Tauchsafaris · Indonesien
Seahorse – traditionelle Pinisi für Indonesiens abgelegene Riffe
Was dieses Schiff einzigartig macht
- Die Seahorse ist eine traditionelle indonesische Pinisi aus Holz, die 2018 vollständig renoviert wurde.
- Zwei Aluminium-Beiboote bringen die Taucher direkt zu den Riffen und holen sie dort wieder ab, wo sie auftauchen.
- Acht klimatisierte Kabinen verfügen über ein eigenes Bad mit warmem Wasser.
- Die Route verbindet je nach Reise Bali, Komodo, die Banda-See, Raja Ampat und weitere abgelegene Tauchgebiete Indonesiens.
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Die Einladung
Die Seahorse passt zu Tauchern, die nicht das glatteste Schiff im Hafen suchen, sondern ein Boot mit eigener Geschichte und einem klaren Zweck: weit hinauszufahren, wo die Riffe noch nicht an jeder Ecke erreichbar sind. Die traditionelle Pinisi-Form bleibt sichtbar, während die Renovierung den Alltag an Bord deutlich angenehmer macht. Entscheidend ist aber nicht die Silhouette, sondern das, was dahintersteht: ein großes Tauchdeck am Heck, zwei schnelle Beiboote und eine Crew, die den Ablauf so organisiert, dass zwischen Anrödeln und Abtauchen wenig verloren geht. Wer nach einem Schiff sucht, auf dem das Tauchen den Tag bestimmt und nicht nur als Ausflug neben dem Hotelbetrieb läuft, findet hier einen passenden Rahmen. Die Seahorse ist für Menschen gemacht, die nach dem letzten Tauchgang noch über das Riff sprechen, statt möglichst schnell wieder an Land zu wollen.
An Bord gehen
Beim Ankommen liegt keine anonyme Stahlkiste am Kai, sondern eine traditionelle hölzerne Pinisi mit tropischem Charakter. Die Linien des Segelschiffs erinnern daran, dass diese Boote ursprünglich für lange Fahrten zwischen den Inseln gebaut wurden; an Bord wird diese Tradition mit modernen Einrichtungen verbunden. Seit der Renovierung wirkt die Seahorse nicht wie ein Museumsstück, sondern wie ein Arbeitsboot, das für Tauchreisen vorbereitet ist. Man bewegt sich zwischen Innenlounge, Restaurant, Außenbereichen und dem geräumigen Heck, ohne ständig durch enge Hotelflure zu müssen. Die Tauchplattform liegt dort, wo sie hingehört: am Heck, direkt am Wasser. Das ist der erste Eindruck, der zählt. Nicht Luxus um seiner selbst willen, sondern ein Schiff, dessen Räume auf lange Tage im Meer ausgerichtet sind.
Die Stimmung an Bord
Die Seahorse wird von einer großen lokalen und internationalen Crew getragen, darunter zwölf Crewmitglieder und vier Dive Master. Das merkt man vor allem an den Übergängen: Flaschen und Ausrüstung müssen nicht lange gesucht werden, das Beiboot ist bereit, und nach dem Tauchgang bleibt Zeit für das, was unter Wasser passiert ist. Die Crew arbeitet professionell, ohne den Tag steif zu machen. Genau diese Mischung wird an Bord geschätzt: klare Abläufe, aber genug Humor für eine Woche, in der sich eine Gruppe Fremder schnell zusammenfindet. Abends sitzt man im Salon oder draußen, zeigt Fotos und lässt den Tag langsamer werden. Die Seahorse passt zu Tauchern, die Hilfe annehmen, ohne umsorgt werden zu wollen, und die eine Crew nicht nur an der Höflichkeit, sondern an ihrer Haltung während eines langen Tauchtags messen.
Die Tauchplätze
Je nach Reise führt die Seahorse auf 11-Tage-Routen mit 10 Nächten von Bali über Sumbawa nach West-Flores oder zurück. Die längeren Programme reichen über 12 Nächte durch die Banda-See, über 11 Nächte von Raja Ampat nach Halmahera und weiter bis Lembeh oder über 12 Nächte durch Raja Ampat. In Balis Umgebung zeigen Manta Point bis 40 Meter und Manta Sandy ihre Putzerstationen; Batu Kelebit reicht bis 60 Meter an Pinakeln und Plateaus entlang. Bias Tugel führt bis 30 Meter über eine sanfte Korallenschräge, während Gili Mimpang, Gili Biaha und Gili Tepekong bis 40 Meter Strömung, Höhlen, Wände und einen Canyon verbinden. Tulambens Coral Garden liegt bis 30 Meter, Tulamben Bay bis 35 Meter am USS-Liberty-Wrack und die Tulamben Wall bis 40 Meter an einer vertikalen Riffkante. Crystal Bay reicht bis 45 Meter, Blue Corner und Jangka Point bis 30 Meter. In Raja Ampat gehören Manta Sandy und Mike's Point zu den markanten Plätzen; Mike's Point fällt bis 40 Meter an Überhängen und flachen Korallen ab. Die genaue Auswahl richtet sich nach Route, Strömung, Sicht und Wetter.

