Deutsch
DivingDeal.com

Tauchsafaris · Indonesien

Ratu Laut – kleine Phinisi für Raja Ampat mit Forschungsnähe

Was dieses Schiff einzigartig macht

  • Die hölzerne Phinisi verbindet traditionelle Bauweise mit einem Tauchbetrieb für höchstens zwölf Gäste.
  • Raja Ampat wird auf sieben-, zehn- und zwölftägigen Routen ab Waisai erkundet, teils bis Misool.
  • Getaucht wird zwei- bis dreimal täglich, einschließlich Nachttauchgang; am letzten Tag sind zwei Tauchgänge vorgesehen.
  • Barefoot Conservation verbindet die Fahrten mit Manta-Forschung, Riffmonitoring und lokalen Naturschutzprojekten.

Die Einladung

Die Ratu Laut ist kein schwimmendes Resort, sondern ein kleines Holzschiff für Taucher, die Raja Ampat nah am Wasser erleben wollen. Ihre Stärke liegt in der überschaubaren Größe: Auf dem Achterdeck kennt man nach kurzer Zeit die Gesichter, die Ausrüstung und die Eigenheiten der Tauchpartner. Dazu kommt eine Route, die nicht bei einem einzelnen Hausriff stehen bleibt. Je nach Fahrt geht es durch das zentrale und nördliche Raja Ampat, nach Misool oder in die Gewässer um Kri, Arborek und den Dampier-Kanal. Wer morgens große Fischschwärme und Mantarochen sucht und später über Korallen, Strömung und Kleintiere sprechen möchte, findet hier den richtigen Rahmen. Barefoot Conservation bringt außerdem Forschung an Bord: Manta-Identifikation, Vorträge und Einblicke in Riff- und Gemeinschaftsprojekte können Teil der Reise sein. Das passt zu Tauchern, die nicht nur abhaken wollen, was unter dem Schiff liegt.

An Bord gehen

Beim Einsteigen zeigt sich zuerst der Charakter des Schiffs: eine hölzerne Phinisi mit traditioneller Linienführung, gebaut für Indonesiens Inselgewässer und nicht für das Gefühl eines anonymen Hotels. Die Ratu Laut fährt seit 2008 und wurde 2016 für den Taucheinsatz umfassend überarbeitet. Innen bleibt sie schlicht und zweckmäßig, außen gibt es Raum zum Sitzen, Schauen und Trocknen. Der Salon ist klimatisiert; auf dem Sonnendeck liegen Liegen für die Stunden, in denen Raja Ampat langsam vorbeizieht. Vieles spielt sich auf engem Raum ab. Das ist kein Nachteil, wenn man kleine Schiffe mag: Wege sind kurz, die Gruppe bleibt zusammen, und die Crew bekommt schnell mit, wenn etwas am Tauchbetrieb nicht passt. Wer breite Flure, große Kabinen und viele getrennte Rückzugsorte sucht, sollte sich eher bei größeren Schiffen umsehen.

Die Stimmung an Bord

Die Stimmung lebt von der kleinen Gruppe und einer Crew, die nicht nur am Steuer oder in der Küche auftaucht. Guides helfen beim Vorbereiten, die Verantwortlichen an Bord behalten Sicherheit und Ablauf im Blick, und Gespräche ergeben sich eher am Tisch als in einer formellen Lounge. Reisende berichten von freundlichen, hilfsbereiten Mitarbeitenden und professioneller Tauchbegleitung. Das gleicht aus, dass die Ratu Laut funktionaler und einfacher ist als ein Luxusschiff. Auf Barefoot-Conservation-Fahrten können Wissenschaftler oder Mitarbeitende aus den Gemeinschaftsprojekten an Bord sein. Dann geht es abends nicht nur um den nächsten Tauchplatz, sondern auch um Mantarochen, Riffdaten oder die Arbeit in Raja Ampat. Die Gruppe wächst dabei meist schnell zusammen. Wer Privatsphäre und anonymen Service sucht, wird die Nähe als eng empfinden; wer ein gemeinsames Tauchleben mag, bekommt genau das.

Die Tauchplätze

Die Routen der Ratu Laut führen durch Raja Ampat Central and North, durch den Süden und das Zentrum oder auf längeren Fahrten bis Misool. Sie dauern sieben Tage und sechs Nächte, zehn Tage und neun Nächte oder zwölf Tage und elf Nächte; Start und Ende liegen in Waisai. Manta Sandy ist der Platz für Mantarochen an einer Putzerstation, während Blue Magic neben ozeanischen Mantarochen auch Wobbegong-Haie am Riffgrund verspricht. Mike’s Point verbindet flache Korallen, Fischschwärme und Überhänge und reicht bis 40 Meter. Melissa’s Garden ist ein dichter Garten aus Weich- und Hirschhornkorallen bis 35 Meter. Cape Kri steht für Artenvielfalt und große Fischschwärme. An Ransiwor fällt das Riff sanft bis 30 Meter ab; Schildkröten werden an Putzerstationen erwartet. Yenbuba Jetty bietet unter den Pfeilern und am abfallenden Riff viel Fischleben bis 30 Meter. Sawandarek ist für geringe Strömung, Schildkröten und farbige Riffe bekannt. Cross Over, Sardines, Sorido Wall, Friwenbonda, South Kri und Cape Mansuar ergänzen die Route mit Strömung, Makro, Weichkorallen, Schwärmen und Mobulas.

