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Tauchsafaris · Seychellen

Explorer 1 – kleine Gruppen, weit hinaus

Was dieses Schiff einzigartig macht

  • Der Power-Katamaran ist für maximal sechs Taucher ausgelegt und fährt auch abgelegene Inseln und Atolle an.
  • Drei Kabinen, klimatisierte Innenräume und mehrere Außenbereiche geben einer kleinen Gruppe spürbar mehr Platz.
  • Das Tauchprogramm wird nach Wetter, Erfahrung und Interessen zwischen Wracks, Felsformationen und Großfischplätzen zusammengestellt.
  • Die Crew spricht Englisch und Französisch; auf bestimmten Expeditionen werden Erfahrung bis 42 Meter und ein Nitrox-Brevet verlangt.

Die Einladung

Die Explorer 1 ist für Taucher gebaut, die nicht den nächsten vollen Tauchplatz suchen. Ihr Zweck ist, Mahé zu verlassen, schnell zu abgelegenen Inseln zu kommen und dort mit höchstens sechs Tauchern ins Wasser zu gehen. Auf den Granit-Routen stehen Wracks, Felsnadeln, Höhlen und Plätze mit viel Fisch nebeneinander; weiter draußen warten Bird, Denis und die Amiranten. Wer eine große Safari mit vielen Menschen und festem Ablauf sucht, ist hier falsch. Wer lieber mit einer kleinen Gruppe entscheidet, ob heute ein Wrack, eine Strömung oder ein geschützter Lagunenplatz passt, findet hier den eigentlichen Grund für die Reise. Die Auswahl richtet sich nach Wetter, Sicherheit und den Wünschen der Taucher. Das Schiff ist dabei kein schwimmendes Hotel mit Tauchbetrieb, sondern eine für Tauchfahrten und Expeditionen umgebaute Plattform, die Wege abkürzt und mehr Zeit im Wasser lässt.

An Bord gehen

Beim Einsteigen wirkt die Explorer 1 eher wie ein Arbeitsboot für Taucher als wie ein schwimmendes Resort. Sie wurde für Freizeit-, technische und professionelle Tauchgänge umgebaut und trägt diese Herkunft in ihrer Aufteilung: innen ein Salon und ein Hauptcockpit, außen mehrere Ebenen, achtern der überdachte Essbereich direkt bei der Tauchplattform. Die Wege sind kurz. Von der Kabine geht es nicht durch lange Hotelflure, sondern hinauf zum Tagesgeschäft an Deck. Ihre Stärke liegt in der Beweglichkeit: Die schnelle Fahrt macht Plätze erreichbar, die für langsamere Safarischiffe einen langen Transfer bedeuten würden. Weil nur drei Kabinen genutzt werden, bleibt Raum für Bewegung und Ausrüstung, statt jeden Winkel mit Betten zu füllen. Der erste Eindruck ist deshalb funktional und persönlich. Man kommt an, richtet sich ein, hört das Sicherheitsbriefing – und ist bald dort, wo diese Reise stattfinden soll: am Wasser.

Die Stimmung an Bord

Sechs Taucher sind keine anonyme Gruppe. Nach dem ersten Briefing kennt man schnell die Flaschen, Kameras und Tauchgewohnheiten der anderen, und unter Wasser bleibt die Gruppe überschaubar. Die Crew ist im Tagesablauf präsent, ohne sich zwischen Taucher und Tauchplatz zu schieben: Sie hält das Boot in Ordnung, unterstützt bei der Organisation und begleitet die Ausfahrten. Reisende beschreiben saubere Kabinen und Gemeinschaftsbereiche, gutes Essen sowie eine hilfsbereite, freundliche Mannschaft. Auch die Tauchkompetenz wird besonders deutlich hervorgehoben. Abends sitzt man im Salon, auf der Terrasse oder beim Essen zusammen; auf manchen Routen liegt das Schiff vor einer Bucht, an einem Strand oder in einer Lagune. Das ist keine Safari für große Abendshows. Die Unterhaltung entsteht aus den Tauchgängen, der Fahrt und den Gesprächen danach. Nach einer Woche kennt man die Leute nicht nur vom Namen, sondern an ihrer Art, ins Wasser zu gehen.