Manta Point →
Max. Tiefe · 40 m

Manta Sandy →

Batu Kelebit →
Max. Tiefe · 60 m

Bias Tugel →
Max. Tiefe · 30 m

Gili Mimpang →
Max. Tiefe · 40 m

Gili Biaha →
Max. Tiefe · 40 m

Gili Tepekong →
Max. Tiefe · 40 m

Coral Garden →
Max. Tiefe · 28 m

Tulamben Bay →
Max. Tiefe · 35 m

Liberty →
Max. Tiefe · 30 m

Tulamben Wall →
Max. Tiefe · 40 m

Crystal Bay →
Max. Tiefe · 45 m

Blue Corner →
Max. Tiefe · 30 m

Jangka Point →
Max. Tiefe · 30 m

Mike's Point →
Max. Tiefe · 40 m
Was man unter Wasser trifft
Auf dieser Route begegnet man vielen Tieren nicht nur an einem einzelnen Glückstag. Riffhaie und Meeresschildkröten gehören an zahlreichen Plätzen zum Bild, dazu kommen Mola Mola, Barrakudas, Thunfische, Napoleons, Makrelen und große Zackenbarsche. In den Korallenfeldern bleibt der Blick trotzdem oft an den kleinen Dingen hängen: Nacktschnecken, Zwergseepferdchen und Weichkorallen liegen zwischen den Begegnungen mit pelagischen Tieren. Mantas sammeln sich an Manta Point und Manta Sandy an Putzerstationen; dort kann man sie beim langsamen Kreisen beobachten, während auch Schnorchler an der Oberfläche bleiben. Strömung an Blue Corner, Gili Mimpang oder Batu Kelebit kann größere Tiere an die Riffe bringen, verlangt aber saubere Tarierung und Aufmerksamkeit. Die besonderen Funde sind an einzelne Plätze gebunden: die grüne Meeresschildkröte, der Gartenaal, der Kuda-Seepferdchen, der Anglerfisch und der Fledermausfisch sind für Crystal Bay verzeichnet. Im Coral Garden de Tulamben sucht man nach Aalen und Anemonen, in Gili Tepekong nach der Großaugenmakrele und in Gili Biaha nach dem Hummer.
Die, die euch ins Wasser bringen
Vier Dive Master begleiten die Tauchgänge; zusätzlich stehen Tauchlehrer und weitere Supportkräfte zur Verfügung. Die Crew spricht Englisch, Französisch, Spanisch und Indonesisch. Die geführten Tauchgänge werden in kleinen Gruppen organisiert, mit höchstens einem Guide für vier Taucher. Vor jedem Tauchgang prüfen die Guides die Strömung und passen das Briefing an die aktuellen Bedingungen an. Das ist in Indonesien wichtiger als ein schön formulierter Plan, weil Gezeiten und Strömung den Charakter eines Platzes schnell verändern können. Angeboten werden drei Tagtauchgänge und, wenn Route und Bedingungen es zulassen, ein Nachttauchgang. Nitrox- und weiterführende Tauchkurse können an Bord organisiert werden. Für die Sicherheit stehen Sauerstoff, Erste-Hilfe-Ausrüstung, Funk, GPS, Radar und Ortungssysteme bereit. Wer einsteigen will, sollte zertifiziert und mit den Anforderungen von Strömungstauchgängen vertraut sein.
Das Tauchdeck und die Ausrüstung
Getaucht wird mit Aluminiumflaschen zu 12 Litern; größere 15-Liter-Flaschen können zusätzlich gebucht werden. Nitrox 32 ist für zertifizierte Taucher verfügbar, DIN-Adapter sind vorhanden. Das Tauchdeck am Heck führt direkt zur Plattform, und zwei Aluminium-Beiboote bringen die Gruppen zu den Einstiegen und holen sie nach dem Auftauchen wieder ab. Beide Boote sind mit 100-PS-Yamaha-Viertaktmotoren, UKW-Funk und Echolot ausgerüstet. An Bord gibt es eine eigene Kameraräumlichkeit, Ladestationen, ein separates Spülbecken für Kameras und weitere Spülmöglichkeiten für die Ausrüstung. Leihausrüstung ist vorhanden, aber in begrenzter Zahl; Größe und Bedarf sollten vor der Reise geklärt werden. Technisches Tauchen und Sidemount sind möglich. Die Ausrüstung liegt dort, wo sie gebraucht wird, nicht irgendwo zwischen Sonnenliegen und Gepäck.
Zwischen zwei Tauchgängen
