Tauchsafaris · Australien
Pro Dive Cairns – drei Tage mitten am Außenriff
Was dieses Schiff einzigartig macht
- Drei Tage und zwei Nächte ab Cairns mit bis zu elf Tauchgängen, darunter zwei Nachttauchgänge.
- Die Reise führt zu Außenriffplätzen des Great Barrier Reef und bietet auch Möglichkeiten zum Schnorcheln.
- Klimatisierte Kabinen, Buffetverpflegung, schattiges Tauchdeck und ein Beiboot gehören zum Bordkonzept.
- Die Crew besteht aus lokalen und internationalen Mitarbeitern; an Bord wird Englisch gesprochen.
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Die Einladung
Pro Dive Cairns passt zu Tauchern, die nicht nur einen Tagesausflug ans Great Barrier Reef machen wollen. Drei Tage und zwei Nächte geben dem Riff Zeit, sich zu verändern: anderes Licht, andere Strömung, andere Tiere. Bis zu elf Tauchgänge liegen vor dir, dazu zwei Nachttauchgänge und Schnorchelmöglichkeiten. Das Schiff ist kein abgeschiedenes Safari-Schiff für eine kleine Handvoll Gäste, sondern eine eigens fürs Tauchen gebaute Plattform mit Kursbetrieb, zertifizierten Tauchern und Schnorchlern an Bord. Genau darin liegt sein Charakter. Wer einen unkomplizierten Einstieg, viele Tauchgänge und eine gut organisierte Route ab Cairns sucht, findet hier einen verlässlichen Rahmen. Wer dagegen völlige Ruhe, eine private Gruppe oder eine Expedition weit weg von jeder Ausbildung erwartet, sollte genauer hinsehen. Die Bewertungen treffen den Schwerpunkt gut: Das Schiff wird solide bewertet, Tauchen und Crew stärker, das Essen besonders deutlich.
An Bord gehen
Am Kai wirkt Pro Dive Cairns wie ein Arbeitsboot für lange Tage im Wasser, nicht wie ein schwimmendes Boutique-Hotel. Die drei Deckebenen verteilen Kabinen, Salon, Sonnendeck und das große Tauchdeck so, dass die Abläufe klar bleiben. Man kommt an, verstaut seine Sachen und ist schnell dort, wo die Reise ihren Zweck erfüllt: bei Flaschen, Ausrüstung und dem Weg ins Wasser. Innen sorgen Klimaanlage und natürliche Helligkeit dafür, dass die tropische Wärme nicht alles bestimmt. Draußen gibt es Platz zum Sitzen und Beobachten, während das Schiff zwischen den Riffen unterwegs ist. Auf einer Reise mit Tauchern verschiedener Erfahrung entsteht dadurch eher der Eindruck einer gut laufenden Tauchbasis auf See als der eines stillen Seglers. Das ist praktisch. Man findet sich rasch zurecht, und spätestens nach dem ersten Tauchgang kennt man die Wege, die Crew und die Gesichter am Deck.
Die Stimmung an Bord
An Bord treffen Schnorchler, Anfänger in Ausbildung und erfahrene Taucher aufeinander. Dadurch ist die Gruppe nicht völlig gleichförmig, aber die gemeinsamen Mahlzeiten und die wiederkehrenden Briefings verbinden sie schnell. Die Crew bleibt im Tagesablauf sichtbar: Sie hilft beim Einstieg, behält die Abläufe im Blick, erklärt den nächsten Tauchplatz und sorgt dafür, dass zwischen Wasser, Essen und Ruhe keine Hektik entsteht. Abends sitzen die Leute meist noch zusammen, erzählen vom Nachttauchgang oder vergleichen, wer am Riff etwas Besonderes gefunden hat. Alkohol wird an Bord nicht verkauft, kann aber in Maßen mitgebracht werden; nach dem Trinken geht es erst am nächsten Tag wieder ins Wasser. Das sagt viel über die Stimmung: gesellig, aber auf das Tauchen ausgerichtet. Die hohe Bewertung der Crew und der Verpflegung passt zu einem Schiff, bei dem Aufmerksamkeit und gutes Essen die einfachen Kabinen ausgleichen.
Die Tauchplätze
Die dreitägige Reise startet in Cairns und kehrt dorthin zurück; sie umfasst zwei Nächte und bis zu elf Tauchgänge an Außenriffplätzen. Cod Hole liegt im Bereich Cairns und reicht bis maximal -16 m. Dort geht es um zutrauliche Potato Cods in ihrer natürlichen Umgebung, begleitet von Weichkorallen, Schwämmen, Nacktschnecken und Wobbegongs. Osprey Reef und Holmes Reef im Korallenmeer fallen bis maximal -40 m ab: Osprey Reef ist ein abgelegenes Atoll mit dramatischer Topografie, Hammerhaien, Thunfischen und großen Fischen; Holmes Reef bringt vertikale Wände und die Möglichkeit auf Begegnungen mit ozeanischen Haien. Pixie Pinnacle reicht bis maximal -30 m vom Meeresboden fast an die Oberfläche, während Hardy Reef bis maximal -20 m weitläufige Korallengärten und ein bei Ebbe brechendes Riffdach bietet. Steve's Bommie endet bei maximal -30 m, Agincourt Reef bei maximal -25 m und The Fishbowl bei maximal -28 m. Ningaloo Reef ist ohne Tiefenangabe als Saumriff mit Großfischleben beschrieben.
