Tauchsafaris · Australien
Ocean Quest – Nächte am äußeren Great Barrier Reef
Was dieses Schiff einzigartig macht
- Ocean Quest fährt von Cairns aus zu den äußeren Riffen des Great Barrier Reef.
- Cod Hole ist der besondere Tauchplatz dieser Route: Dort können Taucher Potato Cods in ihrer natürlichen Umgebung begegnen.
- An Bord sind Schnorcheln, Einsteiger- und zertifizierte Tauchgänge möglich.
- Fluoreszenz-Tauchgänge und Nachttauchgänge mit Haien gehören zu den besonderen Erlebnissen.
- Klimatisierte Kabinen mit eigenem Bad, warme Duschen und frisch zubereitete Mahlzeiten machen die Nacht auf dem Riff angenehm.
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Die Einladung
Ocean Quest ist für Taucher, die nicht nach einer stillen Bucht suchen, sondern nach mehr Zeit am äußeren Great Barrier Reef. Der entscheidende Unterschied zur Tagestour liegt nicht in einem schickeren Salon, sondern darin, dass die Tauchplätze auch am frühen Morgen, am Nachmittag und nach Einbruch der Dunkelheit erreichbar sind. Wer die Farben des Riffs bei anderem Licht sehen will, kann einen Fluoreszenz-Tauchgang machen. Wer nachts lieber an Deck bleibt, erlebt trotzdem eine Nacht direkt am Riff. Die Reise passt zu Gruppen mit unterschiedlichem Niveau: Zertifizierte Taucher, Schnorchler und Menschen beim ersten Tauchversuch teilen sich das Schiff. Cod Hole gibt der Route ihren besonderen Grund. Dort geht es nicht nur um Korallen, sondern um die Begegnung mit zutraulichen Potato Cods in ihrer natürlichen Umgebung. Ocean Quest ist damit weniger eine schwimmende Unterkunft als eine praktische Basis für lange Tage im Wasser.
An Bord gehen
Am Kai wirkt Ocean Quest wie ein Schiff, das für den Betrieb am Riff gebaut wurde, nicht wie eine Yacht für kurze Ausflüge. Die drei Ebenen verteilen die Menschen, ohne dass sich alles auf einem schmalen Deck staut. Vom Tauchdeck geht der Weg direkt zum Wasser; darüber liegen offene Bereiche für Sonne und Wind, dazu ein klimatisierter Innenraum. Beim Einsteigen merkt man schnell, dass hier viele Abläufe auf Taucher zugeschnitten sind: Ausrüstung, Briefings, Essen und Pausen haben ihren festen Platz. Die große Form des Katamarans gibt der Fahrt eine ruhige, breite Basis und schafft Raum, den man nach mehreren Tauchgängen zu schätzen weiß. Ocean Quest gehört zu keinem kleinen, abgeschiedenen Safari-Schiff, auf dem man nach kurzer Zeit jeden Winkel kennt. Dafür funktioniert das Schiff als gut organisierte Plattform, auf der Taucher und Schnorchler gemeinsam zum Riff gelangen.
Die Stimmung an Bord
Ocean Quest lebt von einer klaren, freundlichen Arbeitsatmosphäre. Die Crew tritt den Gästen nicht ständig im Weg herum, ist aber da, sobald beim Einstieg, bei der Ausrüstung oder vor dem nächsten Tauchgang eine Hand gebraucht wird. Die englischsprachigen Mitarbeiter werden als sehr freundlich und professionell erlebt; besonders die Tauchlehrer lassen den Gästen ihre Selbstständigkeit, ohne die Sicherheit aus dem Blick zu verlieren. Das merkt man im Ablauf: Briefing, Wasser, Rückkehr, Essen, kurze Pause, wieder Wasser. Nach ein paar Tagen kennt man die Gesichter, die morgens die Flaschen vorbereiten und abends noch Fragen zu einem Tier beantworten. In der Lounge bleibt es gesellig, an der Bar klingt der Tag aus. Wer nachts nicht tauchen möchte, muss sich nicht rechtfertigen. Die Gruppe findet ihren Rhythmus über gemeinsame Tauchgänge, nicht über ein erzwungenes Unterhaltungsprogramm.
