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Zypern · Mittelmeer

Tauchen Protaras: Wracks, Höhlen und eine tiefe Wand

Vor Protaras liegen künstliche Riffe, offene Wracks, enge Canyons und eine bis fünfzig Meter abfallende Wand mit Muränen und Zackenbarschen.

Was dieses Reiseziel besonders macht

  • Green Bay mit Amphoren und künstlichen Unterwasserstrukturen
  • Nemesis III als aufrecht liegendes Wrack bis vierundzwanzig Meter
  • MUSAN zwischen Skulpturen und jungem künstlichem Riff
  • Liberty Wreck mit offenen Laderäumen bis siebenundzwanzig Meter
  • Cyclops mit Wandtauchen bis fünfzig Meter Tiefe
  • Caves mit Durchgängen und Canyons zwischen neun und sechzehn Metern
  • Sichtweiten von oft mehr als zwanzig Metern
  • Meeresschildkröten und Muränen an geschützten Tauchplätzen

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Überblick

Protaras verbindet flache Ausbildungsplätze mit Wracktauchgängen und anspruchsvollen Wandprofilen. In Green Bay führen die ersten Tauchgänge über Amphoren und künstliche Strukturen in etwa zehn bis zwölf Metern Tiefe. MUSAN legt Skulpturen in neun bis zwölf Metern vor, während Nemesis III und Liberty Wreck deutlich tiefer reichen. Wer Erfahrung mitbringt, findet bei Cyclops eine bis fünfzig Meter abfallende Wand. Dazwischen liegen bei Caves natürliche Durchgänge und Canyons.

Tauchen vor Ort

Das Unterwasserbild wechselt zwischen geschützten, flachen Buchten, künstlichen Riffen, Wracks und markanten Felsformationen. Green Bay bleibt mit zehn bis zwölf Metern, praktisch ohne Strömung und häufig mehr als zwanzig Metern Sicht ein ruhiger Einstieg. Auch MUSAN spielt sich überwiegend in neun bis zwölf Metern ab; die Skulpturen lassen sich bei meist ruhiger Strömung langsam abtauchen. Nemesis III liegt aufrecht auf dem Grund und kann durch ausgeschnittene Öffnungen teilweise erkundet werden. Dafür sind Tiefe und Wrackumgebung zu berücksichtigen. Liberty Wreck führt bis siebenundzwanzig Meter und bietet offene Laderäume. Caves konzentriert sich auf Durchgänge und Canyons bis sechzehn Meter, bei meist schwacher Strömung. Cyclops ist dagegen ein Wandtauchgang bis fünfzig Meter mit anspruchsvollem Einstieg. Die Ausfahrten reichen damit vom kontrollierten Ausbildungstauchgang bis zur sorgfältig geplanten Tiefen- und Wracherkundung.

Drei unverzichtbare Tauchgänge

Die Unterwasserwelt

Die Tierbegegnungen verteilen sich auf Fels, künstliche Strukturen und die Wracks. An den flacheren Plätzen können Rifffische, Lippfische, Goldbrassen und Sattelbrassen zwischen Amphoren und Skulpturen erscheinen. In Spalten und an den Felswänden sitzen Muränen und Kraken; bei Caves werden außerdem Stachelmakrelen genannt. Nemesis III und Liberty Wreck bieten neuen Lebensraum für Fischschwärme, darunter Zackenbarsche und Trompetenfische. Auch Rotfeuerfische, Meerjunker, Mönchsfische, Kalmare und Nacktkiemer gehören zum beschriebenen Artenspektrum. Gelegentliche Meeresschildkröten machen Green Bay besonders interessant, während an den Wänden von Cyclops versteckte Muränen zu finden sind. Von Juni bis Oktober sind die Bedingungen für Beobachtung und Fotografie am verlässlichsten, weil dann die See am ruhigsten und die Sicht besonders gut ist.

