Tauchsafaris · Australien
Spirit of Freedom – vom Ribbon Reef ins offene Korallenmeer
Was dieses Schiff einzigartig macht
- Die Spirit of Freedom verbindet Ribbon Reefs, Cod Hole und bei passenden Bedingungen das abgelegene Coral Sea.
- Das große Tauchdeck bietet feste Stationen, getrennte Spülbecken für Kameras und Nitrox aus einem Membransystem.
- Getaucht wird eigenständig im Buddyteam nach ausführlichem Briefing, mit Crewdivern, Oberflächenwache und persönlichem Nautilus-Lifeline-Sender.
- Die Crew ist für abgelegene Riffe vorbereitet und wird für ihre Tauchbetreuung, das Essen und ihren persönlichen Umgang besonders geschätzt.
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Die Einladung
Die Spirit of Freedom ist für Taucher gebaut, die nicht nur ein Riff sehen wollen. Die Reise führt vom geschützten Rhythmus der Ribbon Reefs zum Cod Hole und, je nach Route und Wetter, hinaus in das offene Coral Sea. Dort zählen nicht Poolbar und Hochglanz, sondern ein großes Tauchdeck, klare Abläufe und eine Crew, die bei Seegang ebenso aufmerksam bleibt wie bei der Suche nach einem Tier im Korallengarten. Wer gern selbst mit seinem Buddy taucht, aber vor jedem Sprung ins Wasser ein gründliches Briefing und eine sichtbare Sicherheitsstruktur erwartet, findet hier den richtigen Rahmen. Das Schiff passt besonders zu Menschen, die viele Tauchgänge in kurzer Zeit wollen und dafür Komfort, gutes Essen und Platz zwischen den Tauchgängen nicht opfern möchten.
An Bord gehen
Beim Ankommen wirkt die Spirit of Freedom wie ein Arbeitsschiff, das seine Aufgabe kennt: hinaus zu den Riffen, nicht im Hafen liegen. Der Stahlrumpf, die breite Silhouette und die elektronischen Stabilisatoren stehen für ein Schiff, das auch auf längeren Passagen Ruhe in den Alltag bringt. An Bord verteilt sich das Leben über mehrere Ebenen, sodass sich die Wege nicht auf einen engen Salon beschränken. Das Tauchdeck liegt dort, wo es hingehört: nah am Wasser und mit kurzen Wegen vom Schlafplatz zur Flasche. Im Salon wird gebrieft, gegessen und über den letzten Tauchgang gesprochen; oben gibt es offene und überdachte Bereiche. Die Spirit of Freedom ist kein kleiner Kutter, auf dem nach dem ersten Abend jeder Fußtritt zusammenfällt. Sie gibt einer vollen Tauchwoche Luft.
Die Stimmung an Bord
Die Stimmung entsteht weniger durch Animation als durch die Nähe, die sich nach einigen Tauchgängen von selbst bildet. Man sitzt beim Essen neben Menschen, mit denen man kurz zuvor noch dieselbe Wand, denselben Schwarm oder denselben Hai gesehen hat. Die Crew bleibt dabei präsent, ohne sich zwischen Buddy und Tauchgang zu drängen: Sie kennt die Plätze, fragt nach persönlichen Bedürfnissen und hält Ausweichpläne bereit, wenn das Wetter eine Route verändert. Abends bleiben Gespräche im Salon oder auf dem Oberdeck oft länger als geplant; manchmal läuft ein Film, manchmal werden nur Logbücher verglichen. Debriefings und Naturvorträge geben den Begegnungen unter Wasser mehr Zusammenhang. Wer eine vollständig geführte Gruppenreise sucht, sollte wissen, dass hier eigenständiges Buddyteam-Tauchen vorgesehen ist. Wer Freiheit mit verlässlicher Unterstützung verbinden will, findet genau diese Mischung.
Die Tauchplätze
Am Cod Hole, maximal -16 m tief, geht es um die zutraulichen Potato Cods in ihrer natürlichen Umgebung. Zwischen Weichkorallen, Schwämmen und Anemonen bleibt Zeit, die großen Zackenbarsche aus der Nähe zu beobachten; dazu können Wobbegongs, Nacktschnecken und PJ auf dem Riff auftauchen. Osprey Reef liegt als abgelegenes Atoll im Coral Sea und reicht an seinen dramatischen Wänden bis maximal -40 m. Dort sucht man die offene Topografie und Großfische: Graue Riffhaie, Weißspitzen- und Silberspitzenhaie, gelegentlich Hammerhaie, Mantas und große Thunfische. Holmes Reef bietet ebenfalls Tauchgänge bis maximal -40 m, mit vertikalen Wänden, die in große Tiefe abfallen, und der Möglichkeit auf ozeanische Haie, Barrakudas und große Schwärme. Die kurze Cod-Hole-&-Ribbon-Reef-Reise dauert drei Nächte; die Coral-Sea-&-Ribbon-Reef-Reise vier Nächte. Die Kombination aus Cod Hole und Coral Sea dauert sieben Nächte. Wetter entscheidet mit, besonders draußen im Coral Sea.
