Tauchsafaris · Indonesien
Shenron – kleines Phinisi für Komodos lange Tauchwege
Was dieses Schiff einzigartig macht
- Die Shenron ist ein kleines Phinisi-Liveaboard aus Ironwood mit vier privaten Kabinen und Platz für bis zu acht Gäste.
- Die Route führt je nach Saison und Bedingungen durch zentrale, nördliche und südliche Bereiche des Komodo-Nationalparks.
- An Bord sind drei Tauchgänge pro Tag vorgesehen, am letzten Tag zwei.
- Nitrox wird über eine 32-Prozent-Membrananlage erzeugt und ist für zertifizierte Taucher laut Leistungsbeschreibung enthalten.
- Das 6-Meter-Beiboot mit 90-PS-Außenborder bringt Taucher zu den Plätzen und holt sie nach dem Auftauchen wieder ab.
Die Einladung
Die Shenron ist für Taucher gebaut, die Komodo nicht in einer großen Gruppe abarbeiten wollen. Vier private Kabinen, kleine Tauchgruppen und ein Schiff, das mehrere Tage im Nationalpark bleibt, ergeben eine andere Art zu reisen: weniger Pendeln, mehr Zeit für die Plätze. Wer morgens nicht erst lange vom Hafen aus fahren möchte, sondern neben dem Tauchgebiet aufwacht, findet hier den eigentlichen Grund für die Buchung. Die Route bleibt beweglich und folgt Saison, Seegang, Strömung und Erfahrung der Gäste. Das ist wichtig in Komodo, wo ein guter Tauchplatz nicht an jedem Tag ein guter Tauchplatz ist. Die Shenron passt zu Tauchern, die drei Tauchgänge am Tag suchen, aber abends keinen schwimmenden Club brauchen. Sie ist klein genug, dass man sich schnell kennt, und komfortabel genug, dass die Reise nicht nach einem langen Tag im Wasser endet.
An Bord gehen
Beim Ankommen wirkt die Shenron eher wie ein Arbeitsboot mit gepflegtem Innenleben als wie ein schwimmendes Hotel. Das Ironwood gibt dem Phinisi Wärme und Gewicht; die Renovierung im Jahr 2024 sorgt dafür, dass daraus kein nostalgisches Abenteuer auf Kosten des Komforts wird. Ein einzelner Motor gehört zu diesem Eindruck: Auf See bleibt ein Schiff nicht vollkommen still, und wer empfindlich auf Geräusche reagiert, sollte die Kabinenlage vor der Buchung klären. An Bord bewegt man sich auf engem, überschaubarem Raum zwischen Tauchdeck, Essbereich, Salon und Sonnendeck. Genau das ist der Vorteil eines kleinen Schiffs. Niemand verschwindet in langen Gängen, niemand muss sich durch eine Menschenmenge zum Wasser drängen. Die offene Essfläche, der Innen-Salon und das Sonnendeck liegen nah beieinander und machen aus den Zwischenzeiten gemeinsame Stunden statt bloßer Wartezeit.
Die Stimmung an Bord
Die Atmosphäre ist freundlich und unkompliziert, nicht laut. Früh dreht sich alles um Flaschen, Briefing und Strömung; später wird aus der Tauchgruppe eine kleine Reisegemeinschaft, in der jeder die bevorzugte Ecke für Kaffee oder Schatten kennt. Die Crew wird als warm und zugewandt erlebt, und das zeigt sich weniger in großen Gesten als in den kleinen Abläufen: Essen steht bereit, Fragen werden beantwortet, und nach dem Auftauchen ist jemand zur Stelle. Englisch und Indonesisch werden an Bord gesprochen. Abends braucht die Shenron kein Programm. Man sitzt zusammen, schaut die Aufnahmen des Tages an oder lässt die Inseln im letzten Licht vorbeiziehen. Wer eine Woche mit vielen neuen Leuten verbringen möchte, bekommt Nähe fast automatisch. Wer völlige Abgeschiedenheit sucht, sollte wissen, dass acht Gäste auf einem kleinen Schiff ein gemeinsames Leben führen.
