Tauchsafaris · Antarktis
Plancius Antarctica Diving – Expeditionsschiff für das polare Draußen
Was dieses Schiff einzigartig macht
- Ehemaliges Marineschiff, 2009 zum Expeditionsschiff renoviert.
- Antarktisreisen führen von Ushuaia in die Antarktische Halbinsel, ins Weddellmeer und zum Polarkreis.
- Zehn Mark-V-Zodiacs bringen die Gäste zu Anlandungen und Ausflügen.
- An Bord gibt es Naturführer, Kajaks, eine Beobachtungsplattform und Kabinen mit eigenem Bad.
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Die Einladung
Die Plancius ist kein schwimmendes Hotel und kein klassisches Tauch-Liveaboard. Sie ist ein ehemaliges Marineschiff, das für Expeditionen in der Antarktis renoviert wurde: an Bord geht man, um Eis, Pinguine, Wale und abgelegene Küsten zu erleben. Die Reise führt dorthin, wo kein Hafenrundgang und kein großes Ausflugsschiff hinkommt. Zodiacs bringen die Gäste an Land und näher an die Buchten, während Naturführer erklären, was im Eis, an den Gletschern und in den Kolonien geschieht. Wer vor allem viele organisierte Tauchgänge sucht, findet hier nicht die stärkste Seite des Schiffs. Wer die Antarktis vom Wasser aus, im Zodiac und zu Fuß erfahren möchte, bekommt dagegen eine Expedition mit ernsthaftem Anspruch.
An Bord gehen
Beim Ankommen wirkt die Plancius wie das, was sie einmal war: ein Arbeits- und Marineschiff, nicht wie ein Kreuzfahrtschiff mit glänzender Empfangshalle. Der renovierte Rumpf und die zweckmäßigen Außenbereiche erzählen von einem Schiff, das für schwierige Gewässer gebaut wurde und heute ein neues Leben als Expeditionsplattform führt. An Bord bewegt man sich unkompliziert zwischen Kabine, Salon, Bar und den Außenbereichen. Die Zodiacs liegen bereit für den eigentlichen Zweck der Reise: hinaus aus dem Schiff und hinein in die Landschaft. Vieles ist funktional gehalten. Genau das passt zu einer Route, bei der Wetter, Eis und Anlandungen den Tag bestimmen.
Die Stimmung an Bord
Die Stimmung ist eher Expedition als Kreuzfahrt. Die Gruppe verbringt die Tage gemeinsam in Zodiacs, an Land und bei den Vorträgen; nach kurzer Zeit kennt man die Gesichter, mit denen man im Salon über einen Wal oder eine Pinguinkolonie spricht. Die Crew arbeitet sichtbar sicherheitsbewusst und bleibt auch bei Ausflügen präsent, ohne daraus eine Show zu machen. Naturführer vermitteln nicht nur Tiernamen, sondern Zusammenhänge zwischen Eis, Landschaft und Leben. Abends sitzen die Gäste bei Getränken oder nach dem Essen zusammen und vergleichen Fotos. Die Küche und die Betreuung gehören zu den klaren Stärken des Schiffs. Die Rückmeldungen zum Tauchen fallen dagegen deutlich nüchterner aus.
Die, die euch ins Wasser bringen
Die Expedition wird von einem englischsprachigen Team aus Expeditionsleitern und Naturführern begleitet. An Bord geht es um Briefings für Zodiac-Ausfahrten und Anlandungen, um Hinweise zum Verhalten in der Polarregion und um die sichere Rückkehr zum Schiff. Die Crew ist in Erster Hilfe geschult; Sauerstoff und Erste-Hilfe-Ausrüstung gehören zur Sicherheitsausstattung. Das Team erklärt außerdem das lokale Ökosystem, die Polarforschung und die Geschichte der besuchten Gebiete. Konkrete Angaben zu Tauchlehrern, Tauchgruppen, Ausbildungsstufen oder einer vorgeschriebenen Zahl von Tauchgängen sind nicht ausgewiesen. Das geführte Angebot richtet sich klar auf Expeditionen über und an der Wasseroberfläche.
Das Tauchdeck und die Ausrüstung
Für Taucher ist wichtig, die Plancius richtig einzuordnen: Sie ist ein polares Expeditionsschiff, kein auf Tauchgänge zugeschnittenes Liveaboard mit ausführlich beschriebenem Tauchdeck. Die zehn Mark-V-Zodiacs sind für Anlandungen und Ausfahrten an Bord und bringen Gäste hinaus zu den jeweiligen Aktivitäten. Kajaks und Schnorchelausrüstung können je nach Reise zum Einsatz kommen; die Schnorchelausrüstung ist eine optionale Leistung. Angaben zu Flaschen, Nitrox, Kompressor, Verleih, Fototisch oder einer warmen Dusche nach dem Tauchgang liegen nicht vor. Wer seine Entscheidung an genau diesen Punkten festmacht, sollte vor der Buchung direkt nachfragen.
