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Kota Kinabalu · Malaysia · Asien
Tauchen an Mabul Island ist eine konstante Schatzsuche nach den kleinsten und außergewöhnlichsten Meeresbewohnern.
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Mabul Island ist zweifellos ein Mekka für Makroliebhaber. Hier tauchst du nicht in die Tiefe für pelagische Großfische, sondern konzentrierst dich auf das Außergewöhnliche im Kleinen. Die Unterwasserlandschaft besteht aus einer Mischung aus flachen Korallenriffen, weitläufigen Sandflächen und ausgedehnten Seegraswiesen. Diese Vielfalt der Habitate schafft ideale Bedingungen für eine immense Bandbreite an Wirbellosen und gut getarnten Fischen, die du sonst nur selten zu Gesicht bekommst.
Jeder Tauchgang an Mabul ähnelt einer Unterwasser-Safari, bei der das Tempo entscheidend ist. Du gleitest langsam über den Bewuchs oder schwebst über dem Sand und suchst aktiv nach den versteckten Bewohnern. Die seichten Bereiche beherbergen dabei oft die größte Dichte an Leben. Es geht darum, genau hinzusehen, Korallenblöcke zu umrunden und in den Algenstreifen zu stöbern, denn dort offenbart sich ein Universum in Miniatur.
Eine der begehrtesten Begegnungen ist die Flamboyante Sepia (Metasepia pfefferi), ein Meister der Tarnung, dessen leuchtende Farben und einzigartige Bewegung dich in den Bann ziehen werden. Ebenso faszinierend ist der Blauring-Krake (Hapalochlaena maculosa), ein kleines, aber beeindruckendes Tier, dessen Warnfarben eine deutliche Botschaft aussenden. Daneben triffst du auf eine Fülle von Anglerfischen (Antennariidae), darunter den Riesen-, Bunten- und Clown-Anglerfisch, die perfekt getarnt auf ihre Beute warten.
Die schützenden Seegrasfelder und sandigen Böden sind auch das Zuhause der scheuen Geistermuränen (Rhinomuraena quaesita), die mit ihren langen, farbenprächtigen Körpern aus dem Sand ragen. Andere außergewöhnliche Bewohner sind Harlekingarnelen (Hymenocera picta), die sich von Seesternen ernähren, winzige Boxer-Krabben (Lybia tesselata) und verschiedene Arten von Grundeln (Gobiidae), darunter die Dornflossen- und Metallglanz-Grundel, oft in Symbiose mit Knallkrebsen. Auch verschiedene Seenadeln (Syngnathinae) und Seepferdchen (Hippocampus) lassen sich mit etwas Glück entdecken.
Mabul bietet mehr als nur Riff-Tauchgänge; es gibt auch eine Wracktauchoption und tiefere Korallenwände, die bei Bedarf erkundet werden können. Diese Strukturvielfalt erweitert die Palette der möglichen Begegnungen und des Taucherlebnisses. Die überwiegend ruhigen Bedingungen und die moderate Tiefe machen es zu einem zugänglichen Ort für jeden, der die Feinheiten der Unterwasserwelt zu schätzen weiß.
Die Atmosphäre unter Wasser ist meist gelassen, unterstützt durch die geringen Strömungen und die konstanten tropischen Temperaturen. Du tauchst in einem ruhigen Tempo, was ideal für Makrofotografie ist und dir genügend Zeit gibt, jedes Detail zu erfassen. Es ist ein Ort, der dich zwingt, inne zu halten und die Geduld zu belohnen, die man in der Beobachtung der kleinsten Organismen aufbringt.
Das ganze Jahr über herrschen tropische Bedingungen, was Mabul zu einem zuverlässigen Reiseziel macht. Die Sichtweiten können variieren, sind aber in der Regel ausreichend, um die Makrolebewesen in ihrer natürlichen Umgebung gut zu erkennen. Dieser Ort ist ein lebendiges Beispiel dafür, dass nicht nur die großen Haie und Mantas ein Tauchgebiet definieren, sondern auch die unzähligen kleinen Lebewesen, die das marine Ökosystem bewohnen.
An Mabul Island herrschen meist schwache Strömungen, was die Tauchgänge entspannt gestaltet und sich gut für Makrofotografie eignet. Der Tauchplatz ist für alle Tauchniveaus zugänglich und bietet gute Bedingungen sowohl für Anfänger als auch für erfahrene Taucher, die sich auf die Suche nach kleinen Kreaturen konzentrieren möchten. Die beste Zeit zum Tauchen ist das ganze Jahr über, da die tropischen Bedingungen konstant sind.