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Malta · Mittelmeer

Tauchen Ċirkewwa: Wracks, Felsbogen und Tauchgänge vom Ufer

Die P29 liegt aufrecht bis 37 Meter Tiefe, daneben warten ein natürlicher Felsbogen, Riffstrukturen und gute Sichtweiten auf abwechslungsreiche Ufertauchgänge.

Was dieses Reiseziel besonders macht

  • P29 Patrol Boat aufrecht bis 37 Meter Tiefe
  • Natürlicher Felsbogen mit dunkleren Innenbereichen
  • Sichtweiten von meist 20 bis 30 Metern
  • Barrakudas, Muränen und Oktopusse von Frühjahr bis Herbst
  • Tauchgänge direkt vom Ufer ohne verpflichtende Bootsfahrt
  • Ċirkewwa Marine Park mit geschützten Wrackbereichen
  • Ruhigere Bedingungen und wärmeres Wasser von Mai bis Oktober

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Überblick

Die P29 Patrol Boat prägt Ċirkewwa ebenso wie der natürliche Felsbogen und die kurzen Wege zwischen den Einstiegen. Am äußersten Nordwestzipfel Maltas liegt ein kleiner Meerespark, in dem sich Wracks, Felsformationen und Riffbereiche zu einem gut planbaren Aufenthalt an Land verbinden. Die Zone eignet sich für mehrere Tauchtage mit wechselnden Profilen: flachere Bereiche sprechen weniger erfahrene Taucher an, während die P29 bis 37 Meter Tiefe reicht und mehr Routine verlangt.

Tauchen vor Ort

Ċirkewwa wird überwiegend vom Ufer aus getaucht. Unter Wasser wechseln Felsrelief, Riffzonen, der natürliche Bogen und Wracks; dadurch lassen sich kurze, flachere Tauchgänge mit anspruchsvolleren Tiefenprofilen verbinden. Die P29 Patrol Boat liegt aufrecht, ihre Oberseite beginnt bei etwa 12 Metern, der Grund liegt bei 37 Metern. Gerade dort zählen präzise Tarierung und eine saubere Tiefenplanung. Die Strömung bleibt meist leicht, kann den Ablauf aber ebenso beeinflussen wie Wind und Wellengang an der Oberfläche. Von Mai bis Oktober liegen die typischen Sichtweiten bei 20 bis 30 Metern, an der P29 hilft das klare Wasser bei der Orientierung und beim Blick auf die Silhouette. Eine Lampe ist am Felsbogen und in den dunkleren Bereichen der Wracks auch tagsüber sinnvoll. Nitrox und eine Wreck-Ausbildung können für passende Profile nützlich sein.

Die Unterwasserwelt

Zwischen den Felsen und am Wrack begegnen dem Taucher regelmäßig Oktopusse, Muränen und Sepien; auch Barrakudas sind von Frühjahr bis Herbst regelmäßig anzutreffen. Ihre Beobachtung hängt weniger von einer einzelnen Attraktion als vom ruhigen Absuchen der Felsbereiche, Spalten und Übergänge ab. Gelegentlich zeigen sich in dieser Zeit Rochen und Zackenbarsche. Von Ende des Sommers bis in den frühen Herbst kann außerdem die Spiegeleiqualle auftreten. Sie ist kein verlässlicher Grund für eine Reise, gehört aber zu den saisonalen Begegnungen, auf die sich Besucher einstellen können. Wer langsam über dem Relief bleibt und nicht in die Spalten hineinleuchtet, erhöht die Chance, Oktopusse und Muränen in ihrem Versteck zu entdecken.

