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Tauchsafaris · Indonesien

Amira – Pinisi mit Platz für lange Tauchreisen

Was dieses Schiff einzigartig macht

  • Traditionell in Sulawesi gebautes Holzschiff mit eigenem, überdachtem Tauchdeck am Heck.
  • Drei Aluminium-Schnellboote bringen die Tauchgruppen direkt zu den Plätzen und holen sie nach dem Auftauchen wieder ab.
  • Kameraraum mit langen Arbeitsflächen, Ladestationen, Stauraum und getrennten Spülbecken für Unterwasserkameras.
  • Raja-Ampat-Reisen dauern 12 Tage und 11 Nächte; weitere Routen führen nach Misool, Triton Bay, in die Banda-See und zu den Forgotten Islands.
  • Nitrox ist für zertifizierte Taucher ohne Aufpreis vorgesehen, ENOS gehört zur Sicherheitsausstattung.

Die Einladung

Die Amira ist für Taucher gebaut, die Indonesien nicht von einem Hoteldeck aus sehen wollen. Ihr eigentlicher Mittelpunkt liegt achtern: ein eigenes, überdachtes Tauchdeck, auf dem die Ausrüstung an der persönlichen Station bleibt und der Weg zum Beiboot kurz ist. Das nimmt einer Tauchsafari genau die kleinen Reibungen, die sich nach mehreren Tauchgängen am Tag summieren. Dazu kommen drei Tauchboote, ein gut nutzbarer Kameraraum und Routen, die weit über die bekannten Plätze von Raja Ampat hinausführen. Wer große, farbige Riffe mit Strömung ebenso sucht wie Pygmäen-Seepferdchen und seltene Makrobegegnungen, findet hier ein Schiff mit passendem Schwerpunkt. Die Amira passt weniger zu einer Reise, bei der das Tauchen nur ein Programmpunkt sein soll. Sie ist für lange Tage im Wasser und abgelegene Reviere gebaut.

An Bord gehen

Beim Ankommen fällt zuerst auf, dass die Amira kein seriengefertigtes Passagierschiff ist. Sie wurde in Sulawesi nach der alten Pinisi-Bautradition aus Holz gebaut; das gibt ihr eine andere Präsenz als ein moderner Stahlrumpf. Das Holz gehört hier nicht zur Dekoration, sondern zur Geschichte des Schiffs. Seit der Renovierung im Jahr 2023 verbindet sich dieser traditionelle Eindruck mit einer zeitgemäßen Ausstattung für Taucher. An Bord bewegt man sich nicht durch eine Ansammlung voneinander getrennter Hotelbereiche, sondern zwischen offenen Decks, Lounges und dem großen Achterdeck, auf dem die Safari praktisch beginnt. Der überdachte Bereich am Heck hält Ausrüstung und Taucher aus dem Wetter, während vorne und oben Plätze zum Sitzen und Schauen bleiben. Die Amira wirkt dadurch eher wie ein Arbeits- und Wohnschiff für eine Expedition als wie ein schwimmendes Resort.

Die Stimmung an Bord

An Bord treffen sich höchstens so viele Gäste, dass man sich nach kurzer Zeit nicht mehr vorstellen muss. Die Crew arbeitet nicht nur hinter den Kulissen: Sie bringt die Boote zu den Plätzen, hilft beim Einstieg und Ausstieg, hält das Tauchdeck in Ordnung und begleitet den Tagesablauf vom Briefing bis zum Abendessen. Rund 25 indonesische Crewmitglieder kümmern sich um Schiff, Küche, Kabinen und Boote; die Cruise Directors kommen aus Indonesien, Deutschland, Österreich und der Schweiz. Dadurch ist Deutsch neben Englisch und Indonesisch Teil der Kommunikation an Bord. Abends geht es meist nicht um ein großes Unterhaltungsprogramm, sondern um Bilder, Fischbestimmungen und Geschichten vom letzten Tauchgang. Die Amira schafft den Rahmen für eine Gruppe, die gemeinsam taucht, wartet, isst und irgendwann auch gemeinsam auf die Strömung am nächsten Morgen schaut.

