Tauchsafaris · Indonesien
Duyung Baru – Komodo im kleinen Kreis
Was dieses Schiff einzigartig macht
- Die traditionelle Phinisi nimmt höchstens sechs Passagiere auf und ist auf persönliche Tauchreisen ausgelegt.
- Getaucht wird im Komodo-Nationalpark auf Routen zwischen Labuan Bajo und Labuan Bajo.
- Das Tauchdeck bietet eine schattige Arbeitsfläche, Plattform, Spülbecken und ein Beiboot für die Ausfahrten.
- Nitrox ist an Bord verfügbar, muss aber vorab angefragt werden und hängt von der Verfügbarkeit ab.
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Die Einladung
Die Duyung Baru passt zu Tauchern, die Komodo nicht aus einer großen Gruppe heraus erleben wollen. Hier geht es nicht um möglichst viele Menschen an Bord, sondern um kurze Wege, bekannte Gesichter und eine Crew, die den Tagesablauf eng begleiten kann. Die traditionelle Phinisi führt durch den Komodo-Nationalpark, mit Inseln, geschützten Buchten und Routen, die sich für kurze wie längere Safaris eignen. Wer nach dem Tauchgang lieber mit den anderen auf dem Achterdeck sitzt, statt sich in einem großen Salon zu verlieren, findet hier den richtigen Rahmen. Auch Schnorchler und Nichttaucher können mitreisen. Die Duyung Baru ist kein schwimmendes Resort mit möglichst vielen Angeboten. Ihr Reiz liegt darin, dass die Reise klein bleibt und der Fokus dort liegt, wo er hingehört: auf dem Wasser, unter der Oberfläche und bei den Menschen, die diese Tage gemeinsam verbringen.
An Bord gehen
Beim Ankommen wirkt die Duyung Baru wie das, was sie ist: eine traditionelle Phinisi, gebaut für Inselwasser und nicht für einen anonymen Hotelbetrieb. Ihre Linien führen den Blick sofort zum offenen Deck und zum Beiboot, das die Taucher zu den Riffen bringt. An Bord bewegt man sich nicht durch lange Flure, sondern zwischen Salon, Außenbereichen und dem Tauchplatz auf dem Achterdeck. Die kleine Größe verändert den ersten Tag schnell. Man kennt die Mitreisenden, die Guides und die Crew bald nicht nur vom Namen, sondern auch vom Atemgeräusch vor dem Einstieg und vom Kaffee danach. Der Motor gehört bei einer Safari dazu; auf See hört man, wann das Schiff den Ankerplatz verlässt. Wer absolute Ruhe wie in einem Hotel sucht, sollte das wissen. Wer dagegen ein echtes Safariboot mit persönlichem Betrieb sucht, wird sich hier schnell zurechtfinden.
Die Stimmung an Bord
Die Duyung Baru lebt von der Nähe. In einer kleinen Gruppe fällt auf, wenn jemand nach einem anspruchsvollen Tauchgang noch Fragen hat, lieber etwas früher ins Wasser möchte oder beim Schnorcheln Unterstützung braucht. Die Crew arbeitet nicht nur beim Ein- und Aussteigen, sondern bleibt im Tagesablauf präsent: beim Briefing, auf dem Beiboot, am Tisch und nach der Rückkehr an Bord. Reisende berichten von freundlichem Service, guter Organisation und einer Crew, die sich wirklich kümmert. Das wirkt nicht wie aufgesetzte Animation, sondern wie ein Betrieb, in dem wenige Menschen viele Aufgaben gemeinsam tragen. Abends bleibt die Gruppe meist zusammen, ohne dass daraus ein Pflichtprogramm wird. Wer eine anonyme Safari vermeiden möchte, bekommt hier genau das Gegenteil: Man teilt den Tauchplatz, die Mahlzeit und bald auch die kleinen Abläufe, die an Bord wichtig werden.
