Tauchsafaris · Indonesien
Sokaraja – Komodo im kleinen Holzboot
Was dieses Schiff einzigartig macht
- Die Sokaraja ist ein traditionelles indonesisches Holzboot für kleine Tauchgruppen im Komodo-Nationalpark.
- Die kurzen Reisen führen über vier Tage und drei Nächte oder fünf Tage und vier Nächte ab Labuan Bajo zurück nach Labuan Bajo.
- Auf den Touren stehen zwölf beziehungsweise fünfzehn Tauchgänge auf dem Plan, darunter ein Nachttauchgang.
- Die Crew taucht in Gruppen von höchstens vier Tauchern und legt großen Wert auf klare Briefings und sichere Abläufe.
- An Bord gibt es frisch zubereitete indonesische Buffetküche mit vegetarischen und veganen Optionen.
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Die Einladung
Die Sokaraja ist kein schwimmendes Hotel mit Tauchbetrieb, sondern ein kleines Holzboot, das seine Reise um die Tauchgänge herum baut. Wer Komodo mit einer überschaubaren Gruppe erkunden möchte, findet hier kurze Wege zwischen Guide, Crew und eigenem Platz an Bord. Unter Wasser geht es um Strömungen, Korallen, Mantas, Haie und kleine Tiere, an Land um Rinca, Komodowarane und die Inselwelt des Nationalparks. Dazu kommt eine Crew, die von zurückkehrenden Gästen besonders für ihre Freundlichkeit, ihre Briefings und ihre sichere Organisation geschätzt wird. Die Küche gehört ebenso zum Erlebnis: frisch gekochtes indonesisches Essen, reichlich und ohne großes Zeremoniell. Die Sokaraja passt zu Tauchern, die nicht die größte und aufwendigste Yacht suchen, sondern ein persönliches Boot, auf dem die Tage klar ums Tauchen kreisen.
An Bord gehen
Beim Ankommen wirkt die Sokaraja wie das, was sie ist: ein traditionelles indonesisches Holzboot, gebaut für Inseln, Wasser und den täglichen Wechsel zwischen Deck und Beiboot. Die Renovierung im Jahr 2024 bringt diesen Charakter mit modernerer Ausstattung und aktueller Sicherheitsausrüstung zusammen, ohne das Schiff in eine glatte Hotelkulisse zu verwandeln. An Bord bewegt man sich zwischen schattigem Tauchbereich, Außenplätzen zum Essen, Terrasse und Sonnendeck. Es gibt mehrere Bereiche zum Sitzen oder Liegen, sodass sich die kleine Gruppe nicht ständig auf einem einzigen Platz drängt. Wer vom Kai kommt, findet keinen anonymen Betrieb mit wechselnden Abläufen, sondern ein Boot, dessen Größe die Begegnungen schnell persönlich macht. Nach dem ersten Briefing kennt man die Gesichter, die später beim Anlegen der Ausrüstung, beim Essen und beim Einstieg ins Wasser wieder auftauchen.
Die Stimmung an Bord
Die Stimmung an Bord ist entspannt, aber nicht beliebig. Die Gruppe ist klein genug, dass man sich nach kurzer Zeit kennt: beim Kaffee, auf der Bank nach dem Tauchgang und beim Warten auf das nächste Briefing. Die Crew bleibt nicht im Hintergrund. Sie hilft, erklärt, räumt auf und achtet darauf, dass die Abläufe unter Wasser sicher bleiben, ohne daraus eine steife Veranstaltung zu machen. Gäste beschreiben eine warme, familiäre Atmosphäre und viel positive Energie, besonders nach den Tauchgängen. Abends wird auf dem Deck gesessen, geredet und Musik gehört; wer Ruhe möchte, findet ebenfalls einen Platz. Genau darin liegt der Charakter der Sokaraja: Man reist nicht in einer anonymen Gruppe, sondern mit Menschen, deren Gesichter bald zu diesem bestimmten Komodo-Erlebnis gehören.
Die Tauchplätze
Die Sokaraja fährt Komodo-Routen ab Labuan Bajo und zurück. Die viertägige Reise mit drei Nächten umfasst zwölf Tauchgänge, die fünftägige Variante mit vier Nächten fünfzehn. Der erste Tauchgang dient als Check-Dive an einem geschützten, schräg abfallenden Riff. Pengah Kecil verbindet Wände, Hänge und Plateaus; Siaba Kecil bringt Strömung und Drifterlebnis, während Siaba Besar als geschützte Bucht mit Korallenaufbauten und Seegras bekannt ist. Wainilu steht für den Nachttauchgang, bei dem der Blick auf kleine und nachtaktive Tiere fällt. Rinca unterbricht den Tauchplan mit einer Wanderung zu den Komodowaranen, Kalong Island mit dem Sonnenuntergang und den Flughunden. Weitere bekannte Ziele der Route sind Mawan, Batu Bolong, Manta Point, Castle Rock und Bamboo Slope. Welche Plätze tatsächlich angefahren werden, entscheidet die Crew nach Gezeiten, Strömung und Wetter.