Die Tauchplätze

Die Raja-Ampat-Route startet und endet in Sorong und dauert 12 Tage und 11 Nächte. Cape Kri gehört zu den Plätzen, an denen große Schulen von Füsilieren, Kaisern und Schnappern über das Riff ziehen; dazu kommen Napoleonfische und Riffhaie. An Blue Magic liegt eine Putzerstation, an der ozeanische Mantarochen vorbeigleiten können, während Wobbegongs am Grund liegen; auch große Carangiden, Thunfische und Barrakudas gehören hier zum möglichen Bild. Melissa’s Garden ist ein Korallengarten mit Weich- und Hirschhornkorallen bis 35 Meter. Mike’s Point verbindet flache Korallen, Fischschwärme und Überhänge bis 40 Meter; Adlerrochen können hier vorbeiziehen. In Kaimana wird es kleiner und genauer: White Rock fällt sanft bis 14 Meter ab und kann Teppichhaie und Froschfische zeigen. Macro Rocks reicht bis 20 Meter und lebt von Nacktschnecken im weißen Sand. Bo’s Rainbow bildet bis 16 Meter ein farbiges Relief aus weichkorallenbewachsenen Felsen. Flasher Beach liegt bis 20 Meter und wird am späten Nachmittag wegen der Balz der Flasher-Lippfische angefahren. Christmas Rock reicht bis 18 Meter, ist strömungsgeprägt und von Fischschwärmen und Weichkorallen besetzt. Weitere Fahrten führen auf 12 Tage und 11 Nächte nach Misool und Triton Bay, durch Triton Bay und die östliche Banda-See oder von Maumere nach Saumlaki zu den Forgotten Islands.

Was man unter Wasser trifft

Auf dieser Route begegnen einem an vielen Plätzen Nacktschnecken, Füsiliere, Pygmäen-Seepferdchen, Zackenbarsche, Schnapper, Süßlippen, Stachelmakrelen und große Buckelpapageifische. Das ist die breite Bühne der Reise: Schwärme über Korallen, kleine Tiere zwischen Weichkorallen und Fische, die im Strömungsschatten stehen. Der Grund, bestimmte Plätze nicht auszulassen, liegt in den einzelnen Begegnungen. Nur Cape Kri ist mit Weißspitzen-Riffhaien genannt; nur Blue Magic verbindet ozeanische Weißspitzenhaie und Thunfische mit der Putzerstation der Mantarochen. Saruenus Island in Kaimana kann Kastagnettenfische zwischen den Korallengärten zeigen. Bei Boulders liegen Glasfische, Muränen, Kugelfische und Rotfeuerfische zwischen Gorgonien und Weichkorallen. White Rock ist der Platz für den Froschfisch, Christmas Rock für Doktorfische und Rochen, Mike’s Point für Adlerrochen. An Flasher Beach lohnt sich der späte Nachmittag, wenn die Flasher-Lippfische ihr Balzkleid zeigen. Begegnungen bleiben Begegnungen, keine Zusage.

Die, die euch ins Wasser bringen

Die Tauchgruppen werden von vier Guides betreut; das Verhältnis liegt bei höchstens vier Tauchern pro Guide. Die Kommunikation ist auf Englisch, Deutsch und Indonesisch möglich. Voraussetzung sind mindestens 30 geloggte Tauchgänge und AOWD oder eine gleichwertige Qualifikation. Vor jedem Ausflug gibt es ein ausführliches Briefing zum jeweiligen Platz, nicht nur eine allgemeine Ansage zum Einstieg. Die Guides teilen die Gruppen nach Erfahrung und Ablauf des Tauchgangs ein und koordinieren die Rückkehr zu den Beibooten. Jedes Beiboot verfügt über Funk, und jeder Taucher kann einen von der Amira bereitgestellten ENOS-Sender tragen. Dieses Rückruf- und Ortungssystem ist besonders bei Strömung relevant. Zusätzlich gibt es medizinische Notfallausrüstung, Rettungsmittel und geschulte Crew; die technischen Systeme für wichtige Bordfunktionen sind mehrfach vorhanden.