Die Tauchplätze
Die Duyung Baru fährt ab Labuan Bajo auf Komodo-Central-Routen mit drei bis sieben Nächten sowie auf Central-North-Routen ab sieben Nächten. Verzeichnet sind außerdem kürzere Central-Reisen mit vier bis sechs Tagen und längere Central-North-Safaris mit sechs bis zehn Tagen. Die Routen verbinden die Tauchgebiete des Nationalparks mit Überfahrten zwischen den Inseln; an den Marinetagen sind drei Tauchgänge vorgesehen. Einzelne Tauchplatz-Steckbriefe mit geprüften Tiefen liegen für diese Reise nicht vor, deshalb werden keine Tiefen oder unbestätigten Platzmerkmale ergänzt.
Die, die euch ins Wasser bringen
Die Crew spricht Englisch und arbeitet mit Tauchguides, die die Gruppen durch den Komodo-Nationalpark führen. In Komodo sind ungeführte Buddy-Tauchgänge nicht erlaubt; jeder Tauchgang beginnt, verläuft und endet mit der eigenen Gruppe. Einzelreisende bekommen an Bord einen Buddy zugeteilt. Vor jedem Einstieg gibt es ein ausführliches Briefing zu Platz, Ablauf und Bedingungen, danach bleibt die Verantwortung für die eigene Sicherheit und den Buddy beim zertifizierten Taucher. Das Schiff richtet sich an Taucher verschiedener Erfahrungsstufen, während einzelne Routen ein höheres Niveau verlangen können. An Bord sind Kurse vom fortgeschrittenen Bereich bis zu Spezialkursen möglich, sofern Route und Verfügbarkeit passen. Für Notfälle gibt es Sauerstoff, Erste-Hilfe-Ausrüstung, Funk und eine Crew mit Erste-Hilfe-Ausbildung. Ein Defibrillator und ein separates Rückrufsystem werden nicht genannt.
Das Tauchdeck und die Ausrüstung
An Bord stehen zwölf Liter DIN-Flaschen mit INT-Adaptern zur Verfügung. Fünfzehn-Liter-Flaschen können auf Anfrage gemietet werden. Nitrox ist verfügbar, wird über ein Membransystem erzeugt und muss wegen Nachfrage und technischer Verfügbarkeit vor der Reise angefragt werden. Leihausrüstung gibt es nur in begrenztem Umfang und ebenfalls auf Anfrage. Zum Sicherheits- und Tauchsystem gehören eigene Tauchcomputer, eine Boje mit mindestens fünf Metern Leine, Reefhooks und eine Lampe für Nachttauchgänge. Das Deck ist beschattet und besitzt eine Plattform, Spülbecken sowie einen getrennten Bereich für Kameras. Nach dem Tauchgang stehen Außenduschen zur Verfügung. Ein Skiff bringt die Gruppen zu den Tauchplätzen und nimmt sie nach dem Auftauchen wieder auf; die Duyung Baru selbst bleibt dabei der feste Ausgangspunkt. Marken der Ausrüstung und Angaben zum Kompressor sind nicht ausgewiesen.
Zwischen zwei Tauchgängen
Zwischen den Tauchgängen verteilt sich das Leben auf die Außenbereiche, den Salon und die schattige Terrasse. Wer Abstand braucht, findet einen Platz zum Lesen oder für ein Nickerchen; wer noch Bewegung möchte, kann ein Kajak nehmen oder an Land gehen, wenn die Route dafür Raum lässt. Für Fotografen gibt es einen eigenen Bereich mit Ladeplätzen und getrenntem Spülbecken für Kameras. Das ist kein Nebendetail, wenn nach dem Tauchgang noch Wasser aus Gehäuse, Regler und Händen läuft. Auch eine Bibliothek, Yoga und ein Grillbereich gehören zum Bordleben. Entscheidend bleibt aber der Platz draußen: Ausrüstung trocknet, die Inseln ziehen vorbei, und aus einer kurzen Pause wird manchmal die längste ruhige Stunde des Tages.