Zwischen zwei Tauchgängen
Zwischen den Ausfahrten zieht es viele Gäste in den Salon, an die Bar oder auf die Beobachtungsplattform. Dort lässt sich verfolgen, wie sich Eisfelder, Gletscher und Küsten verändern, während das Schiff weiterfährt. Die Bibliothek und das Audio- und Videoangebot passen zu den ruhigen Abschnitten, in denen die Beine nach einer Anlandung Pause brauchen. Naturführer geben Einblicke in Ökosysteme, Polarforschung und die Geschichte der besuchten Regionen. Wer lieber draußen bleibt, kann je nach Reise Kajak fahren oder im Zodiac die Buchten erkunden. Ein Nachmittag ohne Landgang ist deshalb kein leerer Tag, sondern Zeit, die Antarktis vom Schiff aus zu lesen.
Ein Tag an Bord
Ein Tag beginnt mit der Vorbereitung auf den ersten Ausflug, einem Briefing und dem Transfer im Zodiac. Danach wechseln sich Anlandungen, Fahrten durch Buchten und Beobachtungen vom Schiff aus ab. Dazwischen liegen Mahlzeiten, Snacks und Vorträge der Naturführer; sie geben dem Gesehenen einen Zusammenhang, solange die Bilder noch frisch sind. Je nach Wetter, Eis und Tierbeobachtungen kann der Ablauf angepasst werden. Am Nachmittag geht es häufig erneut hinaus, statt den Tag nur an Bord zu verbringen. Später bringt der Zodiac die Gäste zurück, das Schiff nimmt wieder Fahrt auf oder bleibt in einer geschützten Bucht, und der Abend endet bei Essen, Fotos und Gesprächen.
Was man an Bord isst
Gegessen wird als Buffet oder à la carte, ergänzt durch Snacks über den Tag. Die Küche ist westlich ausgerichtet und bietet auch vegane sowie vegetarische Optionen. Bier, Wein, eine Auswahl größerer Weine und Cocktails gehören zum Angebot an Bord; Kaffee und Tee stehen zur Verfügung. Nach einer Zodiac-Ausfahrt oder einer Anlandung ist der Esstisch kein Programmpunkt, sondern der Ort, an dem die Gruppe wieder zusammenkommt: nasse Außenkleidung wechselt gegen trockene Schichten, die ersten Bilder werden herumgereicht, und jeder erzählt, was er draußen gesehen hat. Für eine Expedition mit wechselnden Landgängen ist diese Verlässlichkeit wichtiger als eine spektakuläre Speisekarte.
Die Nächte auf See
Die Kabinen reichen von einfachen Porthole-Kategorien bis zu Twin Window, Twin Deluxe und Superior Cabin. Entscheidend ist weniger die Bezeichnung als der Rückzugsort nach einem langen Tag draußen: private Badezimmer, Klimaanlage und je nach Kategorie ein Fenster oder Bullauge zum Meer. Die Plancius ist ein Expeditionsschiff, deshalb bleiben die Kabinen zweckmäßig und werden nicht mit Hotelkomfort verwechselt. Wer in der Koje liegt, ist näher an einem Schiff im Einsatz als an einem Resort. Dazu kommen tägliche Reinigung und Kabinenhandtücher. Für längere Reisen zählt, dass man sich zurückziehen kann, ohne den Kontakt zur See ganz zu verlieren.
Vierbett mit Bullauge
Dreibett mit Bullauge
Zweibett mit Bullauge
Zweibett mit Fenster
Zweibett Deluxe
Superior-Kabine
Was man vor dem Einsteigen wissen sollte
Die regulären Rundreisen starten in Ushuaia und kehren dorthin zurück. Einzelne längere Atlantic-Odyssey-Routen beginnen ebenfalls in Ushuaia und enden in St. Helena oder Praia. Transfers vom Flughafen oder Hotel sind als optionale Leistung verfügbar; die Anreise aus Buenos Aires oder Punta Arenas kann dabei eine Rolle spielen. Für eine Expedition in dieser abgelegenen Region ist es sinnvoll, mindestens einen Tag vor der Einschiffung in Ushuaia anzukommen.
Decksplan
- Baujahr
- 1976
- Jahr der Renovierung
- 2009
- Länge
- 89 m
- Breite
- 14,5 m
- Maximale Passagierzahl
- 108
- Anzahl Kabinen
- 52
- Motoren
- 3 × Diesel-elektrisch
- Reisegeschwindigkeit
- 10 Knoten
- Beiboote
- 10 Mark V zodiacs
- Webseite
- oceanwide-expeditions.com ↗
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