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Tauchsafaris · Mikronesien

Thorfinn – die schwimmende Basis über Truk Lagoons Wracks

Was dieses Schiff einzigartig macht

  • Die Thorfinn bleibt in Truk Lagoon als stabile Basis über den Wracks liegen, statt jeden Tag zwischen weit entfernten Tauchplätzen zu wechseln.
  • Von den überdachten Beibooten aus führen kleine Tauchgruppen zu den historischen Wracks und Riffen der Lagune.
  • An Bord gibt es zwei große Kameratische, getrennte Spülbecken, Lademöglichkeiten sowie warme Duschen nach dem Tauchgang.
  • Die Reise setzt mindestens 50 Tauchgänge und AOWD oder eine gleichwertige Ausbildung voraus.

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Die Einladung

Die Thorfinn ist für Taucher gebaut, die nicht von Insel zu Insel fahren wollen, sondern eine ganze Lagune aus einer festen Basis heraus erkunden möchten. Sie liegt in Truk Lagoon zwischen einer ungewöhnlich dichten Sammlung von Wracks aus dem Zweiten Weltkrieg. Dadurch verschwindet ein großer Teil der täglichen Fahrerei: Die Schiffscrew bringt die Tauchgruppen mit den Tendern zu den jeweiligen Wracks und holt sie dort wieder ab. Der Gewinn ist nicht nur Zeit. Nach dem Tauchgang kehrt man auf ein großes, schweres Schiff zurück, kann die Kamera versorgen, etwas essen und den nächsten Tauchgang auswählen, ohne erneut die Kabine räumen zu müssen. Gesucht wird hier weniger die klassische Safari mit ständig wechselndem Horizont als eine Woche, in der Geschichte, Tiefe und Fotografie im Mittelpunkt stehen. Wer sich in Wracks verlieren kann und zwischen zwei Tauchgängen gern einen festen Platz hat, findet auf der Thorfinn ihren eigentlichen Sinn.

An Bord gehen

Beim Ankommen wirkt die Thorfinn eher wie ein ehemaliges Arbeits- und Versorgungsschiff als wie ein poliertes Urlaubsschiff. Der Stahlrumpf, die großen offenen Flächen und die schwere Bordtechnik erzählen von einem langen Leben auf See; die später erneuerten Innenräume setzen dem robuste, praktische Komfortbereiche entgegen. An Bord bewegt man sich über mehrere Ebenen zwischen Salon, Speiseraum, Kameratisch und Tauchbereich, nicht durch eine anonyme Hotelanlage. Die Maschine und die Generatoren gehören zum Charakter des Schiffs: Hier ist Technik nicht hinter einer Kulisse verschwunden, sondern Teil der Umgebung. Gleichzeitig bleibt genug Platz, um sich nach dem Tauchgang aus dem Weg zu gehen. Im Salon sitzen Gäste mit Buch oder Unterwasservideo, auf dem Sonnendeck liegen Liegestühle unter einem Sonnenschutz. Wer ein kleines, leises Boutique-Schiff erwartet, ist hier falsch. Wer ein großes, standfestes Tauchschiff mit eigener Geschichte sucht, wird sich schnell zurechtfinden.

Die Stimmung an Bord

Die Stimmung an Bord entsteht weniger durch ein inszeniertes Unterhaltungsprogramm als durch die Nähe der Menschen und den gemeinsamen Rhythmus. Nach den ersten Briefings kennt man meist die bevorzugten Wracks, die Kamerasysteme und die Art zu tauchen, mit der die anderen unterwegs sind. Die Crew arbeitet sichtbar im Hintergrund und zugleich ständig an der Oberfläche: Sie bringt die Boote an die Wracks, nimmt Kameras und Flossen ab, spült und verstaut die Ausrüstung und hält den nächsten Start bereit. Viele Mitglieder kommen aus dem pazifischen Raum. Englisch und Chuukese werden gesprochen; mit ruhigem, klaren Englisch klappt die Verständigung auch dann, wenn nicht jedes Wort sofort sitzt. Abends wird gegessen, Material angeschaut und im Salon gelesen oder ein Film eingelegt. Wer eine anonyme Großanlage sucht, wird die persönliche Seite vermissen. Wer eine Woche mit derselben Crew und derselben Tauchgruppe schätzt, erlebt genau darin die Stärke des Schiffs.