Die Tauchplätze
Die Shenron startet und endet in Labuan Bajo und kann je nach Saison zentrale, nördliche und südliche Bereiche des Komodo-Nationalparks verbinden. Die kürzeren Fahrten von drei Tagen und zwei Nächten konzentrieren sich auf zentrale und nördliche Plätze. Vier Tage und drei Nächte geben mehr Raum für eine Kombination aus Zentral-Komodo und Norden oder Süden; längere Expeditionen reichen saisonabhängig bis Nusa Kode und in entlegenere südliche Gebiete. Zu den bekannten Plätzen der Route gehören Batu Bolong, Siaba, Mawan, Karang Makassar und die Insel Padar. Im Norden liegen unter anderem Castle Rock und Crystal Rock, wo Strömung und Großfisch die Tauchgänge prägen. Im Süden stehen Manta Alley, Cannibal Rock, Yellow Wall, Nusa Kode und Three Sisters für kühlere, abgelegenere Tauchgebiete. Eine feste Liste für jeden Abfahrtstag gibt es nicht. Gezeiten, Seegang, Parkzugang und Erfahrung der Gruppe entscheiden, was tatsächlich angefahren wird.
Die, die euch ins Wasser bringen
Die Tauchgruppen bleiben klein: Ein Guide führt höchstens vier bis fünf Taucher. Auf den Fahrten sind zwei Guides an Bord, sodass Briefings und Gruppeneinteilung nicht an einer einzigen Person hängen. Die Crew spricht Englisch und Indonesisch; die Guides arbeiten mit einer Organisation, die Erfahrung, Strömung und Tagesbedingungen zusammenbringen muss. Vor jedem Tauchgang wird der Ablauf besprochen, einschließlich Einstieg, Ausstieg und Verhalten an den jeweiligen Bedingungen. Sauerstoff für Notfälle ist an Bord, ebenso die grundlegende Sicherheitsausrüstung. Ein Defibrillator oder ein eigenes Rückrufsystem wird nicht genannt. Für die Liveaboard-Reise werden mindestens 40 geloggte Tauchgänge verlangt; als Brevet reicht Open Water oder ein gleichwertiger Abschluss. Das klingt zunächst offen, bedeutet in Komodo aber nicht, dass jeder Platz für jeden Taucher passt. Die Auswahl der Route und der Tauchgruppen richtet sich nach dem tatsächlichen Können und der Erfahrung mit Strömung.
Das Tauchdeck und die Ausrüstung
Das Tauchdeck ist auf einen klaren Ablauf ausgelegt: Ausrüstung anlegen, zum Beiboot gehen, am Platz ins Wasser und nach dem Auftauchen wieder aufgenommen werden. An Bord stehen 12-Liter-Flaschen und Gewichte bereit; 15-Liter-Flaschen sowie weitere Leihausrüstung sind kostenpflichtig. Der Füllbetrieb arbeitet mit BAUER-Poseidon-Kompressoren und einer Nitrox-Membrananlage für 32 Prozent. Nitrox ist für zertifizierte Taucher in der Leistungsbeschreibung enthalten. Tauchcomputer und SMB können ebenfalls gemietet werden beziehungsweise sind in der angegebenen Leistung enthalten. Für Unterwasserfotografen gibt es eine trockene Vorbereitungsfläche mit Ladepunkten, eine getrennte Spülmöglichkeit und Druckluft zum Trocknen von Gehäusen. Das 6-Meter-Beiboot mit 90-PS-Außenborder übernimmt die Tauchgänge, setzt die Gruppen am Platz ab und holt sie nach dem Auftauchen ein. DIN- oder Bügelventile sowie Flaschenmaterial werden nicht angegeben.
Zwischen zwei Tauchgängen
Zwischen den Tauchgängen verteilt sich das Leben auf drei klar unterschiedliche Orte. Im offenen Saloon sitzt man im Schatten, isst, trocknet und redet über den letzten Tauchgang. Der Innen-Salon nimmt diejenigen auf, die lesen, Fotos sichten oder einfach eine Pause ohne Sonne brauchen. Auf dem Sonnendeck stehen Liegen für die Stunden, in denen kein Briefing und kein Einstieg ansteht. Während der Fahrt verändert sich der Blick schneller als der Tagesplan: trockene Inselhänge, enge Passagen und offene Wasserflächen ziehen vorbei, während die Crew das nächste Tauchgebiet vorbereitet. Ein Nachmittag ohne geplanten Tauchgang muss nicht mit Animation gefüllt werden. Man kann schlafen, die Ausrüstung in Ruhe ordnen oder an der Reling sitzen. Gerade auf einem kleinen Schiff wird diese Pause nicht zur Flucht vor anderen Gästen, sondern zu einem Teil der Reise.
