Tauchsafaris · Indonesien
Blue Manta – gebaut für lange Tauchreisen
Was dieses Schiff einzigartig macht
- Ein geräumiges Stahlschiff mit ausgeprägtem Tauchdeck und vier schnellen Beibooten.
- Vierzehn klimatisierte Kabinen mit eigenem Bad, auf Ober-, Haupt- und Unterdeck.
- Kleine Tauchgruppen im Verhältnis vier zu eins und Nitrox an Bord.
- Raja Ampat, Misool, Banda Sea, Alor und weitere abgelegene Regionen stehen auf dem Fahrplan.
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Die Einladung
Die Blue Manta ist für Taucher gebaut, die nicht nur ein Riffgebiet abhaken wollen. Ihr Vorteil liegt in der Reichweite: Raja Ampat, Misool, die Banda Sea und Alor lassen sich auf langen Überfahrten miteinander verbinden, statt nach wenigen Tagen wieder am Ausgangshafen zu stehen. An Bord geht es deshalb weniger um Badebuchten und mehr um Strömung, Pelagisches, Makro und Riffe, die nur wenige Safarischiffe anlaufen. Wer vier Tauchgänge am Tag machen und dazwischen trotzdem Platz haben möchte, findet hier den passenden Rahmen. Die kleine Gruppeneinteilung hält die Briefings übersichtlich, während die vier Beiboote die Tauchplätze dort erreichbar machen, wo ein großes Schiff nicht ankern kann. Die Blue Manta passt zu Tauchern, die abgelegene Routen höher bewerten als ein möglichst kleines, traditionelles Boot.
An Bord gehen
Beim Ankommen wirkt die Blue Manta nicht wie ein umgebauter Ausflugsdampfer, sondern wie ein Schiff, das um das Tauchen herum geplant wurde. Der breite Rumpf und die langen Decks geben ihr Ruhe und Präsenz, ohne dass man sich an Bord durch enge Gänge schieben muss. Vom Kai aus fällt zuerst das ausgedehnte Tauchdeck auf; dort beginnt die Reise praktisch schon vor dem ersten Briefing. Innen gibt es einen klimatisierten Salon und einen eigenen Kameraraum, außen eine Terrasse und einen Bereich für Mahlzeiten unter freiem Himmel. Die Wege sind klar: Kabine, Salon, Tauchdeck, Beiboot. Man findet sich schnell zurecht. Unterwegs hört man eher den gleichmäßigen Maschinenlauf und das Arbeiten des Schiffs als das Knarren eines alten Holzkahns. Das ist kein nostalgisches Safariboot, sondern ein stabiles Arbeitsgerät für lange Strecken.
Die Stimmung an Bord
Die Stimmung an Bord entsteht weniger aus Unterhaltung als aus dem gemeinsamen Tauchplan. Kleine Gruppen bringen dieselben Menschen immer wieder ins Beiboot, und nach dem ersten Tag weiß jeder, wer langsam fotografiert, wer auf Weitwinkel aus ist und wer im Riffgrund nach Kleintieren sucht. Die Crew bleibt dabei nah am Tagesablauf: Sie hilft beim Einstieg, nimmt nach dem Tauchgang Flaschen und Ausrüstung an und hält Essen und Getränke bereit, ohne aus jeder Hilfe eine Vorführung zu machen. Abends wird über Sichtungen, Strömung und die nächste Route gesprochen. Reisende beschreiben die Blue Manta als warmherzig und aufmerksam; besonders die Gastfreundschaft, das Essen und die Betreuung durch die Crew bleiben ihnen im Gedächtnis. Englisch, Spanisch und Indonesisch werden an Bord gesprochen.
Die Tauchplätze
Die Blue Manta fährt auf Raja-Ampat-Routen durch eine Folge sehr unterschiedlicher Tauchplätze. Manta Sandy ist eine Reinigungsstation, an der sich Mantarochen unter den Augen von Tauchern und Schnorchlern versammeln. Blue Magic verbindet Strömung mit Putzerstationen für ozeanische Mantarochen; am Riffgrund können Wobbegong-Haie liegen. Mike's Point reicht bis vierzig Meter und zeigt Fischschwärme über flachen Korallen sowie Überhänge. Melissa's Garden ist ein dichter Korallengarten mit Weich- und Hirschhornkorallen bis fünfunddreißig Meter. Ransiwor fällt sanft ab, führt an Putzerplätzen für Schildkröten vorbei und reicht bis dreißig Meter. Yenbuba Jetty reicht ebenfalls bis dreißig Meter; unter den Pfeilern und am abfallenden Riff wartet Kleintier zwischen Fischschwärmen. Cape Kri steht für außergewöhnliche Artenvielfalt, während Sardines, Sorido Wall, Friwenbonda, South Kri, Cape Mansuar, Cross Over und Sawandarek weitere Perspektiven auf Riff, Strömung und Makroleben öffnen. Die verzeichnete Raja-Ampat-Misool-Reise dauert acht Tage und sieben Nächte; weitere Fahrten verbinden Sorong mit Ambon oder führen bis Alor.
