. Mellieha eignet sich besonders als Basis zum Wechsel zwischen Mellieha Bay, Cirkewwa und Comino, statt den Aufenthalt auf einen einzelnen Platz zu verengen. Gozo steht dieser eher verkehrsorientierten Nordküste mit ländlicherem Rhythmus gegenüber. Die Insel ist über Cirkewwa erreichbar und verbindet Tauchplätze wie MV Karwela und Cathedral Cave mit Ausflügen zur Citadelle und nach Xagħra. Sliema und Saint Julian’s liegen näher an La Valette, Fähren und dem dichten Restaurantangebot; sie sind für einen urbanen Aufenthalt interessant. Qawra und Sliema lassen sich mit dem Zentrum kombinieren, während Gozo eine eigene Etappe verdient.
Die Tauchgebiete
Tauchbasen
Hotels
Wann und wohin, Monat für Monat
Die gemeinsame Tauchzeit der ausgewiesenen Hauptgebiete reicht von Mai bis Oktober. Mai eröffnet die Saison für Cirkewwa, Gozo, Mellieha, Qawra und Sliema; dieselbe Küstenkombination bleibt im Juni, Juli, August, September und Oktober bestehen. Januar bis April sowie November und Dezember bilden dagegen keine gemeinsame Saison dieser Gebiete. Es gibt damit keinen Wechsel, bei dem eine maltesische Küste den Platz einer anderen übernimmt: Die Reiseplanung orientiert sich an einem landesweit gebündelten Zeitraum. Für Saint Julian’s ist kein saisonaler Zeitraum angegeben; es sollte daher nicht einfach in die gemeinsame Nord- und Sliema-Planung eingereiht werden. Innerhalb der Saison ist Gozo als eigener Inselabschnitt sinnvoll, während Cirkewwa und Mellieha mit Qawra in einer Nordroute liegen. Im Hochsommer bestimmen zusätzlich Fähren und Ortsfeste den Tagesrhythmus, besonders rund um den Terminal.
Unterwasserwelt, Küste für Küste
Eine Faunaroute lässt sich für Malta nicht als Abfolge bestimmter Tierbegegnungen planen. Der verbindende rote Faden des Archipels liegt vielmehr in den unterschiedlichen Unterwasserlandschaften: Wracks, Grotten, Höhlen und natürliche Bögen wechseln auf engem Raum. Für Ihre Entscheidung bedeutet das, die Insel nach dem gewünschten Charakter des Tauchgangs zu wählen und nicht nach einem einzelnen Tiermotiv. Gozo steht mit seinen Kavernen und Architekturen für eine Umgebung, in der Orientierung, Tarierung und die Grenzen des sicheren Freiwassers besonders wichtig sind. Cirkewwa, Qawra und Sliema erweitern die Auswahl um andere Ausgangspunkte und Wrackziele. Wer mehrere Tage plant, gewinnt deshalb vor allem durch den Wechsel der Gebiete, nicht durch eine festgelegte Artenliste.
Zwischen den Gebieten reisen
Die Wege sind kurz, aber die Fähre macht aus Kilometern schnell einen eigenen Reiseabschnitt. Cirkewwa und Gozo liegen rund neun Kilometer auseinander; die Überfahrt nach Mġarr dauert etwa 20 bis 25 Minuten und fährt Tag und Nacht. Mit Fahrzeug oder als Fußpassagier lässt sich Gozo deshalb als Tagesausflug oder als mehrtägiger Inselwechsel einbauen. An Land verbinden sich die nördlichen Gebiete vergleichsweise leicht: Zwischen Cirkewwa und Qawra sowie zwischen Mellieha und Qawra liegen jeweils etwa sieben Kilometer. Qawra ist damit ein sinnvoller Übergang zur urbanen Küste von Saint Julian’s und Sliema, die jeweils rund acht Kilometer entfernt liegen. Die eigentliche Verzögerung entsteht durch Verkehr, Wartezeiten und Fährtermine. Rund um den Terminal sollten Sie schwache Verkehrszeiten wählen, damit eine verpasste Überfahrt nicht den gesamten Tauchtag verschiebt.
Maske abnehmen
Malta erzählt seine Geschichte in ungewöhnlicher Dichte. In La Valette führen St John’s Co-Cathedral, Fort St Elmo und das National Museum of Archaeology von den Caravaggio-Gemälden und Festungen zu den prähistorischen Funden. Gegenüber, in Vittoriosa, ergänzen Fort St Angelo und der Inquisitor’s Palace die Geschichte des Grand Harbour. Mdina und Rabat wirken ruhiger: St Paul’s Catacombs und Domvs Romana lassen sich dort zu einem historischen halben Tag verbinden. Auf Gozo konzentriert die Citadelle von Victoria mehrere Heritage-Malta-Museen; in Xagħra stehen Ġgantija Archaeological Park und Ta’ Kola Windmill für die alte Inselkultur. Kulinarisch gehören Fenkata und Pastizzi zum Alltag. Lapin wird besonders in dörflichen Trattorien wie in Mġarr serviert, Pastizzi finden Sie bei Crystal Palace in Rabat. Marsaxlokk steht für Fischgerichte und Aljotta, während Sliema und La Valette neben maltesischer Küche auch italienische und internationale Restaurants bieten. Dazu gehören Kinnie, Cisk und maltesischer Wein.
Was überall in diesem Land gilt
Auf Malta prägen Transfers die gesamte Reiseplanung: Die Fähre ist die strukturelle Verbindung nach Gozo und darf bei der Tagesorganisation nicht als kurzer Nebentermin behandelt werden. Rund um den Terminal von Cirkewwa helfen schwächere Verkehrszeiten, Wartephasen und Staus zu vermeiden. Die Unterwasserwelt verlangt an mehreren Stellen eine klare Grenze zwischen Freiwasser und Überhang. Gozo besitzt Kavernen und Bögen; Wracks und Bögen verlangen zugleich eine saubere Tarierung, damit der Kontakt zum Relief ausbleibt. Wer solche Umgebungen nicht trainiert hat, sollte dort keine Overhead-Fertigkeiten improvisieren. Bei wiederholten Tauchgängen kann Nitrox auf moderaten Profilen die Nullzeitplanung erleichtern. An langen Ufertagen gehören Sonnenschutz und Geduld dazu, weil Zugang und Parken in der Hauptsaison lebhaft werden können.











