Tauchsafaris · Malediven
Princess Ulua – die komfortable Basis für Malediven-Strömungen
Was dieses Schiff einzigartig macht
- Die Princess Ulua verbindet ein geräumiges Holzschiff mit Tauchgängen in kleinen Gruppen von vier bis fünf Gästen pro Guide.
- Die 8-tägige Route ab und bis Malé führt durch die zentralen Atolle mit Kanälen, Thilas, Wracks und Chancen auf Mantas, Haie und Walhaie.
- Das Tauchdhoni bringt die Gruppe zum Tauchplatz, während an Bord viel Platz für Rückzug, Essen und lange Fahrten bleibt.
- Familienkabinen können bis zu drei Personen aufnehmen.
Die Einladung
Die Princess Ulua ist für Taucher gebaut, die eine Woche lang verschiedene Atolle sehen wollen, ohne zwischen Tauchdeck und Kabine auf engem Raum zu leben. Ihr Revier sind die zentralen Malediven: Nord- und Süd-Malé, Ari und Vaavu, mit Kanälen, Thilas, Mantarochen, Haien und Walhaien als möglichen Höhepunkten. Der entscheidende Unterschied liegt im Verhältnis unter Wasser: Ein Guide betreut vier bis fünf Taucher. Das ist klein genug, um im Strömungstauchgang zusammenzubleiben, ohne dass jede Begegnung hinter einer Flosse verschwindet. Dazu kommt ein eigenes Tauchdhoni. Die Princess Ulua passt zu Reisenden, die morgens ins Wasser wollen, nach dem Tauchgang aber nicht auf Komfort verzichten möchten. Wer ein schlichtes, rein auf Tauchen reduziertes Safariboot sucht, findet hier mehr Salon, mehr Deck und mehr Freizeit, als dafür nötig wäre.
An Bord gehen
Beim Ankommen wirkt die Princess Ulua eher wie ein schwimmendes Haus als wie ein umgebauter Arbeitskahn. Das Holz gibt dem Schiff Wärme, die breiten Außenbereiche nehmen ihm das Gefühl, ständig im Weg zu stehen. 2019 in den Malediven gebaut, verbindet sie die klassische Silhouette eines Holzschiffs mit einer Ausstattung, die auf längere Fahrten ausgelegt ist. Am Kai geht es über die Begrüßung und das Papierwerk direkt in die Kabine, danach verteilt sich das Leben auf Salon, Restaurant, Außenlounge und Sonnendeck. Im Inneren liegen Bar und Essbereich zusammen, draußen gibt es weitere Plätze zum Sitzen und Essen. Der einzelne Dieselmotor wird auf See hörbar sein; wer absolute Stille sucht, sollte das bei der Kabinenwahl bedenken. Wer dagegen morgens ohnehin auf das erste Briefing wartet, bekommt ein Schiff, das viel Raum zwischen den Tauchgängen schafft.
Die Stimmung an Bord
Die Stimmung an Bord lebt davon, dass die Gruppe klein genug bleibt, um sich nicht aus dem Weg zu gehen. Beim Frühstück weiß man, wer am Vorabend welchen Hai gesehen hat; auf dem Tauchdhoni sitzen dieselben Gesichter bald selbstverständlich nebeneinander. Die Crew übernimmt dabei nicht nur das Servieren. Sie hilft beim Aufbau am ersten Tag, kümmert sich dazwischen um das Tauchequipment und nimmt es am Ende wieder auseinander. Hinter dem Tagesablauf stehen 15 Crewmitglieder, vom Kapitän und Dhoni-Fahrer über Kompressor- und Deckcrew bis zu Küche, Bar und Housekeeping. Abends wechseln sich gemeinsames Essen, Gespräche im Salon und ein Platz auf dem Sonnendeck ab. Wer eine Woche lang umsorgt werden möchte, ohne in einem formellen Resort zu landen, wird diese Mischung schätzen. Wer völlig unabhängig bleiben will, erlebt die Aufmerksamkeit eher als engmaschig.
Die Tauchplätze
Die Route „The Best of Maldives“ startet und endet in Malé und dauert acht Tage mit sieben Nächten. Barracuda Giri führt durch Strömung und Barrakudas bis auf -30 m. Am Banana Reef wechseln Riffrelief, Riffhaie und Adlerrochen; eine Tiefenangabe liegt dafür nicht vor. Im Mushimasmigili Marine Reserve stehen Graue Riffhaie an einem isolierten Riff bis -30 m im Mittelpunkt. Dhonkalo ist ein Strömungsplatz für Mantarochen, Maamigili und Maamigili Beiyru verbinden Mantas und Walhaie mit geschützten Meeresgebieten, beide bis -30 m. Kudarah Thila zeigt Wände, Überhänge und Höhlen bis -30 m. Guraidhoo bringt Kandu und Kandhooma Thila mit Haien und Strömung zusammen. Foththeyo Kandu geht bis -40 m und bietet pelagische Jäger, Höhlen und Weichkorallen. Dhigalhi Haa, Dhonfanu und Dhigu Thila sind Pinnacles und Steilwände bis -30 m. Fushifaru Thila erreicht -35 m und ist für Manta-Putzerstationen bekannt. Shipyard schließlich führt zu Wracks und Riffleben.