Was man unter Wasser trifft

Auf dieser Route begegnen einem immer wieder Barrakudas, Riffhaie, Napoleons, Schwarzspitzenriffhaie, Meeresschildkröten, Makrelen, Füsiliere, Süßlippen, Buckel-Papageifische und Nacktschnecken. Weichkorallen und Zwergseepferdchen gehören ebenfalls zum wiederkehrenden Bild, wenn man langsam genug sucht. Die besonderen Gründe für einzelne Plätze liegen in den Begegnungen, die nicht überall gemeldet sind: Am Cape Kri wurde der Riesen-Zackenbarsch erfasst. Blue Magic ist der Platz für ozeanische Weißspitzenhaie und Thunfische; die Strömung an den Putzerstationen zieht dort großes Leben an. South Kri kann Großaugenmakrelen, Krabben und Garnelen liefern. An Yenbuba Jetty wurden Fahnenbarsche und Riffbarsche erfasst. Ransiwor ist interessant für Titan-Drückerfische, Götzen und Kraken. Sorido Wall bringt neben Barrakudas und Riffhaien auch Doktorfische in die Strömung. Nichts davon ist garantiert. Raja Ampat belohnt Aufmerksamkeit, nicht eine Wunschliste.

Die, die euch ins Wasser bringen

Die Tauchbegleitung spricht Englisch und Indonesisch. Auf den Fahrten arbeiten Tauchguides mit der Gruppe; bei den beschriebenen Expeditionen liegt das Verhältnis bei etwa einem Guide für vier Gäste. Die Crew übernimmt Briefings, Vorbereitung und Organisation der Tauchgruppen, damit nicht alle gleichzeitig am Einstieg stehen. Voraussetzung sind mindestens zehn absolvierte Tauchgänge und eine OWD-Ausbildung oder ein gleichwertiger Abschluss. Das ist keine Safari für den ersten Tauchgang, aber auch kein Schiff, das nur erfahrene Strömungstaucher aufnimmt. Zur Sicherheitsausstattung gehören Sauerstoff, Erste-Hilfe-Ausrüstung, Rettungsinseln und Schwimmwesten; die Crew ist für Notfälle geschult. Ein Defibrillator oder ein gesondertes Rückrufsystem wird nicht genannt. Auf passenden Fahrten kommen Vorträge und Übungen zur Manta-Identifikation hinzu, nicht jedoch ein regulärer Tech- oder Nitrox-Betrieb.

Das Tauchdeck und die Ausrüstung

Getaucht wird mit 12-Liter-Flaschen und Gewichten; 15-Liter-Flaschen können gemietet werden. Die Flaschenart und die Ventilnorm sind nicht angegeben. Nitrox gibt es nicht, und das Schiff ist nicht für technisches Tauchen ausgelegt. Zwei Bauer-Kompressoren übernehmen das Füllen: ein Bauer Mariner 200 und ein Bauer Capitano 140. Leihausrüstung ist gegen Aufpreis an Bord erhältlich; konkrete Marken sind nicht genannt. Das Tauchdeck verfügt über eine Station für Kameras, getrennte Spülbecken für Unterwasserkameras, Ladestationen und warme Duschen. Zwei Glasfaser-Dinghys dienen als Beiboote für die Tauchgänge. Sie bringen die Gruppen zu den Riffen und holen sie nach dem Auftauchen wieder ab, während die Ratu Laut in der Nähe bleibt. Wer mit eigener Kamera reist, hat damit einen klaren Arbeitsplatz statt eines Spülbeckens für alles.

Zwischen zwei Tauchgängen

Zwischen den Tauchgängen verteilt sich das Leben über Salon und Sonnendeck. Wer Schatten und Klimaanlage braucht, findet im Innenraum einen ruhigen Platz zum Lesen, Bilderhinschauen oder Reden. Draußen liegen die Inseln von Raja Ampat vor dem Bug, während die Ausrüstung trocknet und das Schiff zum nächsten Riff fährt. Die Fahrten gehören zur Reise, besonders auf den längeren Routen nach Misool. Dann gibt es Stunden ohne Flossenschlag: Die Tauchbilder werden sortiert, ein Kaffee wird nachgeschenkt, und jemand entdeckt an Land eine neue Inselkante. Ein Nachmittag ohne Tauchgang ist kein fest zugesagter Bestandteil jeder Route. Wenn er vorkommt, wird er auf einem kleinen Schiff nicht mit einem Unterhaltungsprogramm gefüllt, sondern mit Meer, Wind und dem nächsten Briefing.

