Tauchsafaris · Salomonen
Emperor Bilikiki – Solomon Islands mit Geschichte und Weite
Was dieses Schiff einzigartig macht
- Die Emperor Bilikiki gehört zu den wenigen Tauchsafari-Schiffen, die regelmäßig die abgelegenen Tauchgebiete der Salomonen ansteuern.
- Die Route verbindet die drei wichtigsten Inseln des Archipels mit einer großen Auswahl an Riffen, Steilwänden und Wracks aus dem Zweiten Weltkrieg.
- Die zehn klimatisierten Unterdeckkabinen haben jeweils ein eigenes Bad mit Dusche.
- Nitrox, Nationalpark-, Hafen- und Treibstoffgebühren sowie die Tauchgänge sind eingeschlossen.
Die Einladung
Die Emperor Bilikiki passt zu Tauchern, die nicht nur ein bequemes Schiff, sondern Zugang zu einem schwer erreichbaren Revier suchen. Die Salomonen liegen nicht am Rand einer bekannten Standardroute: Die Reise führt zu drei Hauptinseln und zu Tauchplätzen, an denen Korallenriffe und Wracks aus dem Zweiten Weltkrieg nebeneinanderstehen. Das Schiff war das erste Full-Service-Liveaboard der Salomonen und gehört noch immer zu den wenigen, die diese Region regelmäßig betauchen. Wer hier einsteigt, sucht keine kurze Sammlung bekannter Fotomotive. Gesucht wird Vielfalt, Abstand zum Alltag und ein Revier, das man nicht schon aus jedem zweiten Tauchmagazin kennt.
An Bord gehen
Beim Ankommen wirkt die Bilikiki wie ein Schiff mit Vergangenheit, nicht wie ein schwimmendes Hotel aus dem Katalog. Sie wurde 1966 gebaut und 2013 renoviert. Das erklärt ihren Charakter: viel Erfahrung im Rumpf, dazu die Einrichtungen, die man auf einer langen Tauchsafari wirklich braucht. Die Wege an Bord sind auf das Leben auf See ausgelegt, mit einem Innen-Salon, Außenflächen und einem eigenen Bereich für Kameras. Vom Kai aus ist vor allem eines wichtig: Dieses Schiff wurde nicht für einen kurzen Ausflug gebaut. Es soll mehrere Tage draußen bleiben und dabei eine Gruppe von Tauchern, Crew und Ausrüstung tragen.
Die Stimmung an Bord
Die Bilikiki lebt weniger von großer Inszenierung als von einer Crew, die den Ablauf im Griff hält. Reisende berichten von freundlichem Empfang, viel Hilfsbereitschaft und einer Mannschaft, die Schwierigkeiten möglichst gar nicht erst groß werden lässt. Gerade auf einem älteren Schiff zählt das: Wenn beim Anrödeln jemand mitdenkt, das Beiboot dort wartet, wo die Gruppe auftaucht, und der nächste Ablauf klar bleibt, wird die Technik zur Nebensache. Das Verhältnis von Crew zu Gästen liegt nahe bei eins zu eins. Dadurch bleibt die Reise persönlich, ohne dass daraus zwangsläufig eine aufgesetzte Gruppendynamik entsteht. Abends sitzt man meist noch zusammen, solange die Gespräche nach dem letzten Tauchgang tragen.
Die, die euch ins Wasser bringen
Die Bilikiki wird von einer lokalen und internationalen Mannschaft betrieben; an Bord wird Englisch gesprochen. Das enge Verhältnis von Crew und Gästen macht sich vor allem beim Anrödeln und bei den Transfers mit den Beibooten bemerkbar. Die Crew hilft dort, wo Hilfe gebraucht wird, ohne jeden Taucher aus der eigenen Routine zu nehmen. Sauerstoff und Erste-Hilfe-Ausrüstung sind an Bord, dazu Feueralarm, Feuerlöscher, Rettungswesten und Rettungsboote. Radar, Sonar, GPS und Funk gehören zur Navigation. Eine genaue Zahl der Guides, ein festes Verhältnis pro Tauchgruppe und konkrete Ausbildungsangebote an Bord sind nicht angegeben. Das Niveau der einzelnen Tauchplätze kann deshalb nicht pauschal beschrieben werden.