Barracuda Giri →
Max. Tiefe · 30 m

Banana Reef →

Mushimasmigili Marine Reserve →
Max. Tiefe · 30 m

Dhonkalo →
Max. Tiefe · 25 m

Maamigili →
Max. Tiefe · 30 m

Maamigili Beiyru →
Max. Tiefe · 30 m

Kudarah Thila →
Max. Tiefe · 25 m

Foththeyo Kandu →
Max. Tiefe · 40 m

Dhonfanu →
Max. Tiefe · 30 m

Dhigu Thila →
Max. Tiefe · 30 m

Shipyard →
Max. Tiefe · 30 m
Was man unter Wasser trifft
Auf dieser Route begegnet man häufig Napoleons, Grauen Riffhaien, Weißspitzen-Riffhaien, Meeresschildkröten, Barrakudas, Thunfischen, Fusilieren, Adlerrochen und Mantas. Das sind keine Versprechen für jeden einzelnen Tauchgang, sondern das Grundthema der zentralen Malediven: Strömung bringt Schwarmfisch und Jäger zusammen, Putzerstationen machen bestimmte Thilas für Großfisch interessant. Bei Fushifaru Thila können Mantas an den Putzerstationen auftauchen; in Maamigili und Maamigili Beiyru richtet sich die Suche auf Mantas und Walhaie. Die besonderen Gründe für einzelne Abstecher liegen oft im Detail: Barracuda Giri ist der Platz für Grouper und Anthias, Foththeyo Kandu für Hammerhaie und Schwarzspitzen-Riffhaie, Kudarah Thila für den Giant Trevally. Dhigalhi Haa bringt Weichkorallen und Gorgonien, Shipyard Lippfische, Demoisellen und maurische Idole. Wer Walhaie sehen möchte, sollte Begegnungen als Chance verstehen, nicht als Zusage.
Die, die euch ins Wasser bringen
Die Guides arbeiten mit höchstens fünf Tauchern pro Gruppe. Briefings gehen dem Einstieg voraus und ordnen den Tauchgang nach Platz, Strömung und Erfahrung; die genaue Zusammensetzung der Gruppen entscheidet sich an Bord. Englisch und Maledivisch werden von der Crew gesprochen. Vorausgesetzt werden mindestens 40 Tauchgänge und AOWD oder eine gleichwertige Brevetierung. Das ist kein Schiff für den ersten Freiwassertauchgang: Wer Kanäle und Strömung sicher beherrscht, kann die Route besser nutzen. Sauerstoff und Erste-Hilfe-Ausrüstung sind vorhanden; die Sicherheitsausstattung umfasst außerdem Feueralarm, Rauchmelder, Funk- und Navigationstechnik. Ein Defibrillator oder ein eigenes Rückrufsystem werden nicht genannt. Zusätzliche Tauchkurse an Bord sind nicht ausgewiesen. Die Crew übernimmt den Geräteaufbau zwischen dem ersten und letzten Tauchtag, die Verantwortung für die eigene Konfiguration bleibt beim Taucher.
Das Tauchdeck und die Ausrüstung
Getaucht wird vom 37-Fuß-Dhoni Ulua Hunter aus, das die Tauch- und Angelausrüstung zum Platz bringt und die Taucher nach dem Auftauchen wieder aufnimmt. Zusätzlich gibt es ein kleineres Dinghy für Landgänge und kurze Transfers. An Bord stehen 12-Liter-Flaschen und Gewichte bereit; die Flaschenart und die Ventilnorm sind nicht angegeben. Ein Kompressor und eine Füllstation gehören zur Tauchausrüstung. Nitrox ist verfügbar, ebenso Leihequipment, beides gegen Aufpreis. Zu Marken, Fototisch, separatem Spülbecken und warmer Dusche nach dem Tauchgang gibt es keine belastbare Angabe. Das Tauchdhoni ist der entscheidende Teil der Organisation: Die Princess Ulua bleibt als Basis liegen, während die Gruppe dort ins Wasser geht, wo der Kanal und nicht das Mutterschiff den Tauchplatz vorgibt. Technisches Tauchen wird nicht angeboten.
Zwischen zwei Tauchgängen
Zwischen zwei Tauchgängen verteilt sich die Princess Ulua auf mehrere Rückzugsorte. Auf dem Sonnendeck liegen die Lounges, während die beiden Außenbereiche Schatten und Windschutz für ein Gespräch oder ein Nickerchen bieten. Im Salon laufen Musik, Film oder Unterhaltung auf einer großen Leinwand; wer Abstand braucht, findet dort ebenso einen Platz wie an der Bar. Während der Überfahrten sieht man Inseln und Sandbänke vorbeiziehen, statt nur auf den nächsten Briefingpunkt zu warten. Kajaks und zwei SUP-Boards bringen Bewegung in einen Nachmittag ohne Tauchgang. Dazu kommen Schnorcheln, traditionelles Fischen, Strandgänge und gelegentlich die Wasserrutsche. Der Jacuzzi und die Fußmassage-Sessel sind keine Nebensache: Nach mehreren Strömungstauchgängen entscheidet gerade diese einfache Möglichkeit, die Beine hochzulegen, ob die Pause wirklich eine Pause wird.