Ein Tag an Bord

Der Tag beginnt mit dem Briefing und der Vorbereitung auf den ersten Tauchgang; eine Weckzeit ist nicht festgelegt. Danach wechseln sich Tauchgänge, Essen, Duschen, Ausrüstungspflege und Fahrten zum nächsten Riff ab. Je nach Route stehen zwei bis drei Tauchgänge am Tag auf dem Plan, einschließlich eines Nachttauchgangs; am letzten Tag sind zwei Tauchgänge vorgesehen. Zwischen den Abstiegen bleibt Zeit für das Deck, den Salon und die Fahrt durch die Inselwelt. Vor einem Nachttauchgang wird die Ausrüstung erneut vorbereitet und das Briefing erklärt, worauf im Lichtkegel zu achten ist. Danach sieht das Riff anders aus: Krabben, Nacktschnecken und nachtaktive Fische treten aus den Spalten. Wenn alle Gruppen wieder an Bord sind, wird gegessen, gespült und geschlafen. Am nächsten Morgen beginnt derselbe Ablauf an einem anderen Riff.

Was man an Bord isst

Gegessen wird als Buffet mit westlichen und lokalen Gerichten. Die Küche ist eher asiatisch geprägt und kann würziger ausfallen, als manche Gäste von zu Hause gewohnt sind. Auf dem Tisch stehen außerdem warme und kalte alkoholfreie Getränke; Tee, Kaffee, Wasser und Elektrolyte gehören zur Versorgung an Bord. Der Esstisch ist auf dieser Reise kein Nebenschauplatz. Zwischen den Tauchgängen braucht der Körper etwas Verlässliches, das ohne lange Wartezeit auf dem Teller liegt. Beim Buffet kann jeder die Portion an die nächsten Stunden im Wasser anpassen. Viel Zeit für große Menüs bleibt ohnehin nicht: Briefing, Anrödeln, Tauchgang, Duschen, Essen. Dann beginnt der Ablauf von vorn.

Die Nächte auf See

Die Nächte sind einfach, klimatisiert und eng genug, dass das Schiff Teil des Schlafs bleibt. Es gibt zwei Quad-Kabinen mit Etagenbetten sowie Twin-Kabinen mit getrennten Betten; die Kabinen haben kein eigenes Bad. Die warmen Duschen und Toiletten werden geteilt und liegen auf dem Oberdeck. Wer unten schläft, hört mehr vom Schiff: das Arbeiten der Holzkonstruktion, Bewegungen an Deck und je nach Liegeplatz den Betrieb der Maschinen. Dafür ist man morgens schnell dort, wo der Tauchtag beginnt. Die Kabinen eignen sich eher zum Ausruhen als zum langen Aufenthalt. Nach dem letzten Tauchgang wird die Koje zum Rückzugsort, während sich das Leben noch im Salon oder draußen auf dem Deck bewegt. Ohrstöpsel können auf einem kleinen Holzschiff sinnvoll sein.

Vierbettkabine

Zweibettkabine

Was man vor dem Einsteigen wissen sollte

Die Fahrten beginnen und enden in Waisai. Für den Einstieg gibt es einen geplanten Gruppentransfer vom Meridien Hotel zum Fährhafen in Sorong, mit der Fähre von Sorong nach Waisai und nach der Reise zurück. Der Transfer ist Bestandteil der ausgeschriebenen Leistung; die genauen Sammelzeiten werden vor der Abfahrt mitgeteilt. Für internationale und inländische Flüge sollte mindestens ein Tag Puffer vor dem Einschiffen eingeplant werden.

Was das Schiff für den Ozean tut

Die Einnahmen aus den Barefoot-Conservation-Fahrten fließen in wissenschaftliche und lokale Naturschutzprojekte in Raja Ampat. An Bord können Gäste lernen, Mantarochen anhand ihrer Zeichnung zu identifizieren und die Beobachtungen in eine Manta-Datenbank einzutragen. Je nach Fahrt gibt es außerdem Vorträge zu Manta-Forschung, Riffmonitoring oder Klimafolgen. Das ist keine sichtbare Technik am Schiff, sondern eine konkrete Verbindung zwischen Tauchgang und Schutzarbeit.

Baujahr
2008
Länge
24 m
Breite
6 m
Maximale Passagierzahl
12
Anzahl Kabinen
4
Motoren
2 250 PS Turbodiesel
Beiboote
2 Beiboote aus GFK
Eine Frage zu dieser Tauchsafari?

Hallo, ich bin Marina, die KI-Assistentin von DivingDeal.com. Ich beantworte alles zu Hotels, Tauchschulen und Tauchsafaris.

Die ganze Reise und die Flüge im Blick? Sprich mit Edith darüber

Marina ist eine KI. Manche Links sind Partnerlinks: DivingDeal kann eine Provision erhalten, ohne Mehrkosten für dich. Die Buchung schließt du mit dem Partner ab.

Setzen Sie Ihre Erkundung fort