Das Tauchdeck und die Ausrüstung
Das Tauchdeck ist überdacht und führt direkt zur Tauchplattform. Zwei Beiboote bringen die Gruppen zu den Plätzen und holen sie nach dem Auftauchen wieder ab; die Bilikiki bleibt damit nicht an jedem Riff selbst liegen. Für Kameras gibt es Ladestationen, einen separaten Spülbereich und einen eigenen Kameraraum. DIN-Adapter sind vorhanden. Nitrox steht zur Verfügung und gehört zum eingeschlossenen Tauchpaket; für die Nutzung der Nitrox-Mischung ist das entsprechende Brevet erforderlich. Leihausrüstung kann gebucht werden, konkrete Marken werden nicht genannt. Sidemount-Tauchen ist möglich. Zusätzlich gibt es Außenduschen, Handtücher für Kabine und Deck sowie einen schattigen Platz, an dem das Gerät zwischen den Tauchgängen nicht in der Sonne liegt.
Zwischen zwei Tauchgängen
Zwischen den Tauchgängen verteilt man sich auf die Terrasse, den Beobachtungsbereich oder in den Innen-Salon. Wer Schatten sucht, findet einen geschützten Platz am Tauchbereich; wer lieber nach draußen schaut, kann sich auf den Decks niederlassen und die Inseln vorbeiziehen sehen. Die Kameras haben einen eigenen Raum mit Ladestationen und separatem Spülbereich, sodass nicht jeder freie Tisch zum Arbeitsplatz werden muss. An tauchfreien Nachmittagen bieten sich die Kajaks für einen Ausflug an. Sonst reichen ein Buch aus der Bibliothek, ein Kaffee an der Bar und ein Platz, an dem die nasse Ausrüstung langsam trocknet.
Was man an Bord isst
Die Küche ist ein echter Schwerpunkt an Bord. Serviert werden westliche und lokale Gerichte, als Buffet oder Menü, dazu gibt es Snacks über den Tag verteilt. Vegetarische und vegane Wünsche können berücksichtigt werden. Das Abendessen kann draußen stattfinden, wenn Wind und Wetter es zulassen. Nach mehreren Tauchgängen ist der Esstisch mehr als ein Platz für Kalorien: Hier werden Sichtungen verglichen, Routen besprochen und die besten Momente des Tages noch einmal auseinandergenommen. Dazu kommen Bier und eine Auswahl an Weinen; alkoholfreie Getränke sind nicht automatisch Teil jeder Leistung. Die Bewertungen der Verpflegung liegen deutlich über denen der anderen Bereiche.
Die Nächte auf See
Die Nächte verbringt man in klimatisierten Unterdeckkabinen mit eigener Dusche und Toilette. Es gibt Kabinen mit zwei Einzelbetten sowie Kabinen mit Doppelbett und zusätzlicher Koje. Viel Raum für unnötige Dinge ist das nicht, aber genau das gehört bei einer Tauchsafari dazu: Die Ausrüstung bleibt dort, wo sie hingehört, und die Kabine bleibt der Ort zum Schlafen und Rückzug. Nach einem langen Tag liegt man unter Deck, während draußen das Schiff weiterzieht. Wer absolute Stille erwartet, sollte grundsätzlich wissen, dass ein Liveaboard nachts ein Arbeitsort bleibt. Wer dagegen morgens direkt zum ersten Briefing gehen möchte, findet hier eine zweckmäßige, private Basis.
Zweibett, Unterdeck
Was man vor dem Einsteigen wissen sollte
Die Reisen starten und enden in Honiara. Der Transfer vom Flughafen ist eingeschlossen. Für die Anreise ist es sinnvoll, einen Tag vor der Einschiffung in Honiara anzukommen, damit eine verspätete Verbindung nicht die Tauchsafari gefährdet. Die geplanten Reisen dauern je nach Abfahrt acht bis dreizehn Tage.
Decksplan
- Baujahr
- 1966
- Jahr der Renovierung
- 2013
- Länge
- 38 m/38,1 m
- Breite
- 7,5 m/7,6 m
- Maximale Passagierzahl
- 20
- Anzahl Kabinen
- 10
- Anzahl Badezimmer
- 10
- Motoren
- Caterpillar-Diesel mit 350 PS
- Reisegeschwindigkeit
- 9 Knoten
- Beiboote
- 2
- Webseite
- emperordivers.com ↗
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