
Nemo'z Diving
★ 4,9/5 (369 Bewertungen)
Moorea · Französisch-Polynesien · Pazifik
Max. Tiefe · 23 mBegegne großen Gruppen von Zitronen- und Grauen Riffhaien im offenen Ozean vor der Nordwestspitze von Moorea.
Tiki Point liegt an der nordwestlichen Spitze von Moorea direkt am äußeren Riffhang, wo das Gelände fließend in das tiefe, offene Blau des Ozeans übergeht. Anders als bei einer steilen Tiefenwand folgt der Tauchgang einem sanft abfallenden Riffhang und einem weitläufigen Korallengarten. Der Abstieg erfolgt meist vom Boot aus, das in mittlerer Riff-Tiefe vor dem Plateau ankert. Die Topographie ist relativ offen gestaltet, was dem Tauchgang eine enorme Räumlichkeit verleiht.
Das Tauchprofil beginnt in flacheren Bereichen und führt dich über einen sanften Hang bis in eine maximale Tiefe von 23 Metern. In diesen Zonen findest du eine gesunde Mischung aus Hart- und Weichkorallen, die den Riffhang bedecken. Durch die offene Lage zum offenen Ozean hin ist das Licht hier besonders intensiv und sorgt für eine hervorragende Sichtweite. Du tauchst hier nicht in einem geschützten Lagunen-Szenario, sondern direkt am Übergang zum tiefen Meer.
Die Meeresfauna an diesem Platz wird massiv durch die Anwesenheit von Haien geprägt. Du kannst hier mit hohen Dichten an Zitronenhaien (Carcharhinus citrinus), Grauen Riffhaien (Carcharhinus amblyrhynchos) und Schwarzspitzen-Riffhaien (Carcharhinus melanopterus) rechnen. Diese Tiere halten sich oft in Gruppen auf und nutzen die Strömungen am Riffrand. Es ist ein Ort, an dem die pelagische Fauna eine zentrale Rolle spielt.
Neben den Haien ist Tiki Point ein Treffpunkt für verschiedene größere Meeresbewohner. Es ist nicht ungewöhnlich, Spinnerdelfine oder gelegentlich sogar Buckelwale während ihrer Wanderung zu beobachten. In der Fauna des Riffs finden sich zudem zahlreiche Arten wie Drückerfische, Papageienfische, Anpflegerschnecken und verschiedene Arten von Schwarmfischen wie Blaugestalt-Schnapper. Die biologische Vielfalt ist hier direkt mit der exponierten Lage am Riffsaum verknüpft.
Das Verhalten der Tiere an diesem Standort ist eng mit der Topographie verknüpft. Die Haie nutzen den Riffhang als Orientierungspunkt und halten sich oft in der Nähe der Strömungskanten auf. Für Fotografen bietet dieser Platz durch die Kombination aus klarer Sicht und den großen, oft gruppenweise auftretenden Haien ideale Bedingungen. Man sieht hier oft große Schulen von Fischen, die sich mit den größeren Prädatoren mischen.
Die Sichtweite ist an diesem Standort mit 20 bis 30 Metern sehr gut, was den Blick in das tiefe Blau ermöglicht. Diese Klarheit ist entscheidend, um die Tiere schon aus größerer Distanz im offenen Wasser zu erkennen. Die Lichtverhältnisse sind aufgrund der geringen Tiefe des Riffhangs meist optimal für Aufnahmen von Korallen und Fischen. Die Sicht wird jedoch stark durch das Wetter und die aktuelle Meereslage beeinflusst.
Die Bedingungen an der Nordwestspitze von Moorea sind von der Dynamik des Ozeans geprägt. Die Strömung kann je nach Gezeitenwechsel und Wellengang zwischen sehr sanft und überraschend schnell wechseln. Da der Platz sehr exponiert liegt, können die Bedingungen je nach Saison und Wetterlage variieren. Ein präzises Briefing vor dem Abtauchen ist hier zwingend erforderlich, um auf die aktuelle Dynamik des Wassers vorbereitet zu sein.
Die beste Zeit für einen Tauchgang an diesem Spot ist zwischen Mai und Oktober. In diesem Zeitraum ist das Wetter meist stabiler und die Bedingungen sind weniger unbeständig als in der Zyklon-Saison. Zudem ist es in diesem Zeitraum die Zeit, in der man unter Umständen auf Buckelwale treffen kann. Die Kombination aus stabiler Sicht und der Präsenz der großen Haiarten macht diesen Zeitraum zum sichersten Fenster für diese Tauchgänge.
Tiefe: 5 bis 23 Meter. Erforderliches Level: Open Water (Anfänger bis Fortgeschrittene), wobei die exponierte Lage und wechselnde Strömungen eine gute Wasserlage voraussetzen. Sichtweite: 20 bis 30 Meter. Strömung: Variabel, kann bei Gezeitenwechsel oder Wellengang schnell werden. Beste Reisezeit: Mai bis Oktober.