Mögliche Begegnungen unter Wasser

Beste Reisezeit

Die gemessene günstigste Zeit reicht von Juni bis Oktober. In diesen Monaten ist die See am ruhigsten, während zugleich die Niederschläge gering bleiben; das erleichtert die Planung von Bootsausfahrten und ruhigen Beobachtungstauchgängen. Die Sicht wird in dieser Periode besonders häufig als hervorragend beschrieben und kann an geeigneten Plätzen mehr als zwanzig Meter erreichen. Mai bis Oktober ist insgesamt die trockenere Phase, doch Juni bis Oktober verbindet die besseren Sichtverhältnisse mit der ruhigsten See. Wer Wracks, Skulpturen und Wandprofile in einer Reise verbinden möchte, legt den Aufenthalt deshalb möglichst in dieses Zeitfenster.

Erforderliches Niveau

Green Bay, MUSAN und Caves eignen sich für Open-Water-Taucher und Anfänger, sofern die jeweilige Tauchgangsplanung zum Erfahrungsstand passt. Für den Außenbereich der Nemesis III genügt Erfahrung im Open-Water-Bereich; die vollständige Erkundung mit möglichen Penetrationen verlangt ein Advanced-Open-Water-Niveau. Das Liberty Wreck ist ab Open Water zugänglich, die tieferen Bereiche sind für Advanced-Taucher gedacht. Cyclops richtet sich an sehr erfahrene Taucher mit sicherem Wandtauchen und mindestens fünfzig geloggten Tauchgängen.

Vor Ort

Für die Anreise wird die Verbindung aus Frankfurt, München oder Düsseldorf nach Protaras von Anfang an als durchgehende Reise geplant. Da die vorliegenden Angaben keine konkrete Flugroute oder feste Transferkette nennen, sollten Umstiege und die letzte Etappe bis zum Urlaubsort bereits bei der Buchung zusammenpassen. Gerade bei einer Reise mit eigener Tauchausrüstung ist eine großzügige Umsteigezeit sinnvoll, damit Gepäck und Anschluss nicht zum begrenzenden Faktor werden. Vor Ort sollte die Unterkunft so gewählt werden, dass der tägliche Weg zur vereinbarten Abfahrt ohne komplizierte Zusatztransfers möglich ist. Für Tauchplätze im Raum Protaras und Ayia Napa ist außerdem zu klären, ob die Basis die jeweilige Ausfahrt direkt organisiert oder einen Transfer zum Einstieg einplant.

Tipps von Ortskundigen

Die Tauchplanung sollte nach Tiefe und Anspruch aufgebaut werden, nicht nur nach dem Namen des Platzes. Green Bay oder MUSAN eignen sich, um nach der Anreise wieder in den Rhythmus zu kommen; die flachen Profile lassen Zeit für Amphoren, Skulpturen und kleine Rifffische. Nemesis III sollte außen begonnen werden, wenn keine spezielle Wrackerfahrung für die Öffnungen vorhanden ist. Beim Liberty Wreck entscheidet die geplante Maximaltiefe, ob der offene Laderaum oder nur der flachere Außenbereich sinnvoll ist. Für Cyclops gehören Wandtauchen, der anspruchsvollere Einstieg und mindestens fünfzig geloggte Tauchgänge in dieselbe Planung. Caves ist zwar flach, verlangt aber in den Durchgängen eine ruhige Orientierung. Die sehr gute Sicht darf nicht dazu verleiten, Tiefe, Grundzeit oder Rückweg großzügiger zu berechnen. Für Fotografie liegen MUSAN und Green Bay nahe, weil Skulpturen, Amphoren und künstliche Strukturen klare Motive bieten.

Den Aufenthalt planen

Ein Aufenthalt lässt sich sinnvoll in unterschiedliche Tauchprofile gliedern: zunächst Green Bay oder MUSAN für flache, ruhige Tauchgänge, danach Caves und die Wracks. Nemesis III und Liberty Wreck bringen mehr Tiefe und andere Aufgaben, während Cyclops den anspruchsvollsten Abschluss bildet. Zwischen den Ausfahrten bleibt Raum, die Sichtbedingungen und den eigenen Rhythmus zu berücksichtigen. Wer mit Begleitpersonen reist, kann die flacheren Plätze und die künstlichen Skulpturen leichter in ein gemeinsames Tagesprogramm einbauen.

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Bewertungen erhoben von Viator und Tripadvisor.

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