Das Tauchdeck und die Ausrüstung

Das Tauchdeck ist der stärkste praktische Punkt des Schiffs. Jeder Taucher bekommt eine persönliche Station; die Ausrüstung bleibt während der Safari am Tank montiert und wird direkt an der Station mit Luft oder Nitrox gefüllt. Standardmäßig stehen 12-Liter-Flaschen und Blei bereit. 15-Liter-Flaschen können gemietet werden, Ausrüstung ebenfalls gegen Aufpreis. Zwei redundante L&W-Kompressoren übernehmen die Luftfüllung, ein Membrankompressor erzeugt Nitrox. Nitrox ist für entsprechend zertifizierte Taucher ohne Aufpreis vorgesehen, DIN-Adapter sind vorhanden. Nach dem Tauchgang gibt es warme Duschen, Spülbecken und persönliche Ablagen; Unterwasserkameras kommen in getrennte Spülbecken. Der neun Meter lange Kameratisch bietet Arbeitsfläche, Ladestationen, Steckdosen, Licht und Stauraum. Drei maßgefertigte Aluminium-Schnellboote bringen die Gruppen zum Riff, sodass nicht alle Taucher gleichzeitig vom großen Schiff ins Wasser müssen.

Zwischen zwei Tauchgängen

Zwischen den Tauchgängen verteilt sich das Leben auf mehrere offene und geschützte Bereiche. Die überdachte Lounge am Hauptdeck wird zum Außenrestaurant, wenn das Wetter passt; die Innenlounge bietet Bücher und eine Fischbestimmungsbibliothek. Auf dem Sonnendeck liegen Sonnenliegen, Sitzsäcke und Stühle, dazu gibt es Schatten. Wer nach dem Tauchgang nicht sofort reden möchte, findet vorne unter dem Sonnensegel einen ruhigeren Platz. Während längerer Überfahrten wird aus diesen Flächen der eigentliche Aufenthaltsraum: Logbuch schreiben, Bilder sichern, durch die Fischbücher blättern oder einfach die Inseln vorbeiziehen lassen. Für Fotografen liegt der Kameraraum direkt am Tauchdeck, sodass zwischen zwei Tauchgängen kein langer Weg mit nasser Ausrüstung nötig ist. Ein Nachmittag ohne Tauchgang bleibt dadurch offen, ohne leer zu wirken.

Ein Tag an Bord

Ein regulärer Tauchtag besteht aus drei Tagtauchgängen und einem Nachttauchgang, sofern Überfahrten, Wetter und die Bedingungen am Ankerplatz es zulassen. Der Tag beginnt mit dem ersten Briefing und dem Anlegen an der persönlichen Station; die Ausrüstung bleibt montiert, während die Beiboote die Gruppen zum Platz bringen. Nach dem Auftauchen geht es zurück zum Schiff, zur warmen Dusche, zum Essen und zur Oberflächenpause. Danach wiederholt sich der Ablauf, bis am späten Nachmittag der Nachttauchgang vorbereitet wird. Zwischen den Tauchgängen bleibt Zeit für Logbuch, Kameras, Fischbücher oder einen Platz im Schatten. Während einer längeren Fahrt wird aus dem Tauchdeck ein Arbeitsbereich und aus dem Sonnendeck der beste Ausguck. Am ersten und letzten Reisetag sowie bei langen Überfahrten oder schlechtem Wetter kann der Ablauf abweichen; am letzten Tag sind zwei Tauchgänge vorgesehen.

