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Australien · Pazifik

Tauchen Cairns: Ausgangspunkt zum äußeren Great Barrier Reef

Riesen-Zackenbarsche am Cod Hole, Korallenriffe bis sechzehn Meter, Mantarochen an äußeren Riffen: Cairns führt vom Hafen hinaus ins Great Barrier Reef.

Was dieses Reiseziel besonders macht

  • Cod Hole mit neugierigen Riesen-Zackenbarschen in sechs bis sechzehn Metern
  • Korallenriffe und Nacktschnecken am nördlichen Ribbon Reef
  • Äußere Riffe mit gelegentlichen Mantarochen in der Trockenzeit
  • Meeresschildkröten ganzjährig zwischen Korallen und Riffkanten
  • Mai bis November mit meist besserer Sicht
  • Great Barrier Reef Marine Park mit festen Ankerregeln
  • Tagesboote und mehrtägige Fahrten zu entfernten Außenriffen

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Überblick

Vor den nördlichen Ribbon Reefs begegnen am Cod Hole große, neugierige Riesen-Zackenbarsche in sechs bis sechzehn Metern Tiefe. Cairns selbst ist dabei weniger ein Küsten-Tauchplatz als der Ausgangspunkt für Fahrten zum äußeren Great Barrier Reef. Vom Hafen und von der Marina führen Tagesboote zu Korallenriffen, Inselriffen und exponierteren Riffkanten. Wer mehrere Tauchgänge an entfernteren Plätzen verbinden möchte, kann eine mehrtägige Ausfahrt einplanen; für die meisten Reisen genügt jedoch ein Aufenthalt an Land mit täglichen Bootstouren.

Tauchen vor Ort

Die Tauchgänge finden überwiegend vom Boot aus statt und reichen von geschützten Riffbereichen bis zu stärker dem Wind und der Strömung ausgesetzten Außenriffen. Das Relief wird von Korallenlandschaften und Riffkanten geprägt, nicht von Wracks oder Höhlensystemen. Am Cod Hole bleibt der Tauchgang mit sechs bis sechzehn Metern auch für Open-Water-Taucher überschaubar: Zwischen den Korallen lässt sich die Makrowelt mit Nacktschnecken beobachten, während die Riesen-Zackenbarsche den Blick auf die größeren Tiere lenken. Die Strömung ist veränderlich; ebenso schwanken Sicht und Seegang je nach Wind, Regen und Rußwasser. Deshalb kann ein für das Außenriff vorgesehener Tag auf einen geschützteren Platz ausweichen. Advanced Open Water und Nitrox sind für längere, abwechslungsreichere Tagesprogramme hilfreich.

Ein unverzichtbarer Tauchgang

Die Unterwasserwelt

Meeresschildkröten gehören das ganze Jahr zur möglichen Begegnung am Riff. An den äußeren Riffen und an bestimmten Durchgangsstellen können in der australischen Trockenzeit gelegentlich Mantarochen auftauchen; daraus lässt sich jedoch keine verlässliche Sichtung an jedem Tauchtag ableiten. Pelagische Fische ziehen abhängig von Riff und Gezeiten vorbei. Walhaie werden gelegentlich weiter draußen und weiter südlich im nordöstlichen Queensland gesehen, spielen für das Tauchgebiet im Kern von Cairns aber keine regelmäßige Rolle. Am Cod Hole steht dagegen eine Begegnung mit den großen Riesen-Zackenbarschen im Mittelpunkt. Zwischen sechs und sechzehn Metern bleibt Zeit, den Tieren ruhig zu folgen und zugleich Korallen, Nacktschnecken und das kleinere Riffleben zu betrachten.