Die, die euch ins Wasser bringen

Die Tauchgruppen werden von Guides betreut, mit einem Verhältnis von etwa einem Guide zu vier bis fünf Tauchern. Vor jedem Tauchgang gibt es ein Briefing zur Auswahl und zum Aufbau des Wracks; anschließend entscheidet die Gruppe, ob sie dem Guide folgt oder innerhalb ihrer Möglichkeiten eigene Wege erkundet. Besonders bei Wrackpenetrationen wird auf Buddy-System, Navigation und klare Grenzen Wert gelegt. Die Mindestanforderung liegt bei 50 Tauchgängen und AOWD oder einer gleichwertigen Ausbildung. Für tiefere oder technische Profile ist zusätzliche Erfahrung und Ausbildung nötig. An Bord können unter Leitung von Master Instructors weitere Kurse stattfinden, darunter Nitrox-, Tief-, Wrack-, Nacht- und Unterwasserfotografie-Ausbildungen. Die Guides sprechen Englisch; im lokalen Team wird auch Chuukese gesprochen. Die Tauchboote führen Erste-Hilfe-Ausrüstung und Notfallsauerstoff, an Bord gibt es eine vollständige Sicherheitsausstattung. Wer ruhig und deutlich kommuniziert, kommt mit der internationalen und pazifischen Crew gut zurecht.

Das Tauchdeck und die Ausrüstung

Die Standardausstattung besteht aus 12-Liter-Flaschen und Blei; größere 15-Liter-Flaschen können gemietet werden. Die Flaschen sind Aluminiumflaschen, DIN-Adapter sind vorhanden. Zwei Bauer-Kompressoren übernehmen die Füllungen: ein Bauer IK 15.1 mit 21 cfm bis 5.000 psi und ein Bauer/Poseidon P 201 mit 7,5 cfm bis 5.000 psi. Nitrox ist verfügbar, ebenso technische Gasblends für entsprechend geplante Tauchgänge; beides ist nicht automatisch enthalten. Leihausrüstung stammt von Mares und reicht von Regler, Tarierjacket und Computer bis zu Flossen, Maske, Lampe und Komplettausrüstung. Die Kameraversorgung ist ungewöhnlich gut gelöst: Zwei große mehrstöckige Servicetische, Druckluft, getrennte Spülbecken und 110- sowie 220-Volt-Ladepunkte liegen nahe am Salon. Getaucht wird von zwei überdachten zehn Meter langen Launches mit einfacher Einstiegstreppe, Kamerafächern und Frischwasserdusche. Zwei kleinere Boote ergänzen die Tenderflotte. Nach dem Auftauchen gibt es warme Duschen an den Einstiegsstellen.

Zwischen zwei Tauchgängen

Zwischen den Tauchgängen verteilt sich das Leben auf mehrere Plätze. Im klimatisierten Salon gibt es bequeme Sitze, große Fenster, Bücher, Zeitschriften, Wrack- und Fischführer sowie ein Unterhaltungssystem. Wer Abstand von Bildschirmen braucht, geht auf das Sonnendeck oder unter die überdachten Außenbereiche bei den Kameratischen. Dort kann man eine Lampe zerlegen, Bilder sichten oder einfach mit einem Getränk im Schatten sitzen, während die Lagune vorbeizieht. Die Thorfinn bleibt als Basis liegen; die kurzen Fahrten übernehmen die Tender. Das macht die Pausen anders als auf einer Safari, bei der während der Oberflächenzeit ständig der nächste Kurs ansteht. Nach einem Tauchgang kommen Handtuch und Trinkwasser im Beiboot, danach werden Ausrüstung und Kamera an Bord versorgt. Für Inselbesuche in der Umgebung bleibt ebenfalls Raum, wenn die Gruppe einen Ausflug an Land möchte.

Ein Tag an Bord

Der Tag beginnt mit Kaffee, Tee und frischem Gebäck im Salon, bevor das Frühstück im Speiseraum folgt. Die ersten Briefings stehen am Morgen an; die ersten Tender verlassen das Schiff ab 8:00 Uhr und fahren im Schnitt etwa zehn Minuten bis zu den nahe gelegenen Wracks. Danach wiederholt sich der Ablauf aus Wasser, Rückkehr, Kameraübergabe, warmer Dusche, Essen und der Auswahl des nächsten Tauchgangs. Im technischen Reiseumfang sind drei Tauchgänge pro Tag vorgesehen, am letzten Tag zwei; zusätzliche Tauchgänge hängen vom gewählten Tauchplan, den Bedingungen und der Organisation der Gruppe ab. Zwischen den Starts bleibt Zeit für Salon, Sonnendeck, Kameratisch oder einen kurzen Inselbesuch. Nach dem Abendessen kann bei passenden Bedingungen ein Nachttauchgang stattfinden. Dann wird es im Salon ruhiger, während draußen auf dem Oberdeck der Himmel über der Lagune sichtbar wird. Am letzten Tag werden die Sachen gepackt, bevor der Transfer zurück nach Weno erfolgt.