Die Tauchplätze
Cod Hole ist der klar erkennbare Höhepunkt dieser Route. Der Tauchplatz liegt im Bereich Cairns und reicht bis maximal -16 m. Sein Reiz liegt in den Potato Cods, die dort an Taucher gewöhnt und in ihrer natürlichen Umgebung zu beobachten sind. Ein solcher Tauchgang lebt nicht von einer langen Liste von Sehenswürdigkeiten: Man bleibt ruhig, hält Abstand, und plötzlich steht ein großer Fisch so nah im Blickfeld, dass der eigene Buddy im Hintergrund verschwindet. Dazu kommen Riesen-Potato-Cods, Weichkorallen, Schwämme, Nacktschnecken, Wobbegongs und PJ's. Die verfügbaren Fahrten beginnen und enden in Cairns und dauern je nach Auswahl zwei bis sechs Tage mit einer bis fünf Nächten an Bord. Die kürzere Reise eignet sich für einen konzentrierten Einstieg ins Liveaboard-Leben; wer mehrere Nächte bleibt, bekommt mehr Zeit für unterschiedliche Tageszeiten am Riff. Weitere Tauchplatznamen dieser Ocean-Quest-Route sind nicht zuverlässig genug beschrieben, um sie hier auszuschmücken.
Was man unter Wasser trifft
Am Cod Hole steht das Tier im Mittelpunkt. Potato Cods und ihre größeren Artgenossen bewegen sich nicht wie scheue Schatten am Rand des Sichtfelds, sondern können einem Taucher in ihrer natürlichen Umgebung direkt begegnen. Trotzdem bleibt die Begegnung eine Begegnung, keine Vorführung: ruhig bleiben, nicht anfassen und dem Tier den Raum lassen. Zwischen den großen Fischen liegen Weichkorallen und Schwämme, an denen sich kleinere Lebewesen halten. Wer langsam sucht, kann Nacktschnecken entdecken; auch Wobbegongs gehören zum beschriebenen Bild dieses Platzes. Die route-spezifischen Besonderheiten sind am Cod Hole konzentriert: Weichkorallen und Nacktschnecken werden nur dort genannt. Damit ist der Platz nicht bloß ein weiterer Korallenstopp, sondern der Ort, an dem sich der Tauchgang um eine mögliche Nähe zu großen, vertrauten Riffbewohnern dreht.
Die, die euch ins Wasser bringen
Die Tauchlehrer und Divemaster führen Einsteiger, Schnorchler und zertifizierte Taucher durch denselben Riffalltag, jeweils mit dem passenden Programm. Die Crew spricht Englisch. Vor den Tauchgängen gibt es Sicherheits- und Ausrüstungsbriefings; zertifizierte Taucher können mit ihrem Buddy tauchen, während geführte Tauchgänge zusätzlich angeboten werden. Wer noch keine Nachttaucherfahrung hat, braucht für den Nachttauchgang einen Guide. An Bord lassen sich praktische Ausbildungen wie PADI Advanced Open Water und die Nitrox-Spezialausbildung absolvieren. Die Organisation bleibt dabei verständlich: Treffpunkt am Deck, Briefing, Einstieg, Rückkehr und die nächste Zeit zum Essen oder Ausruhen. Für Notfälle sind Sauerstoff, Erste-Hilfe-Ausrüstung, Funk, Satellitentelefone, Ortungssender und Rückrufmittel an Bord; die Crew ist in Erster Hilfe geschult. Ein Defibrillator und feste Gruppengrößen werden nicht genannt. Die Reise ist auch für Menschen ohne lange Taucherfahrung geöffnet.
Das Tauchdeck und die Ausrüstung
Das Tauchdeck ist der funktionale Mittelpunkt von Ocean Quest. Die Tauchplattform führt direkt ins Wasser und ist für wiederkehrende Ein- und Ausstiege eingerichtet; warme Süßwasserduschen helfen, Salz und Riffwasser nach dem Tauchgang loszuwerden. Schnorchel- und Tauchausrüstung einschließlich Computer und Luftfüllungen gehören zum Tauchbetrieb an Bord, ebenso die Einweisung in die Ausrüstung. Nitrox ist verfügbar, aber nicht automatisch Teil jedes Tauchgangs. Wer es nutzen möchte, sollte die Option bei der Buchung klären. Angaben zu Flaschenmaterial, Flaschenvolumen, Ventilstandard, Füllanlage, Fototisch, Spülbecken und Beibooten liegen für diese Seite nicht vor. Deshalb wird hier nichts ergänzt, was ein Taucher später anders vorfinden könnte. Klar ist: Das Schiff ist auf wiederholte Tauchgänge ausgelegt, nicht nur auf einen kurzen Ausflug ins Wasser.
Zwischen zwei Tauchgängen
Zwischen den Tauchgängen verteilt sich das Leben auf Sonnendeck, Lounge und klimatisierte Kabine. Wer Wärme und Wind braucht, legt sich nach dem Duschen nach draußen und lässt die Fahrt an sich vorbeiziehen. Wer Schatten sucht, findet ihn im Salon oder zieht sich mit einem Buch und einem Getränk zurück. Die Fahrzeit gehört zum Tag, auch wenn sie auf dem Papier nur der Weg zum nächsten Riff ist: Ausrüstung wird geprüft, Fotos werden angesehen, und im Salon laufen Gespräche über das Tier, das gerade noch im Blau verschwunden ist. Nach einem Nachmittagstauchgang bleibt Zeit, einfach sitzen zu bleiben. Niemand muss jeden Programmpunkt mitnehmen. Auf einer Reise mit mehreren Wasserzeiten ist diese Pause kein Luxus, sondern der Moment, in dem der nächste Tauchgang wieder Freude macht.