Was man unter Wasser trifft
Auf den Ribbon Reefs liegen farbige Korallengärten, Weichkorallen, Schwämme, Riesenmuscheln, Anemonen und Schwärme tropischer Fische. Dazu kommen, je nach Platz und Bedingungen, Wobbegongs, Potato Cods, Schildkröten und Nacktschnecken. Das Cod Hole ist der Ort für Weichkorallen und den Chromodoris-willani-Nacktschnegel; vor allem aber für die Potato Cods, die sich dort an Taucher gewöhnt zeigen können. Osprey Reef bringt die Begegnung mit der großen, offenen Seite des Riffs: Graue Riffhaie, Weißspitzen- und Silberspitzenhaie, Hammerhaie, Mantas und Thunfische gehören zu den Tieren, nach denen man dort Ausschau hält. Auch grüne Schildkröten, Muränen, Kraken, Fusiliere und Gaterine sind für Osprey Reef verzeichnet. Holmes Reef ist der Platz für den riesigen Zackenbarsch und Meeresschildkröten; an den abfallenden Wänden ziehen außerdem Haie, Barrakudas und Trevallies vorbei. Nichts davon wird bestellt. Man bleibt länger, schaut genauer und braucht etwas Glück.
Die, die euch ins Wasser bringen
Die Tauchmannschaft besteht aus dem Trip Director, drei Instruktoren und einem Divemaster. Sie spricht Englisch, briefed jeden Tauchgang ausführlich und bleibt während des Tauchbetriebs auf dem Deck, mit Ausguck und Funkkontakt zum Beiboot. Crewdiver sind bei jedem Tauchgang im Wasser; bei passenden Bedingungen helfen sie beim Fotografieren und bei der Suche nach Kleintieren. Das ist keine durchgehend geführte Tauchgruppe: Buddyteams planen und tauchen ihren eigenen Tauchgang. Weniger erfahrene Taucher können sich einer von einem Safety Diver begleiteten Gruppe anschließen. Für Ribbon-Reef-Reisen werden mindestens zehn Tauchgänge im Meer empfohlen, davon fünf im vergangenen Jahr; für das Coral Sea mindestens zwanzig, davon ebenfalls fünf im vergangenen Jahr, dazu eine Advanced-Qualifikation und gute Fitness. An Bord können der Advanced Open Water Diver und der Enriched-Air-Nitrox-Kurs absolviert werden. Sauerstoff, Defibrillator, Erste-Hilfe-Ausrüstung und Nautilus-Lifeline-Sender gehören zur Sicherheitsstruktur.
Das Tauchdeck und die Ausrüstung
Auf dem Tauchdeck hat jeder Gast eine eigene Station mit Trockenablage darüber und einer Staubox für jeweils zwei Taucher. Die Flaschen bleiben im Rack; Luft und Nitrox werden über Whips angeschlossen. An Bord stehen 36 Aluminiumflaschen mit 11 Litern, zwei Stahlflaschen mit 15 Litern und zwei Aluminiumflaschen mit 9 Litern, alle mit DIN- und DIN-K-Anschluss. Zwei Bauer-Kompressoren mit 21 CFM versorgen das Deck. Nitrox wird über ein Membransystem mit etwa 32 Prozent Sauerstoff hergestellt. Für das Leihen kompletter Ausrüstung stehen unter anderem Scubapro-X-Force-Jackets, Cressi-T10-Regler, Cressi-Leonardo-Computer, Tusa-Solla-Flossen und verschiedene Masken bereit; einzelne Teile werden nicht vermietet. Kameras bekommen ein eigenes Spülbecken, einen kleinen Tisch und eine Druckluftpistole. Zwei Naiad-RIBs bringen Taucher bei Driftgängen zum Riff und nehmen sie wieder auf; sonst geht es meist vom Hauptschiff ins Wasser und über die Leiter zurück. Frischwasserduschen liegen achtern.
Zwischen zwei Tauchgängen
Zwischen den Tauchgängen verteilt man sich auf dem Oberdeck: unter dem Dach an Holztischen, in Lounge-Sesseln oder draußen auf einer Liege. Wer schlafen will, findet dort genug Abstand zum Gespräch; wer den letzten Tauchgang nachbesprechen möchte, bleibt meist nicht lange allein. Im vorderen Salon stehen Kaffeemaschine, Tee, Bücher und Unterwasserfilme bereit. Der zentrale Speisesalon dient auch als Briefingraum und Kinosaal, wenn draußen Fahrtwind oder Sonne zu viel werden. Während längerer Passagen muss niemand den Tag mit einem weiteren Programmpunkt füllen. Ein Buch, ein Blick über das Wasser oder die Bilder vom Tauchgang am Kameratisch reichen. Diese Pausen sind kein Leerlauf, sondern das, was vier Tauchgänge am Tag überhaupt angenehm macht.