Was man unter Wasser trifft
Auf dieser Route begegnen einem an vielen Plätzen Barrakudas, Riffhaie, Nacktschnecken, Makrelen, Füsiliere, Schildkröten und Napoleons. Dazu kommen oft Schwärme von Doktorfischen, Gaterinen und Großkopf-Papageifischen sowie Weichkorallen und Zwergseepferdchen, wenn der Blick ins Kleine geht. Die besonderen Gründe für einzelne Stopps liegen dazwischen: Cape Kri ist der Platz für den Riesenzackenbarsch und den Weißspitzen-Riffhai. Blue Magic kann Begegnungen mit ozeanischen Weißspitzenhaien und Thunfischen bringen, weil die Strömung Großfische an die Putzerstationen führt. South Kri ist der verzeichnete Ort für Großaugen-Makrelen, Krabben und Garnelen. Yenbuba Jetty bietet die Chance auf Anthias und Riffbarsche zwischen den Pfeilern. In Ransiwor können Oktopusse und Clownfische auftauchen, während Sorido Wall den Doktorfisch als besonderen Fund bereithält. Nichts davon lässt sich bestellen. Man geht ins Wasser und muss hinsehen.
Die, die euch ins Wasser bringen
Die Tauchgruppen sind klein und werden im Verhältnis vier zu eins organisiert. Das ist besonders bei Strömungstauchgängen und an Putzerstationen hilfreich: Das Briefing bleibt übersichtlich, und die Gruppe muss sich unter Wasser nicht über eine große Zahl von Tauchern hinweg orientieren. Die Crew spricht Englisch, Spanisch und Indonesisch. Vor den Tauchgängen werden Einstieg, Route und Rückholung über das Beiboot abgestimmt; die vier Tender erlauben, Taucher dort aufzunehmen, wo sie tatsächlich auftauchen. Sauerstoff, Erste-Hilfe-Kästen, Funk und Satellitentelefon gehören zur Sicherheitsausstattung. Radar, GPS und Sonar unterstützen die Navigation. Eine formale Mindestzahl an Tauchgängen oder ein bestimmtes Ausbildungsniveau ist hier nicht angegeben. Wer eine anspruchsvollere Route mit Strömung plant, sollte seine Erfahrung deshalb ehrlich mit dem Tauchguide besprechen.
Das Tauchdeck und die Ausrüstung
Das Tauchdeck ist der eigentliche Mittelpunkt der Blue Manta. Es gibt eine feste Tauchplattform, getrennte Spülbecken und eigene Möglichkeiten zum Spülen von Kameras. Der klimatisierte Kameraraum bietet einen geschützten Platz für empfindliche Ausrüstung; Ladestationen und ein Arbeitstisch unterstützen Fotografen zwischen den Tauchgängen. DIN-Adapter sind vorhanden. Nitrox ist verfügbar, die Nutzung ist jedoch eine optionale Leistung und nicht automatisch Bestandteil jeder Reise. Mietausrüstung kann an Bord gebucht werden. Ins Wasser geht es über vier Beiboote mit jeweils sechs Komma fünf Metern Länge und Außenbordmotoren mit jeweils vierzig PS. Sie bringen die Gruppen zum jeweiligen Einstieg und nehmen sie nach dem Auftauchen wieder auf. Eine warme Dusche nach dem Tauchgang, Handtücher an Kabine und Deck sowie getrennte Kameraspülung machen den Ablauf praktisch, ohne das Deck mit unnötigen Wegen zu belasten.
Zwischen zwei Tauchgängen
Zwischen den Tauchgängen verteilt sich das Leben auf Salon, Terrasse und Tauchdeck. Wer Schatten und Ruhe sucht, zieht sich in den klimatisierten Innenbereich zurück; wer Luft braucht, nimmt draußen Platz und lässt die Fahrt an sich vorbeiziehen. Kameras können im eigenen Raum bearbeitet werden, während die Ausrüstung am Tauchdeck für den nächsten Sprung bereitsteht. Auf langen Überfahrten bleibt Zeit für Schlaf, Lesen, Gespräche oder einfach dafür, die Inseln aus dem Blick zu verlieren. Ein Nachmittag ohne Tauchgang wird nicht künstlich gefüllt. Genau das ist auf abgelegenen Routen sinnvoll: Das Schiff fährt, die Crew arbeitet den nächsten Abschnitt aus, und die Taucher kommen einmal ohne nasse Sachen und Salz auf der Haut durch ein paar Stunden.
