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Sal · Cabo Verde · Atlantik

Max. Tiefe · 28 m

Wracktauchen bei Boris: Die russische Kwarcit vor der Küste von Sal

Ein russischer Trawler liegt als intaktes künstliches Riff auf dem Meeresgrund von Sal.

Was diesen Tauchplatz besonders macht

  • Aufrecht liegendes russisches Wrack aus den 1970er Jahren
  • Penetrierbare Bereiche wie Luken und Gangway möglich
  • Struktur dient als aktives künstliches Riff
  • Begegnungen mit Grouper und Rochen möglich
  • Gelegentliche Sichtungen von Nurse Sharks
  • Kurze Bootsfahrt von ca. 15 Minuten ab Santa Maria

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Boris der Tauchplatz im Überblick

Die Boris, oft auch unter ihrem Namen Kwarcit geführt, ist ein russischer Trawler aus den 1970er Jahren, der im Januar 2006 sank. Das Wrack liegt in einer relativ stabilen Position auf dem Meeresgrund vor der Insel Sal. Im Gegensatz zu vielen anderen Wracks, die am Boden zerbrochen oder umgekippt sind, ruht dieser Kutter nahezu aufrecht. Diese vertikale Ausrichtung macht die Struktur für Taucher deutlich greifbarer und erlaubt eine gute Orientierung während des gesamten Tauchgangs.

Das Profil des Wracks erstreckt sich über einen schmalen Tiefenbereich, der ideal für die Planung eines kontrollierten Tauchgangs ist. Das Deck des Schiffes liegt in etwa 23 Metern Tiefe, während der Rumpf und die tieferen Strukturen bis auf 28 Meter hinabreichen. Diese moderate Tiefe ermöglicht es, die gesamte Länge des Schiffes zu erkunden, ohne sofort an die Grenzen der Nullzeit zu stoßen. Der Übergang vom Deck zum Rumpf ist klar definiert und bietet verschiedene Ebenen für die Exploration.

Für Taucher mit entsprechendem Training bieten die Struktur des Schiffes interessante Möglichkeiten zur Erkundung. Die Luken und die Gangway sind theoretisch penetrierbar, sofern die Bedingungen vor Ort dies zulassen und die Bewertung durch den Guide positiv ausfällt. Eine Penetration der Luken erfordert eine präzise Tarierung und eine klare Kontrolle des Auftriebs, um die Integrität des Wracks und die eigene Sicherheit zu gewährleisten. Die engen Räume innerhalb des Schiffskörpers bieten einen starken Kontrast zur Weite des umliegenden Meeresbodens.

Das Wrack hat sich über die Jahre zu einem funktionierenden künstlichen Riff entwickelt. Die Metallstrukturen des Trawlers bieten zahlreichen Meeresbewohnern festen Halt und Schutz. Durch die aufrechte Lage entstehen verschiedene Nischen und Hohlräume, in denen sich die Fauna ansiedeln kann. Dies führt dazu, dass das Wrack nicht nur ein technisches Objekt ist, sondern ein lebendiger Teil des lokalen Ökosystems, der eine hohe Dichte an kleinen und mittelgroßen Lebewesen beherbergt.

Bei der Beobachtung der Fauna am Wrack stößt man häufig auf Bewohner, die die Struktur des Schiffes nutzen. In den Spalten und an den Seiten des Rumpfes lassen sich häufig Grouper finden, die die geschützten Bereiche besetzen. Auch Rochen und verschiedene Nacktschnecken sind am Wrack präsent. Wer den Blick auf den Meeresboden oder die Strukturen richtet, entdeckt zudem oft Froschfische, die perfekt getarnt in der Umgebung verharren. Das Wrack dient somit als Anlaufstelle für eine Vielzahl spezialisierter Arten.

Gelegentlich lassen sich auch größere Tiere in der Nähe des Wracks beobachten. Es wurden Berichte über das Auftreten von Haifischarten wie Nurse Sharks dokumentiert, die die Umgebung des Schiffes nutzen. Diese Begegnungen sind jedoch eher als gelegentliche Ereignisse einzustufen und gehören nicht zu einer garantierten Sichtung bei jedem Tauchgang. Die Präsenz dieser Raubfische unterstreicht die Bedeutung des Wracks als Nahrungsquelle und Versteck innerhalb des größeren marinen Habitats.

Der Zugang zum Standort erfolgt per Boot von Santa Maria auf Sal aus, was eine kurze Überfahrt von etwa 15 Minuten bedeutet. Da es am Wrack keine feste Leine oder eine permanente Verankerung gibt, erfolgt der Abstieg direkt über das Schiff. Die Logistik ist unkompliziert, erfordert aber eine präzise Abstimmung mit dem Bootsteam, um den Einstieg und den Aufstieg in der Nähe der Struktur sicher zu gestalten. Die Lage des Wracks macht es zu einem effizienten Ziel für einen gezielten Wracktauchgang.

Tauchen in Boris: die Unterwasserwelt

Tauchbedingungen

Das Wrack liegt in einer Tiefe zwischen 23 und 28 Metern. Ein Advanced Open Water Zertifikat ist erforderlich, zudem sind Erfahrung bei Wracktauchgängen sowie bei der Penetration von Luken oder der Gangway notwendig, falls eine Erkundung des Innenraums geplant ist.

Drei unverzichtbare Tauchgänge

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Häufige Fragen zu Boris

Welches Tauchlevel brauchst du für den Tauchplatz Boris?

Für den Tauchplatz Boris ist ein Advanced Open Water Zertifikat erforderlich. Wenn du die Luken oder die Gangway erkunden und in den Innenraum eindringen möchtest, brauchst du zusätzlich Erfahrung im Wracktauchen und in der Penetration. Eine solche Erkundung hängt außerdem von den Bedingungen vor Ort und der Einschätzung des Guides ab.

In welcher Tiefe liegt der Tauchplatz Boris?

Der Tauchplatz Boris liegt zwischen 23 und 28 Metern Tiefe. Das Deck befindet sich ungefähr auf 23 Metern, während der Rumpf und die tieferen Strukturen bis etwa 28 Meter reichen. Der schmale Tiefenbereich erleichtert die Planung, und die aufrechte Lage ermöglicht eine gute Orientierung zwischen Deck und Rumpf.

Welche Möglichkeiten zur Wrackerkundung bietet der Tauchplatz Boris?

Am Tauchplatz Boris kannst du das aufrecht liegende Wrack eines russischen Trawlers aus den 1970er Jahren erkunden. Für entsprechend ausgebildete Taucher sind Luken und die Gangway theoretisch penetrierbar. Dafür sind präzise Tarierung und kontrollierter Auftrieb erforderlich, außerdem müssen die Bedingungen passen und der Guide die Erkundung positiv bewerten.

Welche Tiere kannst du am Tauchplatz Boris beobachten?

Am Tauchplatz Boris dient das Wrack als künstliches Riff und bietet vielen Tieren Schutz und Halt. Du kannst Grouper, Rochen, Nacktschnecken und gut getarnte Froschfische entdecken. Gelegentlich werden auch Nurse Sharks in der Nähe beobachtet. Der Zugang erfolgt per Boot von Santa Maria und dauert ungefähr 15 Minuten.