
Vietnam Active Phu Quoc Diving Center
★ 5/5 (1.278 Bewertungen)
2,1 km entfernt Luftlinie
Vietnam · Asien
Hartkorallen im Marine Park, flache Riffe vor Nail Island, Kokosnuss-Oktopusse und gelegentliche Walhaie prägen die Bootstauchgänge rund um Phu Quoc.
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Im Marine Park vor Phu Quoc führen die Tauchgänge über Hartkorallenriffe des An-Thoi-Archipels, während Nail Island flache Riffabschnitte für ruhige Eingewöhnungstauchgänge bietet. Die Unterwasserlandschaft reicht von nur einem Meter bis in fünfundzwanzig Meter Tiefe. Phu Quoc ist damit vor allem eine Insel für entspannte Tauchtage vom Tagesboot aus, nicht für ein Programm aus Wracks, Steilwänden oder technischen Tiefenprofilen. Auch außerhalb des Tauchens bleibt die Insel ein eigenständiges Urlaubsziel.
Die Tauchgänge rund um Phu Quoc sind überwiegend Bootstauchgänge zu küstennahen Riffen und Inselgruppen. Im Marine Park reichen die Tiefen von fünf bis fünfundzwanzig Metern; dort liegen Hartkorallen und artenreiche Riffbereiche, an denen langsam und nah am Relief getaucht wird. Nail Island beginnt bereits in einem Meter Tiefe und eignet sich für flache, entspannte Tauchgänge. Die Strömung bleibt meist leicht bis kaum vorhanden, kann an exponierten Stellen und während des Monsuns jedoch zunehmen. Die Sicht schwankt deutlich: Je nach Platz und Saison liegen etwa vier bis zwanzig Meter im Marine Park und drei bis fünfundzwanzig Meter bei Nail Island. Wer eine verlässliche Tagesplanung schätzt, sollte deshalb mit wechselnder Sicht rechnen, ohne Phu Quoc als Strömungs- oder Wrackziel einzuordnen.
An den Riffen begegnen dem Taucher typische tropische Riffbewohner: Kaiserfische, Falterfische und Papageifische stehen zwischen den Hartkorallen, während sich mit etwas Geduld auch ein Kokosnuss-Oktopus entdecken lässt. Nail Island bietet dafür mit seinen flachen Riffabschnitten gute Bedingungen, weil der Blick lange im überschaubaren Bereich bleibt. Der Marine Park verbindet die Korallenlandschaft mit der größeren Tiefenstaffelung bis fünfundzwanzig Meter. Saisonale Walhaie werden für Nail Island genannt, sind aber als gelegentliche Begegnung und nicht als fester Bestandteil jedes Tauchgangs zu verstehen. Die Tierbeobachtung lebt hier daher eher vom langsamen Absuchen des Riffs als von einer auf einzelne Großtiere ausgerichteten Ausfahrt.
Die günstigste Zeit für Phu Quoc liegt von Oktober bis Mai, wenn die See im Allgemeinen am ruhigsten ist. Von November bis April fallen die Niederschläge am geringsten aus, was die Anfahrt mit dem Tagesboot und die Oberflächenpausen angenehmer macht. Für die Planung ist diese Zeitspanne wichtiger als die Erwartung eines einzelnen spektakulären Tiermonats: Die Riffe bleiben das eigentliche Ziel, während Walhaie bei Nail Island saisonal auftreten können. An exponierten Stellen und während des Monsuns kann die Strömung zunehmen; wer möglichst ruhige Abläufe bevorzugt, legt die Tauchreise deshalb in das gemessene Fenster von Oktober bis Mai.
Phu Quoc richtet sich an alle Ausbildungsstufen und besonders an Taucher auf Open-Water- beziehungsweise CMAS/VDST-Einstiegsniveau. Nail Island ist mit ein bis fünfundzwanzig Metern und meist geringer Strömung für erste Urlaubstauchgänge gut geeignet. Für den Marine Park sollte Erfahrung mit Bootstauchgängen und leichten Strömungen vorhanden sein, ohne dass ein Spezialbrevet nötig wäre. Wer vor allem tiefe, strömungsreiche oder technische Profile sucht, findet hier nicht den passenden Schwerpunkt.
Von Frankfurt, München oder Düsseldorf aus wird Phu Quoc entweder per Flug bis zum Inselflughafen erreicht oder über eine Überlandroute an die südvietnamesische Mekong-Delta-Küste. Wer den Landweg wählt, muss anschließend von der Seite Ha Tien oder Rach Gia mit Fähre oder Katamaran nach Phu Quoc übersetzen. Diese Seestrecke ist der feste organisatorische Punkt der Anreise und sollte bei Anschlussverbindungen nicht knapp kalkuliert werden. Bei einer Anreise per Flug entfällt die Fährpassage. Auf der Insel selbst starten die Tauchgänge mit Tagesbooten von der Inselbasis aus; der Tauchplan bleibt damit an den Standort Phu Quoc gebunden und verlangt keine Weiterreise zu einer anderen Region.
Phu Quoc sollte als Inselaufenthalt mit Tagesbooten geplant werden, nicht als verkappte Liveaboard-Reise. Wer über das Festland anreist, legt die Fährverbindung zwischen Ha Tien oder Rach Gia und Phu Quoc zuerst fest; sie bestimmt den weiteren Ablauf stärker als die Tauchbasis. Bei der Auswahl der Ausfahrten lohnt sich der Blick auf den lokalen Riffkurs rund um die Insel und den An-Thoi-Archipel, nicht auf allgemein gehaltene Vietnam-Programme. Für die ersten Tauchgänge bietet sich Nail Island an, weil das Riff bereits in einem Meter Tiefe beginnt und die Strömung meist gering bleibt. Den Marine Park kann anschließend einplanen, wer leichte Strömung und Bootstauchgänge kennt. Phu Quoc enttäuscht vor allem dann, wenn eine Reise um Wracks, starke Drift oder technische Tiefe gebaut wird. Ein tauchfreier Tag lässt sich sinnvoll für die Insel selbst oder, bei entsprechender Route, für die Festlandküste nutzen.
Ein Aufenthalt lässt sich als ruhige Folge von Tauchtagen mit Tagesbooten und freien Inseltagen organisieren. Nail Island eignet sich für einen flachen Einstieg, der Marine Park für die größeren Tiefen bis fünfundzwanzig Meter. Weil Phu Quoc zugleich ein allgemeines Urlaubsziel ist, können Nichttaucher die Tage unabhängig vom Tauchplan gestalten. Die Fähranreise über das Festland sollte nicht zwischen knapp gesetzte Tauchtermine gelegt werden.
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Bewertungen erhoben von Viator und Tripadvisor.