Die Tauchplätze

Die verzeichneten Wrackplätze liegen vor Mahé. Twin Barges besteht aus zwei absichtlich versenkten Lastkähnen und reicht bis 26 Meter; zwischen dem künstlichen Riff suchen Taucher nach Zackenbarschen, Muränen, Feuerfischen und dem gut getarnten Steinfisch. Die Aldebaran liegt als 28 Meter langes Fischerboot auf 40 Metern. Korallen und Fisch haben das Wrack übernommen, darunter Fledermausfische, Muränen, Feuerfische und Stachelrochen. Ennerdale ist mit 30 Metern angegeben und bildet nach der Sprengung eines 62.000-Tonnen-Tankers ein weitläufiges künstliches Riff; dort stehen große Zackenbarsche, Adlerrochen und pelagische Jäger im Mittelpunkt. Dredger Wreck liegt ebenfalls bis 30 Meter und zieht dichte Schnapper-Schwärme sowie Bodenbewohner an. Die Mahé-Mini-Cruise dauert zwei Tage und eine Nacht mit sieben Tauchgängen, die West-Granite-Route drei Tage und zwei Nächte mit neun Tauchgängen, die Granite Tour sieben Tage und sechs Nächte mit 21 Tauchgängen. Wetter und Sicherheit entscheiden, welche Plätze tatsächlich angefahren werden.

Was man unter Wasser trifft

Carangiden, Muränen, Feuerfische, Rascassen und Stachelrochen gehören auf dieser Route zu den Tieren, denen man an mehreren Plätzen begegnen kann. Sie machen den Tauchgang nicht automatisch gleich: Am Wrack steht das Leben dicht am Metall, an den Granitplätzen zieht die Struktur den Blick in Spalten, über Kanten und entlang der Felsformationen. Für bestimmte Tiere lohnt der Umweg. Am Ennerdale Wreck können Barrakudas, große Zackenbarsche sowie Riffhaie und Graue Riffhaie zum besonderen Grund für den Tauchgang werden; auch ein Walhai ist dort als einzige Sichtung dieser Route verzeichnet. Twin Barges ist der Platz für Meeresschildkröten, Kraken, Igelfische, Kaiserfische und Papageifische. Diese Tiere gehören nicht zum allgemeinen Versprechen jeder Station, sondern zu genau diesen beiden Wracks. Die Begegnung hängt von Bedingungen und Verhalten der Tiere ab. Wer Großfisch sucht, fährt deshalb nicht nur wegen der Tiefe, sondern wegen des richtigen Platzes.

Die, die euch ins Wasser bringen

Die Tauchgruppen bleiben klein: Ein Guide führt höchstens sechs Taucher, wobei die Explorer 1 insgesamt ebenfalls auf sechs Taucher ausgelegt ist. Die Crew spricht Englisch und Französisch und ist in Erster Hilfe, Rettung und Notfallversorgung ausgebildet; genannt werden unter anderem STCW-Training, Rescue Diver, Oxygen Provider, Emergency First Responder und die Bedienung einer Dekompressionskammer. Vor dem ersten Tauchgang gibt es ein Sicherheitsbriefing, danach wird das Programm gemeinsam anhand von Wetter, Erfahrung und Interessen festgelegt. Anfänger und Taucher aller Erfahrungsstufen sind auf den Granit- und Mahé-Routen willkommen. Für Bird, Denis und die Amiranten gilt etwas anderes: Dort werden erfahrene Taucher mit einer Qualifikation für einzelne Tauchgänge bis 42 Meter verlangt; auf den nördlichen Atollen ist zusätzlich ein Nitrox-Brevet nötig. Ausbildung in Nitrox und Tieftauchen kann an Bord stattfinden. Sauerstofftherapiestation und Dekompressionskammer stehen für Notfälle bereit. Ein Defibrillator oder ein separates Rückrufsystem wird nicht genannt.