Was man unter Wasser trifft
Unter Wasser reicht das Spektrum bei Komodo von großen Begegnungen bis zu Tieren, die man erst nach längerem Suchen entdeckt. An Riffen und in den Kanälen können Weißspitzenriffhaie, Schildkröten, Adlerrochen, Papageifische, Makrelen und Schwärme von Schnappern auftauchen. Mantas gehören zu den großen Gründen für diese Route, ebenso die dichten Korallen und das Leben an den Steilriffen. Siaba Besar ist besonders interessant für grüne Schildkröten; im Seegras liegen die Chancen auf Flammbuntbarsche, Mimic Octopus, Rhinopias und andere Makrotiere. An Pengah Kecil kann sich der Blick vom Riffhai zum Froschfisch, zur Nacktschnecke oder zu Garnelen verlagern. Beim Nachttauchgang in Wainilu zeigt sich eine andere Seite des Parks. Eine Begegnung lässt sich nie bestellen. Genau deshalb bleiben Briefing, Strömung und ruhiges Beobachten entscheidend.
Die, die euch ins Wasser bringen
Die Guides und Tauchlehrer arbeiten mit höchstens vier Tauchern pro Guide. Das ist in Komodo mehr als eine angenehme Gruppengröße: Bei wechselnden Strömungen bleibt die Gruppe überschaubar, und ein Guide kann sehen, wer wo unterwegs ist. Die Crew spricht Englisch, Spanisch, Indonesisch und Italienisch. Vor jedem Tauchgang gibt es ein ausführliches Briefing zu Platz, Ablauf und Bedingungen; die Tauchplanung richtet sich nach Strömung, Gezeiten und Wetter. Sicherheit wird nicht nur behauptet, sondern durch Sauerstoff, Erste-Hilfe-Sets, Feueralarm und Löscher, Funk, GPS, Sonar, Notsignale und weitere Notfallausrüstung an Bord abgesichert. Voraussetzung sind Open Water, mindestens 30 geloggte Tauchgänge und eine Deep-Dive-Qualifikation. Eine Deep-Dive-Ausbildung beziehungsweise ein Advanced-Open-Water-Kurs kann an Bord absolviert werden.
Das Tauchdeck und die Ausrüstung
Das Tauchdeck ist überdacht und auf den Ablauf kleiner Gruppen ausgelegt. Es gibt DIN-Adapter, Spülbecken für die Ausrüstung und ein getrenntes Spülbecken für Kameras. Ein Beiboot bringt die Taucher zu den Einstiegsstellen und holt sie nach dem Auftauchen wieder ab. Maske, Flossen, Bleigurt, Gewichte, Füßlinge, Lampe und Flaschen gehören zum vorgesehenen Tauchpaket; weiteres Leihequipment kann an Bord gemietet werden. Eine Nitrox-Ausstattung wird nicht genannt. Auch Flaschenvolumen, Material, Kompressor und Fülltechnik bleiben offen und sollten vor der Abfahrt direkt geklärt werden. Für Fotografen ist der getrennte Kamerabereich der wichtigere Punkt: Die Kamera muss nicht zwischen nasser Alltagsausrüstung liegen. Nach dem Tauchgang gibt es Außenduschen, bevor man sich wieder an den Tisch oder in den Schatten setzt.
Zwischen zwei Tauchgängen
Zwischen den Tauchgängen wartet kein großer Wellnessbereich, sondern das, was auf einem kleinen Boot sinnvoll ist: ein schattiger Tauchbereich, Außenplätze zum Essen, Terrasse, Sonnendeck und ein Beobachtungsdeck. Dort trocknet die Ausrüstung, der Kaffee steht in Reichweite, und die Gespräche werden länger, je weniger dringend der nächste Sprung ins Wasser ist. Während der Fahrt kann man sich hinlegen oder den Blick über die Inseln schweifen lassen. Ein Nachmittag ohne Tauchgang lässt sich mit einer Landaktivität, einer Wanderung oder einfach im Schatten verbringen. Zum Programm gehören unter anderem Rinca mit seinen Komodowaranen und der Sonnenuntergang bei Kalong Island, wenn die Flughunde über die Insel ziehen. Die Pausen sind damit nicht bloß Lücken im Tauchplan, sondern der Teil der Reise, in dem Komodo über Wasser sichtbar wird.
