
First Class Cruising
★ 5/5 (270 Bewertungen)
Male · Malediven · Indischer Ozean
Max. Tiefe · 30 mTauche ein in Myaru Kandu, einen der bekanntesten Haikanäle der Malediven, wo du Graue Riffhaie und Weißspitzen-Riffhaie in ihrem natürlichen Element erlebst und mit etwas Glück auch Hammerhaie siehst.
Myaru Kandu, was in Dhivehi „Haikanal“ bedeutet, ist ein schmaler, tiefer ozeanischer Kanal an der Nordostseite des Vaavu Atolls. Er verbindet den offenen Ozean mit der inneren Lagune und ist bekannt für seine dramatische Topographie, die durch steile Korallenriffwände und Überhänge geprägt ist. Du tauchst hier in einem geschützten Meeresgebiet, das sich durch seine einzigartige Lage und die daraus resultierende Artenvielfalt auszeichnet. Die konstante Strömung über Jahrtausende hat hier eine Unterwasserlandschaft geformt, die von kleinen Höhlen und Spalten durchzogen ist.
Der Tauchgang in Myaru Kandu ist ein klassischer Drift-Tauchgang, bei dem du dich von der Strömung durch den Kanal tragen lässt. Oft hältst du dich an den Riffkanten fest, um die vorbeiziehenden Großfische zu beobachten, die sich an der Strömung ausrichten. Ein zentrales Riff teilt den Hauptkanal in zwei Passagen: die südliche Miyaru Kandu und die nördliche Bodu Miyaru Kandu. Beide Passagen bieten dir die Möglichkeit, die Dynamik dieses Ökosystems hautnah zu erleben und die Veränderungen in der Unterwasserlandschaft zu verfolgen, während du tiefer in den Kanal vordringst.
Dieser Platz ist besonders für seine Population an Grauen Riffhaien (Carcharhinus amblyrhynchos) bekannt, die du hier in großer Zahl antreffen wirst. Diese imposanten Jäger patrouillieren oft in den strömungsreicheren Bereichen des Kanals. Auch Weißspitzen-Riffhaie (Triaenodon obesus) sind regelmäßig präsent, oft in den flacheren Bereichen der Riffdächer oder ruhend in kleinen Höhlen. Achte auf ihr typisches Jagdverhalten, das von blitzschnellen Manövern bis zu gemächlichem Patrouillieren reichen kann.
Mit etwas Glück kannst du in Myaru Kandu auch Hammerhaie (Sphyrna lewini) sichten, die in den tieferen, strömungsreicheren Bereichen des Kanals vorbeiziehen. Diese scheuen Jäger sind oft in den frühen Morgenstunden oder späten Nachmittagsstunden anzutreffen. Neben den Haien begegnest du hier auch Adlerrochen (Aetobatus narinari), Mantarochen (Manta birostris) und verschiedenen Thunfischarten (Thunnus spp.), die die nährstoffreichen Strömungen nutzen.
Die Riffwände sind reich an Weichkorallen-Formationen, die in den Farben des Indischen Ozeans leuchten und zahlreichen Rifffischen Unterschlupf bieten. Du wirst hier auch Schwarzspitzen-Riffhaie (Carcharhinus melanopterus), Napoleon-Lippfische (Cheilinus undulatus) und Barrakudas (Sphyraena barracuda) sehen. Die Vielfalt der Meeresbewohner macht jeden Tauchgang zu einem einzigartigen Erlebnis, bei dem du immer wieder Neues entdecken kannst.
Die Sichtweite in Myaru Kandu ist in der Regel gut und liegt zwischen 20 und 30 Metern, kann aber je nach Strömung und Planktonaufkommen variieren. Die Strömung ist ein prägendes Element dieses Tauchplatzes und kann von mäßig bis stark reichen, insbesondere bei Gezeitenwechseln. Diese Strömungen sind es, die die pelagischen Jäger anziehen und den Kanal zu einem Hotspot für Großfischbegegnungen machen. Die Tiefe des Tauchgangs liegt zwischen 10 und 30 Metern, wobei die interessantesten Begegnungen oft in den tieferen Bereichen stattfinden.
Myaru Kandu ist ein Tauchplatz, der dir die volle Bandbreite eines maledivischen Kanal-Tauchgangs bietet. Die Kombination aus dramatischer Riff-Topographie, starker Strömungsdynamik und einer Fülle an Großfischen macht ihn zu einem der Top-Drift-Tauchgänge der Malediven. Die Bezeichnung als geschütztes Meeresgebiet unterstreicht die Bedeutung dieses Ortes für die marine Biodiversität und bietet dir die Möglichkeit, ein intaktes Ökosystem zu erleben.
Für Myaru Kandu solltest du über eine solide Taucherfahrung verfügen, da die Strömungen im Kanal oft stark und unberechenbar sein können. Ein Advanced Open Water Diver-Zertifikat und mindestens 50 geloggte Tauchgänge sind empfehlenswert, um die variierenden Bedingungen sicher zu meistern. Die Tauchtiefe liegt zwischen 10 und 30 Metern. Die stärksten Strömungen treten typischerweise bei Gezeitenwechseln auf, was die Chancen auf pelagische Begegnungen erhöht, aber auch eine gute Tarierung und Navigation erfordert. Die Sichtweite liegt in der Regel zwischen 20 und 30 Metern. Der Platz ist ganzjährig betauchbar, wobei die Bedingungen saisonal variieren können.

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