Tauchsafaris · Saudi-Arabien
Andromeda – große Räume für abgelegene Riffe im Roten Meer
Was dieses Schiff einzigartig macht
- Die Andromeda fährt zu den Farasan Banks in Saudi-Arabien, wo Wände, Inseln und große Fische den Tauchgang bestimmen.
- Das große Tauchdeck bietet feste Plätze für die Ausrüstung, zwei Zodiacs bringen die Gruppen zu den meisten Tauchplätzen.
- An Bord gibt es klimatisierte Kabinen mit eigenem Bad, einen großen Salon, mehrere Außenbereiche und einen arabischen Shisha-Raum.
- Nitrox wird für zertifizierte Taucher über eine Membrananlage mit 31 Prozent Sauerstoff angeboten.
Die Einladung
Die Andromeda passt zu Tauchern, die nicht nur ein bequemes Schiff suchen, sondern abgelegene Riffe ansteuern wollen. Die Saudi-Route führt zu den Farasan Banks, einer Insel- und Riffregion mit steilen Wänden, wild wirkenden Inseln und großen Fischen. Dort fährt man nicht wegen einer langen Liste berühmter Namen hin, sondern wegen der Entfernung zu den üblichen Tagesbooten und wegen der Möglichkeit, unter Wasser auf weniger vertraute Landschaften zu treffen. Das Schiff ist für eine Woche mit viel Tauchen gebaut: Der Weg vom eigenen Platz auf dem Tauchdeck ins Wasser bleibt kurz, die Kabine hat ein eigenes Bad, und zwischen den Tauchgängen gibt es mehr als nur einen Salon. Wer eine kleine, einfache Taucherbarke sucht, findet hier etwas anderes. Die Andromeda ist groß, geräumig und auf längere Fahrten mit viel Platz an Bord ausgelegt.
An Bord gehen
Beim Ankommen wirkt die Andromeda eher wie ein richtiges Schiff als wie ein umgebautes Ausflugsboot. Der Stahlrumpf, die breiten Außenflächen und die großen Innenräume geben ihr eine ruhige, solide Präsenz. Sie wurde 2009 gebaut und 2022 renoviert; das erklärt die Mischung aus älterem Schiffskörper und zeitgemäßen Bereichen für Taucher und Gäste. Man bewegt sich nicht durch enge Durchgänge von einer Funktion zur nächsten, sondern kann sich zwischen Tauchdeck, Salon, überdachten Sitzplätzen und Sonnendeck verteilen. Das ist auf einer Route wichtig, bei der längere Fahrten dazugehören und nicht jeder nach dem Tauchgang sofort schlafen möchte. Die Andromeda nimmt außerdem Schnorchler und Nichttaucher mit, ohne dass der Bordalltag allein auf sie zugeschnitten wäre. Ihr Schwerpunkt bleibt klar: ein großes Safarischiff, das Menschen und Ausrüstung für abgelegene Riffe zusammenbringt.
Die Stimmung an Bord
An Bord treffen Taucher aus verschiedenen Ländern auf eine arabisch-englischsprachige Crew. Rückmeldungen beschreiben die Mannschaft als ruhig, hilfsbereit und professionell; gerade auf einem großen Schiff ist das mehr wert als dauernde Animation. Die Crew hält den Ablauf zusammen, während die Gäste zwischen Tauchdeck, Essen, Kabine und Außenflächen wechseln. Nach dem Abendessen führt der Weg für viele in den arabischen Shisha-Raum. Dort entstehen die Gespräche, die auf einer Safari nicht geplant werden können: jemand erzählt vom letzten Tauchgang, jemand zeigt Bilder, und am nächsten Morgen kennt man die Gruppe besser als beim Einsteigen. Die Andromeda wirkt dabei nicht wie ein Partyboot. Ihr Charakter liegt eher in viel Raum, einem festen Tagesablauf und einer Crew, die hilft, ohne sich in den Vordergrund zu stellen.
Die, die euch ins Wasser bringen
Die Crew spricht Arabisch und Englisch. Sie begleitet die Tauchgänge über die Woche hinweg und organisiert die Einstiege mit den beiden Zodiacs, sodass die Taucher nicht vom Schiff aus jeden Platz selbst anfahren müssen. Zu den einzelnen Guides, ihren Qualifikationen, der Größe der Tauchgruppen und einer an Bord angebotenen Ausbildung liegen keine verlässlichen Angaben vor. Fest steht die Sicherheitsausstattung: Notfall-Sauerstoff, Erste-Hilfe-Material, Feuerlöscher, Satellitentelefon, Rettungsbojen und ein Nautilus-Lifeline-Rückrufsystem gehören zur Ausrüstung des Schiffs. Die Einweisung an Bord klärt, wo diese Mittel liegen und wie der Ablauf auf dem Tauchdeck funktioniert. Wer mit Nitrox tauchen möchte, braucht die entsprechende Zertifizierung. Die Farasan-Banks-Route richtet sich an Taucher, die mit Strömung, Tiefe und Bootslogistik auf einer abgelegenen Safari sicher umgehen können; ein vorgeschriebenes Mindestmaß an Tauchgängen ist nicht genannt.