Was man unter Wasser trifft
Auf dieser Route begegnen dir an vielen Plätzen Barrakudas, graue Riffhaie, Meeresschildkröten, Großaugenmakrelen und Füsiliere. Zwischen den größeren Tieren liegen Nacktschnecken, Papageifische, Fledermausfische und Riffbarsche; wer langsam schaut, findet oft mehr als die erste große Silhouette. Der besondere Grund für einzelne Stopps liegt in Arten, die nur an einem bestimmten Platz aufgeführt sind. Ningaloo Reef steht für Walhaie, Delfine und Dugongs. Osprey Reef bringt die Möglichkeit auf Hammerhaie, Thunfische und Kraken. Am Cod Hole gehören Weichkorallen zum besonderen Bild, während Pixie Pinnacle mit Castagnolen und Krabben auffällt. Hardy Reef ist der Platz für den dort genannten Riffhai und den Lippfisch, Agincourt Reef für den Schmetterlingsfisch. Die Riffpinnacles und Außenkanten bündeln Fische dort, wo Struktur und Strömung Nahrung bringen. Eine Begegnung bleibt trotzdem eine Begegnung, keine Zusage.
Die, die euch ins Wasser bringen
Die Tauchcrew besteht aus PADI-Instruktoren; sie übernimmt sowohl die Betreuung der Tauchgänge als auch Ausbildungen vom Open Water bis zu Advanced, Rescue, Nitrox und Divemaster. Gesprochen wird Englisch. An Bord sind unterschiedliche Erfahrungsstufen unterwegs, deshalb werden Taucher, Kursteilnehmer und Schnorchler getrennt organisiert und vor jedem Tauchgang eingewiesen. Die Briefings erklären Platz, Ablauf und Sicherheitsrahmen, bevor die Gruppen zum Wasser gehen. Wer allein reist, bekommt Unterstützung bei der Buddysuche. Für die dreitägige Liveaboard-Reise gibt es kein einzelnes vorgeschriebenes Erfahrungsniveau: Anfänger können im Rahmen eines Kurses teilnehmen, zertifizierte Taucher reisen als Gäste mit. Sauerstoff, Erste-Hilfe-Ausrüstung, Feueralarm und Rettungsmittel gehören zur Sicherheitsausstattung; die Crew ist in Erster Hilfe geschult. Ein Defibrillator oder ein eigenes Rückrufsystem werden nicht genannt. Bei Strömung, Wetter oder Gezeiten kann der Skipper die Planung ändern.
Das Tauchdeck und die Ausrüstung
Das Tauchdeck ist der stärkste Teil des Konzepts. Es bietet Schatten, eine feste Tauchplattform, Spülbecken und DIN-Adapter; die Ausrüstung wird dort vorbereitet, statt zwischen Kabine und Salon im Weg zu liegen. Leihequipment gehört zum Angebot, eine konkrete Marke wird nicht genannt. Nitrox ist verfügbar, die Zertifizierung und die Nutzung werden als Zusatzleistung behandelt. Zu den Flaschen werden weder Volumen noch Material und Ventiltyp angegeben. Auch ein Kompressor, eine separate Füllstation, ein Fototisch oder eine warme Dusche nach dem Tauchgang sind nicht beschrieben. Für den Weg vom Deck zum Riff steht ein Yamaha-Beiboot mit Außenbordmotor bereit. Die Kombination aus Plattform und Beiboot erleichtert den Einstieg an unterschiedlichen Plätzen: Man geht vom Schiff ins Wasser oder wird dort abgesetzt, wo die Gruppe auftaucht. Für technische Sonderwünsche sollte man die Details vor der Abfahrt klären.
Zwischen zwei Tauchgängen
Zwischen den Tauchgängen verteilt sich das Leben auf Salon, Sonnendeck und das schattige Tauchdeck. Wer noch Wasser aus dem Gesicht wischt und die Ausrüstung prüft, bleibt meist in der Nähe der Plattform; wer Abstand braucht, zieht sich in den klimatisierten Innenbereich zurück. Während der Fahrt lässt sich auf dem Sonnendeck lesen, reden oder einfach die Riffkante beobachten. Bücher, Musik, Videos und Brettspiele sind vorhanden, ohne dass daraus ein Pflichtprogramm wird. Ein Nachmittag ohne eigenen Tauchgang kann dadurch ruhig vergehen, mit einem Snack in der Hand und dem nächsten Briefing im Kopf. Schnorchler können die Oberflächenpausen nutzen, während zertifizierte Taucher ihre Gruppen vorbereiten. Vieles spielt sich an denselben wenigen Orten ab. Das ist kein Nachteil, wenn die Wege kurz bleiben und man zwischen zwei Tauchgängen nicht erst durch ein großes Schiff wandern muss.