Das Tauchdeck und die Ausrüstung

Das Tauchdeck ist überdacht und endet achtern an einer eigenen Plattform. Dort werden die Taucher fertig, steigen direkt ins Wasser und kommen nach dem Tauchgang wieder an Bord, ohne das gesamte Schiff queren zu müssen. Ein Beiboot gehört zur Ausrüstung; es bringt die Gruppe zu Inseln und Stränden und unterstützt die Ausflüge. Für die Flaschen stehen drei Kompressoren bereit, darunter ein Kompressor für Nitrox. Nitrox ist verfügbar, wenn der Taucher dafür qualifiziert ist; die Mischung wird an Bord hergestellt. DIN-Adapter sind vorhanden. Die Leihausrüstung umfasst die übliche Tauchausrüstung einschließlich Flasche, Atemregler, Jacket, Flossen, Maske, Blei, Lampe und Tauchcomputer; konkrete Marken sowie Flaschenmaterial und -volumen sind nicht angegeben. Es gibt Spülbecken, einen getrennten Spülbereich für Kameras und einen Fotobereich. Sauerstoff für Notfälle und eine Dekompressionskammer sind an Bord. Eine warme Dusche gehört zur Kabinenausstattung.

Zwischen zwei Tauchgängen

Zwischen den Tauchgängen verteilt sich das Leben über die Außenbereiche. Wer Schatten braucht, bleibt am überdachten Tauch- und Essbereich; wer Wärme sucht, geht auf die oberen Decks zum Sonnen oder in die Lounge achtern. Der Salon ist klimatisiert und hat eine Leseecke mit Musik und Videos, dazu gibt es einen Bereich für Fotos. Während der Fahrt bleibt Zeit, Kameras zu sichern, Logbücher zu schreiben oder einfach auf das nächste Inselprofil zu warten. Auf längeren Routen kann das Beiboot an einer Insel anlegen: Dann wird aus der Oberflächenpause ein Strandgang, ein Dorfbesuch oder eine kurze Runde durch die lokale Umgebung. Nicht jede Pause muss verplant werden. Gerade auf einer kleinen Safari ist es angenehm, wenn nach dem Ausstieg nur das Abspülen der Ausrüstung, ein Getränk und ein Platz im Schatten anstehen.

Ein Tag an Bord

Der Tag beginnt früh, wenn Kaffee, Tee und Gebäck für die Frühaufsteher bereitstehen. Nach dem ersten Briefing geht es zum ersten Tauchgang gegen 7 Uhr; Frühstück folgt, sobald alle wieder an Bord sind. Der zweite Tauchgang oder ein Schnorchelgang liegt am Vormittag, danach kommt das Mittagessen. Am Nachmittag folgt der dritte Tauchgang, später je nach Programm ein vierter oder ein Nachttauchgang. Zwischen den Sprüngen fährt das Schiff zum nächsten Platz, während Flaschen gewechselt, Kameras gespült und Logbücher ergänzt werden. Um 16 Uhr gibt es Tee und Gebäck, am frühen Abend Cocktail und Snacks. Wird nachts getaucht, verschiebt sich das Abendessen nach hinten. Auf mehrtägigen Routen wird häufig abends, nachts oder früh am Morgen navigiert, damit die Tageszeit den Tauchgängen gehört. Nicht jeder Tag bringt vier Tauchgänge: Wetter, Oberflächenpausen und Nullzeit setzen den Rahmen. Der Rhythmus bleibt dicht, aber nachvollziehbar.