Das Tauchdeck und die Ausrüstung
Auf dem Tauchdeck stehen 12-Liter-Aluminiumflaschen und 15-Liter-Stahlflaschen bereit; die größeren Flaschen sind eine kostenpflichtige Leistung. DIN-Anschlüsse werden empfohlen, Adapter für andere Anschlüsse sind vorhanden. Zwei 450-Liter-Kompressoren übernehmen das Füllen, Nitrox kommt über eine Membrananlage mit 31 Prozent Sauerstoff und ist für zertifizierte Taucher kostenpflichtig. Eigenes Equipment gehört auf einen festen Platz am Tauchdeck; Leihausrüstung wird nicht an Bord vorgehalten und kann nur vorher organisiert werden. Zwei Zodiacs mit je 40-PS-Motor bringen die Taucher zu den meisten Einstiegen und holen sie nach dem Auftauchen wieder ab. An der Plattform gibt es Handduschen mit warmem Wasser und ein Bad mit Dusche direkt neben dem Tauchdeck. Für Kameras stehen ein eigener Arbeitsplatz, getrennte Spülbecken und Ladestationen bereit. Rebreather-Unterstützung ist vorgesehen, technisches Tauchen jedoch nicht.
Zwischen zwei Tauchgängen
Zwischen den Tauchgängen verteilt sich das Leben an Bord über mehrere Ebenen. Wer Wärme sucht, nimmt einen Platz auf dem Sonnendeck; wer Schatten und ein Gespräch möchte, geht auf den überdachten Außenbereich vor dem Salon. Im klimatisierten Salon laufen Filme oder Musik, und an der Bar lässt sich die Oberflächenpause verlängern, ohne sich weit vom Tauchdeck zu entfernen. Während der Fahrten wird das Schiff selbst zum Aufenthaltsort: Man liest, lädt Akkus, schaut über das Wasser oder verschwindet für eine Weile in der Kabine. Für Schnorchler und Nichttaucher bleibt der Tag offen, weil die Andromeda nicht nur als Transportmittel für die Tauchgruppen gedacht ist. Die ruhigen Stunden fühlen sich deshalb nicht wie Zwangspausen an. Es gibt Platz, um nach dem Tauchgang wirklich herunterzufahren.
Ein Tag an Bord
Der genaue Bordplan hängt von Route, Wetter und den Bedingungen an den Farasan Banks ab. Der Tag beginnt mit dem Briefing und dem ersten Tauchgang, danach wechseln sich Wasser, Frühstück oder Buffet, Oberflächenpause und die nächste Ausfahrt ab. Für die meisten Tauchplätze bringen die Zodiacs die Gruppen vom Schiff weg und holen sie dort wieder ab, wo sie auftauchen. Zwischen den Tauchgängen bleibt Zeit für Dusche, Essen, Kamera und Schattenplatz; während längerer Überfahrten verschiebt sich der Schwerpunkt ganz selbstverständlich auf Schlafen, Lesen oder das Sonnendeck. Auf einer klassischen Safari sind mehrere Tauchgänge am Tag möglich, doch genaue Uhrzeiten und die Zahl der Nacht- oder Tagtauchgänge hängen von dieser Route und den Schutzbestimmungen vor Ort ab. Entscheidend ist die Reihenfolge: Briefing, Zodiac, Tauchgang, Rückkehr, Essen, Pause – und am Abend wieder der Blick auf das Wasser.
Was man an Bord isst
Die Küche verbindet westliche Gerichte mit lokaler Küche. Die drei Hauptmahlzeiten werden als Buffet serviert, dazu stehen tagsüber Snacks sowie warme und kalte alkoholfreie Getränke bereit. Ernährungswünsche können berücksichtigt werden. Das passt zum Tauchtag besser als ein aufwendiges Menü: Nach dem ersten Tauchgang nimmt man sich, was gerade gebraucht wird, isst ohne lange Pause und ist wieder bereit für die nächste Ausfahrt. Im Speiseraum sitzen Taucher, Schnorchler und Nichttaucher zusammen; genau dort treffen die verschiedenen Tagesabläufe aufeinander. Die Küche muss auf einer Safari nicht beeindrucken, sondern zuverlässig Energie liefern, wenn vier Wassergänge möglich sind. Lokale Gerichte geben dem Buffet dabei mehr Eigenleben als eine rein internationale Standardkarte.
Die Nächte auf See
Die Nächte beginnen in einer klimatisierten Kabine mit eigenem Bad, Dusche, Waschbecken und Toilette. Es gibt Twin-Kabinen, Queen-Kabinen und eine Honeymoon-Suite; die Queen-Kabinen und die Suite eignen sich für Paare, die nicht in getrennten Betten schlafen möchten. Nach einem langen Tauchtag ist der entscheidende Vorteil weniger die Bezeichnung der Kategorie als der kurze Rückweg vom Deck zur eigenen Dusche. Wer noch nicht schlafen will, kann in den Salon gehen oder sich in den arabischen Shisha-Raum setzen. Dort wird der Abend nicht geschniegelt, sondern eher gesprächig: Tee, Musik und Wasserpfeife gehören zu diesem Teil des Schiffs. Wer bei ruhiger See draußen liegen möchte, findet auf dem Sonnendeck offene und beschattete Bereiche. Die Maschine bleibt ein Teil des Bordlebens, wie auf jedem Motorsegler dieser Größe; die Kabine ist dennoch als privater Rückzugsort eingerichtet.
Zweibettkabine
Kabine Queen Bett
Suite Honeymoon
Was man vor dem Einsteigen wissen sollte
Die Safari startet nach dem Transfer von Jeddah zum Hafen von Al Lith und kehrt dorthin zurück. Der Transfer erfolgt per Bus; ob er eingeschlossen ist, gehört in die Buchungsbestätigung. Für den Flug nach Jeddah empfiehlt sich die Anreise einen Tag vorher, damit die Fahrt zum Hafen nicht am selben Tag mit einer verspäteten Ankunft kollidiert.
- Baujahr
- 2009
- Jahr der Renovierung
- 2022
- Länge
- 40 m
- Breite
- 8 m
- Maximale Passagierzahl
- 26
- Anzahl Kabinen
- 13
- Motoren
- 2 MAN, je 1100 PS
- Beiboote
- × 2
- Webseite
- cassiopeiasafari.com ↗
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