Ein Tag an Bord
Der Tag beginnt mit dem Frühstück und dem Briefing für den ersten Tauchgang. Danach geht es mit dem Skiff zum Platz, zurück an Bord, an den Tisch und schließlich wieder ins Wasser. An Marinetagen sind drei Tauchgänge vorgesehen; die Mahlzeiten und Snacks liegen zwischen den Ausfahrten, nicht an deren Stelle. Während der Fahrt sitzt man draußen, ruht im Schatten oder bleibt im Salon, bis das Beiboot wieder bereitsteht. Am Tag der Ankunft und am Abreisetag gibt es keine Tauchgänge. Am Vortag der Abreise findet morgens noch ein oder zwei Tauchgänge statt, bevor das Schiff am Nachmittag in den Hafen zurückkehrt. Ein Nachttauchgang ist mit entsprechender Lampe möglich, wird aber nicht als fester Bestandteil jedes Tages ausgewiesen. Der Rhythmus bleibt dadurch klar: Briefing, Wasser, Essen, Pause, wieder Wasser.
Was man an Bord isst
Die Küche verbindet lokale Gerichte mit westlicher Küche und serviert Frühstück, Mittag- und Abendessen als Vollpension. Dazu kommen Snacks über den Tag; vegetarische und vegane Optionen sind möglich. Gegessen wird drinnen oder draußen, je nach Wetter und Fahrt. Auf einem Tauchboot ist der Tisch mehr als der Ort für eine Mahlzeit. Nach dem Tauchgang braucht es etwas Warmes, ohne lange Wartezeit, und später etwas, das nicht schwer im Magen liegt, wenn schon der nächste Sprung ins Wasser bevorsteht. Die Duyung Baru bietet außerdem Abendessen à la carte, Bier und Cocktails. Das passt zu einem Schiff, auf dem die Küche nicht nur Kalorien liefert, sondern den langen Tag zusammenhält: Gespräch, Nachbesprechung und der Blick auf das Wasser gehören dazu. Die sehr gute Bewertung der Verpflegung entspricht diesem Stellenwert an Bord.
Die Nächte auf See
Die Kabinen liegen auf dem Hauptdeck und sind als Double Cabin, Twin Cabin oder Main Deck Seaview erhältlich. Private Badezimmer, Klimaanlage und ein Panoramafenster nehmen den Nächten den improvisierten Charakter, den ältere Safariboote oft haben. Trotzdem bleibt die Duyung Baru ein Schiff: Bewegung gehört dazu, ebenso die Geräusche des Betriebs und das gedämpfte Leben an Deck. Nach dem letzten Tauchgang wird die Kabine zum Rückzugsort, nicht zum zweiten Wohnzimmer. Wer noch wach ist, sitzt draußen, hört das Wasser am Rumpf und sieht, wie der Abend über den Inseln dunkler wird. Für eine Woche mit mehreren Tauchgängen täglich ist das genau der richtige Maßstab. Die Kabine muss nicht groß wirken. Sie muss sauber, klimatisiert und ruhig genug für die nächste Etappe sein.
Doppelkabine
Zweibettkabine
Meerblick, Hauptdeck
Was man vor dem Einsteigen wissen sollte
Die Safari beginnt und endet in Labuan Bajo. Ankommende Gäste werden am Flughafen abgeholt und zur Duyung Baru gebracht; wer bereits in einem Hotel in Labuan Bajo wohnt, trifft die Crew am Kai KP3. Der Flughafentransfer ist eingeschlossen, und die Abholung richtet sich nach der Ankunft des Fluges. Eine Anreise am Vortag gibt mehr Ruhe für mögliche Flugverspätungen und den Weiterflug nach Labuan Bajo.
Decksplan
- Baujahr
- 2010
- Länge
- 27 m
- Breite
- 6 m
- Maximale Passagierzahl
- 6
- Anzahl Kabinen
- 4
- Anzahl Badezimmer
- 3
- Motoren
- Yanmar marine
- Reisegeschwindigkeit
- 7 Knoten
- Beiboote
- 1 Skiff
- Webseite
- ecoprodivers.com ↗
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