Was man an Bord isst

Das Frühstück wird morgens auf Bestellung zubereitet und im Speiseraum serviert; die übrigen Mahlzeiten stellt die Küche täglich aus einem wechselnden Angebot zusammen. Auf dem Teller landen westliche und lokale Gerichte, dazu frisches Gebäck und Snacks über den Tag. Die Mahlzeiten werden in Buffetform angeboten, persönliche Ernährungswünsche können berücksichtigt werden. Das klingt auf einer Tauchwoche nebensächlich, ist es aber nicht: Bei drei Tauchgängen am Tag muss niemand lange auf komplizierte Abläufe warten, und zwischen Wasser, Dusche und nächstem Briefing bleibt der Tisch ein verlässlicher Fixpunkt. Kaffee, Tee, Eiswasser und alkoholfreie Getränke gehören zum Bordalltag; Bier, Wein und Spirituosen gibt es nach den Tauchgängen. Der Speiseraum ist dabei nicht bloß eine Ausgabe. Er ist der Ort, an dem die Gruppen ihre Wrackgeschichten vergleichen, Kamerabilder herumreichen und sich für den nächsten Tauchgang verabreden.

Die Nächte auf See

Die Kabine ist auf der Thorfinn vor allem ein Rückzugsort zwischen zwei Tauchgängen. Die unteren Kabinen mit Doppelbett und zusätzlicher Einzelkoje haben eigene Dusche und Toilette; auf dem Oberdeck gibt es helle Kabinen mit gemeinschaftlichen Sanitäranlagen. Thor’s Lair fällt aus dem Rahmen: Die Suite entstand aus zwei früheren Kabinen und bietet ein großes Kingsize-Bett, eine Sitzecke, vier Fenster, begehbaren Kleiderschrank, Kühlschrank und ein eigenes Bad. Alle Kabinen sind klimatisiert. Nachts liegt der Unterschied zu einem leichten Liveaboard in der Masse des Schiffs: Die Thorfinn rollt nicht wie ein kleiner Rumpf bei jeder Bewegung. Auf dem oberen Deck bleiben der Wind und der Blick auf die Lagune, in der Kabine eher das gedämpfte Bordleben. Wer nach dem letzten Tauchgang noch lesen möchte, findet im Salon Bibliothek, DVD-Sammlung und große Fenster; wer schlafen will, kann die Tür schließen und den Tag beenden.

Doppelkabine Einzel + (#4-8)

Zweibettkabine (#11)

Doppelkabine Einzel + (#9,10)

Kabine Thor’s Lair

Doppelkabine Einzel + (# 3)

Was man vor dem Einsteigen wissen sollte

Die Reise beginnt und endet in Weno auf Weno Island, mit einer Route von Weno nach Weno über acht Tage und sieben Nächte. Geplante Gruppentransfers vom Flughafen oder einem örtlichen Hotel zum Schiff und zurück sind eingeschlossen. Die Transferdetails werden im Rahmen der Reiseorganisation mitgeteilt; dafür sollten die Flugdaten rechtzeitig vorliegen. Eine Anreise am Vortag ist sinnvoll, damit eine verspätete Verbindung nicht den Einstieg in die Tauchwoche gefährdet.

Was das Schiff für den Ozean tut

Die Thorfinn nutzt ein Solarsystem mit 36 Solarpaneelen, einer Leistung von bis zu 20 kWh, einem 40-kW-Wechselrichter und Lithium-Metall-Ionen-Speichern. Damit können Bordverbraucher leiser über Nacht versorgt und Generatoren entlastet werden. Mehr ist über konkrete Maßnahmen zu Plastik, Abwasser, Ankern oder Naturschutz an Bord nicht belegt.

Routen, Termine und Preise

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Termine und Preise von Divebooker, aktualisiert am 21. Oktober 2026

Baujahr
2005
Jahr der Renovierung
2008
Länge
58 m
Breite
10 m
Maximale Passagierzahl
22
Anzahl Kabinen
11
Motoren
Fredriksstad Mek 4 cyl. double compound steam – 2,500 h.p. @ 140 rpm
Beiboote
2 × Yamaha 150's; 2 × Yamaha 60's; 1 × Yamaha 40's
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