Was man an Bord isst

Die Küche verbindet indonesische und westliche Gerichte und berücksichtigt auch angegebene Ernährungswünsche. Gegessen wird überwiegend in Buffetform, mit Mahlzeiten, heißen und kalten alkoholfreien Getränken sowie Snacks über den Tag. Wenn das Wetter mitspielt, sitzt die Gruppe im überdachten Außenrestaurant; das sorgt nach dem Tauchgang für mehr Luft und weniger das Gefühl, zwischen vier Wänden zu essen. Lokale Zutaten gehören zum Konzept der Bordküche, importiertes Fleisch wird nicht eingekauft. Auf einer Reise mit drei bis vier Tauchgängen ist der Esstisch kein Nebenschauplatz: Hier werden Oberflächenzeiten überbrückt, Sichtungen verglichen und die nächste Abfahrt zum Riff besprochen. Alkoholische Getränke und Spirituosen sind an Bord erhältlich; Getränke in Dosen gehören nicht zur normalen Verpflegung.

Die Nächte auf See

Die Nächte verbringen Gäste in klimatisierten Einzel- oder Double/Twin-Kabinen mit eigenem Bad, Warm- und Kaltwasserdusche, westlicher Toilette, Ventilator und Minisafe. Die unteren Kabinen haben Bullaugen, die oberen Kabinen mehrere Fenster und dadurch mehr Blick nach draußen. Das Entscheidende ist weniger die Ausstattungsliste als die Lage im Schiff: Wer unten schläft, ist näher an Rumpf, Technik und dem Leben an Bord; wer oben wohnt, bekommt mehr Licht und Aussicht. Nach einem langen Tauchtag werden die Kabinen vor allem zu einem ruhigen Rückzugsort für nasse Handtücher, Logbuch und Schlaf. Draußen bleibt das Meer präsent, drinnen lässt sich die Klimaanlage individuell einstellen. Einzelreisende können eine eigene Kabine wählen, während Double/Twin-Kabinen als Doppel- oder Zweibettkabine genutzt werden.

Doppelkabine Zweibett

Einzelkabine (#11)

Einzelkabine (# 12)

Was man vor dem Einsteigen wissen sollte

Die Raja-Ampat-Reisen beginnen und enden im Hafen von Sorong. Vorgesehene Gruppentransfers führen vom Flughafen oder einem örtlichen Hotel zum Schiff und nach der Reise wieder zurück; der genaue Ablauf wird mit den Reiseunterlagen mitgeteilt. Bei den anderen Fahrten ändern sich die Häfen, etwa bei Misool und Triton Bay zwischen Sorong und Kaimana oder bei den Forgotten Islands zwischen Maumere und Saumlaki. Für eine lange Anreise ist ein zusätzlicher Tag vor dem Einschiffen die vernünftigere Planung.

Was das Schiff für den Ozean tut

Die Amira kauft Lebensmittel und andere Bordprodukte möglichst lokal und verzichtet auf importiertes Fleisch. Einwegplastik wird reduziert, Maschinen, Motoren und Treibstoff werden sparsam eingesetzt, und die Crew achtet darauf, Ölverluste zu vermeiden. Seit 2024 unterstützt das Schiff in Borneo den Aufbau einer Baumschule sowie die Pflanzung und Pflege von 2.500 Setzlingen. Zusätzlich werden Organisationen wie die Misool Foundation und der Bruno Manser Fonds unterstützt. Gäste können sich an der Kompensation ihrer Fluganreise beteiligen; an Bord wird außerdem zu sparsamer Nutzung von Wasser und Klimaanlage, guter Tarierung und reef-schonendem Tauchen aufgefordert.

Baujahr
2010
Jahr der Renovierung
2023
Länge
52 m
Breite
12 m
Maximale Passagierzahl
20
Anzahl Kabinen
11
Motoren
1 × 650 PS Mitsubishi Marine Turbo Diesel; 2 × 310 PS Marine Turbo Diesel
Beiboote
3 maßgefertigte Aluminium-Schnellboote
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Hallo, ich bin Marina, die KI-Assistentin von DivingDeal.com. Ich beantworte alles zu Hotels, Tauchschulen und Tauchsafaris.

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