Pazifik
Salomonen: Lagunen, Inselwelten und Kriegsgeschichte
Zwischen Gizo und Uepi verbinden die Salomonen japanische Wracks, das Marovo Lagoon und die Kriegsschauplätze Guadalcanals zu einer Reise weit über dem Riff.
Was dieses Land einzigartig macht
- Gizo: Toa Maru Wreck als historischer Tauchplatz
- Gizo: Yellow Corner zwischen Riff und Inselwelt
- Uepi: Uepi House Reef direkt vor der Insel
- Uepi: Uepi Point am Rand des Marovo Lagoon
- Oktober: Lagoon Festival in Munda mit traditionellen Kanus
- Gizo Town: Marktleben zwischen Fisch, Früchten und Holzschnitzerei
- Honiara: Bloody Ridge und Vilu War Museum
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Dieses Land für Taucher
Die Salomonen sind kein einzelnes Inselziel, sondern ein über 900 Kilometer gestreckter melanesischer Archipel zwischen Papua-Neuguinea und Vanuatu. Für Taucher verbindet sich die Reise deshalb mit Wechseln zwischen Provinzen, Lagunen und Inselbasen. Gizo und Uepi liegen im Western Province und teilen die maritime Welt des Lagunengebiets, bleiben aber eigenständige Reisebausteine. Außerhalb des Wassers kommt eine ungewöhnliche Dichte an Kultur- und Kriegsgeschichte hinzu: Marovo Lagoon steht für Dörfer, Schnitzkunst und traditionelle Lagunennutzung, Guadalcanal für die Schlachtfelder rund um Honiara.
Wie sich das Land gliedert
Die Tauchreise teilt sich in zwei Gebiete des Western Province. Gizo ist die westliche Inselbasis rund um Gizo Town und eignet sich für Reisende, die eine eigenständige Provinzstadt, Marktleben und eine Auswahl benannter Plätze wie Toa Maru Wreck oder Yellow Corner miteinander verbinden möchten. Seine Saison reicht von Oktober bis März. Uepi liegt am Rand des Marovo Lagoon und richtet sich stärker an Gäste, die ihre Tage in einer Lagunenlandschaft mit Insel- und Dorfausflügen verbinden möchten. Dort reicht die Saison von Oktober bis Januar; Uepi House Reef und Uepi Point gehören zu dieser Seite. Beide Gebiete lassen sich geografisch kombinieren, sind aber keine austauschbaren Standorte: Gizo steht für den Zugang über Nusatupe und die Provinzstadt, Uepi für das Lagunenumfeld und organisierte Bootswege zu Marovo–Tetepare.
Die Tauchgebiete
Tauchbasen
Tauchsafaris
Wann und wohin, Monat für Monat
Die gemeinsame Reisezeit von Gizo und Uepi liegt im Januar sowie von Oktober bis Dezember. Im Januar können Sie beide Gebietsseiten miteinander verbinden. Im Februar und März bleibt Gizo in Saison, während Uepi nicht dazugehört; diese Monate eignen sich daher für einen Aufenthalt mit Schwerpunkt Gizo. Von April bis September öffnet keines der beiden Gebiete seinen ausgewiesenen Saisonzeitraum. Ab Oktober beginnt das gemeinsame Fenster erneut: Oktober, November und Dezember sind die Monate, in denen Gizo und Uepi parallel geplant werden können. Gegenläufige Saisons gibt es zwischen diesen beiden Gebieten nicht. Die praktische Folge ist eine klare Auswahl statt einer komplizierten Ausweichroute: Entweder konzentrieren Sie sich im Jahresanfang auf Gizo oder Sie legen die Kombination mit Uepi in das Fenster von Oktober bis Januar. Für eine zweiwöchige Reise bleibt zusätzlich Honiara als sinnvoller Auftakt oder Abschluss.
