Tauchsafaris · Australien
Odyssey Dive – hinaus zu den Rowley Shoals
Was dieses Schiff einzigartig macht
- Die Odyssey fährt als Expeditionsschiff von Broome zu den abgelegenen Rowley Shoals und zurück.
- Die Reise verbindet Tauchgänge, Schnorcheln und eingeschränktes Fischen an den Korallenatollen.
- Das Schiff nimmt höchstens zwanzig Gäste auf und wird von drei Beibooten begleitet.
- Frisch zubereitete Vollpension, Snacks sowie Kaffee, Tee und alkoholfreie Getränke gehören zum Bordalltag.
Die Einladung
Die Rowley Shoals liegen dreihundert Kilometer vom nächsten Land entfernt. Genau diese Abgeschiedenheit ist der Grund, an Bord der Odyssey zu gehen: keine Küstenstädte am Horizont, kein täglicher Wechsel von Hotel und Tauchbasis, sondern mehrere Tage auf einem Schiff, das zu Korallenatollen im offenen Indischen Ozean fährt. Dort treffen klare Lagunen, senkrechte Außenwände und tiefe Canyons auf eine außergewöhnlich große Tide. Das Wasser kann die Riffstruktur sichtbar verändern und aus einem ruhigen Tauchplatz einen Strömungstauchgang machen. Die Odyssey passt zu Tauchern, die solche Bedingungen nicht in einer kurzen Ausfahrt abhaken wollen, sondern an einem abgelegenen Ort bleiben möchten. Eine anerkannte Open-Water-Zertifizierung ist erforderlich; empfohlen werden regelmäßig gepflegte Tauchfertigkeiten und mindestens zwanzig geloggte Tauchgänge. Wer vor allem Komfort an Land sucht, ist hier falsch. Wer wegen des Riffs kommt, findet eine Reise mit klarem Zweck.
An Bord gehen
Beim Ankommen wirkt die Odyssey nicht wie ein umgebautes Ausflugsschiff, sondern wie das, was sie sein soll: ein eigens für Expeditionen gebauter Katamaran. Die breite Form bringt Ruhe ins Schiff, gerade wenn draußen die See arbeitet. Der Innenraum ist auf eine kleine Reisegruppe ausgelegt, ohne den Eindruck eines schwimmenden Hotels zu erwecken. Man bewegt sich direkt zwischen Salon, Essbereich, Außenflächen und Tauchplattform; die Wege bleiben überschaubar, und nach kurzer Zeit kennt man die Gesichter an Bord. Die beiden Dieselmaschinen sind auf lange Fahrten ausgelegt und werden als vergleichsweise leise beschrieben. Das merkt man vor allem daran, dass die Landschaft und später das Meer den Ton angeben. Die Odyssey fährt am Tag und sucht für die Nacht geschützte Ankerplätze. Das ist für eine Tauchreise wichtiger als glänzende Ausstattung: weniger unnötige Unruhe, mehr Zeit draußen und ein Schiff, das seine Aufgabe versteht.
Die Stimmung an Bord
An Bord treffen höchstens zwanzig Gäste, und die kleine Gruppe prägt den Rhythmus stärker als jede Dekoration. Nach den ersten Mahlzeiten weiß man, wer lange am Riff bleibt, wer früh aufsteht und wer nach dem Tauchgang zuerst den Schatten sucht. Die Crew bleibt nicht auf eine Servicerolle beschränkt: Sie fährt die Beiboote, unterstützt bei Ausfahrten, begleitet Schnorchelaktivitäten und hilft beim Angeln. Abends sitzt die Gruppe im Salon oder draußen, schaut Filme und Dokumentationen, hört Musik oder lässt den Tag an der Bar auslaufen. Die Bewertungen zeichnen ein klares Bild: Die Crew erreicht 9,0, das Essen 9,6, das Tauchen 8,6 und das Schiff 8,4. Das Schiff selbst ist damit nicht der stärkste Punkt der Reise. Dafür bekommt man eine Crew, die offenbar viel von dem auffängt, was ein Expeditionsschiff nicht leisten muss: sterile Perfektion.
Die, die euch ins Wasser bringen
Die Bordsprache ist Englisch. Eine anerkannte Open-Water-Zertifizierung wird für die Rowley Shoals verlangt; empfohlen werden regelmäßig aufgefrischte Tauchfertigkeiten und mindestens zwanzig geloggte Tauchgänge. Die Crew führt die Gäste mit den Tendern zu den Ausfahrten und bietet einen Guide für Schnorchelaktivitäten. Angaben zur Zahl der Tauchguides, zur Größe der Tauchgruppen, zu weiterführenden Ausbildungen und zu festen Briefing-Abläufen sind nicht ausgewiesen. Für Notfälle sind Sauerstoff, Erste-Hilfe-Ausrüstung, ein medizinischer Notfallkoffer des Royal Flying Doctor Service sowie Satellitenkommunikation an Bord. Die Crew verfügt über aktuelle Erste-Hilfe-Zertifikate. Ein Defibrillator oder ein eigenes Rückrufsystem wird nicht genannt.