Zwischen den Tauchgängen verteilt sich das Leben auf schattige Außenflächen, die Terrasse, die Innenlounge und das Sonnendeck. Wer nach dem Essen nicht sofort wieder ins Wasser will, kann sich mit einem Buch zurückziehen, Bilder im Kameraraum sortieren oder einfach den Inseln beim Vorbeiziehen zusehen. Kayaks stehen für kurze Ausflüge bereit, wenn das Schiff in einer geschützten Bucht liegt. Bei längeren Überfahrten wird aus der Pause ein eigener Teil der Reise: weniger Tauchkisten auf dem Deck, mehr Wind, Horizont und Zeit. Die Beiboote können Gäste an Land bringen, sofern es der Ablauf erlaubt. Das ist kein Programmzwang. Man kann an einer Lagune paddeln, einen Strand betreten oder auf dem Schiff bleiben und den nächsten Tauchgang in Ruhe vorbereiten.
Ein Tag an Bord
Der Tag beginnt um 6:15 Uhr, mit einem leichten Frühstück, Briefing und dem ersten Auslaufen um 7 Uhr. Während die Taucher zurückkehren, wird das Frühstück vollständig serviert. Um 10:30 Uhr folgt der nächste Ruf, um 11 Uhr geht es wieder ins Wasser; danach wartet das Mittagessen. Der dritte Tauchgang beginnt nach dem Briefing um 14:30 Uhr und startet um 15 Uhr, anschließend stehen Snacks bereit. Wenn Route, Licht und Bedingungen es erlauben, ruft die Crew um 18 Uhr zum Nachttauchgang, der um 18:30 Uhr beginnt. Danach gibt es Abendessen. Zwischen diesen festen Punkten fährt das Schiff, ankert neu, bringt Gruppen mit den Beibooten zu den Riffen oder lässt Raum für Schlaf, Kameras und ein Gespräch im Schatten. Der Rhythmus ist dicht, aber nicht hektisch: Briefing, Wasser, Essen, Pause, wieder Wasser.
Was man an Bord isst
Die Küche verbindet internationale Gerichte mit lokalen indonesischen Speisen. Serviert werden vollständige Mahlzeiten, Buffets, Snacks über den Tag und auf einzelnen Ausflügen auch ein Barbecue am Strand. Vegetarische und vegane Wünsche werden berücksichtigt; Wasser, Tee, Kaffee und alkoholfreie Getränke gehören zum Bordangebot, während Bier und Wein erhältlich sind. Der klimatisierte Speiseraum ist dabei mehr als ein Platz zum Essen. Nach dem ersten Tauchgang wird dort das Frühstück nachgereicht, nach dem zweiten das Mittagessen, später stehen Snacks bereit und nach dem Nachttauchgang wartet das Abendessen. Bei vier Tauchgängen am Tag braucht niemand eine Küche, die nur schön klingt. Wichtig ist, dass etwas Warmes bereitsteht, wenn man mit nassem Haar und leerem Tank aus dem Wasser kommt. Genau darauf ist der Ablauf ausgelegt.
Die Nächte auf See
Die Nächte verbringt man in klimatisierten Kabinen mit eigenem Bad und warmem Wasser. Zur Auswahl stehen Twin-Kabinen, eine Doppelkabine im unteren Deck und Doppelkabinen mit Meerblick; die Kabinen im hinteren Bereich des Hauptdecks liegen näher am Heck und damit am Tauchbetrieb. Die Seahorse bleibt ein Holzschiff, kein schallisoliertes Hotel. Wer absolute Stille erwartet, sollte sich daran erinnern, dass an Bord früh gearbeitet wird und das Meer nie vollständig schweigt. Dafür ist der Weg vom Bett zum Deck kurz, die Kabine bleibt rauchfrei und Handtücher sowie Pflegeprodukte liegen bereit. Nach einem langen Tauchtag ist genau das wertvoll: eine eigene Tür, eine warme Dusche und ein klimatisierter Raum, in dem die Ausrüstung nicht den ganzen Lebensraum beherrscht.
Zweibettkabinen
Doppelkabine, Unterdeck
Doppel Meerblick
Was man vor dem Einsteigen wissen sollte
Die Reisen starten je nach Route in Denpasar, Labuan Bajo, Maumere, Saumlaki, Ambon, Sorong oder Kaimana und enden in Denpasar, Labuan Bajo, Ambon, Saumlaki, Sorong oder anderen angegebenen Zielhäfen. Flughafentransfers und Hoteltransfers am Ein- und Ausschiffungsort sind eingeschlossen. Die genaue Abholung wird vor der Reise mitgeteilt. Eine Anreise am Vortag gibt mehr Sicherheit, besonders bei internationalen Anschlussflügen und abgelegenen Abfahrtshäfen.
Decksplan
- Baujahr
- 2004
- Jahr der Renovierung
- 2018
- Länge
- 33 m
- Breite
- 8,5 m
- Maximale Passagierzahl
- 16
- Anzahl Kabinen
- 8
- Anzahl Badezimmer
- 8
- Motoren
- MAN 2866 LXE Marine Turbo Diesel 400 PS
- Reisegeschwindigkeit
- 8 Knoten
- Beiboote
- 2 Yamaha-Motoren mit 100 PS, 4-Takt, VHF-Funkgeräte und Echolote
- Webseite
- wallacea-divecruise.com ↗
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