Unterwasserwelt, Küste für Küste
Die Salomonen verlangen bei der Fauna einen anderen Blick auf die Route als Ziele, die mit einer einzelnen Großtierbegegnung werben. Im gesamten Reisebild prägt die Verbindung von Riff, Lagune, Mangroven und Wald die Naturwahrnehmung. Besonders deutlich wird das im Marovo–Tetepare Complex: Dort treffen eine hohe Korallendichte und endemische Vögel auf vulkanische Inseln, Doppelbarriere-Riff und die weitgehend unbewohnte Tetepare Island. Für Ihre Planung bedeutet das, dass Uepi nicht nur als Tauchbasis, sondern als Zugang zu einem zusammenhängenden Naturraum interessant ist. Gizo ergänzt diesen lagunenbezogenen Schwerpunkt um die Inselwelt vor der Provinzhauptstadt. Die Auswahl zwischen beiden Gebieten sollte daher vor allem dem gewünschten Landschafts- und Kulturrahmen folgen, nicht einer pauschalen Tiergarantie.
Zwischen den Gebieten reisen
Der realistische Reiseweg führt zunächst über Honiara und anschließend per Inlandsflug in den Western Province. Für Gizo landen Sie auf Nusatupe Airport, dem kleinen Flugplatz auf einer Insel vor Gizo Town; ein kurzer Bootstransfer schließt die Verbindung ab. Uepi erreichen Sie über weitere organisierte Flug- und Bootsabschnitte in Richtung Marovo Lagoon. Zwischen Gizo und Uepi liegen 122 Kilometer, doch die Distanz auf der Karte unterschätzt den Aufwand: Inseln, offene Wasserwege und lodgeeigene Transfers machen daraus eine geplante Bootsverbindung, nicht einen spontanen Ortswechsel. Gizo und Uepi lassen sich in einer zweiwöchigen Reise verbinden, wenn die Übergänge im Voraus in den Ablauf passen. Malaita oder Makira würden zusätzliche Boots- oder Nebenflugverbindungen verlangen und die Reise deutlich stärker in einzelne Etappen zerlegen. Auf Guadalcanal werden Honiara und Bloody Ridge mit Fahrzeug und lokalem Guide verbunden.
Maske abnehmen
Außerhalb des Wassers beginnt die Reise in Gizo Town. Auf dem Gizo Market sehen Sie Fische, Gemüse, Früchte und einfache Produkte des lokalen Alltags; im Marovo Lagoon treten Dörfer, Kanus und die Holzschnitzerei stärker in den Vordergrund. Tetepare Island bietet dazu einen Kontrast: eine unbewohnte Insel mit Primärwald und kaum veränderten Küsten. In der Roviana Lagoon bei Munda erinnern skull shrines an die frühere Kultur der Kopfgeldjäger, während der Lagoon Festival im Oktober traditionelle Kanurennen und regionale Bräuche zusammenführt. Honiara ergänzt den Western Province um Central Market, National Art Gallery und die Kriegsgeschichte von Guadalcanal. Bloody Ridge, Vilu War Museum und Tetere Beach lassen sich zu einem historischen Tagesprogramm verbinden. Gegessen wird häufig in Guesthouses und Lodges: Poi, Laplap, Kara, Fisch mit Taro in Kokosmilch und Kokoda stehen neben gegrilltem Rifffisch. Auf dem Honiara Central Market trinken Sie frisches Kokoswasser; in Gizo und Uepi wird lokale Küche komfortabler in die Resort- oder Lodge-Menüs eingebunden.
Was überall in diesem Land gilt
In den Salomonen zählt bei wiederholten Tauchgängen eine vorausschauende Ausrüstung mehr als ein einzelner warmer Badetag. Eine stärker bedeckende Tauchbekleidung ist sinnvoll, wenn Sie mehrere Immersionen hintereinander planen. Für Foto- und Videoausrüstung sollten Sie eigene Lösungen für Befestigung und Transport mitbringen, weil die Anforderungen zwischen Strömung, Wrack und Riff wechseln. Ein großzügiger Zeitpuffer gehört ebenfalls in die Planung: Die Inselverbindungen beruhen auf Flügen und Bootsfahrten, deren Ablauf nicht wie eine kurze Überlandstrecke behandelt werden kann. Gerade bei einer Kombination von Gizo und Uepi schafft ein zusätzlicher Reservetag Abstand zwischen Anreise, Transfer und den ersten Tauchgängen.