Ein Tag an Bord
Ein Tauchtag beginnt mit dem Briefing, bevor die erste Gruppe ins Beiboot steigt. Nach dem Tauchgang kommen die Taucher zurück auf die Plattform, geben Flasche und Ausrüstung an die Crew ab und finden im Salon oder draußen etwas zu essen. Danach folgt der nächste Einstieg; auf den intensiveren Raja-Ampat-Tagen sind drei bis vier Tauchgänge vorgesehen. Zwischen den Tauchgängen fährt das Schiff zum nächsten Riff oder bleibt in der Nähe des Gebiets, während die Crew den Ablauf vorbereitet. Nach dem letzten Tagestauchgang ist Zeit für Dusche, Schlaf und Gespräche, bevor je nach Route ein Nachttauchgang angeboten werden kann. Auf Überfahrten verschiebt sich der Schwerpunkt: Das Schiff läuft Strecke, die Kameras trocknen, und die Taucher sammeln Kräfte. Am Ende einer Reisetappe stehen meist ein letzter Tauchgang, Zeit zum Waschen und Trocknen der Ausrüstung und eine ruhige Nacht im Hafen.
Was man an Bord isst
Die Küche verbindet westliche Gerichte mit lokalen Speisen und serviert die Mahlzeiten als Buffet. Dazu kommen Snacks über den ganzen Tag, was bei mehreren Tauchgängen wichtiger ist als ein einzelnes großes Abendessen. Gegessen wird drinnen im klimatisierten Bereich oder draußen an der frischen Luft. Das passt zum Rhythmus einer Safari: Nach dem Tauchgang nimmt man sich etwas, trinkt, erzählt kurz vom Riff und sitzt nicht lange vor einem festgelegten Gang. Die Küche gehört zu den Punkten, die Reisende besonders stark hervorheben. Auf einer Woche mit vielen Tauchgängen ist das kein Nebenthema. Ein gutes Essen füllt nicht nur den Tank wieder auf; es gibt der Gruppe einen gemeinsamen Ort, an dem aus einzelnen Tauchern langsam eine Mannschaft wird.
Die Nächte auf See
Die Nächte auf der Blue Manta sind vor allem Nächte auf einem breiten, ruhigen Stahlschiff. Die Kabinen sind klimatisiert und haben ein eigenes Bad mit warmer Dusche; je nach Kategorie liegen sie auf Ober-, Haupt- oder Unterdeck. Außenkabinen bieten Fenster, die unteren Kabinen Bullaugen. Das klingt nach einem kleinen Unterschied, wird aber nachts spürbar: Ein Bullauge gibt Licht und Orientierung, ein Fenster macht aus der Kabine eher einen eigenen Blickplatz auf die See. Wer empfindlich auf Schiffsgeräusche reagiert, sollte die Kabinenlage ernst nehmen und nicht nur nach Bettaufteilung wählen. Die Räume sind für eine Tauchsafari gedacht, nicht als großes Hotelzimmer. Nach einem langen Tauchtag zählt deshalb vor allem, dass die Klimaanlage läuft, das Bad direkt erreichbar ist und das Schiff nicht bei jeder Bewegung unruhig wird.
Doppelkabinen, Oberdeck
Zweibettkabinen, Oberdeck
Zweibettkabinen, Hauptdeck
Doppelkabinen, Hauptdeck
Kabinen, Unterdeck
Was man vor dem Einsteigen wissen sollte
Die Abfahrts- und Rückkehrhäfen hängen von der gewählten Route ab. Raja-Ampat- und Misool-Fahrten starten und enden in Sorong; andere Reisen verbinden unter anderem Ambon, Alor und Sorong. Der Transfer vom Flughafen oder vom Hotel zum Schiff und nach der Reise zurück ist eingeschlossen. Die genaue Abholung wird vor der Einschiffung mitgeteilt. Bei den abgelegenen indonesischen Flughäfen ist es sinnvoll, einen Tag vor dem Ablegen anzureisen.
Decksplan
- Baujahr
- 2014
- Länge
- 45 m
- Breite
- 9 m
- Maximale Passagierzahl
- 20
- Anzahl Kabinen
- 14
- Anzahl Badezimmer
- 14
- Motoren
- 2 × 826 PS Yanmar
- Reisegeschwindigkeit
- 10 Knoten
- Beiboote
- 4 × 6,5 m Schlauchboote mit zwei 40-PS-OBM
- Webseite
- whitemanta.com ↗
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