Ein Tag an Bord
Der Tag beginnt früh mit dem ersten Briefing und dem ersten Tauchgang, bevor Frühstück und die nächste Oberflächenpause folgen. Danach geht es wieder ins Wasser, später gibt es Mittagessen, Ruhe und je nach Plan einen dritten Tauchgang oder einen Tauchgang zum Sonnenuntergang. Auf der viertägigen Reise ist auch ein Nachttauchgang vorgesehen. Zwischen den Einstiegen fährt das Schiff zum nächsten Riff, während die Gäste essen, schlafen, ihre Ausrüstung prüfen oder im Schatten sitzen. Ein Landgang wie das Trekking auf Rinca setzt einen deutlichen Akzent zwischen den Tauchblöcken. Am Nachmittag kann die Route bei Kalong Island in einen Sonnenuntergang übergehen, bevor der Abend ruhiger wird. Die Rückkehr nach Labuan Bajo erfolgt nach dem letzten Tauchgang; die Ankunft wird ungefähr zwischen 15:00 und 16:00 Uhr erwartet.
Was man an Bord isst
Die Bordküche serviert drei Mahlzeiten und Snacks über den Tag verteilt. Gegessen wird als Buffet, mit frisch zubereiteten indonesischen Gerichten und lokalen Zutaten; dazu kommen vegetarische und vegane Optionen. Wasser sowie Kaffee und Tee stehen unbegrenzt bereit, Bier ist an Bord erhältlich. Auf einer Tauchsafari ist das Essen keine Nebensache. Zwischen Briefing, Einstieg und Oberflächenpause bleibt wenig Zeit für eine komplizierte Suche nach dem nächsten Teller. Ein Buffet funktioniert hier besser: nehmen, was gerade passt, nach dem Tauchgang noch einmal zugreifen und den Tag nicht nach Restaurantzeiten organisieren. Die Rückmeldungen zur Küche sind außergewöhnlich stark. Gelobt werden die frischen, abwechslungsreichen und reichhaltigen Mahlzeiten, die auch nach mehreren Tauchgängen nicht wie bloße Verpflegung wirken.
Die Nächte auf See
Die Nächte verbringt man in einer privaten Doppelkabine auf dem Haupt- oder Oberdeck oder in der geteilten Kabine. Die Kabinen sind mit Ventilatoren ausgestattet, nicht mit einer aufwendigen Klimaanlage. Das passt zum einfachen Charakter des Holzboots: Frischwasser duschen, ein Standardfenster, Handtücher und ein sauberer Rückzugsort nach einem langen Tauchtag. An Deck bleibt die Luft in Bewegung, und wer nicht sofort schlafen möchte, kann noch im Außenbereich sitzen. Der Platz ist nicht der einer großen Yacht, aber die Kabinen sind für das gemacht, was man nach mehreren Tauchgängen wirklich braucht: duschen, trockene Sachen anziehen und in Ruhe schlafen. Die privaten Kategorien bieten dabei mehr Rückzug, während die Schlafkabine eine unkomplizierte Variante für Reisende ist, denen die Zeit unter Wasser wichtiger ist als die eigene Quadratmeterzahl.
Doppelkabine privat, Hauptdeck
Doppelkabine privat, Oberdeck
Schlafsaal
Was man vor dem Einsteigen wissen sollte
Abfahrt und Rückkehr erfolgen in Labuan Bajo am Anleger Dermaga KP3. Ein Flughafentransfer ist möglich, gehört aber nicht automatisch zur Reise; auch Hoteltransfers können organisiert werden. Die Abfahrt ist für 08:30 Uhr angegeben, die Rückkehr folgt nach dem letzten Tauchgang. Wer nach Labuan Bajo fliegt, sollte für die Anreise einen Tag Reserve einplanen.
Was das Schiff für den Ozean tut
An Bord wird Plastik reduziert, und Gäste werden zu wiederverwendbaren Trinkflaschen und verantwortungsvollem Umgang mit Abfall angehalten. Reef-safe-Sonnencreme ist für Bord- und Wasseraktivitäten vorgeschrieben; passende Produkte sind bei Bedarf an Bord erhältlich. Die Sokaraja nutzt nach Möglichkeit Solarpaneele, damit der Motor weniger dauerhaft laufen muss.
- Jahr der Renovierung
- 2024
- Länge
- 25 m
- Breite
- 5,5 m
- Maximale Passagierzahl
- 10
- Anzahl Kabinen
- 3
- Anzahl Badezimmer
- 2
- Motoren
- Mitsubishi 220 PS
- Reisegeschwindigkeit
- 9 Knoten
- Beiboote
- 1
- Webseite
- sokaraja.com ↗
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