
Norway Dive
★ 5/5 (1.217 Bewertungen)
40 km entfernt Luftlinie
Spanien · Mittelmeer
Bis zu 40 Meter tiefe Felsformationen bei El Toro, Barrakudas an La Mola und ruhige Buchten prägen Mallorcas mediterrane Tagesausfahrten.
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Mallorca ist eine Tauchinsel für Aufenthalte an Land und Tagesausfahrten vom Küstenhafen. Unter Wasser wechseln sich Felsriffe, Wände, Höhlen und sandige Buchten ab. El Toro verbindet geschützte Bereiche mit Profilen bis 40 Meter, während La Mola flachere Küstenabschnitte und tiefere Wände zusammenführt. Die Insel eignet sich deshalb für Taucher, die mehrere Tauchgänge planen, aber nicht auf einer Tauchsafari leben möchten. Auch Nichttaucher finden außerhalb der Ausfahrten genügend Möglichkeiten für einen eigenständigen Aufenthalt.
Die typische Mallorca-Tauchfahrt führt über felsigen Grund, durch kleine Hohlräume und entlang von Wänden. Bei El Toro reichen die Profile von etwa fünf bis 40 Metern; flache Abschnitte lassen sich mit tieferen Passagen verbinden. La Mola bietet Bereiche ab etwa zehn Metern sowie Wände bis rund 30 Meter und darüber hinaus. Die Strömung bleibt meist leicht bis moderat, an La Mola werden weitgehend strömungsfreie Bedingungen beschrieben. El Toro kann Sichtweiten von über 30 Metern bieten. Getaucht wird überwiegend vom Boot aus, mit wechselnden Einstiegsstellen entlang der Küste. Wer durch eine Felsformation taucht, sollte den Auftrieb besonders sauber kontrollieren, damit weder Boden noch Bewuchs berührt werden. Die Mischung aus offenen Felsflächen, Posidonia-Wiesen, Höhlen und Buchten macht die Profile abwechslungsreich, ohne dass Mallorca dafür den Charakter einer tropischen Riffdestination annehmen muss.
An den Felsformationen Mallorcas begegnen dem Taucher Zahnbrassen, Zackenbarsche und Korvinen. Bei El Toro kommen Muränen und größere Schwärme pelagischer Fische hinzu, die sich über dem Fels und an den Posidonia-Wiesen bewegen. La Mola ist für Barrakudas, Zackenbarsche und verschiedene Rochenarten bekannt. Die Tiere werden nicht nur an einem einzigen tiefen Punkt erwartet: Flachere Buchten, Wände und Übergänge zum sandigen Grund geben den Tauchgängen unterschiedliche Beobachtungssituationen. Die aktivste und zugleich ruhigere Reisezeit liegt nach den Messdaten zwischen April und September. In dieser Zeit lassen sich die Tagesausfahrten besser mit den beschriebenen Bedingungen an den Küsten verbinden; eine einzelne Art wird dabei nicht an einen festen Monat gebunden.
Für Mallorca sprechen vor allem die Monate April bis September. In diesem Zeitraum ist die See nach den vorliegenden Messungen am ruhigsten, was bei Bootsausfahrten zu den über die Insel verteilten Tauchplätzen die Planung erleichtert. El Toro wird außerdem für April bis Oktober mit guten Bedingungen beschrieben. Die saisonale Empfehlung ist daher weniger eine Frage einer einzelnen wandernden Art als eine Frage der Kombination aus Seegang, angenehmen Tauchbedingungen und aktiverem Meeresleben. Wer außerhalb dieses Zeitfensters reist, sollte die Auswahl der Ausfahrten stärker an der lokalen Wetter- und Seelage ausrichten.
Mallorca richtet sich an alle Erfahrungsstufen. Flache Bereiche und weitgehend strömungsfreie Passagen an La Mola erleichtern den Einstieg, während Wände bis 30 Meter und Profile bis 40 Meter bei El Toro erfahrenen Tauchern mehr Planung abverlangen. Für die tieferen Profile ist ein Advanced-Brevet sinnvoll; im CMAS/VDST-System entspricht das einer weiterführenden Ausbildung für Tiefe und wiederholte Mittelmeerprofile. Entscheidend bleiben sichere Tarierung, selbstständige Gasplanung und die Bereitschaft, den Tauchgang an die Fels- und Bootsbedingungen anzupassen.
Von Frankfurt, München oder Düsseldorf führt die Anreise per Flug nach Palma. Die Insel ist von europäischen Flughäfen regelmäßig erreichbar; wer mit dem eigenen Fahrzeug oder auf dem Seeweg anreist, nutzt die Fährverbindungen vom spanischen Festland. Nach der Ankunft geht es auf der Straße weiter zu dem Küstenort, Hafen oder Tauchzentrum, von dem die Ausfahrt startet. Mallorca verteilt ihre Tauchgebiete über das gesamte Inselufer. Deshalb sollte die Unterkunft möglichst nahe an der vorgesehenen Tauchregion liegen. Je nach Küstenort sind die Wege zum Zentrum zu Fuß, per Taxi oder mit einem kurzen Transfer machbar. Wer mehrere Regionen verbinden möchte, muss zusätzliche Straßenfahrten einplanen; die eigentliche Bootslogistik beginnt jeweils erst am örtlichen Hafen.
Die wichtigste Planung auf Mallorca ist die Wahl der Basis nach dem gewünschten Küstenabschnitt. Wer El Toro oder La Mola regelmäßig anfahren möchte, spart mit einer Unterkunft nahe dem jeweiligen Hafen deutlich mehr Zeit als mit einer zentralen Lage im Inselinneren. Für einen Aufenthalt mit Nichttauchern eignet sich ein Küstenort mit Stadt oder Promenade besser als eine reine Tauchstation. Mallorca sollte außerdem als Landurlaub mit Tagesbooten geplant werden, nicht als verkappte Tauchsafari und nicht als tropische Riffreise. Für Fels- und Höhlentauchgänge lohnt eine leichte, gut sitzende Ausrüstung, die ungewollten Bodenkontakt nicht begünstigt. Bei Reserven oder empfindlichen Küstenbereichen gelten einfache, aber hier besonders wichtige Regeln: Organismen nicht berühren, Tiere nicht füttern, nichts sammeln und vorhandene Mooringbojen nutzen. Vor der Buchung sollte geprüft werden, ob die geplante Ausfahrt in einem geschützten oder zugangsbeschränkten Bereich liegt.
Für vier bis sieben Tage lässt sich Mallorca sinnvoll als Aufenthalt an Land organisieren. Mehrere Bootstage können mit Ruhetagen und kurzen Fahrten zu anderen Küstenabschnitten verbunden werden. Wer mit Begleitpersonen reist, legt die Tauchbasis am besten in einen Ort mit Hafen und eigenständigen Ausflugszielen. Nach den Tauchtagen bieten sich Küstenwanderungen, Aussichtspunkte und Hafenstädte an. Ein leichter Landtag vor dem Rückflug hält den Ablauf entspannt.
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