Pazifik
Vanuatu: zwischen Vulkaninseln, Riffen und Weltkriegsschätzen
Zwischen den Märkten von Luganville und dem kava-geprägten Abend in Port Vila liegen Tauchgänge an Korallen, Militärgerät und einer versunkenen Geschichte.
Was dieses Land einzigartig macht
- Efate ganzjährig: Twin Bommies nahe Port Vila
- Espiritu Santo: SS President Coolidge bei Luganville
- Star of Russia im Hafen von Port Vila
- The Cathedral und ihre Gewölbe vor Efate
- Million Dollar Point mit Militärgerät unter Korallen
- Laplap aus Maniok, Taro und Kokosmilch
- Kava im Nakamal und Märkte von Luganville
Für Untertitel auf Deutsch: starten Sie zuerst das Videoklicken Sie dann auf das Zahnradoben rechts im Video, wählen Sie „Untertitel“, dann „Automatisch übersetzen“ und schließlich „Deutsch“.
Dieses Land für Taucher
Vanuatu ist ein melanesischer Inselstaat zwischen Fidschi und Neukaledonien, dessen Tauchreisen zwei sehr unterschiedliche Inselerfahrungen verbinden. Efate bringt kurze Wege ab Port Vila, fringing reefs und historische Plätze wie Star of Russia oder The Cathedral zusammen. Espiritu Santo steht für die maritime Geschichte von Luganville und die außergewöhnliche SS President Coolidge. Gemeinsam ist beiden Regionen die enge Verbindung von Unterwasserlandschaft, Inselgeschichte und ländlichem Leben. Anders als viele Pazifikziele lässt sich hier ein Aufenthalt mit Korallenriffen, versunkenen Militärfahrzeugen, einer großen Schiffswrackgeschichte und Süßwasserlandschaften an Land verbinden.
Wie sich das Land gliedert
Efate ist die richtige Gebietsseite für Reisende, die Port Vila als feste Basis schätzen und Tauchplätze in der Bucht oder an den Riffen der Insel mit kurzen Ausflügen verbinden möchten. Die Insel ist ganzjährig als Tauchregion eingeordnet. Ihr Gegenstück ist Espiritu Santo: Die größere Insel wirkt ländlicher, ist stärker von Luganville und der amerikanischen Militärgeschichte geprägt und richtet den Aufenthalt auf die SS President Coolidge sowie weitere historische Unterwasserplätze aus. Dort liegt die Saison von November bis April. Damit teilen sich die Gebiete nicht einfach dieselbe Reiseart. Efate passt zu einer urbaneren, kulinarisch vielseitigen Reise mit Tauchgängen in der Nähe von Port Vila. Espiritu Santo passt zu längeren, bewusst organisierten Tagen zwischen Luganville, Wrackgeschichte, Stränden und Blue Holes. Wer beide Seiten erleben möchte, sollte die Gebietsseiten als zwei eigenständige Reisebausteine betrachten, nicht als Varianten desselben Küstenaufenthalts.
Die Tauchgebiete
Tauchbasen
Hotels
Wann und wohin, Monat für Monat
Efate können Sie in jedem Monat als saisonale Grundlage einplanen. Espiritu Santo ergänzt die Reise von November bis April; in diesen Monaten lassen sich beide Regionen verbinden. Das gilt für Januar bis April ebenso wie für November und Dezember. Von Mai bis einschließlich Oktober bleibt Efate die naheliegende Wahl, weil Santo dann nicht in seinem ausgewiesenen Saisonfenster liegt. Der Kalender spricht daher nicht von einem einfachen Wechsel zwischen zwei gegensätzlichen Küsten, sondern von einer ganzjährig nutzbaren Basis und einem saisonal geöffneten zweiten Schwerpunkt. Für eine Reise im europäischen Winter bietet sich die Kombination aus Port Vila und Luganville an. Wer zwischen Mai und Oktober reist, konzentriert die Inselreise besser auf Efate, statt Santo nur aus Vollständigkeitsgründen einzubauen. Die Monatswahl entscheidet damit vor allem, ob die Wrackwelt von Espiritu Santo sinnvoll in den Reiseablauf passt.