Ein Tag an Bord
Ein Tag an Bord beginnt mit dem Frühstück, bevor die erste Tauch- oder Schnorchelrunde ins Wasser führt. Danach folgt eine zweite Wasserzeit am Vormittag. Zum Mittagessen wird entweder am Platz gegessen oder während der Weiterfahrt; anschließend bleibt Raum für eine Pause, bevor am Nachmittag der nächste Tauchgang ansteht. Zertifizierte Taucher können bis zu vier Tauchgänge am Tag machen, einschließlich des Nachttauchgangs. Das Abendessen kommt vor dem Einstieg in die Dunkelheit, das Dessert danach. Wer am Nachttauchgang teilnimmt, erlebt entweder den Riffhintergrund im Fluoreszenzlicht oder sucht im Schein der Lampe nach Haien und anderen Tieren. Später wird die Bar geschlossen und das Schiff wird ruhig. Am nächsten Morgen geht es nach dem Frühstück wieder ins Wasser. Die Kabine muss am Abreisetag vor dem Mittagessen geräumt werden; danach bleibt noch Zeit für die letzte Tauch- oder Schnorchelrunde und die Rückfahrt nach Cairns.
Was man an Bord isst
Die Bordküche arbeitet nach dem Tauchplan. Ein kräftiges Frühstück steht bereit, bevor die ersten Taucher ins Wasser gehen; später folgen Mittagessen, Abendessen und ein Dessert nach dem langen Tag. Gegessen wird als Buffet mit westlicher Küche, dazu gibt es vegetarische Optionen. Die Mahlzeiten werden an Bord frisch zubereitet und sollen vor allem eines leisten: satt machen, ohne den nächsten Tauchgang unnötig schwer zu machen. Frisches Trinkwasser sowie Tee und Kaffee stehen bereit. Bier ist erhältlich, andere Getränke und Snacks gehören nicht automatisch dazu. Der Esstisch ist auf einer Tauchsafari kein Nebenschauplatz. Zwischen zwei Tauchgängen sitzt dort eine Gruppe, die gerade noch mit nassen Haaren vom Deck kommt, vergleicht Sichtungen und prüft, ob für den nächsten Sprung ins Wasser noch Kraft da ist. Das Essen gibt diesem langen Tag seine Pausen.
Die Nächte auf See
Die Nacht beginnt nicht erst beim Zubettgehen. Nach dem letzten Tauchgang zieht sich das Salz aus Haut und Haaren, im Salon wird gegessen, und wer noch Energie hat, geht zum Nachttauchgang zurück ins Wasser. Danach wird das Schiff leiser. Die klimatisierte Kabine mit eigenem Bad ist ein Rückzugsort, in dem man die Tür schließen und den Tag abschütteln kann. Es gibt Doppel- und Zweibettkabinen; die Kabinen haben Meerblick, und einige bieten einen Fernseher. Draußen bleiben die offenen Sonnendecks zugänglich, drinnen liegen Lounge und Bar. Die Nacht auf Ocean Quest fühlt sich deshalb weniger nach enger Koje als nach einer einfachen, funktionalen Unterkunft über dem Riff an. Man schläft mit dem Gedanken ein, dass der nächste Tauchgang nicht erst nach einer langen Fahrt beginnt.
Doppelkabine mit mit eigenem Bad
Zweibettkabine mit mit eigenem Bad
Was man vor dem Einsteigen wissen sollte
Ocean Quest fährt von Cairns ab und kehrt nach Cairns zurück. Der Treffpunkt liegt beim Divers Den Dive Shop in der Draper Street; ein Transfer von einer Unterkunft im Stadtzentrum ist eingeschlossen. Ein Flughafentransfer gehört nicht automatisch dazu. Wer aus dem Ausland oder von einer längeren Anreise kommt, sollte einen Tag vorher in Cairns eintreffen, damit eine verspätete Ankunft nicht den Einstieg am Schiff gefährdet.
- Baujahr
- 1988
- Jahr der Renovierung
- 2013
- Länge
- 36 m
- Breite
- 13 m
- Maximale Passagierzahl
- 44
- Anzahl Kabinen
- 9
- Anzahl Badezimmer
- 23
- Reisegeschwindigkeit
- 9 Knoten
- Webseite
- diversden.com.au ↗
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