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Basse-Terre · Guadeloupe · Karibik

Max. Tiefe · 23 m

Epave du Franjack, Guadeloupe: Ein gesunkenes Sandfrachtschiff entdecken

Die Epave du Franjack ist ein faszinierendes künstliches Riff, das eine reiche Geschichte mit einem blühenden Unterwasserleben verbindet und sowohl tagsüber als auch nachts einzigartige Taucherlebnisse bietet.

Was diesen Tauchplatz besonders macht

  • Erkundung eines 50 Meter langen Sandfrachterwracks in bemerkenswert gutem Zustand.
  • Zugang zur Timonerie und den Motorenräumen des Wracks.
  • Begegnung mit Schildkröten und Langusten.
  • Beobachtung von Schwämmen, Bryozoen, Ascidien, Anemonen und Weichkorallen.
  • Möglichkeit von Nachttauchgängen mit einzigartigen Tierbegegnungen.
  • Gut erhaltenes Wrack auf sandigem Grund in der Cousteau-Reserve.
  • Künstliches Riff mit etabliertem Ökosystem und reichem marinen Leben.
  • Erkundung des intakten Steuerhauses.

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Epave du Franjack der Tauchplatz im Überblick

Die Epave du Franjack, ein 50 Meter langer Sandfrachter, ruht auf einem sandigen Untergrund vor der Küste von Malendure in der Cousteau-Reserve. Ursprünglich 1958 in Dänemark als „Oresund“ gebaut, diente das Schiff als Transportmittel zwischen Kopenhagen und La Rochelle, bevor es 1983 in guadeloupischen Besitz überging. Nachdem es den Hurrikan Hugo im Jahr 1989 überstanden hatte, wurde es im Juni 1996 absichtlich als künstliches Riff versenkt. Das Wrack ist trotz seines Alters und der Zeit unter Wasser in einem bemerkenswert guten Allgemeinzustand. Nur die Steuerkabine ist eingestürzt, was jedoch den Gesamteindruck des Schiffes nicht mindert. Das Steuerhaus ist intakt und erlaubt es Tauchern, einzutauchen und das Innere dieses einst mächtigen Schiffes zu erkunden.

Der Abstieg zum Wrack erfolgt direkt über dem Wrack, wobei ein Seil von der Oberfläche als Orientierungshilfe dient und einen sanften Abstieg und Aufstieg ermöglicht. Die klare Orientierungshilfe ermöglicht es, sich mit dem Wrack vertraut zu machen und die Umgebung in Ruhe aufzunehmen, noch bevor der erste Atemzug am Wrack genommen und die Umrisse des Schiffs erkannt werden. Sobald das Wrack erreicht ist, bietet der Franjack eine Fülle von Möglichkeiten zur Erkundung, insbesondere da die einzigartige Chance besteht, die Timonerie zu betreten und durch die Motorenräume zu gleiten. Diese Passagen ins Innere des Wracks erlauben es, die technischen Details des Schiffs zu studieren und gleichzeitig einen Blick auf die vielfältigen Lebewesen zu werfen, die sich in den geschützten Hüllen niedergelassen haben und die Dunkelheit und die Struktur des Inneren des Wracks als ihren Lebensraum nutzen.

Das Wrack selbst ist zu einem lebendigen Kunstriff geworden, das von einer beeindruckenden Vielfalt an Meereslebewesen bewohnt wird. Überall sind Kolonien von Schwämmen, moosartigen Bryozoen und farbenprächtigen Ascidien zu entdecken, die die rauen Oberflächen des Wracks bedecken. Zwischen diesen sesshaften Organismen verstecken sich Garnelen, während Anemonen ihre Tentakel wie Blumen im leichten Strom strecken. Neben den kleineren, eher stationären Bewohnern, die ihre Heimat auf dem Wrack gefunden haben, besteht auch die Möglichkeit, größere Meerestiere zu beobachten, die das Wrack als Rastplatz, Jagdgebiet oder Unterschlupf nutzen. Schildkröten gleiten majestätisch über das Deck, während Langusten in den Rissen und Spalten des Stahls Deckung suchen.

Die Lichtverhältnisse in dieser Tiefe sind noch ausreichend hell, um die Details des Wracks und seiner Bewohner klar zu erkennen und die Farbenpracht der Unterwasserwelt in vollem Umfang zu genießen. Die Epave du Franjack ist nicht nur bei Tag ein faszinierendes Ziel; bei Nacht verwandelt sich das Wrack in eine völlig andere Welt voller Aktivität und einer geheimnisvollen Atmosphäre. Während des nächtlichen Tauchgangs erwachen nachtaktive Kreaturen zum Leben, die am Tag selten zu Gesicht bekommen werden, und die Konturen des Wracks erscheinen unter dem Schein der Lampe noch beeindruckender, da die Dunkelheit die Sinne schärft und ermöglicht, Details zu sehen, die zuvor übersehen wurden.

Der Sandgrund rund um das Wrack bietet eine klare Sicht auf das Franjack und ermöglicht es, die gesamte Struktur zu überblicken. Die robuste Struktur des Sandfrachters hat sich im Laufe der Jahre zu einer festen Grundlage für Flora und Fauna entwickelt. Du findest hier üppigen Bewuchs aus Schwämmen und Weichkorallen, die sich an der Schiffhülle festgesetzt haben und ihr eine zweite, farbenprächtige Haut verleihen. Jeder Winkel des Wracks erzählt eine Geschichte und offenbart neue Details für den aufmerksamen Taucher. Die Umwandlung des Sandfrachters in ein künstliches Riff hat eine dynamische Umgebung geschaffen, die sich stetig weiterentwickelt. Das Wrack fungiert als Anziehungspunkt für Fische und andere Tiere, die im umgebenden Sandboden weniger Schutz finden würden. Die geschützten Bereiche des Wracks bieten Rückzugsorte für Jungfische und Brutstätten für verschiedene Arten, was dem gesamten Unterwassersystem zugutekommt. Es ist ein Ort, an dem die Resilienz der Natur beobachtet werden kann, wie sie sich Raum zurückerobert.

Tauchbedingungen

Das Tauchen an der Epave du Franjack ist für Taucher ab dem Niveau 1 oder Open Water zugänglich und erlaubt Tiefen von bis zu 24 Metern, wobei das Wrack auf etwa 23 bis 24 Metern Tiefe auf einem sandigen Untergrund ruht. Die beste Zeit für einen Tauchgang ist ganzjährig, wobei die Monate Dezember bis April ruhige See und optimale Sicht bieten. Von Mai bis November können Wassertemperaturen von bis zu 30 Grad Celsius erwartet werden. Es sind keine bekannten starken Strömungen zu erwarten, was den Tauchgang auch für weniger erfahrene Wrackinteressierte zugänglich macht. Die gute Sichtweite des Gebiets trägt zur entspannten Atmosphäre bei und ermöglicht eine klare Orientierung am Wrack.

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