Beste Reisezeit

Die günstigste Zeit für Ċirkewwa reicht von Mai bis Oktober. In diesen Monaten ist das Wasser wärmer, die See meist ruhiger und die Sicht häufig am klarsten; auch die gemessene beste Sicht- und ruhigste Meeresphase liegt in diesem Zeitraum. Von Juni bis Oktober fallen zudem die wenigsten Niederschläge. Der Winter bleibt grundsätzlich tauchbar, bringt aber kühlere Bedingungen und ein unregelmäßigeres Wetterfenster. Eine 5- bis 7-Millimeter-Anzugkonstruktion passt zur ganzjährigen Planung. In der Hauptsaison steigt die Zahl der Taucher und der Verkehr am Fährterminal, während die Randmonate mehr Ruhe bieten können.

Erforderliches Niveau

Einige flache Bereiche eignen sich für Anfänger, sofern Einstieg, Oberfläche und Profil zur jeweiligen Erfahrung passen. Für die tieferen Varianten und besonders für die P29 Patrol Boat sollte bereits Sicherheit bei Tiefe, Tarierung und Orientierung vorhanden sein. Ein Advanced-Brevet ist dafür sinnvoll; bei Wrackpassagen hilft eine Wreck-Ausbildung. Nitrox kann bei mehreren aufeinanderfolgenden Tauchgängen nützlich sein. Wer von den flacheren Bereichen zu den tieferen Wracks wechselt, sollte das Profil nicht allein wegen der guten Sicht unterschätzen.

Vor Ort

Ċirkewwa liegt am äußersten Nordwestende Maltas an der Straße zum Fährterminal nach Gozo. Für Reisende, die von Frankfurt, München oder Düsseldorf anreisen, beginnt die örtliche Anfahrt nach der Ankunft auf Malta mit der Weiterfahrt in den Norden. Eine Fährüberfahrt ist für Tauchgänge in Ċirkewwa nicht nötig; vom selben Hafen fahren jedoch Fähren und Ausflugsboote nach Gozo und Comino. Dadurch kann die Straße rund um Abfahrten deutlich voller sein. Als Ausgangspunkt eignet sich Mellieħa, von wo aus die Einstiege per Mietwagen, Taxi oder Transfer erreicht werden. Die Tauchgänge beginnen meist direkt an der Einwasserstelle, ohne zusätzliche Bootsshuttle. Für die Planung ist daher die Verkehrslage am Terminal wichtiger als eine maritime Verbindung zum Tauchplatz.

Tipps von Ortskundigen

Die tieferen Tauchgänge sollten auf den ersten ruhigen Tag gelegt werden, denn Wind und Wellengang entscheiden in Ċirkewwa schnell darüber, welche Einstiege sinnvoll bleiben. Wer mehrere Tauchgänge plant, beginnt besser mit einem flacheren oder mittleren Profil und hebt sich die P29 für einen Tag auf, an dem Tiefe und Orientierung ohne Zeitdruck passen. Rund um die Fährabfahrten nach Gozo und Comino wird die Zufahrt unruhiger; frühe oder bewusst versetzte Zeitfenster ersparen Wartezeiten und Parkplatzsuche. An der Oberfläche lohnt es sich, längere Aufenthalte mit Sonnenschutz und ausreichend Trinkwasser einzuplanen. Unter Wasser ist eine Lampe am Felsbogen und in den Wrackbereichen mehr als Fotoausrüstung: Das Licht fällt dort rasch ab. Die Regeln des Ċirkewwa Marine Park sind besonders nahe den Wracks wichtig; Ankern, bestimmte Schiffsstopps und Fischerei sind in geschützten Bereichen eingeschränkt oder verboten.

Den Aufenthalt planen

Ċirkewwa eignet sich für einen Aufenthalt von vier bis sechs Tagen an Land. Als Basis bietet sich Mellieħa an, von wo aus sich die Tauchgänge ohne tägliche Ortswechsel organisieren lassen. Die Nähe zu Comino und Gozo erlaubt einen tauchfreien Ausflug, während Strände, Küstenwege und Aussichtspunkte im Norden für Abwechslung sorgen. Die Tage lassen sich mit flacheren Einstiegen beginnen und je nach Wind, Verkehr und eigener Belastbarkeit um tiefere Wracks ergänzen.

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