Ein Tag an Bord
Der Tag beginnt mit dem ersten Briefing und einem Tauchgang, bevor das Frühstück lange zurückliegt. Danach wird gegessen, die Ausrüstung neu geordnet und das Schiff fährt zum nächsten Platz. Ein weiterer Vormittagsgang, Mittagessen und die Nachmittagsgänge wechseln sich ab; bei einem typischen Ablauf liegen zwischen den Tauchgängen mehrere Stunden für Ruhe, Fahrt und Briefing. Der letzte Tagesgang kann als Nachttauchgang stattfinden. Dafür wird, wenn möglich, derselbe Platz wie am Nachmittag genutzt, damit man die Umgebung bereits kennt. Nach dem Abendessen geht es mit Lampe und klarer Gruppenabsprache wieder ins Wasser. Am nächsten Morgen beginnt alles erneut, diesmal mit dem ersten Tauchgang vor dem Frühstück. Über drei Tage kommen so bis zu elf Tauchgänge zusammen, darunter zwei in der Nacht. Wetter, Gezeiten und Strömung bestimmen, welcher Platz wann an der Reihe ist.
Was man an Bord isst
Gegessen wird im Buffetstil, mit westlicher und lokaler Küche, frischem Obst und Salat. Tee, Kaffee und Snacks stehen über den Tag bereit; die Mahlzeiten müssen sich in den Tauchplan einfügen und warten nicht auf einen langen Restaurantabend. Nach dem ersten Tauchgang kommt das Mittagessen, später folgt die nächste Mahlzeit zwischen den Nachmittagsgängen und am Abend. Das passt zu einer Reise, bei der man mehrmals täglich ins Wasser geht: Man nimmt sich, was man braucht, bleibt nicht unnötig lange am Tisch und ist rechtzeitig wieder bereit fürs Briefing. Vegetarische und vegane Optionen sind vorgesehen, ebenso glutenfreies Brot und Pasta. Bei strengen Ernährungsanforderungen ist eigene, nicht kühlpflichtige Verpflegung sinnvoll, weil der Kühlschrank an Bord knapp bemessen ist. Die Küche wird von Bordköchen geführt, nicht von einem Restaurantteam.
Die Nächte auf See
Die Nächte verbringt man in klimatisierten Doppel- oder Zweibettkabinen mit Etagenbetten oder Doppelbett. Die Kabinen sind für zwei Personen gedacht, die Badezimmer werden geteilt. Platz ist vorhanden, aber kein Grund, mit großen Taschen anzureisen: Ein kleineres Gepäckstück lässt sich an Bord leichter unterbringen. Von der Koje aus bleibt man Teil des Schiffs. Lüftung und Klimaanlage laufen weiter, Bewegungen und Geräusche aus den gemeinsamen Bereichen gehören zum Hintergrund einer Nacht auf See. Wer nach dem Nachttauchgang duscht, etwas trinkt und nur noch ins Bett fällt, wird die einfache, funktionale Aufteilung schätzen. Wer absolute Hotelruhe oder ein eigenes Bad braucht, sollte sich dessen bewusst sein. Die Nächte hier sind vor allem Erholung zwischen den Tauchgängen, nicht der eigentliche Grund, an Bord zu kommen.
Doppelkabinen Zweibett
Was man vor dem Einsteigen wissen sollte
Die Reise startet und endet in Cairns. Transfers von Hotels und Hostels im Stadtgebiet von Cairns sind inklusive; vom Flughafen wird nicht abgeholt, und für Unterkünfte in den Northern Beaches fallen zusätzliche Kosten an. Die Abholzeit hängt vom Aufenthaltsort ab und wird von Pro Dive Cairns mitgeteilt. Wer ohne Zeitdruck anreisen möchte, sollte einen Tag vorher in Cairns sein und die Ausrüstung sowie die Unterlagen im Tauchzentrum vorbereiten.
Decksplan
- Baujahr
- 1998
- Jahr der Renovierung
- 2014
- Länge
- 24 m
- Breite
- × 7,4 m
- Maximale Passagierzahl
- 32
- Anzahl Kabinen
- 16
- Anzahl Badezimmer
- 8
- Motoren
- MTU 500 PS × 2
- Reisegeschwindigkeit
- 12 Knoten
- Beiboote
- Yamaha 15 PS
- Webseite
- prodivecairns.com ↗
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