AIDADeepZen
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Raiatea · Französisch-Polynesien · Pazifik
Max. Tiefe · 29 mEin tiefer Meereskanal bei Raiatea, der durch hohe Dichte an Meeresschildkröten und Haien besticht.
Der Iriru Pass ist ein schmaler, aber tiefer Durchgang im äußeren Riff von Raiatea, der das Laguneninnere mit dem offenen Ozean verbindet. Geographisch wird der Kanal von zwei Motus flankiert: Motu Tipaemau im Norden und Motu Iriru im Süden. Dieser Pass dient als wichtige Navigationsroute für Segler zwischen der Lagune und dem offenen Ozean. Die Topographie zeichnet sich nicht durch einen abrupten Abfall aus, sondern durch eine Mischung aus einem abfallenden Riff und einem Plateau.
Beim Eintauchen triffst du zuerst auf ein Plateau, das etwa in zehn Metern Tiefe liegt und einen Teil des Passes abschirmt. Von hier aus erstreckt sich die Landschaft über eine abfallende Wand, die insgesamt eine maximale Tiefe von 29 Metern erreicht. Das Terrain ist weniger ein steiler Sturz als vielmehr ein fließender Übergang zwischen dem Riffplateau und der tieferen Navigationsrinne. Diese Struktur bietet unterschiedliche Zonen für verschiedene Tauchprofile innerhalb eines einzigen Tauchgangs.
Ein entscheidendes Merkmal für die Bedingungen im Iriru Pass ist die Dynamik des Wasseraustauschs zwischen der Lagune und dem Ozean. Die Strömung ist stark von den Gezeiten und der Richtung des Wasserdurchstroms abhängig. Ein Tauchgang ist besonders dann lohnenswert, wenn die Flut das Wasser in die Lagune hineinpresst, da dies die Sichtbarkeit und das Tierverhalten positiv beeinflusst. Man muss hier genau planen, da die Strömung im Kanal von leicht bis stark sein kann.
Die Fauna im Iriru Pass hat einen Ruf als wahres Reich für bestimmte Arten erworben. Besonders markant ist die hohe Dichte an Meeresschildkröten, die sich häufig an den Korallengärten aufhalten. Neben den Schildkröten sind auch Haiarten ein ständiger Begleiter unter Wasser. Hier trifft man regelmäßig auf Blacktip Reef Sharks (Carcharhinus melanopterus) und Whitetip Reef Sharks (Triaenodon obesus).
Die Korallengärten an der Innenseite des Plateaus sind ein zentraler Punkt für die lokale Meeresfauna. Die Struktur des Riffs bietet zahlreichen Fischarten Schutz und Lebensraum. Neben den Haien und Schildkröten ist die Begegnung mit verschiedenen Triggerfish (Balistidae) sehr wahrscheinlich. Die Vielfalt der residenten Rifffische macht diesen Ort zu einem der biologisch aktivsten Punkte im Osten der Insel.
Im Vergleich zu anderen Passagen wie dem Teavapiti Pass liegt der Fokus im Iriru Pass weniger auf massiven Hai-Schwärmen, sondern auf der Vielfalt der Wand und des Plateaus. Während Teavapiti oft für große Formationen bekannt ist, bietet Iriru eine sehr hohe Dichte an Leben auf engem Raum. Die Kombination aus der Tiefe des Kanals und den flacheren Korallengärten macht den Platz für verschiedene Tauchstile interessant.
Die Wahl des richtigen Tauchzeitpunkts ist beim Iriru Pass entscheidend, um die Strömung optimal zu nutzen. Da der Pass als wichtiges Tor für den Schiffsverkehr dient, ist die Navigation durch die lokalen Anbieter genau auf die Gezeiten abgestimmt. Ein Drift-Tauchgang ist hier der Standard, um die gesamte Wand und das Plateau effizient zu erkunden. Eine gute Planung des Einstiegs in den Kanal ist für die Sicherheit unerlässlich.
Die maximale Tiefe beträgt 29 Meter. Ein Open Water Diver mit Erfahrung in Drift- oder Pass-Tauchgängen wird empfohlen. Die Strömung variiert je nach Gezeitenstand und ist beim Wasseraustausch zwischen Lagune und Ozean variabel.