Was man an Bord isst

Die Küche arbeitet auf Tauchbetrieb: Kaffee, Tee und ein kleiner Imbiss stehen vor dem ersten Tauchgang bereit, danach folgt ein kräftiges Frühstück mit Eiern, Omelett, Schinken, Käse, Obst, Pfannkuchen, Brot und Marmelade. Das Mittagessen kommt in die längere Pause und bringt lokale Küche an Bord; auf Tagestouren wird etwa ein kreolisches Essen mit Salat, Fisch oder Huhn und Obst serviert. Am Nachmittag gibt es erneut Tee, Kaffee und Gebäck, abends einen Cocktail mit kleinen Snacks und später das Abendessen. Die Verpflegung ist voll an Bord organisiert, mit lokalen Gerichten, vegetarischen Optionen, Bier und Wein. Auch ein Essen im Freien gehört zum Konzept. Das ist bei mehreren Tauchgängen mehr als Komfort: Zwischen zwei Sprüngen muss niemand an Land fahren oder sich mit einem Riegel zufriedengeben. Gegessen wird dort, wo gerade kein Briefing und kein Einstieg ansteht.

Die Nächte auf See

Die Nächte verbringt man in einer der drei klimatisierten Kabinen: in der Masterkabine Aldabra mit eigenem Bad, in der Granite-Kabine mit großem Doppelbett oder in der Amirantes-Kabine mit zwei übereinanderliegenden Einzelkojen. Die übrigen Kabinen teilen sich ein Bad. Klimaanlage und Lüftung lassen sich in jeder Kabine unabhängig regeln; USB-Anschlüsse erleichtern das Laden von Lampe, Computer und Kamera. Je nach Route liegt das Schiff in ruhigen Buchten, vor Stränden oder an geschützten Atollen. Dann gehört zur Nacht nicht nur die Koje, sondern auch die Möglichkeit, noch zu schwimmen, zu schnorcheln oder den Himmel über dem Wasser zu sehen. Auf abgelegenen Inseln kann das WLAN ausfallen. Das passt zu diesen Fahrten: Die Verbindung wird schwächer, während die Umgebung weiter wird. Wer absolute Stille erwartet, sollte bedenken, dass ein Power-Katamaran auch nachts navigiert.

Master-Kabine

Doppelkabine

Einzelkabine mit Etagenbetten

Was man vor dem Einsteigen wissen sollte

Die Abfahrten der aufgeführten Routen erfolgen ab Mahé; bei einzelnen Mini-Cruises ist auch ein Einstieg auf Praslin oder La Digue vorgesehen. Für die Mahé-Programme ist der Transfer vom Flughafen zum Einschiffungspunkt beziehungsweise zwischen Flughafen und Boot eingeschlossen. Als Einschiffungsbasen werden Cascade und Bel Ombre genannt. Die genaue Route wird an Bord nach Wetter und Bedingungen angepasst, daher sollte die Information zum Treffpunkt vor der Anreise direkt mit dem Veranstalter geklärt werden. Wer kann, reist einen Tag früher an; das nimmt dem Einschiffungstag den Druck, falls der Flug verspätet ist.

Was das Schiff für den Ozean tut

Die Explorer 1 verfolgt einen Ansatz nahe null Abfall. Statt kleiner Wasserflaschen gibt es einen Spender für kaltes und heißes Wasser sowie Isolierflaschen; dadurch werden Einwegflaschen vermieden. Kaffee wird mit einer italienischen Kanne zubereitet, nicht mit Aluminiumkapseln, die auf den Seychellen nicht recycelt werden. An Bord stehen umweltfreundliches Duschgel und Shampoo bereit, und für die Korallen werden nicht schädliche Sonnencremes empfohlen. Obwohl ein Salzwassertrenner vorhanden ist, bittet die Crew um einen sparsamen Umgang mit Wasser und Toilettenpapier. Diese Maßnahmen ersetzen keinen umfassenden Naturschutzplan, zeigen aber, was im täglichen Bordbetrieb konkret verändert wird.

Baujahr
2019
Länge
17 m
Maximale Passagierzahl
6
Anzahl Kabinen
3
Anzahl Badezimmer
2
Motoren
2 Yanmar Turbo Diesel, 6 Zylinder, 440 PS
Reisegeschwindigkeit
10 to 12 Knoten
Beiboote
1
Eine Frage zu dieser Tauchsafari?

Hallo, ich bin Marina, die KI-Assistentin von DivingDeal.com. Ich beantworte alles zu Hotels, Tauchschulen und Tauchsafaris.

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