Ein Tag an Bord
Der Tag beginnt mit dem ersten Briefing, bevor die Wärme und der Schiffsverkehr über dem Riff zunehmen. Danach folgen Tauchgang, Frühstück oder Snack, Oberflächenpause und der nächste Sprung ins Wasser. Mittagessen und weitere Snacks liegen zwischen den Briefings, ohne den Tauchbetrieb unnötig zu unterbrechen. Auf den kurzen Ribbon-Reef- und Cod-Hole-Reisen sind bis zu elf Tauchgänge vorgesehen, einschließlich eines Nachttauchgangs. Die viernächtige Coral-Sea-Reise bietet bis zu 15 Tauchgänge mit einem Nachttauchgang; die siebennächtige Kombination bis zu 26, darunter zwei bei Nacht. Dazwischen fährt das Schiff zum nächsten Riff, und auf dem Oberdeck wird gegessen, geschlafen oder über den letzten Tauchgang gesprochen. Nach dem Abendessen folgt je nach Plan der Nachttauchgang oder die Ruhe vor dem nächsten Briefing. Am Ende stehen Frühstück, Logbuch und die Rückkehr nach Cairns.
Was man an Bord isst
Die Bordküche stellt vier reichhaltige Mahlzeiten am Tag bereit: Frühstück, Mittagessen, Abendessen und Snacks zwischen den Tauchgängen. Es gibt ein kontinentales und ein warmes Frühstück, Buffets, westliche und lokale Küche sowie vegetarische und vegane Optionen. Die Küche arbeitet mit frischen Zutaten und plant besondere Ernährungswünsche vor der Reise ein. Mindestens ein Abendessen findet als Barbecue draußen auf dem Oberdeck statt. Zum Abendessen werden Wein und alkoholfreie Getränke gereicht. Das ist auf einer Tauchreise mehr als Versorgung: Nach dem Aufstieg, dem Anzugwechsel und dem Briefing sitzt die ganze Gruppe wieder am Tisch, während aus einzelnen Tauchgängen langsam gemeinsame Geschichten werden.
Die Nächte auf See
Die Nächte verbringen die Gäste in klimatisierten Kabinen mit eigenem Bad. Zur Auswahl stehen Ocean View Deluxe, Ocean View Standard, Stateroom sowie Kabinen zum Teilen als Double, Twin oder Quad. Die Ocean-View-Kabinen liegen oben und bringen Tageslicht und Meerblick in die Nacht; die Stateroom liegt unten nahe Tauchdeck und Salon. Die Standardkabinen liegen ebenfalls auf dem unteren Deck, darunter Varianten mit Etagenbett. Entscheidend ist weniger der Fernseher als die Nähe zum nächsten Tauchgang: Aufstehen, Kabinentür öffnen, ein paar Schritte zum Deck. Das Schiff wird täglich gereinigt, die Kabine bleibt also auch nach mehreren Tauchgängen ein verlässlicher Rückzugsort. Wer allein reist, kann eine geteilte Kabine buchen; eine gleichgeschlechtliche Belegung lässt sich nicht immer garantieren.
Deluxe-Kabine Meerblick
Standard-Kabine Meerblick
Kabine
Standard-Doppelkabine Zweibett geteilt
Vierbett geteilt
Standard-Doppelkabine
Standard-Zweibettkabine
Was man vor dem Einsteigen wissen sollte
Die Reisen starten und enden in Cairns. Eingeschlossene Transfers gibt es vom Cairns-Hotel oder Flughafen; beim Vier-Nächte-Trip ist der Flughafentransfer als Rückfahrt zum Flughafen vorgesehen. Bei Routen über Lizard Island gehört der Weitertransport zur jeweiligen Reiseorganisation. Wer von weit her anreist, sollte einen Tag vor dem Einschiffen in Cairns sein.
Decksplan
Was das Schiff für den Ozean tut
Bei besonderen Fahrten beteiligt sich die Spirit of Freedom am Great Reef Census. Taucher sammeln dafür fotografische Daten an abgelegenen und selten besuchten Riffstellen, damit Wissenschaft und Riffmanagement den Zustand dieser Bereiche besser beurteilen können. Die Crew unterstützt außerdem die laufende Forschung des Minke Whale Project zu Verhalten und Biologie der Zwerg-Minkewale.
- Baujahr
- 1992
- Jahr der Renovierung
- 2023
- Länge
- 37 m
- Breite
- 7,1 m
- Maximale Passagierzahl
- 24
- Anzahl Kabinen
- 11
- Anzahl Badezimmer
- 11 + 2 WC auf dem Tauchdeck
- Motoren
- 2 × Rolls Royce C8M 410 Diesel mit 249,8 kW
- Reisegeschwindigkeit
- 8 Knoten
- Beiboote
- 2 × Naiad-RIB-Beiboote
- Webseite
- spiritoffreedom.com.au ↗
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