Mögliche Begegnungen unter Wasser

Beste Reisezeit

Für einen Tauchurlaub in Cairns liegt das verlässlichste Zeitfenster von Mai bis November. In der Trockenzeit ist das Wetter meist stabiler, und nachlassender Regen bedeutet weniger Küstenabfluss, der die Sicht beeinträchtigen kann. Die gemessene ruhigste See liegt von Oktober bis März; für die Reiseplanung ist deshalb besonders der Übergang von Oktober und November interessant. Januar bis März bringen dagegen häufiger Regen, wechselnde Sicht und eine unbeständigere Seelage. Mai bis November verbindet die bessere Sicht mit der trockeneren Jahreszeit. Für die Bootstage genügt meist ein 3-Millimeter-Anzug oder ein leichter Shorty; viele Basen stellen Ausrüstung für den Tag bereit.

Erforderliches Niveau

Cairns eignet sich für alle Erfahrungsstufen. Einsteiger finden mit Cod Hole einen überschaubaren Tauchplatz zwischen sechs und sechzehn Metern, sofern die Seebedingungen passen und die Ausfahrt begleitet wird. Für stärker exponierte Außenriffe sind sichere Tarierung, Erfahrung im Bootstauchen und ein ruhiger Umgang mit wechselnder Strömung wichtiger als eine bestimmte Zahl geloggter Tauchgänge. Advanced Open Water erweitert die Auswahl bei tieferen und abwechslungsreicheren Programmen. Nitrox ist nützlich, wenn mehrere eher flache Rifftauchgänge an einem Tag aufeinanderfolgen.

Vor Ort

Von Frankfurt, München oder Düsseldorf führt die Anreise als Langstreckenreise mit einer oder mehreren Umsteigeverbindungen nach Australien oder über Asien. Danach wird Cairns über einen Inlandsflug erreicht; die Tauchgänge beginnen nicht am Ufer, sondern mit der Weiterfahrt vom Hafen oder von der Marina. Diese Abfolge sollte bei der Reiseplanung mit ausreichend zeitlichem Abstand zwischen Ankunft, Ausrüstung und Bootstag berücksichtigt werden. Vor Ort liegen viele Unterkünfte, Tauchbasen und Abfahrten im Bereich der Uferpromenade, sodass der Weg je nach Unterkunft zu Fuß, mit dem Taxi oder per Shuttle zurückgelegt wird. Für entfernte Außenriffe ist eine mehrtägige Kreuzfahrt eine Alternative zu den Tagesbooten.

Tipps von Ortskundigen

Cairns enttäuscht vor allem dann, wenn die Reise mit der Erwartung einer Ufertauchbasis beginnt. Entscheidend ist der Bootstag zum äußeren Riff; Programme für die Bucht und für Außenriffe unterscheiden sich deutlich. Eine zusätzliche freie Tauchtagreserve ist sinnvoll, weil Wind und Seegang den vorgesehenen Riffbereich verändern können. Wer Menschenmengen vermeiden möchte, legt die Ausfahrten möglichst auf Wochentage außerhalb australischer Ferien. Bei mehreren flachen Rifftauchgängen lohnt sich Nitrox eher als bei einem einzelnen kurzen Tauchgang. Ein Tag ohne Wasserprogramm sollte nicht als verlorene Zeit betrachtet werden: Die tropische Regenwaldregion rund um Cairns bietet einen passenden Wechsel nach mehreren Bootstagen. Im Great Barrier Reef Marine Park gelten außerdem feste Regeln für Riff und Ankerplätze: Korallen bleiben unberührt, natürliche oder kulturelle Gegenstände bleiben am Ort, und vorhandene Mooringbojen ersetzen den Anker.

Den Aufenthalt planen

Für Cairns passen fünf bis sieben Tage, damit mehrere Bootstage möglich sind und ein wetterbedingter Wechsel des Programms nicht sofort den gesamten Tauchplan verschiebt. Ein Aufenthalt an Land verbindet tägliche Fahrten zum Außenriff mit kurzen Wegen zu Hafen, Marina, Promenade und Restaurants. Eine mehrtägige Kreuzfahrt ergänzt den Aufenthalt, wenn entferntere Riffbereiche wichtiger sind als das Leben in der Stadt. Ein regenwaldfreier beziehungsweise tauchfreier Tag schafft zudem Abstand zwischen den Ausfahrten.

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Bewertungen erhoben von Viator und Tripadvisor.

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