Das Tauchdeck und die Ausrüstung
Das Tauchdeck hat eine feste Plattform, und die Taucher werden über die Beiboote zu den Riffen gebracht. Für die Rowley Shoals stehen drei Tender zur Verfügung: Homer als großes Expeditionsbeiboot sowie Argos und Athena für weitere Ausfahrten, etwa zum Fischen. Homer bietet schattige Sitzplätze, eine leicht zugängliche Rampe, Stufen, eine Toilette und Waschmöglichkeiten. Die Odyssey verfügt über DIN-Adapter, einen Bordkompressor mit 21-cfm-Leistung sowie kostenlose Luftfüllungen während der Reise. Blei und Bleigurte werden gestellt, eigene können aber mitgebracht werden. Der Tauchbetrieb ist damit auf Ausfahrten mit Tendern ausgelegt, nicht auf einen Sprung direkt vom Mutterschiff ins Riff. Angaben zu Flaschenvolumen, Flaschenmaterial, Nitrox, Leihausrüstung, Boje, Fototisch, Spülbecken und warmer Dusche nach dem Tauchgang liegen nicht vor. Wer darauf angewiesen ist, sollte diese Punkte vor der Buchung klären.
Zwischen zwei Tauchgängen
Zwischen den Tauchgängen verteilt sich das Leben vor allem auf die Außenflächen. Das obere Deck hat einen schattigen Alfresco-Bereich mit Bar, an dem man essen, trocknen oder einfach die nächste Ausfahrt abwarten kann. Weitere Außenbereiche bieten Platz für Sonne und Ausblick, ohne dass alle im selben Winkel sitzen müssen. Wer Ruhe braucht, zieht sich in den klimatisierten Salon zurück, nimmt ein Buch aus der Bibliothek oder sichtet Fotos und Videos. Dafür gibt es eigene Kameraräume und Ladestationen. Die Fahrten zwischen den Atollen gehören ebenfalls zum Tag: kein Transfer im Hintergrund, sondern Zeit, in der sich das offene Meer ausbreitet und die Crew den nächsten Abschnitt vorbereitet. An einem Nachmittag ohne Tauchgang kann man schnorcheln, angeln oder mit dem Beiboot unterwegs sein. Nichts davon muss den Tag füllen.
Was man an Bord isst
Die Küche arbeitet mit frisch zubereiteten Mahlzeiten und serviert Frühstück, Mittag- und Abendessen sowie eine morgendliche und nachmittägliche Zwischenmahlzeit. Es gibt westliche und lokale Gerichte, Buffet, vegetarische Optionen und Snacks, die über den Tag erreichbar bleiben. Ernährungswünsche können berücksichtigt werden, wenn sie bei der Buchung mitgeteilt werden. Das Essen ist auf dieser Reise kein Nebenschauplatz. Nach einem Tauchgang braucht niemand eine kunstvolle Speisekarte, sondern etwas Warmes, Verlässliches und genug Zeit, bevor die Flasche wieder auf den Rücken kommt. Genau dort liegt die Stärke der Odyssey: Die Küche ist nach den Bewertungen einer der überzeugendsten Teile des Schiffs, und der Esstisch wird zum festen Treffpunkt zwischen Wasser und Schlaf. Alkoholfreie Getränke, Kaffee, Tee, heiße Schokolade und Säfte sind verfügbar; Bier und andere alkoholische Getränke gibt es an Bord.
Die Nächte auf See
Die Kabinen liegen auf dem Unterdeck und haben Bullaugen, persönliche Klimaanlage, Stauraum, eine Minibar und Stromanschluss. Zur Wahl stehen Deluxe-Kabinen mit Queen- oder Einzelbetten sowie Classic-Twin-Kabinen. Die Deluxe-Queen-Kabinen bieten zusätzlich einen eingebauten Schreibtisch, einen Schminkplatz und einen Haartrockner. Die Räume sind privat, aber nicht groß genug, um darin einen ganzen Tauchtag auszubreiten. Dafür liegen die Duschen und Toiletten nahe bei den Kabinen, und die Klimaanlage schafft nach Sonne, Salz und Strömung einen brauchbaren Rückzugsort. Wer nachts das Wasser hören möchte, wird durch die Lage im Unterdeck und das Bullauge eher gedämpfte Bordgeräusche als freien Blick erwarten. Die eigentliche Qualität dieser Nächte liegt nicht in Quadratmetern, sondern darin, dass die Odyssey nachts ankert und der nächste Morgen wieder am Riff beginnt.
Deluxe-Doppelkabinen
Classic-Zweibettkabine
Was man vor dem Einsteigen wissen sollte
Die Rowley-Shoals-Reise beginnt und endet in Broome. Flughafen- und Hoteltransfers sind als optionale Leistungen vorgesehen, nicht als selbstverständlicher Bestandteil der Reise. Da die Odyssey zu einem abgelegenen Ziel fährt, ist die Anreise am Vortag die vernünftige Wahl.
Decksplan
Was das Schiff für den Ozean tut
Die Odyssey erkundet die Region ohne Straßen, feste Anlagen oder shore-basierte Strukturen und arbeitet mit kleinen Gruppen. Die Crew sammelt unterwegs nach Möglichkeit Meeresmüll ein und bringt ihn zur ordnungsgemäßen Entsorgung zurück. Bordabfälle werden, soweit möglich, für das Recycling aufbewahrt oder an einer zugelassenen Abfallstelle entsorgt. Die Crew ist darin geschult, Aktivitäten mit möglichst geringer Belastung für Umwelt, Geschichte und Kultur der besuchten Orte zu führen.
- Baujahr
- 2006
- Jahr der Renovierung
- 2015
- Länge
- 24 m
- Breite
- 8 m
- Maximale Passagierzahl
- 20
- Anzahl Kabinen
- 10
- Anzahl Badezimmer
- 4
- Motoren
- 2 × Detroit-Dieselmotoren
- Reisegeschwindigkeit
- 10 Knoten
- Beiboote
- 1 × 12 m & 2 × 5 m
- Webseite
- odysseyexpeditions.com.au ↗
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