Ein Tag an Bord
Ein Tag an Bord beginnt nicht mit einem festen Stundenplan, sondern mit der Reihenfolge, die Taucher kennen: aufstehen, Kaffee oder Frühstück, Briefing, Ausrüstung prüfen und ins Beiboot. Drei Tauchgänge sind pro Tag vorgesehen, am letzten Tag zwei. Zwischen den Tauchgängen liegen Essen, Wasser, kurze Wege an Deck und genug Zeit, um sich wieder anzuziehen, Fotos zu sichern oder einfach zu schlafen. Während die Shenron zum nächsten Gebiet fährt, verschiebt sich der Blick von der Arbeitsfläche des Tauchdecks zum offenen Wasser. Die Guides besprechen den nächsten Platz, die Crew richtet die Flaschen und der Tag wird erneut praktisch. Wenn Route und Bedingungen es erlauben, kann ein Nachttauchgang hinzukommen. Sonst gehört der Abend dem Essen, dem Logbuch und den Gesprächen im Salon. Am nächsten Morgen liegt wieder ein anderes Stück Komodo vor dem Beiboot.
Was man an Bord isst
Die Küche verbindet westliche und lokale Gerichte und serviert die Mahlzeiten in Buffetform. Frühstück, Mittag- und Abendessen werden durch Obst, Snacks sowie heiße und kalte Getränke ergänzt. Das passt zu einer Tauchreise, bei der man nicht lange auf den Teller warten möchte: essen, trinken, Briefing, Wasser. Lokale Gerichte bringen Indonesien auch an Tagen an Bord, an denen die Inseln nur am Horizont liegen. Alkohol ist vorhanden, aber nicht Teil der inkludierten Verpflegung. Vegetarische Ernährung und andere Einschränkungen können berücksichtigt werden; sie müssen vorher mitgeteilt werden. Der offene Essbereich ist dabei mehr als ein Platz zum Sattwerden. Nach dem Tauchgang werden dort Sichtungen verglichen, Kameras herumgereicht und die nächste Einteilung besprochen. Bei vier Tauchern pro Guide bleibt genug Raum, dass solche Gespräche nicht im Lärm eines großen Ausflugsboots untergehen.
Die Nächte auf See
Die Nächte auf der Shenron sind privat, klimatisiert und auf das Wesentliche einer Tauchreise konzentriert. Die vier Kabinen haben ein eigenes Bad mit Warmwasserdusche; in den Kabinen liegen Hotelbetten und Stauraum für die Dinge, die nach dem Tauchgang trocken bleiben sollen. Die Ocean-View-Kabinen liegen oben und bringen durch die großen Fenster mehr Meer in den Raum. Wer bei Seegang leicht wach wird, sollte nicht nur auf den Ausblick schauen, sondern auch auf die Position der Kabine. Nach dem Abendessen wird es im Salon ruhiger, während draußen Wasser gegen den Rumpf arbeitet und der Motor die nächste Strecke übernimmt. Das Sonnendeck ist der Ort für die letzte Luft vor dem Schlafen. Luxus bedeutet hier nicht viel Fläche, sondern eine Tür, die sich schließen lässt, ein eigenes Bad und Ruhe nach drei Tauchgängen.
Doppelkabine
Meerblick
Was man vor dem Einsteigen wissen sollte
Die Shenron fährt ab Labuan Bajo und kehrt dorthin zurück. Der Transfer vom Flughafen oder zur Unterkunft ist nicht automatisch eingeschlossen; die Anreise zum Treffpunkt und die Weiterfahrt zum Hafen müssen vor der Buchung geklärt werden. Wer am Abfahrtstag nicht unter Zeitdruck stehen möchte, reist besser einen Tag vorher nach Labuan Bajo an. Die genauen Treff- und Transferinformationen werden mit der jeweiligen Buchung mitgeteilt.
- Baujahr
- 2017
- Jahr der Renovierung
- 2024
- Länge
- 27 m
- Breite
- 6 m
- Maximale Passagierzahl
- 8
- Anzahl Kabinen
- 4
- Motoren
- × 1
- Beiboote
- 6 m 90 PS
- Webseite
- dragondivekomodo.com ↗
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