Ein Tag an Bord
Ein Tauchtag beginnt auf dieser Route vor dem Frühstück oder sogar vor Tagesanbruch mit Navigation zum nächsten Atoll. Nach dem ersten Briefing geht es vom Dhoni ins Wasser; Frühstück und eine Überfahrt teilen den Vormittag, bevor der zweite Tauchgang folgt. Mittagessen liegt zwischen den Aktivitäten, danach wechseln sich weiterer Tauchgang, Strandzeit, Schnorcheln oder eine kurze Fahrt ab. An manchen Tagen stehen zwei bis drei Tauchgänge auf dem Plan, gelegentlich gehört ein Nachttauchgang dazu. Der Ablauf kann sich nach Wetter, Strömung und Tierbewegungen ändern. Ein Beispieltag führt nach dem frühen Tauchgang weiter zu einem neuen Gebiet, lässt Zeit für Sandbank oder Wassersport und endet mit Briefing, Nachttauchgang oder einem Abend an Land. Nach dem Essen wird es ruhiger: Bar, Salon, Jacuzzi oder das dunkle Sonnendeck. Am letzten Tag werden zwei Tauchgänge eingeplant, bevor das Equipment eingesammelt wird.
Was man an Bord isst
Drei Mahlzeiten am Tag kommen aus einer Küche, die asiatische, indische, maledivische und europäische Gerichte verbindet. Dazu stehen Obst, Gemüse, Fleisch, Fisch und Huhn auf dem Speiseplan; Snacks liegen zwischen den Tauchgängen bereit. Vegetarische, vegane, laktosefreie und glutenfreie Wünsche können vorab berücksichtigt werden. Das Essen muss hier mehr leisten als in einem Hotel: Nach dem ersten Tauchgang braucht es etwas Schnelles, nach dem zweiten eine richtige Mahlzeit, und am Abend soll noch genug Energie für einen Nachttauchgang bleiben. Trinkwasser, Tee, Instantkaffee und heiße Schokolade sind an Bord verfügbar. Wer den Tag mit einem Bargetränk beendet, sollte wissen, dass alkoholische Getränke und weitere Getränke nicht zum Grundumfang gehören. Ein Strand-Barbecue auf einer unbewohnten Insel gehört dagegen zum Reiseerlebnis.
Die Nächte auf See
Die Nächte auf der Princess Ulua spielen sich in klimatisierten Kabinen mit eigenem Bad ab. Standardkabinen liegen unten, Familienkabinen bieten ein Queensize-Bett und ein Einzelbett, die Seaview Suiten verteilen sich auf Haupt- und Oberdeck. Fernsehen, Minibar, Safe und Föhn gehören zur Grundausstattung; Handtücher werden täglich aufgefrischt. Wichtiger als die Inventarliste ist der Unterschied zwischen den Lagen: Unten ist man näher am Maschinen- und Arbeitsbereich, oben näher an Luft und Außenlicht. Nach dem Abendessen kann man sich in den Salon zurückziehen, auf dem Sonnendeck liegen oder im Jacuzzi sitzen. Das Schiff hat keine anonyme Hotelatmosphäre. Man hört die Bewegungen des Rumpfs, sieht beim Aufwachen das Atoll und findet nach wenigen Tagen ohne Suchen zurück zur eigenen Tür.
Standard-Kabine
Familienkabine
Suite Meerblick
Was man vor dem Einsteigen wissen sollte
Die Reise beginnt und endet in Malé am Velana International Airport. Ein geplanter Gruppentransfer bringt die Gäste vom Flughafen zum Schiff und am Ende zurück zum Flughafen; das Team wartet bei der Ankunft mit einem Princess-Ulua-Schild und begleitet den etwa 30-minütigen Transfer. Internationale Flüge kommen häufig spät am Abend an, die erste Nacht wird normalerweise nahe Malé verbracht. Wer ohne Zeitdruck an Bord gehen möchte, reist am besten einen Tag vorher an.
- Baujahr
- 2019
- Länge
- 37,3 m
- Breite
- 10,6 m
- Maximale Passagierzahl
- 22
- Anzahl Kabinen
- 11
- Motoren
- 1 × 640 PS Diesel
- Beiboote
- 1 × 11,3 m Tauch-Dhoni/Schnellboot und 1 × 6,7 m Schlauchboot/Schnellbeiboot
- Webseite
- princessuluamaldives.com ↗
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