Unterwasserwelt, Küste für Küste
Auf Efate liegt der klar erkennbare Schwerpunkt bei kleineren und mittleren Riffbewohnern: Muränen, Langusten, Nudibranchien, Skorpionfischen und verschiedenen Riffischen begegnen Sie an den Plätzen rund um Port Vila. Für Ihre Routenplanung ist wichtig, diese Begegnungen nicht als gleichmäßiges Merkmal jeder Insel zu behandeln. Eine Efate-Reise setzt den Akzent auf das Leben am Riff und auf genaues Beobachten zwischen Korallenformationen. Espiritu Santo verändert den Charakter der Reise dagegen vor allem durch die historischen Unterwasserplätze; dort steht die Geschichte des SS President Coolidge und von Million Dollar Point im Mittelpunkt. Wer gezielt nach der beschriebenen Riff-Fauna plant, orientiert sich deshalb an Efate. Wer das außergewöhnliche maritime Erbe Vanuatus sucht, verschiebt seinen Schwerpunkt nach Santo.
Zwischen den Gebieten reisen
Efate und Espiritu Santo liegen 256 Kilometer voneinander entfernt. Praktisch verbindet man sie nicht mit einer kurzen Küstenfahrt, sondern mit dem Inlandsflug zwischen Port Vila und Luganville, der ungefähr eine Stunde dauert. Für zwei Wochen ist eine Abfolge mit einigen Tagen auf Efate und anschließend fünf bis sechs Tagen auf Santo gut organisierbar. Die Flugverbindungen verkehren mehrmals pro Woche, häufig ein- bis zweimal täglich, dennoch bestimmen Anschlusszeiten den tatsächlichen Rhythmus. Fähren und Boote eignen sich eher für kurze Ausflüge von Santo nach Aore Island oder Malo; ihre weniger flexiblen Zeiten verlangen einen ganzen, darauf abgestimmten Tag. Eine zusätzliche Insel wie Tanna oder Pentecost ist möglich, kostet durch Transfers und Wartezeiten aber mindestens zwei volle Tage. Mehrere abgelegene Inseln hintereinander machen die Reise schnell transferlastig.
Maske abnehmen
Außerhalb des Wassers beginnt Vanuatu in Port Vila mit dem Vanuatu Cultural Centre, wo tamtam, Masken, Zeremonialobjekte und die Geschichte des Landes zusammenkommen. Am Blue Lagoon auf Efate können Sie einen halben Tag zwischen Bäumen, Badestellen und sehr klarem Wasser verbringen. In Port Vila liegen außerdem Haos Blong Handicraft Market und Mahitahi Handicraft Market House: Dort verkaufen „mama“ Körbe, Pandanustaschen, Holzarbeiten und Muschelschmuck aus verschiedenen Inseln. Espiritu Santo führt nach Luganville, zum South Pacific WWII Museum, zum Luganville Market und weiter zu Matevulu Blue Hole, Riri Blue Hole oder Nanda Blue Hole. Champagne Beach bietet einen ganzen Tag am Wasser; Leweton Cultural Village zeigt Tänze, Gesänge, Flechtarbeiten und die Zubereitung von Kava. Kulinarisch gehören Laplap, Tuluk und Simboro auf den Tisch, dazu Fisch vom Holzkohlegrill oder Santo-Rind. In Port Vila finden Sie internationale Küche und französisch geprägte Cafés, während Märkte und Dörfer Maniok, Taro, Kokosmilch und Kava unmittelbar ins Reiseerlebnis einbinden.
Was überall in diesem Land gilt
Vanuatu bleibt auch zwischen den großen Inseln ein Reiseziel, dessen Ablauf von Flügen und Anschlüssen bestimmt wird. Port Vila und Luganville sind die beiden Knotenpunkte für die Verbindung der Hauptinseln; von dort führen weitere Flüge oder lokale Boote in abgelegenere Inselräume. Selbst ein Ausflug auf Santo braucht häufig einen halben Tag, wenn Blue Holes oder entferntere Strände das Ziel sind. Auf Efate und Santo können Mietwagen, Taxis und private Hoteltransfers die Wege an Land erleichtern. Die Hauptstraßen sind teilweise asphaltiert, Nebenpisten können nach Regen schwierig werden, und außerhalb der Orte ist die Beleuchtung begrenzt. Planen Sie Fahrten daher bei Tageslicht und lassen Sie zwischen Inselwechseln ausreichend zeitlichen Spielraum.











